App im Playstore
Pfeil rechts
×

Lieber Forenbesucher,

dieses Forum dient dazu, Menschen zu unterstützen und Austausch zu ermöglichen. Wer Hilfe braucht, findet sie hier, und wer helfen möchte, ist willkommen. Moderatoren achten darauf, dass der Umgang respektvoll bleibt. Für eine angenehme Atmosphäre sind verständnisvolle, ermutigende und einfühlsame Beiträge explizit erwünscht. Verletzende oder verurteilende Beiträge sind nicht erlaubt.

46

aldia249

aldia249
Mitglied

Beiträge:
1919
Themen:
19
Danke erhalten:
1241
Mitglied seit:
Hallo ihr Lieben,

Mir brennt gerade noch was auf der Seele. Ich mache nun seit einem Jahr eine Psychoanalyse ( anfangs wöchentlich und jetzt alle zwei Wochen); vor ein paar Jahren habe ich schon mal eine Verhaltenstherapie gemacht und relativ schnell Besserung gemerkt.
Leider ist dies jetzt nicht der Fall. Angststörungen und teilweise Depressionen sind nicht weg. Teilweise habe ich sogar das Gefühl öfters noch fertiger zu sein.
Vielleicht liegt es daran, dass es erst aufgearbeitet wird, fühlt sichaber noch nicht so an.
Wie sind denn eure Erfahrungen?
Liebe Grüße

12.11.2017 x 3 #1


57 Antworten ↓
Hotin

Hotin
Mitglied

Beiträge:
13445
Themen:
8
Danke erhalten:
12579
Mitglied seit:
Hallo aldia249,

Zitat:
Zum Thema "2 Gesichter" nenn ich dir folgendes Beispiel. Es war genau auf das bezogen, dass die meisten Leute nicht wissen was bei mir abgeht. In meinem Praktikum zum Beispiel, lass ich mir nichts anmerken und bin immer selbstbewusst und sehr kommunikativ. Ebenso was Feiern und Aktivitäten mit Freunden angeht.


So einfach ist das? Was Du beschreibst ist doch ein völlig normales Verhalten.
Oder nicht?
Wie alle Menschen, spielst Du im Leben tagtäglich eine "Rolle". Du hast eine Maske auf. Dies ist gut und für
den Schutz Deiner Persönlichkeit notwendig. Dieses Rollenspiel macht immer dann Sinn, wenn uns ein
Mensch nicht sehr nahe steht und wenn wir ihm noch nicht so gut vertrauen wollen oder können.
Das schwierige ist, "immer mit einer Ritterrüstung rum zu laufen und eine filmreife
"Rolle" zu spielen macht müde und unzufrieden." Deshalb suchen wir Menschen Freunde, also Gleichgesinnte
oder einfach Menschen, vor denen wir nur wenig Angst haben müssen. In der Nähe dieser Menschen, denen
wir vertrauen können, können wir nämlich unsere Maske abnehmen und unsere Ritterrüstung ausziehen.
Wir dürfen da so sein, wie wir wirklich sein möchten. Dies ist sehr angenehm und entspannend. Und das
macht zufrieden und glücklich.
Wenn Du dann später geübt mit Deiner Angst umgehst, kannst Du auch in der Öffentlichkeit häufig ohne
Maske rumlaufen. Dafür wirst Du aber noch einige Zeit benötigen.

Wichtig ist, das Du möglichst bei dem Therapeuten auch ohne Maske und Rüstung
sitzt, auch wenn Du Angst und Respekt vor so einem "Mediziner" hast. Psychologen
sind ganz normale Menschen, wie Du und ich. Und auch wenn manche so tun, brauchen sie sich auf ihre
Kenntnisse nichts einzubilden. Vor einem Heizungsmonteur musst Du mindestens genau so viel Respekt
haben, oder kannst Du eine Heizung bauen?

Zitat:
"Ich habe Angst für etwas Verantwortung zu übernehmen."
"Ich habe Angst kritisiert zu werden."
"Ich habe Angst Fehler zu machen."

Ja du liegst richtig mit allen Fragen und ich kämpf aktuell dagegen an, indem ich mir immer wieder sage "Sei keine Übermutti. Du bist nicht verantwortlich für ihn. Wenn es nicht geht, dann sagst du ihm einfach morgens ab. Die Welt wird sich weiter drehen. "
Hast du mir einen Tipp für eine andere Lösung? Scheint sogar zu funktionieren.


Jetzt machst Du es doch richtig. Und Du siehst, innerhalb weniger Tage geht es Dir besser. Was Du
machen kannst ist. Du kannst immer wieder Menschen fragen, wie sie das, was Du sagst und das was
Du machst finden. Und dann höre einfach zu. Auf diese Weise erfährst Du sehr viel über Dich. Es ist, als
wenn Du in einen Spiegel schaust.
Nur erschrecke nicht. Viele spiegeln Dir, das Du vieles falsch machst. Dies entspricht aber nicht der Wahrheit.
Es ist nur ihre Meinung. Der Vorteil davon, andere zu fragen liegt darin. Manchmal erfährst Du etwas,
was Du gut gebrauchen kannst. Viel wichtiger erscheint mir aber. Wer gut zuhören kann, erkennt schnell,
wo Freunde und wo Feinde sind. Und dann brauchst Du nicht mehr so eine große Angst zu haben, dass Dich
jemand in den Rücken schießt, wenn Du Dich mal umdrehst.

Ich kann mich noch gut erinnern, welche heftigen Ängste ich vor über 30 Jahren hatte,
Fehler zu machen und öffentlich zu meiner Meinung zu stehen. Da geht im Kopf innen
richtig was ab. Und keiner kann Dir dabei helfen, nur Du allein kannst diese Veränderung bei Dir erzeugen.

Zitat:
Wesentlich größeren Kummer bereitet mir gerade Folgendes: Ich bin täglich depressiv und hoffnungslos. Mir fehlen Glücksmomente. Meine Gedanken kreisen. (Gedanken: Alles sinnlos, ich werd nie gesund..Hat mein Leben einen Sinn?-> Ich will so nicht weiter machen. Wie wird es besser? )


Bitte habe jetzt etwas Geduld. Was Du beschreibst hört sich alles sehr normal an.
Es gehört vermutlich zu Deinem Selbstfindungsprozess dazu. Das Du nach dem Sinn Deines Lebens suchst
ist auch völlig normal. Dies wird sich vermutlich später von selbst ergeben.

Zitat:
Mir geht es wirklich täglich elend grad, so dass mir auch Aktivitäten, die mir immer Spaß gemacht haben, wie bspw. meine Freunde treffen, keinen Spaß mehr machen.

Hast du mir da einen Tipp?


Sicher habe ich da Tipps. Nur die werden Dir wenig helfen. Oder willst Du so leben und denken wie ich?
Garantiert nicht. Du würdest Dich wundern.
Oder anders gesagt. Ich kann Dir nicht sagen, womit Du zufrieden wirst. Aber, ich kann
Dir fast immer sagen, mit welchen Gedanken und mit welchem Verhalten Du Ängste bekommst und
unzufrieden wirst.
Suche das, was Dich in der Zukunft zufrieden macht. Mach Dir mal einen Zettel.
Schreibe Dir mal auf, was Du am liebsten machen und erreichen würdest und vor allem,
was Du dafür tun musst um das zu erreichen. Diese schriftliche Methode sollte Dein Gedankenkreisen
stoppen oder zumindest viel langsamer machen.

Du siehst, es gibt eine ganze Menge zu tun für Dich, wenn Du das möchtest. Dies ist ein Programm für
mehrere Monate. Deshalb gibt es keinen Grund depressiv zu sein.
Gehe vorwärts. Weißt Du wie eine Rakete beschleunigt? Am Anfang ist die sehr langsam
aber mit der Zeit wird sie immer schneller.

Zu Medikamenten sage ich sehr ungern etwas. Da habe ich viel zu wenig Erfahrung.
Vieles wirst Du selbst spüren. Und das andere besprich bitte mit den Ärzten oder Deinem Therapeuten.
Solltest Du es schaffen Dich weiter innerlich zu entspannen, wirst Du bestimmt immer geringere Mengen
an Medizin benötigen. Aber auch da lass Dir bitte Zeit.

An dieser Stelle möchte ich Dir mal ein Kompliment machen und Dir besonders herzlich für Dein Vertrauen danken.

Ich glaube Du bist eine bemerkenswerte Frau mit sehr viel Potential. Du musst es nur abrufen.
Ganz besonders bedanken möchte ich mich bei Dir, weil Du hier sehr klar nachvollziehbar und offen im Forum
Deine Situation und Deine Gefühle beschreibst. Dazu gehört viel Mut. Und ich bin überzeugt, das auch viele
hier aus Deiner Situation für sich einiges lernen und bei sich mit einbauen können.
Mich hat es mal wieder sehr viel Kraft gekostet, mich in Deine Situation hinein zu versetzen. Aber es scheint
sich ja gelohnt zu haben. Du warst ein sympathischer, harter Brocken. Ich wundere mich auch heute noch,
warum es einige schaffen, sich freiwillig so zu fesseln.

Ich fand es sehr schwierig, doch trotzdem hat mir die gemeinsame Reise durch Deine
Gedankenwelt Spaß gemacht.

Viele Grüße an Dich

Hotin

17.11.2015 10:33 • x 1 #34


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Psychoanalyse Erfahrungen

x 3


Grashüpfer

Grashüpfer
Mitglied

Beiträge:
5840
Themen:
19
Danke erhalten:
5394
Mitglied seit:
Hallo Aldia,

was du über dich schreibst, kann ich z.T. sehr gut nachvollziehen, ging mir zu Ende der Schulzeit und bis ca. 27, 28 ähnlich.

Zuerst zu deinen 3 Grundproblemen wie du sie nennst. Ich vermute, dass Problem 1 (Bindungsangst / nicht lieben können) und Problem 2 (Angst zu verreisen) zusammen hängen. Du schreibst, du hattest kein gutes Verhältnis zu deiner Mutter gehabt. Vielleicht fehlt dir dadurch so eine Art Grundvertrauen und das Vertrauen, die Gewissheit, sich grundsätzlich sicher fühlen zu können. Dann wäre deine Reiseangst ein Symptom dieses fehlenden Vertrauens, denn Reise bedeutet immer auch Unsicherheit: Man verlässt die gewohnte Umgebung, begibt sich auf einen Weg voll Unvorhersehbarem. Vielleicht drückt diese Angst das Bedürfnis nach grundsatzlicher Sicherheit aus? Hast du solche Ängste denn auch in anderen Bereichen? Ich finde, dass auch dein Verhalten zu deinem Ex dazu passt: Du warst lang mit ihm zusammen, obwohl nicht genug Liebe dabei war. Vielleicht hast du auch bei ihm Sicherheit und Vertrauen gesucht. Und weil dir das so wichtig ist, nimmst du die fehlende Liebe in Kauf - zumindest für eine gewisse Zeit. Kann das sein? Wenn meine Vermutung stimmt - bin natürlich kein Arzt - dann glaube ich aber, dass sich diese Angst auch noch in anderen Bereichen und Symptomen zeigen könnte. Was meinst du? Hör mal in dich rein.

Nun zu deinen beruflichen Schwierigkeiten: Dieses "Chaos" kenne ich auch sehr gut. Ich wusste lange nicht, was ich wirklich machen will, was zu mir passt, was mir liegt, und bin ziemlich herumgeirrt. Meinen eigentlichen Berufswunsch konnte ich aus persönlichen Gründen nicht verwirklichen, dann war ich total orientierungslos und hab lange gebraucht, bis ich etwas gefunden habe, das mir Spaß gemacht hat und wo ich sagen konnte: Das passt zu mir und damit kann ich mich identifizieren und es macht mir Spaß. Diese Unsicherheit haben viele junge Leute, aber ich glaube, dass die Unsicherheit und Orientierungslosigkeit bei mir viel tiefer reichte und grundlegender war als bei anderen - und vielleicht ist es bei dir ähnlich?
Im Nachhinein weiß ich, dass die Ursache für das Straucheln udn Suchen folgende war: Ich wusste nicht so recht, wer ich eigentlich bin und v.a. konnte ich nicht zu mir stehen und sagen: Ich bin ich, das macht mich aus, und das ist gut so. ICH BIN OK so wie ich bin. Das konnte ich ganz lang nicht. Erst als das besser wurde, wurde auch die berufliche Orientierung klarer. Meine Therapeutin nannte das immer "sich zeigen" - und ich finde diese Bezeichnung so treffend, denn es bedeutet alles - sich vor anderen zeigen, gesehen werden, ohne dass es einem etwas ausmacht, aber vor allem bedeutet es auch: Zu sich selbst stehen können! Für diese Formulierung bin ich ihr bis heute dankbar, denn sie hat mich wahnsinnig weiter gebracht! Ich erzähle dir das, weil ich dir ein paar Denkanstöße geben möchte - vielleicht findest du ähnliches in dir. Vielleicht auch nicht, aber das wäre ja auch eine Erkenntnis.

Ich habe damals auch eine Psychoanalyse gemacht. Mir hat sie sehr sehr gut geholfen! Aber es dauert eine ganze Weile, bis sie wrklich anschlägt und sich grundlegende Dinge verändern. In den ersten Monaten sind z.T. Phasen dabei, in denen es einem noch schlechter geht. Schlimme Tage kommen immer wieder mal, immer dann, wenn man wirklich Eingemachtes bearbeitet und dies durch das Sprechen in der Therapie "aufweckt" und beginnt zu verarbeiten. Aber mit der Zeit wird es besser, wirklich besser. Aber vielleicht bist du zu so grundsätzlichen Punkten noch gar nicht vorgestoßen?

Ich hoffe, ich kann dir ein wenig helfen und freue mich auf deine Antwort. Smile

Liebe Grüße,
Grashüpfer

14.11.2015 14:25 • x 1 #18


Zum Beitrag im Thema ↓


Hotin
Hallo aldia249,
Zitat:
Vielleicht liegt es daran, dass es erst aufgearbeitet wird, fühlt sich aber noch nicht so an.


In Deinem Satz kannst Du erkennen, dass Du noch gar nicht an Dein Problem herangekommen bist.
Das „es“ aufgearbeitet wird geht nicht. Wenn überhaupt, müsste es heißen,
Vielleicht liegt es daran, dass Ich es noch nicht aufarbeiten kann oder will.

Kannst Du vielleicht schon mal wenigstens ein Beispiel nennen, wo Du mal ein Problem wirklich aufgearbeitet hast,
und das dann jetzt kein Problem mehr ist?
Wenn „Nein“, trittst Du scheinbar immer noch auf der Stelle, weil Du noch nicht die
Erfahrung gemacht hast, das es, und wie so etwas geht.

Viele Grüße

Hotin

x 1 #2


aldia249
Zitat von Hotin:
Hallo aldia249,
Zitat:
Vielleicht liegt es daran, dass es erst aufgearbeitet wird, fühlt sich aber noch nicht so an.


In Deinem Satz kannst Du erkennen, dass Du noch gar nicht an Dein Problem herangekommen bist.
Das „es“ aufgearbeitet wird geht nicht. Wenn überhaupt, müsste es heißen,
Vielleicht liegt es daran, dass Ich es noch nicht aufarbeiten kann oder will.

Kannst Du vielleicht schon mal wenigstens ein Beispiel nennen, wo Du mal ein Problem wirklich aufgearbeitet hast,
und das dann jetzt kein Problem mehr ist?
Wenn „Nein“, trittst Du scheinbar immer noch auf der Stelle, weil Du noch nicht die
Erfahrung gemacht hast, das es, und wie so etwas geht.

Viele Grüße

Hotin


Hallo Hotin,

Danke für deine Zeilen.
Nach meiner ersten Therapie ging es mir wesentlich besser. dennoch kann ich nicht sagen, dass ich irgendetwas aufgearbeitet hätte bzw. fällt mir nichts explizites ein.
Wie arbeite ich am Besten auf? Ichwürde sehr gerne die Erfahrung machen.

LG Smile

x 2 #3


Hotin
Hallo aldia249,
Zitat:
Wie arbeite ich am Besten auf? Ich würde sehr gerne die Erfahrung machen.


Es beginnt immer damit, dass Du zuerst verstehen lernst, was Angst überhaupt ist
und das Du auch lernst Dein Leben langsam wieder selbst zu steuern.
Im Grunde genommen ist das nicht schwer. Das Weltbild, welches Du jetzt hast,
solltest Du vervollständigen.
Schau Dir bitte mal an, was ich unter diesem Link hier im Forum geschrieben habe.

Zitat:
https://www.psychic.de/forum/agoraphobie-panikattacken-f4/schlimme-zwangsgedanken-befuerchtungen-t68592-20.html#p867924



Ich hoffe, das ist verständlich geschrieben. Und dann fängst Du irgendwo an, suchst
Dir eine kleine, schwache Angst und versuchst, dies anders zu sehen und anders zu bewerten. Wenn Du nicht weiter
kommst, kannst Du mich fragen. Du solltest mir dann nur immer genau beschreiben, was bei Dir nicht klappt und was
Du erreichen möchtest.

Versuche es einfach mal. Dabei kannst Du nichts kaputt machen.
Viel Erfolg für Dich.

Hotin

x 1 #4


aldia249
Zitat von Hotin:
Hallo aldia249,
Zitat:
Wie arbeite ich am Besten auf? Ich würde sehr gerne die Erfahrung machen.


Es beginnt immer damit, dass Du zuerst verstehen lernst, was Angst überhaupt ist
und das Du auch lernst Dein Leben langsam wieder selbst zu steuern.
Im Grunde genommen ist das nicht schwer. Das Weltbild, welches Du jetzt hast,
solltest Du vervollständigen.
Schau Dir bitte mal an, was ich unter diesem Link hier im Forum geschrieben habe.

Zitat:
https://www.psychic.de/forum/agoraphobie-panikattacken-f4/schlimme-zwangsgedanken-befuerchtungen-t68592-20.html#p867924


Ich hoffe, das ist verständlich geschrieben. Und dann fängst Du irgendwo an, suchst
Dir eine kleine, schwache Angst und versuchst, dies anders zu sehen und anders zu bewerten. Wenn Du nicht weiter
kommst, kannst Du mich fragen. Du solltest mir dann nur immer genau beschreiben, was bei Dir nicht klappt und was
Du erreichen möchtest.

Versuche es einfach mal. Dabei kannst Du nichts kaputt machen.
Viel Erfolg für Dich.

Hotin



Danke Hotin, ich finde deine Beschreibung spitze. Hab zwar nicht die Verbindung zwischen dem Teil der Katze und dem restlichen Teil verstanden, aber die Essenz (Anleitung wie man damit umgeht) hört sich für mich wirklich umsetzbar an. Ich werd es definitiv versuchen. Bei mir ist "Angst" eigentlich nicht das Hauptproblem/ Symptom. Hab leider viele. Gestern hab ich zum ersten mal erfahren, wie das genau sich nennt was ich habe (Dissoziative Persönlichkeitsstörung) Angst natürlich auch nur eines der vielen Symptome, aber vielleicht ist das ja jetzt ein guter weg für mich mit diesem Symptom besser umzugehen.

Danke dir dafür!

Ganz liebe Grüße

#5


Hotin
Hallo aldida249,

danke für Deine Antwort.

Zitat:
Bei mir ist "Angst" eigentlich nicht das Hauptproblem/ Symptom. Hab leider viele.


Warte mal ab. Eventuell wirst Du Dich wundern.

Das Beispiel mit der Katze soll nur eins zeigen. Alles, was mit der Angst zu tun hat,
kommt von einer völlig normalen Grundlage. Es ist die Steuerung von uns Lebewesen.
Leider alles etwas unromantisch, ist aber offensichtlich so.

Viele Grüße

Hotin

x 1 #6


aldia249
Nochmal danke Hotin, aktuell kann ich mir leider nicht mal mehr vorstellen ohne Therapie zu leben aber ich werde die Hoffnung nicht aufgeben!

#7


Icefalki
Liebe aldia, kann eine dissoziative Persönlichkeitsstörung überhaupt therapiert werden? Oder geht es da um Akzeptanz?

Verzeih mir meine Neugierde, und wenn du nicht antworten willst, ist das absolut ok.

#8


aldia249
Das weiß ich leider nicht. Aber warum sollte es nicht?

#9


aldia249
Bin gerade sehr verwirrt und beunruhigt. Von "nicht heilbar" war bis jetzt nie die Rede. Der Therapeut meinte das letzte Mal, ich sei einer seiner leichteren Fällt aus dem generellen Behandlungsspektrum.
Ich wusste auch nie genau, was bei mir eigentlich Sache ist. Hab ihn dann auch letztes ´Mal gefragt und er sagte " Identitätsstörung"
Jetzt zu lesen, dass das anscheinend nicht mal heilbar ist , macht mich gerade extrem fertig. Ich hatte ja auch ein Leben davor..

#10


Hotin
Hallo aldia249,

Zitat:
Bin gerade sehr verwirrt und beunruhigt. Von "nicht heilbar" war bis jetzt nie die Rede. Der Therapeut
meinte das letzte Mal, ich sei einer seiner leichteren Fällt aus dem generellen Behandlungsspektrum.


Du brauchst doch nicht beunruhigt zu sein. Deine Diagnose ist doch noch gar nicht abgesichert. Und ob
etwas weg geht, entscheidest Du sehr stark allein mit Deinem Denken und Verhalten.
Bitte bleib also ruhig und versuche Dich besser zu verstehen und an Dir zu arbeiten.

Zitat:
aktuell kann ich mir leider nicht mal mehr vorstellen ohne Therapie zu leben


Warum nicht? Traust Du Dir selbst nicht mehr? Dann versuche wieder zu lernen,
Dein Leben selbst in Deine Hände zu nehmen und entscheide, wo Du hin möchtest.

Viele Grüße

Hotin

x 2 #11


aldia249
Hallo Hotin,

Ich glaub ich hab das letzte Stunde wohl falsch aufgefasst. habe mich heute mit dem Thema dissoziative Persönlichkeitsstörung befasst. Habe mir sowohl Videos im Internet angeschaut als auch einen Test gemacht. Das passt nicht annähernd zu meinen Symptomen und ich habe auch nicht mehr als eine Persönlichkeit in meiner Seele. Wahrscheinlich hat er mehr was in Richtung "Persönlichkrise" gesagt. Er erwähnte noch dass das zwischen 20 und 30 wohl generell normal sei aber bei mir die Symptome zu stark ausgeprägt sein. Ich glaube da habe ich wirklich etwas falsch verstanden.

Das Problem warum ich selber nicht mehr klar komme sind größtenteils die depressiven Phasen. Da brauche ich mir in der Tat selber nicht mehr und weiß auch nicht mal was in diesem Moment genau mein Problem ist weil es offensichtlich keinen Grund gibt und ich oft selber nicht verstehe warum das so ist. Als Kind hatte ich eine sehr schlechte Mutter Kind Bindung. Vermutlich liegt die Ursache wohl irgendwo darin.
Hast du vielleicht Tipps die in Bezug auf das sich selbst trauen und wieder mehr in eigenen Leben klarkommen ? (Aktuell hab ich alle 14 Tage eine ambulante Therapie )

Liebe Grüße und DANKE!

x 1 #12


aldia249
Blödes Handy, blöde Tippfehler. ..sorry..hoffe man versteht es Very Happy

#13


aldia249
Irgendwie brennt es mir jetzt doch auf der Seele, ein bisschen mehr von mir zu erzählen.

Generell hab ich folgende "Grundprobleme":

1) Bindungsangst/ Bindungsstörung / Nicht lieben Können (was auch immer?!)
2) Angst zu verreisen / Angst vor Ortswechsel..bsp. Umzug
3) Berufliche Großbaustelle (Unglücklich aber keine Ahnung was besser wär)
Problem 1 und 2 sind immer gleichbleibend da.

Habe meine erste Therapie (25 h Verhaltensth.) 2011 begonnen. Auslöser war, dass ich mich nicht von meinem Ex trennen konnte, den ich offensichtlich (4 lange Jahre) nicht geliebt hab. Habe gemerkt das "irgendwas nicht mit mir stimmt". Damals hab ich ne Ausbildung gemacht (war nie zufrieden und wollt abbrechen aber habs dann noch durchgezogen und mich "adaptiert").
Während der Therapie gings mir ein halbes Jahr lang blendend. Höhenflug.

Nach der Therapie war die Ausbildung zu Ende und ich hab n Studium begonnen. Ging n halbes Jahr gut.danach totales Unwohlsein, Drama..Wechselwunsch, aber kein Plan wohin.. völliges Chaos.--> Depressive Phasen.

Jetzt mach ich seit einem Jahr eben die zweite Therapie und bin an nem Punkt angelangt wo ich nicht weiter weiß, weil es iwo nicht besser wird. (Aktuelle Depriphase ist wohl dem zu abruptem Absetzen von nur 12mg Trimipramin täglich geschuldet..hoffe auf Besserung)

Da steh ich nun mit meinem Baustellen und den Selbstzweifeln. Therapie bringt wenig, aber ohne fühl ich mich auch nicht "überlebensfähig"

Sorry das Getexte, aber musste raus....

#14


Icefalki
Liebe Aldia, ich habe es nur gegoogelt, Deine vom Therapeuten genannte und von dir geschrieben Diagnose. Mehr nicht. ich wollte dich auf keinen Fall erschrecken.

#15


aldia249
Klar kein Ding Smile

War nur etwas schockiert weil er nämlich noch meinte auf meine Frage hin was genau meinen schei. Problem sei : "sie sind einer meiner leichteren Fälle" und er nannte es irgendwie was mit "Persönlichkeit..."
Aber habs jetz mal selbst gegooglet. Das kann es nun wirklich nicht sein. Von der zweiten Person hätte ich aber gewusst. Passt eher auf "Persönlichkeits / Identitätskrise" akut zwecks Studium etc.

Alles wieder beruhigt.

#16


Hotin
Hallo aldia249,
Zitat:
habe mich heute mit dem Thema dissoziative Persönlichkeitsstörung befasst. Habe mir sowohl
Videos im Internet angeschaut als auch einen Test gemacht. Das passt nicht annähernd zu meinen
Symptomen und ich habe auch nicht mehr als eine Persönlichkeit in meiner Seele.


Das hast Du wunderbar gemacht. Daran kannst Du sehen, Deine Sorgen und Dein sogenanntes Problem
sind nicht so groß, wie Du vermutest. Darüber hinaus finde ich schreibst Du sehr klar und strukturiert.
Folglich bin ich sicher, dass Du das schnell wieder in den Griff bekommst.

Zitat:
Hast du vielleicht Tipps die in Bezug auf das sich selbst trauen und wieder mehr in eigenen Leben klarkommen ?


Bei allem, was mit "Ängsten" zu tun hat, möchte ich Dir gern Informationen oder Tipps geben.
Das alles ist aber so umfangreich, das ich fast nur sinnvoller Weise auf Deine Fragen oder ganz bestimmte
eng begrenzte Themenbereiche antworten kann.
Wichtig ist dabei immer, das Du eine persönliche Unterstützung und ein regelmäßiges Feedback durch
einen Therapeuten bekommst. Dieses Forum kann so etwas nicht ersetzen.

Zitat:
Generell hab ich folgende "Grundprobleme":

1) Bindungsangst/ Bindungsstörung / Nicht lieben Können (was auch immer?!)
2) Angst zu verreisen / Angst vor Ortswechsel..bsp. Umzug
3) Berufliche Großbaustelle (Unglücklich aber keine Ahnung was besser wär)
Problem 1 und 2 sind immer gleichbleibend da.


Meiner Meinung nach sind das nicht Deine Grundprobleme. Du scheinst noch nicht an Deine wirklichen,
zu Grunde liegenden Gefühle ran zu kommen. Das muss Dir aber keine Angst machen.
Stell Dir mal einen riesigen Baum vor. Du erzählst uns hier immer etwas von den oberen Ästen. Diese Äste
werden aber aus einem Stamm ernährt. Deine "Probleme" solltest Du möglichst zurückverfolgen. Sie
werden vermutlich nur 1 – 3 Ursachen haben. Und die gilt es zu finden. Und wenn Du sie gefunden hast,
kannst Du versuchen, Lösungen für Dein Denken und Dein Handeln zu finden, die Dir zukünftig weniger
Angst machen.

Zitat:
Wechselwunsch, aber kein Plan wohin.. völliges Chaos.


Das glaube ich Dir nicht. Versuche mal für Dich die Frage zu beantworten.
Wer bin ich, wo will ich hin im Leben. Was realistisch erreichbares würde mich glücklich machen?
Was würde mir die größte Sicherheit im Leben geben?


Viele Grüße

Hotin

x 1 #17

Mitglied werden - kostenlos & anonym

Grashüpfer
Hallo Aldia,

was du über dich schreibst, kann ich z.T. sehr gut nachvollziehen, ging mir zu Ende der Schulzeit und bis ca. 27, 28 ähnlich.

Zuerst zu deinen 3 Grundproblemen wie du sie nennst. Ich vermute, dass Problem 1 (Bindungsangst / nicht lieben können) und Problem 2 (Angst zu verreisen) zusammen hängen. Du schreibst, du hattest kein gutes Verhältnis zu deiner Mutter gehabt. Vielleicht fehlt dir dadurch so eine Art Grundvertrauen und das Vertrauen, die Gewissheit, sich grundsätzlich sicher fühlen zu können. Dann wäre deine Reiseangst ein Symptom dieses fehlenden Vertrauens, denn Reise bedeutet immer auch Unsicherheit: Man verlässt die gewohnte Umgebung, begibt sich auf einen Weg voll Unvorhersehbarem. Vielleicht drückt diese Angst das Bedürfnis nach grundsatzlicher Sicherheit aus? Hast du solche Ängste denn auch in anderen Bereichen? Ich finde, dass auch dein Verhalten zu deinem Ex dazu passt: Du warst lang mit ihm zusammen, obwohl nicht genug Liebe dabei war. Vielleicht hast du auch bei ihm Sicherheit und Vertrauen gesucht. Und weil dir das so wichtig ist, nimmst du die fehlende Liebe in Kauf - zumindest für eine gewisse Zeit. Kann das sein? Wenn meine Vermutung stimmt - bin natürlich kein Arzt - dann glaube ich aber, dass sich diese Angst auch noch in anderen Bereichen und Symptomen zeigen könnte. Was meinst du? Hör mal in dich rein.

Nun zu deinen beruflichen Schwierigkeiten: Dieses "Chaos" kenne ich auch sehr gut. Ich wusste lange nicht, was ich wirklich machen will, was zu mir passt, was mir liegt, und bin ziemlich herumgeirrt. Meinen eigentlichen Berufswunsch konnte ich aus persönlichen Gründen nicht verwirklichen, dann war ich total orientierungslos und hab lange gebraucht, bis ich etwas gefunden habe, das mir Spaß gemacht hat und wo ich sagen konnte: Das passt zu mir und damit kann ich mich identifizieren und es macht mir Spaß. Diese Unsicherheit haben viele junge Leute, aber ich glaube, dass die Unsicherheit und Orientierungslosigkeit bei mir viel tiefer reichte und grundlegender war als bei anderen - und vielleicht ist es bei dir ähnlich?
Im Nachhinein weiß ich, dass die Ursache für das Straucheln udn Suchen folgende war: Ich wusste nicht so recht, wer ich eigentlich bin und v.a. konnte ich nicht zu mir stehen und sagen: Ich bin ich, das macht mich aus, und das ist gut so. ICH BIN OK so wie ich bin. Das konnte ich ganz lang nicht. Erst als das besser wurde, wurde auch die berufliche Orientierung klarer. Meine Therapeutin nannte das immer "sich zeigen" - und ich finde diese Bezeichnung so treffend, denn es bedeutet alles - sich vor anderen zeigen, gesehen werden, ohne dass es einem etwas ausmacht, aber vor allem bedeutet es auch: Zu sich selbst stehen können! Für diese Formulierung bin ich ihr bis heute dankbar, denn sie hat mich wahnsinnig weiter gebracht! Ich erzähle dir das, weil ich dir ein paar Denkanstöße geben möchte - vielleicht findest du ähnliches in dir. Vielleicht auch nicht, aber das wäre ja auch eine Erkenntnis.

Ich habe damals auch eine Psychoanalyse gemacht. Mir hat sie sehr sehr gut geholfen! Aber es dauert eine ganze Weile, bis sie wrklich anschlägt und sich grundlegende Dinge verändern. In den ersten Monaten sind z.T. Phasen dabei, in denen es einem noch schlechter geht. Schlimme Tage kommen immer wieder mal, immer dann, wenn man wirklich Eingemachtes bearbeitet und dies durch das Sprechen in der Therapie "aufweckt" und beginnt zu verarbeiten. Aber mit der Zeit wird es besser, wirklich besser. Aber vielleicht bist du zu so grundsätzlichen Punkten noch gar nicht vorgestoßen?

Ich hoffe, ich kann dir ein wenig helfen und freue mich auf deine Antwort. Smile

Liebe Grüße,
Grashüpfer

x 1 #18


aldia249
Zitat von Hotin:
Hallo aldia249,
Zitat:
habe mich heute mit dem Thema dissoziative Persönlichkeitsstörung befasst. Habe mir sowohl
Videos im Internet angeschaut als auch einen Test gemacht. Das passt nicht annähernd zu meinen
Symptomen und ich habe auch nicht mehr als eine Persönlichkeit in meiner Seele.


Das hast Du wunderbar gemacht. Daran kannst Du sehen, Deine Sorgen und Dein sogenanntes Problem
sind nicht so groß, wie Du vermutest. Darüber hinaus finde ich schreibst Du sehr klar und strukturiert.
Folglich bin ich sicher, dass Du das schnell wieder in den Griff bekommst.

Zitat:
Hast du vielleicht Tipps die in Bezug auf das sich selbst trauen und wieder mehr in eigenen Leben klarkommen ?


Bei allem, was mit "Ängsten" zu tun hat, möchte ich Dir gern Informationen oder Tipps geben.
Das alles ist aber so umfangreich, das ich fast nur sinnvoller Weise auf Deine Fragen oder ganz bestimmte
eng begrenzte Themenbereiche antworten kann.
Wichtig ist dabei immer, das Du eine persönliche Unterstützung und ein regelmäßiges Feedback durch
einen Therapeuten bekommst. Dieses Forum kann so etwas nicht ersetzen.

Zitat:
Generell hab ich folgende "Grundprobleme":

1) Bindungsangst/ Bindungsstörung / Nicht lieben Können (was auch immer?!)
2) Angst zu verreisen / Angst vor Ortswechsel..bsp. Umzug
3) Berufliche Großbaustelle (Unglücklich aber keine Ahnung was besser wär)
Problem 1 und 2 sind immer gleichbleibend da.


Meiner Meinung nach sind das nicht Deine Grundprobleme. Du scheinst noch nicht an Deine wirklichen,
zu Grunde liegenden Gefühle ran zu kommen. Das muss Dir aber keine Angst machen.
Stell Dir mal einen riesigen Baum vor. Du erzählst uns hier immer etwas von den oberen Ästen. Diese Äste
werden aber aus einem Stamm ernährt. Deine "Probleme" solltest Du möglichst zurückverfolgen. Sie
werden vermutlich nur 1 – 3 Ursachen haben. Und die gilt es zu finden. Und wenn Du sie gefunden hast,
kannst Du versuchen, Lösungen für Dein Denken und Dein Handeln zu finden, die Dir zukünftig weniger
Angst machen.

Zitat:
Wechselwunsch, aber kein Plan wohin.. völliges Chaos.


Das glaube ich Dir nicht. Versuche mal für Dich die Frage zu beantworten.
Wer bin ich, wo will ich hin im Leben. Was realistisch erreichbares würde mich glücklich machen?
Was würde mir die größte Sicherheit im Leben geben?


Viele Grüße

Hotin

Die letzten Fragen kann ich momentan leider wirklich nicht beantworten. Das glaub mir bitte. Es macht keinen Sinn das Studium abzubrechen und nicht zu wissen was besser wäre.aus der momentanen Situation erscheint mir alles besser als das was ich aktuell tu.

Die Ursache des ganzen ist eine fehlende mutter Kind Bindung in meiner Kindheit. Und das führt dazu, dass ich aktuell keinen Zugang zu meinem DAS BIN ICH habe und mich nicht lieben kann (Therapeutensprache Smile )
Drepris ängste und co. Sind bei mir also nur Symptome.

Lg!

x 1 #19


Hotin
Hallo aldia249,
Zitat:
Die Ursache des ganzen ist eine fehlende mutter Kind Bindung in meiner Kindheit. Und das führt dazu,
dass ich aktuell keinen Zugang zu meinem DAS BIN ICH habe und mich nicht lieben kann (Therapeutensprache)
Drepris ängste und co. Sind bei mir also nur Symptome.


Wenn Du das so siehst, bist Du doch schon ein großes Stück weiter.
Also sind Deine Grundprobleme nicht die, von Dir beschriebenen.
Dann schaffe Dir doch einen Zugang zu dem "Das bin ich"

Kannst Du denn mit der Beschreibung Von "Grashüpfer" mehr anfangen?
Sie hat das meiner Meinung nach auch sehr schön in Worte gefasst. Aber
ganz anders, als ich so etwas kann.

Viele Grüße

Hotin

x 1 #20


A


x 4


Pfeil rechts




Mira Weyer
App im Playstore