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B

angst vor der arbeit und keine ahnung warum

hallo.

ich habe ein großes problem und ich kann mir nicht erklären woher die nagst kommt.
ich habe panische angst vor der arbeit.
ich arbeite seit 3 jahren und hatte bisher 6 arbeitgeber. ich wurde nie gekündigt, ich bin immer alleine gegangen. ich habe panische angst, dass mein chef + meine kollegen irgendwann sehen, dass ich den anforderungén nicht gewachsen bin, dass ich fehler mache, dass ich überfordert bin und irgendwann rausgeworfen werde.
einmal bin ich aufgrund mobbings gegangen, aber die restlichen arbeitsstellen habe ich einfach auf verdacht verlassen, weil ich befürchtet habe, dass man mit meiner leistung nich zufrieden ist. dass der chef irgendwann rauskriegt, dass ich überfordert bin, dass ich fehler mache, dass ich mit den kollegen nicht mithalten kann...
die angst begleitet mich tagtäglich seit 3 jahren.
ich bin nicht blöd. ich habe abi, habe studiert, und trotzdem komme ich mir total überfordert vor.
seit juni 2012 bin ich arbeitsvermittlerin bei der agentur, und ich sollte wirklich glücklich und zufrieden sein, und bin es aber wieder nicht. meine kollegen sind nett, mein chef ist umgänglich. die angst dass ich kritisiert werden, dass man mit mir unzufrieden ist, dass ich alles falsch mache, dass die kollegen alles besser machen ist trotzdem seit juni allgegenwärtig.
das ganze ist jetzt wieder eskaliert, ich mache derzeit eine längere urlaubsvertretung für einen kollegen, habe neue fälle dazubekommen (da ich im vergleich zu kollegen zu wenige fälle hatte) und ich merke ich packs nicht. ich fühle mich überfordert, bekomme die mehrarbeit nicht auf die reihe. ich gehe mit angst zur arbeit und komme mit angst vor dem nächsten arbeitstag abends heim... ich stelle mir bildlich vor, wie mein chef kommt und mich kündigt...
ich rede viel mit meinem mann darüber, mir ist bewusst, dass die angst vielleicht nicht rational ist. aber ich kann sie nicht abschalten.
ich habe eine therapie gemacht vor einigen monaten, ich soll mich meiner angst stellen. aber das mache ich seit 3 jahren und es wird nicht besser, ich versuche zu kämpfen, aber ich kann nicht mehr.
ich bin wirklich nicht faul, ich will arbeiten, aber es gibt momente und die werden immer häufiger, an denen ich mir wünsche, ich könnte für immer daheim bleiben und müsste nie mehr arbeiten.
es ist nun wieder soweit, ich habe mich heute krank gemeldet.
und ich weiss so kann und darfs nicht weitergehen, sonst verlier ich den job erst recht.
ich komme mir so faul, so unnormal vor. wie ein drückeberger. ich kenn niemanden der ein solches probleme hat und habe einfach das gefühl, dass das auch niemand so recht ernst nimmt, dem ich davon bisher erzählt habe und ich kann diese angst auch schlecht einordnen, zumals sie ja eigentlich unbegründet ist... was soll ich tun.
habt ihr tipps?

danke fürs lesen

backtoblack

#361


G
Hi,

soweit ich weiß, fühlen sich die MEISTEN Angestellten in Jobcentern restlos überfordert! Und meines Wissens SIND sie das auch!

Ich vermute, du machst dir etwas vor, dass nur du dich so fühlst. Die Jobcenter haben im allgemeinen sehr viele Arbeitslose und sonstige Problemfälle zu betreuen und sind personell total unterbesetzt. Dass die anderen besser oder sogar locker damit klarkommen, halte ich für eine Fehleinschätzung.

Zudem würde ich sagen, dass das gerade deswegen ein ziemlich sicherer Job ist und du ihn nicht einfach verlassen solltest, zumindest nicht aus einem falschen Grund. Cool Falls es dir mal tatsächlich zu viel an Arbeitsdruck wird, dann kannst du dir ja vielleicht etwas Neues suchen. Aber glaub nicht, dass du die einzige bist, die sich dort so fühlt.

#362


A


Angst vor der Arbeit

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A
Ich fühle mich auch überfordert auf der Arbeit habe aber Angst das ich nichts neues finden könnte

#363


A

Angst vor dem Alltag - Arbeit / Beruf

Hallo,

also im Prinzip hab ich vor jedem Tag Angst. Wenn ich Schule hab, geht es. Auch, wenn ich Klausuren hab, ist es normal. Aber, wenn ich in die Arbeit muss, bin ich fast am Verzweifeln. Ich fühl mich dort einfach nicht wohl und jetzt ist es zu spät, eine andere Praxisstelle fürs nächste Jahr zu bekommen. Also nach diesem Jahr nochmal ein Jahr und dann hoff ich, dass ich eine andere Stelle hab. Das ist einfach soo ätzend.

Wenn ihr sowas auch habt, habt ihr irgendwelche Methoden, trotzdem die Tage gut zu überstehen ?

Ich wäre wirklich dankbar für jeden Tipp. Oder auch nur Erfahrungen oder Zuspruch. Was ihr wollt. Hauptsache, es wird darüber geredet bzw.geschrieben.

Ich freu mich auf Antworten.

Danke,

Aileen Smile

#364


callisto
Welchen Beruf machst du denn? Und was genau ist so schlimm für dich?

#365


W
Hallo ich habe Angst. ich bin Rentner und habe kein Hobby . Ich weiss mit meiner Zeit nix anzufangen. Daher bekomme ich Angst. Zudem bewohne ich allein ein Haus. Da ist kein sozialer Kontakt möglich. Ich gehe noch raus qwenn ich weiss wohin. Dies ist eine unmögliche Situation. Ich weiss nicht wie ich mit meiner Angststörung umgehen soll. Der Druck ist groß, so dass ich mich hier auch im Formum melde. Ich nahm TAVOR aber davor wird man abhängig. Ich schwitze den ganzen Tag von den anderen Medikamenten , die eher schlecht helfen. Drauusen war ich auch schon . Wie bekomme ich meine massive Angststörung in den Griff. Am Dienstag bin ich
bei meinem Arzt und danach beim Therapeuten. Vielleicht komme ich da weiter.

#366


A
Hi callisto,

also ich mache eine Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin kuz: HEP ... Ich arbeite in der Behindertenbetreuung und habe ziemlich (erster Angstpunkt) unregelmäßige Arbeitszeiten. Dann sind einige meiner Kollegen sehr ruppig und haben einen komischen Umgang mit andern Menschen. Ich habe deshalb oft das Gefühl, dass ich alle falsch mache und Angst davor, es auch ins Gesicht gesagt zu bekommen. Dabei mach ich meine Sache gut, hat auch meine Chefin gesagt. Es liegt wohl hauptsächlich an mir und meiner Angststörung. Davon wissen DIE ja nichts. Ich kann das sehr gut verbergen und leide sozusagen still vor mich hin. Sobald ich in der Arbeit oder irgendwo anders bin, bin ich der "immer fröhliche und grinsende Mensch". War schon immer so. Ich war immer der Sonnenschein und das Engelchen. Nach AUßEN. Nur innerlich tobt immer ein Krieg.

Ich muss auch nie vor 10 Uhr morgens aufstehen, da ich meistens erst mittags anfange. Aber ehrlcih gesagt, würd ich lieber wieder in einem Wohnheim arbeiten, wie bei meinem 1 Jährigen Vorpraktikum, da hab ich mich richtig wohl gefühlt, trotz manch biestiger Mitarbeiterinnen und einer alten, grimmigen Ordensschwester auf der Gruppe. Eindach nur, weil da der Ablauf gegliedert und sicher war. Und dann gehts mir gut. Wenn ROUTINE herrscht und ich immer weiß, was als nächstes kommt. Und das ist der HAUPTGRUND. Dafür würd ich auch wieder WE. Dienste und Früh/Spät in Kauf nehmen. Sogar Nachtschicht. Aber ich zieh die 1 einhalb Jahre jetzt noch durch und fang jetzt schon an, mich in Wohnheimen oder Werkstätten zu bewerben.

Ich bekomm das hin. Ich sag mir immer: "Jetzt hab ich die 8 Monate rum bekommen, obwohl ich es am Anfang nich für Möglich gehalten hatte, dann schaff ich das alles auch noch!"

Tja, so ist das!

Danke für die Antwort.

LG,

Aileen

#367


F
In welchem Jobcenter bist du tätig?

#368


H

Angst vor neuer fremder Arbeit

Hallo erstmal!

Hilfe, es ist wieder soweit. Ab Montag soll ich eine neue Arbeitsstelle antreten, die ich mir aus eigener Kraft gesucht habe. Es ist eine Helfertätigkeit, und etwas was ich noch nie gemacht habe. Aber in meinem erlernten Beruf im kaufmännischen ist es für mich sehr schwer etwas zu finden. Habe in den letzten Jahren immer wieder ein paar Monate gearbeitet, war leider immer nur befristet. Da ich es so langsam satt habe (bin über 30, und schon paar Jahre arbeitsuchend), habe ich mir jetzt etwas im gewerblichen Bereich gesucht. Es handelt sich um eine Tätigkeit in der Metallverarbeitung. Metall stanzen. Also eine einfache Tätigkeit, die im Prinzip jeder könnte. Das ganze läuft auch über eine Leihfirma (gibt ja fast nichts anderes mehr). Jetzt soll ich am Montag anfangen und konnte schon diese Nacht sehr schlecht schlafen. Herzrasen, unheimliche Angst usw. Dabei ist es nicht die Angst vor der Tätigkeit an sich, sondern die Angst vor dem "Umfeld" und den "Gegebenheiten" die diese Arbeit mit sich bringt. Ich muss da natürlich Sicherheitsschuhe tragen, und da ich einmal vor längerer Zeit einen Tag Probe mit Sicherheitsschuhen hatte, und nach ein paar Stunden merkte, dass die Schuhe furchtbar drücken hab ich da schon Panik davor, dass ich Blasen bekommen könnte die Entzündungen oder schlimmerem führen könnten. Die Firma hat keine anderen, und wenn müsste ich mir dann selbst welche kaufen die passen. Das zweite, was ich mir vorher nicht überlegt habe, ist dass es gerade im Metallbereich durch die Maschinen sehr laut sein wird, und ich daher Gehörschutz tragen muss. Jetzt habe ich auch Panik, dass ich das nicht vertragen könnte, und ich Entzündungen im Ohr davon tragen könnte. Vielmehr aber noch unheimliche Angst und Panik, dass meine Gehör trotz des Gehörschutzes Schaden tragen könnte, wenn dieser z.B. seine Wirkung verfehlen sollte. Und furchtbare Angst habe ich auch davor, dass ich das physisch alles schaffe. Mein Problem ist, dass ich morgens nichts essen kann, und ich Angst habe körperliche Probleme zu bekommen und es bis zur ersten Pause schaffe. Und ob ich es prinzipiell überhaupt über den ganzen Tag schaffe. Die Tätigkeit fängt eineinhalb Stunden früher an, im vergleich zu meinen vergangenen Tätigkeiten. Deshalb auch unheimliche Angst davor prinzipiell den Tag körperlich gut zu durchstehen. Ich habe zunächst einen befristeten Vertrag für 5 Monate. Und es ist mir in diesem Falle ehrlich gesagt lieber, als unbefristet, da ich auch unheimliche Angst habe, wenn das die "Endstation" wäre, da man mir sagte dass in der Regel verlängert wurde. Ich meine 5 Monate könnte ich vielleicht durchstehen. Danach müsste ich dann wieder zur Arge. Ich habe schon 2 Tätigkeiten (allerdings schwere körperliche) nach ein paar Tagen über den Haufen geworfen, aus selbigen Angst und Panikattacken. Und seit gestern bin ich wieder am verzweifeln. Die Angst ist so furchtbar, dass ich total benommen bin, nichts essen kann, nur schlafen möchte und Herzrasen habe. Ich spielte schon mit dem Gedanken wieder den Rückzieher zu machen, aber dann muss ich mich wieder vor der Arge rechtfertigen und werde vielleicht gesperrt. Bei kaufmännischen Tätigkeiten hatte ich ausser ein wenig Aufregung nie Probleme, und würde sofort bis "in Ewigkeit" so einen Job machen. Nun habe ich mich wieder dazu überredet was für mich fremdes zu machen und schon ist diese furchtbare Angst wieder da. Sie ist so unerträglich, dass ich am liebsten tot umfallen würde, nur um am Montag nicht die Stelle antreten zu müssen. Ich weiss nicht mehr weiter. Bin total verzweifelt. Es ist so eine unbeschreibliche Angst, wie wenn "das Ende" bevorstünde. Nur diesmal eigentlich nicht vor der Tätigkeit an sich, sondern aus den anderen Gründen. Kennt jemand diese Angst?

#369


P
Hallo,

ich kann das sehr gut nachvollziehen und wollte auf einzelne Punkte eingehen, die Du genannt hast.

Was die Sicherheitsschuhe betrifft, waren die nur unbequem oder gibt es wirklich Gründe dafür, dass Du Entzündungen, Blasenbildung usw. befürchten musst? Sollten die nicht passen, müsste der Arbeitgeber verpflichtet sein, neue zu besorgen, ganz einfach. Was den Gehörschutz angeht, warum sollte der seine Wirkung verfehlen? Ich habe selbst ein recht empfindliches Gehör und erinnere mich an die Zeit beim Wehrdienst, selbst der einfachste Gehörschutz (Ohropax) hat bei mir seine Wirkung gezeigt. Ich hatte nicht die geringsten Probleme (zumindest körperlicher Art, fand es insgesamt schrecklich ...), selbst nach extremem Lärm durch Schießen und Zünden von Übungsladungen, die den Einschlag von Artilleriegeschossen simulieren soll.

Ich denke, da musst Du Dir keine Sorgen machen. Worum es eigentlich geht, die Angst vor etwas Neuem und dass es Dir nicht gefallen könnte, dazu fällt mir bloß ein, dass man nur versuchen kann, sich darauf einzulassen. Allerdings, ganz neu ist es ja nicht, Du hast schon einen Tag dort gearbeitet und weißt ungefähr, wie es sein wird. Und sollte es gar nicht gehen, ich denke, eine Sperre droht Dir nicht, weil Du Dir jederzeit attestieren lassen könntest, dass es dafür Gründe gibt und dass es nicht daran liegt, dass Du nicht willst.

Ist es beim medizinischen Dienst der Arbeitsagentur bekannt, dass evtl. eine Erkrankung vorliegen könnte?

Liebe Grüße

pc

#370


H
Hallo panicchief,

die Schuhe die ich damals anhatte, hatten rechts und links vorne gedrückt. War zunächst eben mal rot. Das liegt daran, dass ich Schuhe brauche, die vorne an den Seiten etwas mehr Platz haben. Deshalb meine Befürchtungen. Hatte auch immer Probleme mit eingeachsenen Nägeln an den großen Zehen. Sind aber bis auf eine Seite alle 3 "operiert" wurden. Seitdem keine Probleme mehr. So was dürfte auch nicht mehr passieren, selbst durch die Sicherheitsschuhe nicht. Aber ich befürchte eben dass es unangenehm werden und sie wie die anderen damals auch so sehr drücken. Wenn alle Stricke reissen, und sonst alles o.k. ist, wäre das noch meine kleinste Sorge.

Es ist die Angst prinzipiell vor der neuen Umgebung. Auch habe ich Angst morgen nicht aufzuwachen. Hab mir jetzt starkes Baldrian geholt. Habs gestern genommen. Danach schlief ich ziemlich ruhig ein, war aber nach 4 Stunden schon wieder wach und konnte nichtmehr weiterschlafen. Das Herzrasen war wieder da. Gegen Mittag wurde es dann besser, nachdem ich mir ein paar Infos zu dieser Firma suchte, und Bilder von den Maschinenräumen sah. Dort gearbeitet habe ich noch nie. Das war damals wo ganz anderst. Und das hatte ich denen von der Leihbude auch gesagt, dass ich zu dieser Firma (über die ich durch eine andere Leihbude kam) nicht hin möchte. Die jetzige Leihbude kennt diese Firma auch, hat da vielleicht sogar auch beschäftigte, oder hatte zumindest mal.

Ich hatte damals ein Attest vom Arzt bekommen. Da ging es auch darum, dass das wirklich schwere körperliche Arbeit war. Das dürfte diesmal ja nicht der Fall sein. Ist ja sozusagen Produktion, und kein Lager mit schweren Teilen. Deshalb weiss ich nicht, warum die mir dann das glauben sollten, wenn ich wieder ein Attest bringen würde. Es ist ja psychisch bedingt. Da könnten die meinen, dass ich simuliere. Das ist ja das schlimme. Viele können das gar nicht verstehen. Selbst zum Teil Verwandte nicht. Da gilt für manche hauptsache Arbeit. Der typische deutsche Michl eben. Hab denen von der Leihfirma gesagt, dass mir das Betriebsklima sehr wichtig ist, da ich ein Mensch bin der sich wohl fühlen muss. Hatte bei meinen bisherigen Arbeitsstellen keine Probleme damit, bis auf den den einen Tag wo es weder vom Klima noch von Tätigkeit angenehm war. Der pure Horror. Man hat mir dann gesagt, dass das bei der jetzigen Stelle nicht so wäre. Ich meinte dann, sie kennen mich ja jetzt ein wenig, und wissen ungefähr wo ich reinpasse.

Ich muss auch so einen Blaumann da jetzt tragen, und muss mich erst bißchen dran gewöhnen. Vor allem ist es mir irgendwie ungewohnt damit morgens aus dem Haus zu gehn, ich denke so hat man mich noch nie gesehn, und fühle mich in dem Ding in der Öffentlichkeit nicht so wohl. Die haben gesagt, ich sollte am besten schon in dem Gewand kommen, da ich fragte, ob ich den erst vor Ort anziehen soll.

Solche Dinge sind eben Neuland für mich, aber dies alles macht mir Angst. Und dass führ dann zu den Symptomen wie Herzrasen und dergleichen. So ein unheimliches Gefühl aus Angst, Leere und Einsamkeit. Und ich muss dann immer an bessere und schöne Zeiten denken, und dann wird es durch die Traurigkeit noch furchtbarer, und diese alleinseinsangst wird auch wieder sehr stark. Sollte mein derzeitiger Zustand in den nächsten Stunden und morgen früh so sein wie jetzt, und sich hoffentlich nicht radikal verschlechtern werde ich dort morgen hingehen und hoffe, dass sich meine Ängste nicht bestätigen.

LG

#371


P
Hallo,

das mit dem Unverständnis anderer kann einen schon nerven, ich weiß. Ich denke, wenn es wirklich darauf ankommt, würde man Dir glauben, wenn Du die Symptome schilderst wie hier. Dass der Job nicht gerade Deiner Qualifikation entspricht, macht das Ganze nicht leichter, versteh ich schon. Etwas Glück vorausgesetzt, könntest Du vielleicht auf die Übernahme in einen passenderen Job im selben Unternehmen setzen oder - wenn es sich nicht ergibt - das Ganze wirklich nur als befristete Übergangslösung sehen. Wie Du es schon angedeutet hast.

Viele Grüße

pc

#372


M
Schade, dass backtoblack sich nicht mehr hier gemeldet hat- ich denke, dass es sich bei der Angst vor der Arbeit um eine Art der sozialen Phobie handelt, und ich kann auch ein Lied davon singen, habe in meinem Leben zahllose Jobs wegen dieser Angst und den daraus folgenden somatischen Störungen verloren oder hingeschmissen...
Nein, man ist kein "Drückeberger" oder faul, sondern man hat Angst vor der Be- und Verurteilung anderer Menschen.
Dieses gründet wiederum meist in der Kindheit.
Wenn man bereits als Kind das Gefühl vermittelt bekommen hat, an allem "Schuld zu sein", keinen Wert zu haben, eine Belastung zu sein, verkehrt zu sein, dann sitzt das in den Zellen und äussert sich als Schulangst oder später als Angst vor der Arbeit und anderen sozialen Gelegenheiten, während derer man mit anderen Menschen konfrontiert ist.
Liebe backtoblack- Angst ist zumeist unbegründet, das ist ja der Casus Cnaxus, dass man vom Kopf her sehr wohl weiss, dass die Zustände unbegründet sind, aber das Gefühl der Angst bekommt man damit nicht in den Griff...
Vielleicht mal mit Medis probieren?
Ich weiss, ist nicht jedermanns Sache, aber bevor Du den Job verlierst...?
Oder noch mal eine Therapie?
Eine Kur?
Such Dir auf jeden Fall einen guten Hausarzt oder Therapeuten, der Dich ernst nimmt mit dieser Angst!
Und fühle Dich nicht als "faul", das musst Du wirklich nicht!
Alles Gute, wenn Du noch mal vorbeischauen solltest!

x 1 #373


M

Habe Angst zur arbeit zu gehn

Hallo ich bin neu hier bin auf dieses Forum gestoßen. Es ist Montagmorgen und ich könnte heulen..Arbeite als Zahnmedizinische Fachangestellte und wir Hatten jetzt 2,5 wochen urlaub. Meine Chefin rastet so schnell aus das ist unglaublich.. Zudem auch noch vor patienten wenn irgendwas schief läuft, das ist so unerträglich und demütigend. Habe vor nem halben Jahr da angefangen und Anfangs war sie auch super nett und alles. Da ich vorher in moderneren Praxen war läuft hier alles anders und ich kenn die Geräte nicht, da tickt sie jedesmal aus und schreit mich an ich müsse das können da ich ausgelernt sei, wenn ich versuche ihr zu erklären das ich die Geräte nicht kenne hört sie nicht zu sagt ich müsse das können und fertig.. Zudem verdiene ich mehr als die 2 Kolleginnen von mir aber die dürfen nix wissen weil sie länger da sind. Habe von Anfang an gesagt soviel will ich haben und sie hat eingewilligt. Jetzt merk ich aber jedesmal am Monatsende dass sie mit mir diskussionen anfängt. Wie z.b. Ihre Kollegin kann viel mehr macht viel mehr und bekommt wenigerr als Sie..blabla Ausserdem ist es eine kleine Praxis und wir haben wenige Patienten d.h. es kommt nicht viel Geld rein.. Sie ist immer gestresst und ich versuche ihr Arbeit abzunehmen aber ich kann leider auch nicht "alles".. Ich weiss nicht was ich tun soll.. Würde gerne wechseln aber denke dann dass sieht 1. schei. aufm Lebenslauf aus und 2. WOanders kann der Chef genauso schei. sein..
Weiss nicht mehr weiter.. HILFE! seufzen Sad

#374


K
Achte nicht auf deinen Lebenslauf. Schau dich halt mal um, und geh in Vorstellungsgespräch. Wenn sich was ergibt, dann schlage zu. Und nicht alle Chefs sind so!

x 1 #375


M
Hallo,
ich würde Dir auch raten, Dir was anderes zu suchen!
Wie lange bist Du denn bei der neuen Praxis?
Wenn es noch nicht so lange ist und die vorherige Tätigkeit länger war, zählt der vorige Lebenslauf sowieso mehr.
Zudem darf sie Dir nichts richtig Negatives `reinschreiben, wenn sie es tut, kannst Du zum Arbeitsgericht gehen und einen anderen, von Dir formulierten verlangen.
Zudem bewirbst Du Dich doch mit dem alten LL, weil Du den neuen ja erst bei Ausscheiden bekommst! Mr. Green
Also guten Mut und auf Arbeitssuche!
Das ist kein Job und kein Geld wert, dass man sich so schlecht fühlt und es einem graust, hinzugehen!
lG

x 1 #376


M
mein Lebenslauf ist auch nicht soooo dolle, aber trotzdem habe ich morgen ein Vorstellungsgespräch.
Den Arbeitgebern ist doch eher wichtig ob du ins Team passt und eine Ausbildung abgeschlossen hast als dein bisheriges Leben!

Du hast ne bekloppte Chefin, so sieht es aus!
Vor Patienten rummotzen ist einfach nur unprofessionell.....

Bewirb dich und halte es geheim...Wenn du einen anderen Job bekommst nutze die Gelegenheit und kündige.
Klar kann es da auch bescheiden werden, aber dann hast du wenigstens versucht eine bessere berufliche Situation zu erreichen!

lg malory

x 1 #377

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F

Die neue Angst mit der Arbeit (oder:ein bisschen Glück)

Hallo zusammen,

ich möchte mir das folgende einfach mal von der Seele schreiben...vielleicht gibt es ja jemanden hier, der ähnliches kennt und vielleicht etwas raten kann oder in solchen Situation aus Erfahrung sprechen kann.

Mein Bekanntenkreis ist mehr als überschaubar, manchmal frage ich mich, ob es überhaupt noch jemanden gibt, den ich besten Freund nennen könnte. Es war irgendwie schon immer so, dass ich mich melde bei meinen Freunden und Bekannten und frage wie es geht und was sie so machen. Aber sobald ich mich mal nicht melde, fragt umgekehrt niemand was ich mache oder wie es mir geht.
Das Gleiche in der Familie. Zwar waren jetzt im September'13 als meine Mutter starb fast alle für mich da, aber nach drei Monaten ist es wieder das gleiche Prinzip: ich rufe an, lasse von mir hören - zeige auch, dass es mir schon viel besser wird! Aber umgekehrt meldet sich niemand mal bei mir.

Aber irgendwie habe ich mich mit alle dem ganz gut arrangiert - ich lebe mein Leben, bin zwar nicht immer glücklich, aber zufrieden und auch stolz darüber, dass ich eben trotzdem alles mache, wenn auch alleine: zum Fußball gehe ich, ins Kino, ich reise gerne, mache gerne Sport, ... kurzum: ich bin ziemlich aktiv! Smile Das war nicht immer so, drum bin ich stolz es zumindest soweit geschafft zu haben!

Jetzt zum eigentlichen Thema:
Bislang hat mir bei dem - von außen betrachtet - relativ traurigen, einsamen Leben immer geholfen, dass ich eine Arbeit habe, die mir totalen Spaß macht, wo ich all meine Leidenschaft reinstecken kann.

Leider hat sich das im Sommer, kurz vor dem Tod meiner Mutter, geändert...

Ich habe bisher ziemlich viele Freiräume gehabt und durfte mich in ziemlich, vielen Themen "austoben" und war so froh nicht auf ein Thema eingeschränkt zu werden. Aber plötzlich soll genau das passieren: ich soll nur noch ein Thema machen. Aus meiner Sicht zum "Fachidioten" werden.
Dabei kenne ich mich selbst am besten und weiß, dass es genau diese bisherige "Vielseitigkeit" ist, die mein Talent ausmacht. Das zeigen inzwischen sogar ein paar Tests, die ich mit meiner Therapeutin gemeinsam gemacht habe!

Immer wenn man mich fragt, was ich mache, bin ich sowas von stolz darauf von meiner Arbeit zu erzählen und man sieht wohl sogar, dass meine Augen glänzen vor lauter Leidenschaft. Herz
Selbst meine Therapeutin findet das ganz klasse, dass ich darin so aufgehe und war entsetzt, als ich ihr das erzählte, dass man mich jetzt auf ein Thema / eine Tätigkeit reduzieren möchte. Sie sprach sogar schon von "Mobbing" (auf eine gewisse Art)...

Ob man es Mobbing nennen könnte, bin ich mir nicht so sicher. Weil immerhin werde ich ja von meinen Kollegen akzeptiert und alle wissen mich wegen meines großen Fachwissens, aber auch als Mensch zu schätzen.

Was mich manchmal selbst an Mobbing denken läßt, dass nun neuerdings eine Tafel im Flur hängt (für alle einsehbar), wo ich meine To-Do's auflisten muß. Damit mein Vorgesetzter erkennen kann, dass ich eben nur Aufgaben rund um ein Thema habe und nicht mehr diese "Vielseitigkeit" auslebe.
Das hat mich dann total umgehauen. Seit dem Tod meiner Mutter bin ich nun krank geschrieben. Es war am Ende wohl der Auslöser, der letzte Tropfen, der mein Fass hat überlaufen lassen. Sad

Was kann ich jetzt tun?

Ich habe allgemein eine große Angst gegenüber Vorgesetzten, weil ich immer schon große Angst vor Ablehnung hatte und Angst habe vor Konsequenzen wie das es danach noch schlimmer wird und man mich rauswirft, wenn ich meine Meinung sage und sage, so möchte ich eben nicht arbeiten.

Aber andererseits kann ich so wie es zurzeit ist auch nicht weiter machen. Ich war GLÜCKLICH, bevor im Sommer alles umgestellt wurde und mir angeordnet wurde, doch mal meine Themen zu reduzieren!

Nun bin ich total unglücklich und frage mich so Sachen wie, ob nicht jeder ein kleines Fleckchen Glück in seinem Leben verdient hat? Ich habe mich ja schon bereits damit abgefunden, keine Freunde zu haben, die sich mal nach mir erkundigen. Ich habe mich damit abgefunden, dass ich wohl nie ne Freundin oder eigene Familie haben werde.
Kann man mir nicht wenigstens auf der Arbeit meinen Freiraum lassen? Denn soviel Leidenschaft und Einsatz wie ich gezeigt habe...müßte es da nicht "irgendwo" auch nen Arbeitgeber geben, der das alles zu schätzen weiß und einen seinen Fähigkeiten entsprechend einsetzt?

Ich bin gerade ziemlich unten merke ich. Sad
Soll ich alles hinwerfen? Meint ihr, man sollte versuchen ein Gespräch zu suchen? Versuchen, mich woanders zu bewerben?

Ich möchte doch nur (wieder) ein kleines bisschen glücklich sein...

Danke für Eure Zeit, sich das durchzulesen!
Danke für Eure Antworten!
Flori

P.S. Trotz allem ein "Frohes Neues"!

#378


C
Hallo Flori,

ich kenne das Problem mit dem Job auch, man hatte seinen tollen Bereich und soll nun auf einmal etwas machen, was man nicht so gerne tut... mir gehts ähnlich und ich grüble häufig, wie ich die Situation ändern könnte.... hab auch noch keine Lösung gefunden und merke, dass es auf Dauer unzufrieden macht, bei Dir kam natürlich auch noch der Tod der Mutter dazu....
Bei mir besteht auch nur eine geringe Möglichkeit, das zu ändern, aufgrund meines Alters und meiner privaten Situation kann ich nicht so einfach nach etwas neuem schauen, vielleicht hast Du ja noch mehr Chancen, aber für einen Neuanfang braucht man halt viele Kraft, die Dir im Moment noch fehlt. Aber diese Kraft wird wiederkommen!
Ich wünsche Dir, dass Du aus diesem Weg einen Ausweg findest....

Liebe Grüße
csgas

x 1 #379


F
Hallo csgas,

ja, Du beschreibst es genau: eigentlich war das mit der Arbeit alles gut und jetzt sowas... Stimmt, es macht ziemlich unzufrieden und man gerät auch (wieder) in einen Teufelskreis. Man ist unzufrieden mit der Situation auf der Arbeit, man nimmt es mit nach Hause, man hat dort nicht mehr so die Motivation (mindestens schon mal was den eigenen Einsatz für die Arbeit in der Freizeit angeht), man beschäftigt sich mehr und mehr mit dem Problem - wird dadurch noch unzufriedener und dann verschließt man sich. Und so ist es natürlich auch schwer, dann von anderen gemocht zu werden, wenn man selbst mit sich so unzufrieden ist.

In den Momenten, wo man alles doch mal etwas losläßt, scheint die Sache irgendwie wieder einfach zu sein. Man müßte halt nur mal diese Angst überwinden - quasi "Augen zu und durch". Ich meine, immerhin wird es einen nicht töten. Im schlimmsten Fall verliert man "nur" die Arbeit, aber vielleicht öffnet ja gerade das neue Möglichkeiten, ohne daß man es jetzt weiß.

Nur, wie Du sagst, bin ich wirklich schon wieder soweit, diesen Schritt (Augen zu und durch) zu machen? Wie finde ich das raus? Noch ist es einfach so zu denken, denn ich bin ja noch krank geschrieben.
Wenn ich jetzt wieder arbeiten gehen sollte, würde unweigerlich das Gespräch mit dem Vorgesetzten drohen wo es auch wieder darum ginge, weitere Aufgaben einzuschränken. Und wenn das floppt aus meiner Sicht raus, dann ist es schwer zu argumentieren, dass man ein paar Tage schon wieder krank ist. Dann fängt auch da ein Teufelskreis an.

Tja, mal ist der Mut da für einen Neuanfang, dann ist er auch wieder schnell verschwunden. Ganz schön blöd diese Zerrissenheit. Sad

Lieben Gruß
Flori

#380


A


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Mira Weyer
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