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Lonewolf_
Gast

Hallo zusammen,
ich schildere mal meine aktuelle Situation.
Momentan fühle ich mich psychisch sehr angeschlagen. Ich war 5 Wochen vom HA krank geschrieben. Ich nehme begleitend Antidepressive Opipramol. Momentan fühle ich mich einfach nur schlapp, esse kaum noch und hab 11 Kg abgenommen in den 5 Wochen. Ich war Montag arbeiten, da fühlte ich mich extrem unwohl. Mich begleite die Angst schon bei der Hinfahrt. Dazu konnte ich mich absolut nicht konzentrieren, Kopfweh und Schwindel dabei. Daraufhin meldete ich mich die restliche Woche krank. Ich habe am Donnerstag erst einen HA Termin bekommen und werde das nochmals ansprechen mit dem Vorfall am Montag bei der Arbeit und mit den Symptomen.

In der Zeit als ich krank geschrieben war bekam ich einen Termin zur Psychotherapie. Leider fühlte ich mich dort unwohl und die Chemie passte nicht.
Die Verdachtsdiagnosen lauteten: rezessive Störung, mittelgradig und tendenziell + ansatzweise Entwicklungsstörung (Ablösungsproblematik).

Ebenso ging ich zu der Psychologin von der Arbeit aus, dort kann man 3 Sitzungen wahrnehmen. Bei einer war ich bereits es war sehr toll. Die nächste folgt am Freitag dieser Woche. Allerdings kann man nur 3 Sitzungen nehmen, dann muss man selber dafür aufkommen(Privatkasse).

Momentan bin ich jetzt im 3ten Lehrjahr in der Ausbildung zum Heilerziehungspfleger. Die Noten sind gut, habe 2er und ein 3er.

Vergangenheit:
ich habe bereits 2 Ausbildungen abgebrochen, diese waren nix für mich habe es selbst gemerkt und viel ausprobiert. Jetzt bin ich bei der 3ten Ausbildung und weiß nicht mehr weiter. Ich hab immer gearbeitet und hab nie Leistungen vom Amt bezogen.

Meine Kindheit war nicht schön. Mein Vater zog aus als ich 12 Jahre alt war aufgrund Krankheit. Seine Familie kümmerte sich um ihn. Die Krankheit zog sich bis ich 18 war, da starb er dann. Die letzten 2 Jahre konnte ich nicht mehr mit ihm reden, saß nur am Krankenbett, er konnte nicht mehr reden aufgrund der Krankheit (Hämochromatose - Eisenspeicherkrankheit.

Und jetzt kam vor 3 Wochen bei meiner Mutter die Diagnose bösartiger Brustkrebs mit Lymphknotenbefall. Ich hab sie zu jeder Untersuchung begleitet, dies belastet mich noch zusätzlich sehr. Die Behandlung geht erst los mit Chemo + OP dann wieder Chemo.

Ich weiß leider aktuell gar nicht mehr weiter was ich machen soll. Arbeiten ist nicht möglich, tat mir absolut nicht gut. Habe auch Angst morgen vor dem Hausarzt, obwohl man mit der Ärztin immer reden kann. Ebenso hab ich demnächst Gespräch mit meinem Chef, da hab ich auch Angst vor.
Meine Ausbilderin ist sehr emphatisch, holt sich grad viele Informationen von der Berufsschule und vom Träger ein. Welche Möglichkeiten es gibt usw. Sie unterstützt mich sehr! Sad

Vielleicht hat jemand einen Rat für mich, ich weiß durchziehen ist die beste Option. Allerdings bin ich aktuell einfach leer, mein Kopf ist leer, meine Psyche leidet und auch körperlich zeigen sich die Symptome.

Vielen Dank das ihr euch die Zeit genommen habt, das alles hier zu lesen Sad

02.12.2024 x 4 #1


149 Antworten ↓
Simba1302

Simba1302
Mitglied

Beiträge:
167
Themen:
16
Danke erhalten:
144
Mitglied seit:
Huhu ich habe deinen Beitrag gelesen , und möchte dir Mut zusprechen 🤍.
Es ist okay , dass gerade alles zu viel ist und du an deine Grenzen kommst. Du hast dir das nicht ausgesucht ! ❤‍🩹
So wie ich es gelesen habe, gibt es sehr viele Belastungsfaktoren, biografisch als auch im Hier und Jetzt. Bitte nimm dir Zeit zu heilen. Denke über eine stationäre Therapie in einer Psychosomatischen Klinik zB nach, und lasse dich krank schreiben, bis du einen Platz hast.

Ich weiß, in deiner subjektiven Wahrnehmung erscheinen solche Schritte und Entscheidungen sehr groß , aber glaub mir, es gibt immer einen Weg!
Es ist auch okay die Ausbildung zu pausieren und das Jahr zu wiederholen. Von einem Abbruch der Ausbildung würde ich dir dringlichst abraten - denn bedenke, dein Blickwinkel ist durch die psychische Krise sehr getrübt , alles wirkt schwerer und hoffnungsloser. Das ist in so einer Krise "normal". Fakt ist aber, wenn die Krise überwunden ist, klart die Sicht wieder auf und man nimmt diese Dinge anders wahr.
Nach einem Klinikaufenthalt zB könntest du deine Ausbildung einfach wieder aufnehmen.

PS. Mit 19 befand ich mich in einer ähnlichen Situation , als junger Mensch leider schon sehr belastet gewesen und wenig Unterstützung im Umfeld. Habe dadurch 2 Ausbildungen abgebrochen , da ich dachte, dass dies der einzige Weg sei. Zu dem Zeitpunkt habe ich noch keine Therapie gemacht . Als ich dann meine erste Therapie begann, und auch merkte wie sehr mir diese half , schöpfte ich kraft, lernte mit allen Belastungen umzugehen und begann erneut eine Ausbildung - im selben Bereich wie zuvor. In meiner psychischen Krise Damals dachte ich nämlich, ich könnte diesen Beruf nicht mehr machen. Es stellte sich aber heraus, dass dies ein Trugschluss war, ausgelöst durch die Depression .
Zusammen mit der Therapie beendete ich meine Ausbildung erfolgreich .

Nimm dir Zeit zu heilen , denke über einen Klinik Aufenthalt nach ❤‍🩹 und glaub mir, es wird besser. Definitiv.

Alles gute !

25.09.2024 20:51 • x 6 #22


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Drittes Lehrjahr, Angst und depressiv im Job

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Phönix
Gast

Zitat von TobiHa:
Ja das stimmt. Aber ich verspüre Druck und das ist nicht gut. Ich bin krank und merke das nix geht

Ohne dich genauer zu kennen, kann ich dir jetzt nichts genau passendes sagen, nur allgemeines: die „Krankheit“ (ich halte es übrigens gar nicht für eine Krankheit, sondern für eine gesunde Reaktion auf eine totale Überforderung) ist dazu da, dich zu schützen. Dich aus allen Pflichten und dem Druck herauszunehmen. Es geht jetzt - vielleicht zum ersten Mal nach sehr langer Zeit - um DICH und deine Bedürfnisse. Deswegen zieht man sich ja auch zurück in solch einer Krise. Man sucht einen Kokon, indem man Ruhe und Sicherheit findet. Vielleicht hast du in den letzten Monaten verstärkt gemerkt, wie gut es dir tut, wenn jemand auf dich eingeht und dich versteht, wie zum Beispiel die Ausbilderin. Und wie unangenehm es ist, wenn jemand nicht auf dich eingeht und dich nicht versteht. es gibt viele Optionen wie du aus der Krise wieder heraus kommst. Wichtig ist es, Dinge zu tun, die du willst und weniger die Dinge, die du musst. für mich persönlich waren Freunde extrem wichtig in den Krisenzeiten. denn bei Ihnen konnte ich so sein, wie ich bin, sie verstanden mich soweit das möglich ist und lenke mich ab und mit ihm zusammen zu sein, gab mir ein gutes Gefühl. An manchen Tagen ging es mir sogar gut. Trotzdem kamen die Depressionen und Ängste zurück, das ist dann sehr entmutigend aber: denke immer daran auch die Depressionen und die übelsten Gedanken gehen vorbei und es kommen wieder schöne Tage mit schönen Gefühlen und schönen Erlebnissen. Falls du dir die Therapeutin nach den 3 Stunden weiter leisten kannst, dann mach es und wenn es nur einmal pro Woche ist. Das könnte dir schon eine Menge helfen.
Liebe Grüße 🌿🌿☘

27.09.2024 22:32 • x 2 #44


Zum Beitrag im Thema ↓


Löwenzähnchen
Hallo, ich kann dir nicht wirklich einen Rat geben, wollte aber nicht einfach kommentarlos wieder gehen. Ich habe leider all meine Ausbildungen abgebrochen, die letzte auch im letzten Jahr. Hatte ich eine Wahl? Meiner Meinung nicht, da es mir so schlecht ging, dass ich keinen Tag länger geschafft hätte. Die Vernunft würde sagen: zieh es durch, dann hast du wenigstens eine abgeschlossene Ausbildung
Aber ich weiß sehr gut, dass das leichter gesagt ist als getan.

x 2 #2


L
Ja das stimmt, zumal ich grad sehr belastet bin. Werde morgen zum HA gehen und morgen nochmal zu der Psychiaterin. Am Montag hab ich Gespräch mit Chef, der war gut gestimmt beim Telefonat..

x 2 #3


Löwenzähnchen
Aber das hört sich doch schonmal ganz positiv an. Nicht alleine zu sein ist sehr wichtig. Deine Ausbildung geht noch bis Sommer 25?

#4


L
Ja genau.. Aber Arbeit Horror sehr grosse Angst dabei

x 2 #5


SilentRoG
Die Situation belastet dich.
Abbrechen würde ich nicht, aber erst mal krankschreiben wäre eine Option, da du erst mal aus diesem Loch wieder herausfinden musst. Am besten mit therapeutischer Begleitung.
Als Ausbilder kann ich dir nur empfehlen nicht abzubrechen, wenn sonst der Job OK war. Notfalls wiederholst du halt das dritte Lehrjahr. Aber wenn du abbrichst bist du wieder bei Null.

x 2 #6


L
Ich war bereits 5 Wochen krank dann 1x arbeiten ging gar nicht Angst panikattacken.. hab morgen HA Termin nochmal hab ja die 6 wochen voll.. Oktober geht schule wieder los..

#7


L
Und von der Schule aus würde es gehen ein Jahr lang pausieren.. Ich frag mich nur was der Chef dazu sagt ob er mich freistellt? Dann müsste ich aber sicherlich stationär / ambulante Therapie machen und Reha.. usw. Ich bin momentan nicht in der Lage der Arbeit nachzukommen des belastet mich zusätzlichä

x 1 #8


MoonlitMystic
@TobiHa
Hey,
Ich bin momentan in einer ähnlichen Situation.
Ich mache gerade eine Umschulung habe jetzt 1,5 Jahre Schule hinter mir und bin gerade für 6 Monate im Praktikum.
Im November und Januar sind Prüfungen.
Ich bin im moment krank und muss viele Tabletten nehmen die nicht ganz Nebenwirkungslos sind.
Ich werde morgen auch zu meinem Hausarzt gehen und mich rausnehmen lassen da ich absolut am Limit bin.
Ich denke auch immer durchziehen es ist fast geschafft. Aber ich kann dich so so gut verstehen. Ich habe auch keine Kraft mehr.

Ich denke das ist ein guter Schritt, denn du achtest auf dich und das ist wirklich wichtig!
Es ist sehr gut dass deine Ausbilderin sich um dich sorgt.

x 1 #9


SilentRoG
Zitat von TobiHa:
Und von der Schule aus würde es gehen ein Jahr lang pausieren.. Ich frag mich nur was der Chef dazu sagt ob er mich freistellt? Dann müsste ich ...

Du kannst weiterhin krankgeschrieben sein, gehst dann auf Krankengeld und wirst dann von der Krankenkasse entsprechend Unterstützung bekommen um z.B. Therapieplätze oder Kliniken zu erhalten. Die wollen ja, dass du schnell wieder arbeitest, weil sie das Krankengeld bezahlen müssen.

#10


L
@SilentRoG ja aber meine Entscheidung muss vor Beginn der Schule sein vor 7 Oktober.. sonst häufen sich mehr Fehlstunden in der Schule an des geht nicht.. Ich schau was für Optionen mir der Chef gibt am Montag..

x 1 #11


L
Zitat von Eva1507:
@TobiHa Hey, Ich bin momentan in einer ähnlichen Situation. Ich mache gerade eine Umschulung habe jetzt 1,5 Jahre Schule hinter mir und bin gerade ...

Ich hab sehr Angst.. @Eva1507

#12


MoonlitMystic
@TobiHa
Wovor hast du Angst? Kannst du das irgendwie beschreiben?

#13


L
@Eva1507 ja vor der Zukunft vor der Arbeit / Ausbildung.. bin nicht in der Lage bin vom Kopf her am Ende alles leer.. keine Konzentration könnte nur heulen

#14


MoonlitMystic
@TobiHa das kann ich moment sehr gut nachvollziehen und ich kann mir sehr gut vorstellen wie es sich anfühlt.
Machst du Meditation, Entspannungsübungen ect.?

#15


L
Zitat von -Hedwig-:
Hallo, ich kann dir nicht wirklich einen Rat geben, wollte aber nicht einfach kommentarlos wieder gehen. Ich habe leider all meine Ausbildungen ...

Hast du dann selber gekündigt? Wie ging es weiter..? @-Hedwig-

#16


L
Zitat von Eva1507:
@TobiHa das kann ich moment sehr gut nachvollziehen und ich kann mir sehr gut vorstellen wie es sich anfühlt. Machst du Meditation, ...

Nein..

#17

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weyoun
Zitat von TobiHa:
ich weiß durchziehen ist die beste Option

Nein, ist es (derzeit) nicht. Mir diesem Gedanken setzt Du Dich nur selbst unter massiven Druck, was Deinen momentanen Zustand nur verschlimmert.

Auf Dich prasselt im Moment alles ein. Deine Psyche tritt auf die Notbremse. Nimm das bitte ernst.

Hab Verständnis für Dich, das wird wieder. Akzeptiere, daß es im Moment so ist, wie es nunmal ist, und hab Geduld mit Dir.

Warte erstmal das Gespräch mit Deinem Chef ab. Deine Schilderung klingt nicht so, als würde es da Ärger geben. Denk zuerst mal an Dich selbst und Deine Gesundheit. Im Zweifelsfall wiederholst Du das 3. LJ halt, ist nicht schlimm.

Wie ist es sonst in der Lehre? Macht es Dir Spaß?

#18


L
Ja es hat mir Spaß gemacht bloß bekomm ich es aktuell nicht auf die Reihe.. @weyoun

x 1 #19


weyoun
@TobiHa Alles gut. Ich versuche nur auszuschließen, daß die Lehre an sich ein (Teil des) Problems ist.

Versuch mal, ob Du heute Abend irgendwas schönes machen kannst, was Dich ablenkt.

Alles Gute!

x 1 #20


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Mira Weyer
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