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Grashüpfer
Inwieweit die Pille das beeinflussen kann, kann ich dir nicht sagen. Aber vielleicht hast du die ADs zu früh abgesetzt? Sprich mit dem Psychiater, wenn es dir so schlecht geht, sollte man vielleicht doch drüber nachdenken, dass du die ADs noch eine Weile nimmst. Hast du sie gut vertragen?
Viel Glück!

18.11.2015 09:24 • #41


aldia249
War noch nie bei einem Psychiater. Geh immer zum Hausarzt. Der hat es mir damals nur verschrieben um besser einzuschlafen als ich akut probleme wegen angst hatte.
Hab nur 12mg genommen. Bei trimipramin ist das seeehr wenig. Aber war gut dann. Keine Nebenwirkungen.

18.11.2015 09:46 • #42



Psychoanalyse Erfahrungen

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Grashüpfer
Du solltest es unbedingt mit deinem Therapeuten besprechen. Und ich würde lieber zum Psychiater gehen, der kann als Facharzt solche Veränderungen doch besser beurteilen und kennt auch die Medikamente besser.
Es braucht dir nicht peinlich sein, zum Psychiater zu gehen!

18.11.2015 10:30 • #43


aldia249
Ist mir auch wirklich nicht peinlich, aber da ich noch nie bei einem war und mein Hausarzt die Problematik kennt, ist es wohl besser zuerst dorthin zu gehen. Ich bespreche auch das mal mit ihm. Vielleicht schickt er mich ja dorthin. Danke euch!liebe Grüße

18.11.2015 10:41 • x 1 #44


Hotin
Hallo aldia,

Zitat:
Mir geht es sehr schlecht. Ess kaum mehr und depressiv. Habe lange überlegt ob ich heute mit
fahren soll oder nicht und habe mich entschieden lieber zum Arzt zu gehen.


Hey, das tut mir Leid. Hast Du richtig entschieden. Wenn es Dir nicht gut geht, dann hin zum Arzt.
Bestimmt bekommst Du das bald wieder in den Griff.

Bitte bleib so positiv, wie ich Dich hier erlebe. Das wird schon wieder.

Alles Gute für Dich und erzähle uns mal, wie es bei Dir weiter geht.

Gute Besserung und viele Grüße an Dich.

Hotin

18.11.2015 10:59 • x 1 #45


aldia249
Hallo ihr Lieben,
Danke euch wirklich sehr, für den ganzen Zuspruch und die Anteilnahme. Es tut wirklich gut auch einfach mal ernst genommen zu werden und besonders verstanden zu werden.
Der Arzt hat mir jetzt Opripramol verschrieben und mir einen guten Facharzt aufgeschrieben. Der ist leider erst morgen früh wieder da und da werde ich dann sofort anrufen.
Der Druck ist einfach nur so groß, aber aufgeben werde ich nicht. Es macht mich einfach irgendwo traurig, weil ich niemals so ein Medikament nehmen wollte und immer der festen Überzeugung war, dass es die Ursache nicht löst. Leider bin ich das auch immer noch, aber im Moment brauche ich das einfach zur Unterstützung. Morgen werde ich wieder in die Arbeit gehen und das Praktikum bis nächsten Monat zu Ende bringen. Die kreisenden Gedanken um das blöde Studium haben jetzt erstmal Sendepause.
Ganz liebe grüße! !
Ich hoffe euch geht es gut!

18.11.2015 12:41 • x 1 #46


aldia249
Möchte noch was hinzufügen:

Ich bin wirklich froh hier zu sein. Zwar reagiert mein Umfeld sehr positiv darauf und möchte helfen. Allerdings habe ich einen Kumpel der mich aktuell mehr nervt als hilft. Vielleicht tue ich ihm jetzt auch Unrecht aber ich habe ständig das Gefühl von oben herab belehrt zu werden.
Gestern meinte er schon, ich solle auf keinen Fall ne Tablette nehmen. Und wenn man anfängt im klarzumachen Warum ich mich im Moment auf eine bestimmte Art und Weise so verhalte und das Gespräch keine Einigung findet, dann kommt immer da kann man dir auch nicht mehr helfen du musst doch nur positiv denken. Es ärgert mich.

Bei den Ratschlägen hier da weiß ich wenigstens, dass man mich versteht
Danke dafür!

18.11.2015 13:13 • x 2 #47


Hotin
Hallo aldia249,

hört sich gut an, was ich von Dir lese.
Mit Opipramol wirst Du nicht viel falsch machen können. Als Unterstützung
kannst Du das ruhig nehmen. Vielleicht brauchst Du es ja nicht so lang.

Zitat:
Allerdings habe ich einen Kumpel der mich aktuell mehr nervt als hilft. Vielleicht tue ich ihm jetzt auch
Unrecht aber ich habe ständig das Gefühl von oben herab belehrt zu werden.


Es könnte sein, das Du da ein wenig mit dran schuld bist. Zeige ihm nicht so viel Unentschlossenheit. Spiegele ihm,
das Du selbst weißt, was Du willst. Und das Du ihn fragen wirst, wenn Du wieder seinen Rat brauchst.

Gute Besserung

Hotin

18.11.2015 16:18 • x 1 #48


Grashüpfer
Hallo Aldia,

du klingst ganz gut, das freut mich sehr! Sieh es mal so: Wenn du Grippe hast, nimmst du auch unterstützende Mittel, um die Triefnase und Halsschmerzen wieder loszuwerden. So ist es jetzt auch. Durch die Tabletten wirst du stabiler, die Stimmungsschwankungen sind nicht mehr so heftig und fangen die Abstürze ein wenig auf. So kannst du besser an den eigentlichen Ursachen arbeiten.
Ich hab das Zeug auch gehasst, aber es hilft. Irgendwann wirst du es nicht mehr brauchen.

Liebe Grüße

18.11.2015 22:45 • x 1 #49


aldia249
Danke ihr lieben. Ich hoffe es einfach.
Kenn mich grad einfach nicht mehr. Unterschwellig hatte ich ja immer schon kleine depressive Phasen, aber das jetzt ist neu und sehr heftig. Gestern ging es mir mit dem Medis noch recht gut. Hab sogar freiwillig wieder bisschen Essen angerührt. Heute hab ich noch keine genommen, aber merks schon wieder. Das schlimme ist, ich hab das Gefühl, dass egal welche Gedanken ich habe,es einfach nicht besser wird. :/

Hoffe euch geht es besser! Liebe grüße

19.11.2015 16:15 • x 1 #50


Hotin
Hallo aldia249,

Zitat:
Gestern ging es mir mit dem Medis noch recht gut. Hab sogar freiwillig wieder bisschen Essen angerührt.
Heute hab ich noch keine genommen, aber merks schon wieder.


Das Opipramol musst Du regelmäßig nehmen, egal wie es Dir geht. Solche Medikamente wirken nicht wie z. B. ein Schmerzmittel ( Tablette rein und Schmerzen lassen nach). Du brauchst dafür einen gewissen Medikamentenspiegel im Körper. Und Opipramol wirkt erst nach einigen Tagen oder sogar Wochen so richtig.

Zitat:
Das schlimme ist, ich hab das Gefühl, dass egal welche Gedanken ich habe,es einfach nicht besser wird.


Also, ersten achte nicht zu sehr auf Dich. Dann fühlst Du Dich vermutlich immer etwas schlecht.
Und zweitens, es wird bestimmt besser, wenn Du selbst wieder Hoffnung hast, das es für Dich vorwärts
geht und den festen Glauben an Deine eigene Kraft wieder entwickelst.
Bitte mach langsam. Das wird schon wieder.

Zitat:
Hoffe euch geht es besser!


Meistens ja, manchmal nein.


Einen schönen Tag für Dich.

Hotin

19.11.2015 17:02 • #51


aldia249
Danke Hotin,

Ich hoffe es sehr. Im Moment seh ich meine Zukunft nicht. Ich hoffe das nimmt die Krankheit mit, wenn sie wieder geht. Und das tut sie hoffentlich bald. Kenn mich seit 3 Wochen selbst nicht mehr. So War das noch nie.
Hotin gib mir doch bitte ein bisschen deiner Stärke ab!

19.11.2015 17:51 • x 1 #52


aldia249
So das hier wird eine Art TagebuchEintrag. Bitte nicht wundern aber manchmal ist es besser alles aufzuschreiben, bevor ich die Gedanken wieder vergesse. Überlege mir gerade tatsächlich so ein Buch zuzulegen.
Habe vor ca. 2,5 h eine Tablette (50mg) Opipram genommen. Fühle mich seltsam. Nicht traurig und nichts, einfach sehr rational, schon sehr positiv. Gehe meiner Lieblingsbeschäftigung nach: potentielle Eigendiagnosen im Internet googlen.Diagnose heute: dysthemia (chronische Depression) Symptome : über 2 jahren permanent anhaltende leichte depressive Phasen; passt jetzt nicht ganz zu den letzten 3 wochen,aber zur Grundstimmung der letzten Jahre sehr wohl. Während dem Googlen merke ich, dass ich rieeeßen Hunger bekomme (das erste mal seit 1woche) yuhuu! Im selben Moment denke ich: schei.! Kommt bestimmt von Opipram und Trimipiam. ALARM PANIK was wenn ich zunehme? ?! Das wäre ein riesiges fettes Problem für mein mickriges Selbstwertgefühl.
Soll jetzt nicht traurig klingen, irgendwie muss ich mich grad selbst ein bisschen auslachen. Dennoch hoffentlich alles nur dumme Gedanken, die sich nicht bewahrheiten und bald wieder verschwinden.

19.11.2015 19:36 • x 1 #53


aldia249
PS: die Paella war köstlich und der Teller ist leer.

19.11.2015 19:37 • x 1 #54


Hotin
Hallo aldia249,

Zitat:
ALARM PANIK was wenn ich zunehme? ?! Das wäre ein riesiges fettes Problem
für mein mickriges Selbstwertgefühl.


Warum? Mit etwas mehr Gewicht wird sich Dein Körper eventuell etwas besser und gelassener fühlen.

Zitat:
irgendwie muss ich mich grad selbst ein bisschen auslachen.

Zitat:
die Paella war köstlich und der Teller ist leer.


Von depressiver Verstimmung ist das aber ziemlich weit entfernt.
Zitat:
Hotin gib mir doch bitte ein bisschen deiner Stärke ab!


Was soll ich Dir schicken, Du hast selbst genug Kraft. Nutze sie, anstatt nach
Krankheiten zu googlen. Wenn Du solche Fehler machst, wirst Du auch dafür bestraft.
Oft ist das Leben gar nicht so ungerecht.

Viele Grüße

Hotin

20.11.2015 17:29 • x 1 #55


aldia249
Du hast ja Recht.
Gestern ging es mir wirklich gut abends. heute ist es leider wieder grauer. Versuche dennoch später mit Freunden rauszugehen.

Danke !

20.11.2015 17:38 • x 1 #56


Hotin
Zitat:
Gestern ging es mir wirklich gut abends. heute ist es leider wieder grauer.


Dann ist es ja ziemlich normal. Gefühle sind wie das Wetter, Mal Regen - mal Sonnenschein.

Wir beziehen einen Teil unserer Zufriedenheit daraus, das es immer wieder mal besser und
dann auch mal wieder schlechter geht.
Wenn es Dir nur gut gehen würde? Was sollte Dich denn dann überhaupt antreiben?

Dies bedeutet, Dein Körper sagt Dir dann oft. Hey, Du musst mal wieder etwas für Deine Zufriedenheit machen.

Zitat:
Versuche dennoch später mit Freunden rauszugehen.


Und das ist dann die richtige Antwort auf die Forderung Deiner Gefühle.

Wünsche Dir viel Spaß

Hotin

20.11.2015 17:47 • x 1 #57

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aldia249
- - - FAZIT - RÜCKBLICK - - -


An dieser Stelle wollte ich mein altes Thema nochmal heraus kramen und ein (hoffentlich) abschließendes Fazit ziehen.Mittlerweile sind zwei Jahre vergangen seit der schlimmen Phase und ich kann aktuell Gott sei dank vieles nicht mehr nachvollziehen, was ich damals gefühlt habe.
Es hat sich einiges verändert, und vieles getan. Ich wusste damals nicht wo es hingeht und wusste auch nicht, wie ich die aktuelle Aussichtslosigkeit ertragen sollte. Ich dachte ich bin unheilbar krank und therapieresistent. Ich hab zeitweise keinen Sinn mehr in Allem gesehen.

Heute kann ich sagen..ich hab immer noch keinen Plan wo es hingeht und das ist auch gut so. Ich bin ein spontaner Mensch und Planung liegt mir nicht, außerdem wär das Leben dermaßen langweilig, wenn man immer wüsste, was das Ziel ist.

In den zwei Jahren habe ich viele unglaubliche Menschen kennengelernt, die mich aus all der schei. raus gezogen haben. Sie haben mich an der richtigen Stelle vergessen lassen, was das dauernde Grübelproblem mir erzählen möchte. Ich kann es nicht Löschen, oder krampfhaft abstellen, aber ich habe gelernt, an der richtiges Stelle zu entscheiden, wie viel Raum ich den einzelnen Seiten (Schwarz und bunt) gebe und schleichend verändert sich alles.
Ich hab gelernt Schwäche zu akzeptieren an vielen Stellen und glück darüber zu sein, eben weil es da draußen auch so viele unperfekte Menschen gibt, die genauso verstrahlt sind, wie ich selbst. Ich habe gelernt endlich angekommen zu sein und so zu sein, wie ich bin. Auch wenn das ankommen oft auch nur eine Phase ist, weil sich alles stetig wandelt und verändert mit der Zeit und mittlerweile auch viele der tollen Menschen wieder andere Wege eingeschlagen haben. Oft macht mir die Ungewissheit immer noch Angst, was dann passiert, wenn sich Lebensumstände ändern, Menschen gehen und ich wieder gefühlt alleine bin, aber bis jetzt kam immer wieder Wundervolles nach und die Anpassung an die neue Situation gelingt.

Ich habe nach Jahren der verzweifelten Suche nach einem Tun, welches mich charakterisiert (ja ich war immer der Interessenlose Mensch, den die Familie genau dafür kritisiert hat) endlich eingesehen, dass ich viele Hobbies habe und genau das liebe, am meisten den Kontakt zu Menschen. Eine Leidenschaft hat begonnen.

Ich dachte die Therapie bringt nichts damals. Ich hab es so oft angezweifelt, was mir sehr leid tat, weil der Therapeut weltklasse ist. Mittlerweile weiß ich, dass die Guten Dinge Geduld erfordern und länger dauern, vielleicht auch nie enden. Lebenslange Arbeit eben, wie in allen anderen Bereichen auch.

Heute erklärt sich auch einiges über eine körperliche Ursache, die leider nicht heilbar ist, aber behandelbar und das Wissen hilft, dennoch passierte die größte Arbeit in mir selbst.

Mein Weg seit damals:
- die richtigen Menschen in mein Leben gelassen - Ohne euch hätte ich das niemals geschafft
- Offen sein für Neues (auch wenn man es noch so strikt abgelehnt hat anfangs)
- Dinge ziehen lassen, auch wenn es noch so wehtut
- Fokusverlagerung
- Selbstakzeptanz
- mehr Egoismus
- Keine Bergbesteigung mehr planen, sondern nur den nächsten kleinen Schritt
- verstehen, dass Angst dazu gehört
- und Kommunikation, Kommunikation, Kommunikation
- es ist mir egal, was die Nachbarn denken

Alles in allem kann ich mittlerweile die Veränderung selbst nicht mehr leugnen. Ich will nichts verschreien und weiß auch nicht in welche Richtungen es noch geht, aber aktuell fühlt es sich richtig an und ich bin allein wahnsinnig dankbar für diesen Moment. Ich bin nicht normal und werde es auch nie sein. Gott sei dank!

Ich wollte das einfach mal schreiben, um es für mich schriftlich zu haben und vielleicht auch für die, denen ich hier damals mein Leid geklagt habe. Vielleicht bringt es irgendjemandem etwas, niemals die Hoffnung aufzugeben.

Vielleicht werde ich die Liste noch erweitern, muss jetzt nur leider los.

12.11.2017 17:06 • x 5 #58



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Mira Weyer