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24

Danke Euch. Brauch erst mal ein wenig Schlaf....

Gute Nacht...

02.11.2014 00:21 • #61


Hasenfuß73
Hallo bio,

Ich möchte auf Deine Problematik auch eingehen

Ich kann nur beziffern, was ich meinem Partner kommuniziert habe, was ich mir wünsche.
Da es seit einiger Zeit so war, dass ich praktisch 24 Std in der Angstspirale sass, habe ich mir von ihm gewünscht, dass wir mal Dinge (die ich mir zutraue) gemeinsam machen, die mich ablenken, die meine Gedanken mal davon runter bringen, einfach in der Hoffnung, dass es dann Schritt für Schritt nach vorn geht. Denn ich war/bin in bösen Phasen einfach nicht in der Lage mich allein abzulenken.
Leider hat er in meiner akuten Phase angefangen, sich mehr und mehr hinter dem PC zu verkriechen. Was ich ihm nicht vorwerfe weiß Gott nicht. Aber manchmal enttäuscht mich das schon sehr (zumal es dank Internet im letzten Frühjahr zu einem großen Vertrauensbruch kam) An dem ich mir natürlich die Schuld gebe.
Da kommt bei mir natürlich immer wieder die Angst auf, dass das wieder passiert.
Ich weiß, dass ich wenn es mir ganz arg übel geht sicher auch mal ungerecht bin .. mehr als mich dafür zu entschuldigen, kann ich dann leider meist nicht mehr tun
Ich mache mir oft große Vorwürfe, dass ich ihn evtl mit runterziehe.
Darum auch der Gedanke an eine Trennung, eben weil ich möchte, dass wenigstens er sein Leben geniessen und Leben kann. Ich bin gezwungen mit mir zu leben er nicht.
Sicherlich war auch mein Therapieabbruch eine Art Enttäuschung für ihn, auch wenn er sagt, er kann es verstehen.
Ich wäre zum Beispiel sowas von glücklich, wenn er bei geschafften Dingen mal sagen würde Hey cool, ich bin stolz auf Dich denn ich selbst kann mich für sowas nicht loben, denn das sind Dinge, die eigentlich normal sein sollten. *seufz*
Ich selbst bin aktuell, ziemlich hoffnungslos, und würde mir wünschen, dass da einfach mal einer ist, der mich in den Arm nimmt und sagt Hey WIR schaffen das zusammen, Du bist nicht allein einfach zu spüren, da hat jemand die Hoffnung, dass ich da raus komme, wenn ich sie selbst schon nicht habe. Das würde gut tun.

Ich erwarte nicht mit Samthandschuhen angefasst zu werden. Ich habe ihn sogar schon mal gebeten, wenn ich draussen wie ein paralysiertes Karnickel stehe, dass er mir einfach mal eine schallert, damit ich wieder geerdet werde IRGENDWAS.
Für mich ist nichts schlimmer als richtig Angst zu haben, und von dem Menschen, an dem mir am Meisten liegt, ignoriert zu werden

Ich bin mir dessen bewusst, dass es für den Partner anstrengend und nervraubend sein muss - ich habe allerdings schon vor Monaten gesagt Wenn es Dir zuviel ist, müssen wir eine Lösung finden wenn das immer wieder verneint wird? Was soll ich dann tun? Ich fühl mich oft so egoistisch in dieser Lage ...
Manchmal verliert man in dieser Lage den Blick für die Realität ein wenig.
Ich habe zum beispiel darum gebeten, dass wenn ich in Hektik wieder anfange mit ich schwitze, mir ist so warm, ich hab so Herzrasen das er mir dann (so nervig das auch sein mag) immer wieder vorbetet, dass es ungefährlich ist. Damit ich das wieder in den Kopf bekomme. Das hat meine ehemalige Kollegin damals gemacht, es hat geholfen, es dauert, aber es hat geholfen.
All das kann ich nun nicht auf Deinen Mann beziehen, da ich denke, dass jeder da andere Wünsche und Vorstellungen hat. Jedem hilft da was anderes. Was jedoch nicht hilft auch wenn man es sich vielleicht insgeheim wünscht, dass ist wenn man den Partner in der Vermeidung unterstützt.

Mal ein Beispiel: Wir wollten uns eines Abends einen Döner gönnen, wie das so ist aber erst schauen, obs nicht voll ist .. okay war nicht voll, und trotzdem es hat gedaaauert. Komplettes Programm Schwindel, schwitzen, Herzrasen, ich ging mit den Hunden etwas um die Ecke luftschnappen ging wieder hin sagte Lass uns bitte gehen ... er sagte NÖ ich habe Hunger ausserdem hab ich schon bestellt.
Boah war ich böse, ärgerlich usw. im Nachhinein war ich froh, dass er das gemacht hat. Und habe es ihm auch gesagt.

Keiner hat sich diese Erkrankung ausgesucht, aber irgendwie muss man finde ich trotzdem noch sehen, dass der Partner nicht auf der Strecke bleibt. Zumindest versuchen....

Ich habe z.B meine Eltern gebeten einmal die Woche oder im Monat, das einer mal einen Tag bei mir ist, dass mein Partner mal tun kann, wonach ihm ist. Durchatmen. Dinge tun, ich ich derzeit nicht so kann .. vielleicht wäre das auch was für Euch? Einen Tag oder ein Wochenende zum Kraft schöpfen?

02.11.2014 01:27 • x 1 #62



Generalisierte Angststörung akuter Rückfall

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Hotin
Hallo Hasenfuß73,

Deine Schilderung beeindruckt mich sehr. Du hast deine Situation für mich so klar beschrieben.
Gern möchte ich dich umarmen. Ich kann mich noch gut an die Zeit erinnern, als ich nach der
Lösung für mich gesucht habe.
Wenn es dich interessiert, möchte ich Dir gern mal ein Info senden (PN).
Das sieht für mich so aus, als hättest Du die Tür fast auf. Mach Weiter so.
Wie gut kennst Du Dich mit dem Steuerungssignal Angst aus?

Viele Grüße
Hotin

02.11.2014 17:07 • x 1 #63


Hasenfuß73
Hallo Hotin,

Sehr gern hätte ich Infos von Dir.
Es erstaunt mich, dass Du das Gefühl hast, ich hätte die Tür fast offen *sfz* denn ich habe das Gefühl noch niemals SO festgesteckt zu haben wie im Moment
Nein, damit kenne ich mich nicht aus. Gern auch dazu mehr Infos

Wenn ich doch bloss mal dahinkäme, mir wieder was zuzutrauen *grml* seit Stunden sitze ich hier und hatte mir was vorgenommen anzufangen, und immer dieses um halb fängst Du an - mist schon 45 - ok dann fängst Du um 4 an usw.- schieben schieben schieben

02.11.2014 17:19 • #64


Hallo Hasenfuß,

das kenne ich auch, dieses Aufschieben. Nehme mir was vor, fühle mich dabei eigentlich ganz gut, und dann bekomme ich das doch nicht hin. Oder nur selten. Riesige Überwindung jedesmal, scheint alles so sinnlos...

Aber ich kämpfe weiter, heute ein kleines Plus, ich war vorhin joggen.

Du schaffst es

02.11.2014 19:22 • #65


Hasenfuß73
Hallo Willhelm,

sehr schön, dass Du joggen warst.

Wir waren heute, so schwer es auch war, schon gute 2 Stunden unterwegs.
Ich hoffe nur, dass ich dafür auch bald mal damit belohnt werde, indem mir das ganze auch mal wieder Freude bereitet, und ich nicht nur mit einem uff geschafft wieder nach Hause komme.
Mir fehlt diese Unbeschwertheit dabei, das einfach machen. Bis zum Frühjahr ging das doch noch menno

02.11.2014 19:37 • #66


Das läuft vermutlich genau anders herum als bei der Angst. Dort denkt man hoffentlich kommt diese blöde Angst jetzt nicht... Und was kommt....

Du denkst jetzt wäre ich aber gern mal richtig entspannt und locker. Und was kommt nicht...

Versuch dich zu freuen, das du 2 Stunden unterwegs warst. Ist doch toll. Gab es da nicht auch Phasen, wo du vergessen hast an die Angst zu denken?

02.11.2014 19:46 • #67


Hasenfuß73
Ganz ehrlich?

So gut wie nicht nein

02.11.2014 20:06 • #68


Oh, das ist wirklich nicht schön. Umso größer ist deine Leistung, das zwei Stunden gemacht zu haben.
Und es wird auch wieder eine bessere Zeit kommen. Nicht so schnell wie wir es gern hätten, aber sie wird kommen.

Ist bei dir abends die Anspannung etwas besser? Bei mir geht es abends immer ganz gut. Dann nehme ich mir Sachen vor für den nächsten Tag - und dann am nächsten Tag wirkt das schon wieder wie ein Berg...

02.11.2014 21:08 • #69


Hasenfuß73
Bis vor kurzem war es Abends deutlich besser ja.
So eine wieder einen Tag geschafft Entspannung.

Im Moment, bringt mich leider das leiseste Missempfinden dazu mich zu sorgen oder zu ängstigen, egal zu welcher Tageszeit.
Ich habe mir das über eine lange Zeit leider sehr erfolgreich eingeimpft.

02.11.2014 22:05 • #70


Hasenfuß73
Zitat von Willhelm:
Oh, das ist wirklich nicht schön. Umso größer ist deine Leistung, das zwei Stunden gemacht zu haben.


Naja, welche andere Chance habe ich?
Ich möchte leben, und nicht den ganzen Tag zu Hause sitzen und versauern

Leider ist die Kraft dafür nicht immer da.

Aber ja, es wird besser werden *einred*

02.11.2014 22:17 • #71


Ich habe die Kraft ja auch nicht immer. Vielleicht kannst du es wie ein Pendel sehen, das ist jetzt gerade am Ausschlagen auf der negativen Seite. Aber als nächstes schwingt es wieder auf die positive Seite.
Ich drücke dir schon mal die Daumen.

02.11.2014 22:51 • #72


Hasenfuß73
Danke Willhelm, das werde ich mal versuchen

Ich hoffe bio meldet sich nocheinmal, ich finde es interessant auch mal die -andere Seite- zu hören und sich auszutauschen.

Ich wünsche eine gute Nacht und einen entspannten Wochenstart.

02.11.2014 23:01 • #73


Ja dir auch - Gute Nacht.

02.11.2014 23:10 • #74


Hallo an alle!
Danke für Eure Einsichten, für mich eine Welt, mit der ich mich nie auseinandersetzen zu müssen dachte, aber jetzt muss und will.
Die andere Seite, kommt wie immer auf den Standpunkt an

Ich kämpfe gegen die V$orwürfe der Ignoranz und Lieblosigkeit. Ganz typisches Muster: Er: ja es interessiert ja sowieso keine, wie es mir geht. Ich, (sitze gerade neben ihm, schaue ihn an und fragte gerade was), etwas fassungslos: Aber ich bin doch da und höre zu? Er: Ach lass mich doch in Ruhe -wahlweise auch: Raus hier! Dann wird die Zimmertür sehr geräuschvoll geschlossen. Aber wenige M/inuten später höre ich ihn schimpfen: Es interessiert ja sowieso keinen, es wäre mir ja egal, .......
Also wenn ich dann raegieren sollte, wie bei einem normalen Menschen, dann würde ich ja sagen, dann eben nicht. Aber so versuche ich einen neuen Anlauf... und kann und will nicht sagen: Dann eben nicht und LMAA.

Ich weiss, er fühlt sich allein udn allein gelassen, auch (oder obwohl sich) seine Familie und Eltern sich um ihn bemühen. Aber anscheinend zählen wir nicht, was weh tut und frustet.

Später mehr. Danke Euch allen, melde mich wieder.

03.11.2014 13:38 • #75


Hasenfuß73
Zitat von bio_:
Ich weiss, er fühlt sich allein udn allein gelassen, auch (oder obwohl sich) seine Familie und Eltern sich um ihn bemühen. Aber anscheinend zählen wir nicht, was weh tut und frustet.


Auch wenn es sich sicherlich anders anfühlen mag: DOCH ihr zählt.
Manchmal weiß man irgendwie nicht wohin mit sich selber, und wird dann einfach ungerecht. Zumindest geht es mir so man weiß selber gerade nicht so richtig, was man will und was gerade das Richtige ist.

03.11.2014 13:54 • #76


Danke Hasenfuß73!

Deine Aussage, dass Du nciht versauern willst, finde ich sehr ermutigend! Für jemanden wie mich (von der anderen Seite ) ein hoffnungsvoller Punkt, an dem man anknüpfen kann.

Frage: Bist Du auch stärker geräuschempfindlich geworden? Ich habe so dass Gefühl, mein Mann belastet mehr als früher, was beim Leben in der Stadt und mit Kleinkind nicht wirklich hilfreich ist...

03.11.2014 14:10 • #77

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Hasenfuß73
Ja bin ich leider ..
Ich gehe z.B bedeutend lieber in den ruhigen Abendstunden wo weniger Verkehr ist raus, als tagsüber. Oder aber in guten Zeiten, haben wir das Auto geschnappt und sind ins grüne gefahren, das tat wirklich gut
Im Moment klappt das leider nicht so, wie ich es mir wünsche *seufz*
Dinge die früher normal waren an Geräuschen und Situationen, machen mich im Moment hektisch. Dinge die ich früher kaum wahrgenommen habe.

03.11.2014 14:13 • #78


Hasenfuß73
Ich habe gerade heute morgen (morgens geht es mir meist am schlechtesten)
Einige Artikel bezüglich Angehöriger gelesen ... und dabei mal wieder für mich beschlossen, dass ich versuchen werde, so gut es geht es zu verbergen, wenn es mir nicht gut geht.
Auch wenn man es sich nicht ausgesucht hat, ändert das was an der Situation in der ein Angehöriger steckt?

Oftmals höre ich :Warum rufst Du denn nicht mal an, wenn es Dir mies geht?
Tja meine Antwort darauf ist immer Weil ich Euch nicht noch mehr Nerven kosten will
Anrufen, um Ablenkung bitten oder so, tue ich wirklich erst, wenn es gar nicht mehr geht ... ob es richtig ist? Ich weiß es nicht ..

03.11.2014 14:19 • #79


Danke Dir dann umso mehr für Deine Antworten, gerade morgens

Deine letzte Frage ist schwierig zu beantworten. Zuerst eine Gegenfrage: Welche Art von Artikel meinst Du? Dieses Forum oder Zeitschriften oder medizinische Veröffentlichung?

03.11.2014 14:35 • #80



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