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Hasenfuß73
Ehr Blogartikel, oder medizinische Veröffentlichungen.

Naja google spuckt genug aus, was man eigentlich nicht lesen will

03.11.2014 14:38 • #81


ne, google ist nciht hilfreich. Ist heute ein guter Tag für Dich?

Aber zu einer Antwort von der anderen Seite:

Wo soll ich am besten Anfangen...

Wenn ich von Arbeit komme, und ein guten Tag in die Wohnung werfe, erkenne ich schon vom Tonfall meines Mannes, wie er (wahrscheinlich) drauf ist. Und in den folgenden Sekunden, die ich zum Ausziehen von Jacke und Schuhe brauche, fällt in mir die Entscheidung, was ich sagen kann und wie ich auf ihn zugehe.

Und hier ein Geständnis (aber verrate es meinen Mann bitte nicht: In diesen Sekunden entscheidet sich meist auch, ob ich nach der Kita direkt mit dem Kind heimkomme, oder ausgiebig auf den Spielplatz gehe....)

03.11.2014 14:44 • #82



Generalisierte Angststörung akuter Rückfall

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Hasenfuß73
Nein, das verate ich nicht ist

a) nur menschlich
b) hilft es vielleicht Kraft zu tanken.

Heute ist mhhh nee kein so guter Tag für mich. googlen tue ich oftmals an schlechten Tagen, jedes besch*** Sympthom braucht ja schliesslich eine Erklärung. Diese möglichen Erklärungen machen es dann noch schicker

Dabei wäre es so einfach denken viele - geh zum Arzt- lass Dir sagen, dass Du gesund bist, glaube ihm und hake es ab.
Aber auch da ist die Angst größer als dass ich das hinbekäme

03.11.2014 14:51 • #83


anna violetta
... darf ich mal fragen, wie alt du bist?
ich frage, wegen deiner rente.

lg, anna

03.11.2014 14:55 • #84


Hasenfuß73
Baujahr 73

03.11.2014 14:55 • #85


Aber am WE fällt es eben mehr auf, da man mehr Zeit daheim und zusammen ist.
Beginnt schon beim Frühstückmachen (macht mein Mann meistens): Wenn mehr als 5 x schei. aus der Küche kommt, dann ist Vorsicht geboten....

Ja, für mich macht es einen Unterschied: Wenn ich merke, es geht ihm schlecht, dann were ich keine Fragen stellen, Probleme anschneiden, .... oder um Mithilfe zu bitten (Kannst Du morgen früh zur Kita? Machst Du heute die Gute-Nacht-Geschichte? oder so)
Sondern ich versuche mehr Verständnis zu haben, zu loben oder auch ihm mehr Ruhe zu lassen (siehe Dauer auf dem Spielplatz)
Hat bei uns allerdings dazu geführt, dass ich über fast 3 Jahre nahezu alle Entscheidungen allein fällen musste, und auch immer einen Babysitter gebraucht habe, wenn ich terminlich nicht da war.

Manchmal, an guten Tagen (oder solchen, die mir so vor kommen), getraue ich mich sogar, Sachen anzusprechen, Fragen zu stellen, Termine abzusprechen und ggf. mal einen Sonntagsausflug zu planen. Und manchmal habe ich dann auch das Gefühl. dass der Mensch tief in ihm wieder ein wenig rausschaut.

Umso hertiger der Aufprall, wenn ich z.B. eine halbe Stunde später wieder ins Arbeitszimmer komme und dort ein Haäufchen Elend vorfinde. Für mich überraschend, aber (war gestern nämlich so) er sagt: Brauchst Dich gar nich zu wundern, es hat sich in den letzten Minuten nichts verändert, habe es nur versucht, nicht raushängen zu lassen.

Und was denke ich jetzt? Ich bin schockiert, das ich diese sprunghafte Veränderung nciht kommen sah, mich vielleicht in trügerischer Sicherheit wägte. Und ich bin traurig, weil das klitzekleine Stückchen Mensch wieder weg ist, oder schlimmer noch: Eigentlich auch vorhin nicht da war? Abgesehen von den davor besprochenen Dingen, sind die noch gültig? (bei uns waren das konkrete Termine in dieser Woche, an denen mein Mann morgens unser Kind zur Kita bringen wollte. Ich bin mittlerweile Meister im organisieren von Plan B. Aber konkret würde es mir helfen z.B. am Abend vorher zu wissen, wer die Fahr zur Kita macht, daran hängt die Aufstehzeit und mein Dienstbeginn, manchmal muss ich morgen pünktlich da sein und habe die 30 min Puffer eben nicht...

03.11.2014 15:04 • #86


Hasenfuß73
Ich verstehe Dich sehr gut, und fürchte, ähnlich wird es meinem Mann auch gehen auch er sagte mal, er mag oftmals schon gar keine Vorschläge mehr machen

In guten Momenten, bin ich hochmotiviert, nehme mir gemeinsame Dinge vor, freue mich darauf, alles bereitet sich darauf vor, dann krabbelt da diese Unruhe hoch und *BÄM* vorbei.
Man (ich) versucht irgendwie nach Kräften dagegen anzukämpfen, man will ja leben und nicht dahinvegetieren, und dann kommt die nächste Klatsche.
Wenn ich es wäre: Würde ich auch nicht am Abend vorher sagen Bring Du bitte das Kind zur Kita denn ich WILL es ja, und am morgen .. wenn es dann kurz davor ist .. verlässt mich der Mut. Man möchte ja nicht nur zuer Last fallen, man möchte auch mal was abnehmen können, nützlich sein ..

Darum mag ich schon gar nicht mehr sagen, wenn ich mal was probieren möchte, um andere dann nicht wieder zu enttäuschen.
Ich mag versuchen, Dir damit -die andere Seite- zu erklären.

03.11.2014 15:15 • #87



Danke fürs Erklären!

03.11.2014 15:19 • #88


Hasenfuß73
Gerne

Sag Deinem Mann, er kann froh sein, jemanden, der sich so damit auseinandersetzt an seiner Seite zu haben
So nun mal Anlauf nehmen und eine kleine Runde mit dem Hunde *seufz*
Immer diese Anlaufschwierigkeiten

03.11.2014 15:25 • x 2 #89


Hasenfuß,

du hast das ziemlich gut erklärt, da kann ich ganz getrost meine Unterschrift drunter setzen. Ich sehe mich selbst in deinen Worten. Außer das googeln nach Symptomen, das entfällt bei mir. Das ordne ich schon der Psyche zu.

Und bio,

das was du machst und wie du es machst, ist schon sehr, sehr einfühlsam und verständnisvoll. Du kannst da schon eine Menge an Kraft gebrauchen. Meinen Respekt hast du jedenfalls. Versuche deinen geliebten Mann etwas aus der Vermeidung zu locken, für kleine Erfolgserlebnisse. Doch auch das ist schwer.

03.11.2014 22:26 • x 2 #90


Guten Morgen Euch allen,
danke für Eure lieben Worte, die schenken Kraft.
Hasenfüsschen, wie geht es Dir heute morgen? Ich liege mit einer fetten Erkältung im Bett, daher auch die Zeit zum Schreiben....

04.11.2014 10:32 • #91


Hasenfuß73
Hallo bio,

Oh wie doof gute Besserung.
Danke, der Nachfrage, der Rest des Tages war für meine Verhältnisse gestern relativ ok.
Mal sehen, was der heutige bringt.

04.11.2014 12:15 • #92


Darf ich Dir eine Frage zu der Verrentung stellen?

04.11.2014 12:30 • #93


Hasenfuß73
Ja sicher

Habe mir für heute ein Nähprojekt vorgenommen, das ich seit Tagen vor mir herschiebe.
Früher mal hat mir das einfach Spass gemacht - im Moment- meide ich weil ich keine Mißerfolge haben mag *grml*

04.11.2014 12:38 • #94


Danke. Was Nähst Du denn? Bewundernswert, hab kein Händchen dafür.

Also, mein Mann denkt auch darüber nach, ob eine Verrentung das Richtige wäre. Kein Druck mehr, kein Chef und eine kleine finanzielle Absicherung. Andererseit macht ihm sein Beruf Spass, wenn nur nicht Druck, Chef, Sachzwänge wären.
Ich frage mich, ob es mehr entlastet oder eher noch weiter in die ich kann nichts, also bin ich nichts wert!-Schiene bringt.
Und gibt es ein Zurück?
Kann mich an diesem Punkt überhaupt nicht einfühlen, bin eher workoholisch veranlagt...


LG bio

04.11.2014 12:53 • #95


Übrigens: ein Spruch meines Vaters:

Wer arbeitet macht Fehler. Wer viel arbeitet macht viele Fehler. Und wer keine Fehler macht, ist ein fauler Hund.

Also habe keine Angst vor Fehlern! Bist Du Perfektionist?

04.11.2014 12:55 • #96


Hasenfuß73
Naja .. die Verrentung geschah nicht auf meinen Wunsch hin
Nachdem mein Chef mich gekündigt hatte (einen Tag nachdem ich rüber bin und sagte Ich will morgen wieder arbeiten)
Ging es für mich nocheinmal steiler bergab.
Die Arge sagte -nicht vermittelbar- also abmarsch- dann kam das Grundsicherungsamt und sagte -los Rente beantragen-
Wollte ich nicht, also beantragte ich eine Reha.
die wiederum wurde abgelehnt mit der Begründung Keine Aussicht auf Wiederarbeitsfähigkeit Das war wie ein Schlag ins Gesicht. Ich habe viel und gern gearbeitet.
Ein zurück gibt es wohl.
Meine persönliche Meinung? Ich würde es nicht tun, wenn es nicht zwingend sein MUSS. Sondern vielleicht ehr die Möglichkeit abklopfen ob es nicht möglich ist, etwas runterzuschrauben.
Für mich passt es auch irgendwie nicht in mein Wertesystem sozusagen auf Kosten anderer zu leben das trägt nicht gerade dazu bei, sich wertig zu fühlen.

Und gerade in der heutigen Zeit ist doch jeder froh einen sicheren Job und sein finanzielles Auskommen zu haben.
Als es mir noch so einigermaßen ging habe ich auf teufel komm raus nach Minijobs gesucht
a) damit ich mir auch mal wieder was leisten kann, woran man sich erfreut
b) um mich nützlich zu fühlen

denn ich bin mir sicher, dieses depressive ich bin nichts, ich kann nichts ist die Folge aus der Vermeidung durch die Ängste.

04.11.2014 13:08 • #97

Sponsor-Mitgliedschaft

Heftige Geschichte, danke Dir. und ich wünsche Dir viel Spaß beim Nähen!

04.11.2014 13:17 • #98


Hasenfuß73
Danke,

Zudem ist es ein weiter Weg, die Rente auch bewilligt zu bekommen. Gutachter, Termine, Ablehnungsbescheide usw-.

Das soll er sich gut überlegen.

04.11.2014 13:28 • #99


Hasenfuß73
So meine Arbeit wäre geschafft, zufrieden bin ich wie immer nicht mit mir

Den ganzen Abend sitz ich nun wieder hier bin total hin, jedes dumme Sympthom ist wieder wichtig,
mag aber auch nichts sagen, will meinen Mann nicht nerven damit - irgendwann wird er sonst die Nase voll haben von mir

Wünsche Euch eine gute nacht

04.11.2014 23:05 • #100



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