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Panische Angst vor Trennung, Partnerin depressiv

201826.02




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Bitte bitte helft mir. Seit gestern Abend läuft alles aus dem Ruder und ich kann nicht mehr. Ich weiß nicht mehr, wie ich uns noch helfen soll.

Wer ab und zu bei mir mitgelesen hat, weiß ja, dass meine Partnerin oft Wutausbrüche hat und danach alles hinschmeißt, mit Suizid droht und mich für alles verantwortlich macht.

Gestern dann wieder die Situation; sie versumpfte vor dem Fernseher und ich wollte sie animieren, etwas mit mir zu kochen, wie wir es abgesprochen hatten damit sie eben nicht den ganzen Sonntag nur vor dem Fernseher sitzt. Das ist nach hinten losgegangen, sie hat es als Angriff empfunden, wurde defensiv, beleidigend. Hab versucht zurückzurudern aber es war zu spät. Danach hat sie mir nur noch Vorwürfe gemacht, ist in alte Schema gefallen, warf mir vor ich würde sie nur kritisieren, sie dürfte nichts mehr selbst entscheiden, ich würde ihr jegliche Autonomität rauben und sie kontrollieren. Im Nachhinein kam heraus, sie dachte ich hätte heimlich geraucht und war deswegen wütend. Hatte ich nicht, aber es war egal - ab dem Zeitpunkt dreht sich alles nur noch darum, dass ich immer Zig. über sie stellen würde und das sie die Schnauze voll hat, nie ernst genommen zu werden, ich sei einfach nur egoistisch, mit mir würde sie nie glücklich sein, ich hätte ihr Leben zerstört, ich würde mich nie ändern .... die ganze Palette. Ein paar Stunden vorher war alles gut, wir hatten uns Ideen für die Flitterwochen angeschaut, wir waren beide super happy den ganzen Tag über.

Soweit das. Weil sie mich nur noch angeschrieen hat und ich damit nicht umgehen kann, hab ich irgendwann eine Doppeldosis Benzos genommen - hatte an dem Punkt 3 Stunden durchgeholt - und nochmal das Gespräch gesucht, aber sie war nicht ruhiger und sagte mir, ich solle mich verpissen, aus ihrem Leben, aus ihrer Wohnung, ich wäre ein Junkie, sie könnte mir kein Wort mehr glauben. Also bin ich ins Wohnzimmer und habe versucht, mich zu beruhigen. Hat nicht geklappt, aber nach einer Stunde oder so bin ich dann weinend eingeschlafen, dank Benzos. Um 2 Uhr nachts dann weckte sie mich plötzlich auf - ich solle ihr den Ring zurückgeben, ich würde ihn nicht verdienen, ich wäre eine beschissene Ehefrau und sie könnte nicht mehr mit mir leben. Ich hatte wieder einen Heulkrampf und habe mich geweigert. Irgendwann hat sie dann gefragt, ob wir schlafen können. Sind dann beide ins Bett und auch eingeschlafen, sie hatte vorher heimlich meine Benzos gemopst (damit ich mir nichts antue, anscheinend) und davon eine halbe genommen.

Heute morgen dann eisiges Klima, sie konnte mich nicht anschauen. Bevor sie wortlos zur Tür raus ist, hat sie mir erklärt sie hätte ihren Ring abgenommen und zwischen uns sei es aus. Ich würde sie umbringen. So könnte sie nicht weiterleben. Ich habe sie angefleht, nicht so zu gehen, sie hat die Augen zu gemacht und mich heulend im Flur stehen gelassen.

Solche Situationen passieren häufiger, sie hat oft Wutanfälle, schreit mich an und sagt, sie hasst mich und ich ruiniere ihr Leben. Dann wieder alles gut weil es keinen Stress gibt. Ich kann nicht mehr. Ich will sie nicht verlieren, wir kennen uns seit 15 Jahren. Seit einigen Monaten ist sie so geworden. Sie sagt, es sei meine Schuld, aber sie macht sich selbst kaputt. Ich fühle mich so hilflos. Ich leide so sehr mit ihr. Sie ist mir so wichtig und das sieht sie momentan nicht. Für sie ist diese Beziehung eine Belastung, wenn sie in einem Tief ist. Ich kann nicht einfach so aufgeben. Wir wollen eine gemeinsame Zukunft aufbauen. Wir beide bräuchten eine vernünftige Therapie, doch sie ist im Prüfungsstress und hat keinen Headspace für so etwas.

Kann mir irgendjemand einen Tipp geben, wie ich nicht ganz verzweifle? Ich kann/will/werde sie nicht alleine lassen. Aber ich kann auch nicht so mit ihr leben, denn es wird nur schlimmer.

Und heute, zum ersten Mal, fühlt es sich endgültig an. Sie sagt, sie wird mir nie verzeihen, dass ich sie zu dieser Person gemacht habe. Dabei habe ich nichts "gemacht". Ich bin immer da, versuche sie aufzufangen, zu motivieren, sie glücklich zu machen. Irgendwie ist all dieser schei. in ihrem Kopf und für sie ist es Realität. Sie macht mich für schlechte Noten verantwortlich, lernt aber nicht, sie macht mich dafür verantwortlich, dass sie zunimmt, dabei bewegt sie sich kaum. Wenn sie schreit, sagt sie, ich verdiene das, weil es meine eigene Schuld ist. Ich liebe diese Frau und weiß, dass das eigentlich alles nicht so gemeint ist, aber wie denkt sie denn wird das enden?

Es tut mir leid, dass ich extra ein Thema dafür aufmache, aber ich habe solche Angst, ich kann nicht mehr, das kann sie mir nicht antun.

Auf das Thema antworten


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  26.02.2018 13:58  
Ich drehe deinen Letzten Satz um:

DAS kannst DU Dir doch nicht antun?
Allen ernstes - was bist du dir selbst wert wenn du dich so erniedrigst und das mit dir machenlässt und nun noch die Schuld bei dir siuchst und dich wieder und wieder demütigen und beschuldigen lässt?

Sorry was anderes kannich dir gerade nicht sagen.

Danke4xDanke




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  26.02.2018 14:16  
Liebes Huhn, sie ist ja nicht irgendwer. Sie ist der Mensch, mit dem ich seit gut 10 Jahren eine gemeinsame Zukunft plane. Bis vor wenigen Monaten war alles gut, wir waren beide glücklich. Dann hatten wir beide Stress auf der Arbeit und sie ist ein depressives Loch gefallen, dass ich so von ihr nicht kenne. Von einer Woche auf die nächste hat sie sich komplett verändert, wir haben nur noch gestritten (bzw sie) und ich bin aus allen Wolken gefallen, weil ich niemals gedacht hätte, dass sie so mir gegenüber sein könnte. Dann fast-forward und inzwischen ist klar, dass sie unter Depressionen leidet.

Die Schuld suche ich definitiv nicht bei mir. Was ich oben schrieb, ist ja ihre Sichtweise der Dinge. Das einzige, was ich mir habe zuschulden kommen lassen ist die Tatsache, dass ich es nicht schaffe mit dem Rauchen aufzuhören - obwohl ich es versprochen habe. Mir ist durchaus bewusst, dass sie für sich selbst verantwortlich ist. Nur ihr ist das momentan nicht bewusst. Sie sieht es als herzlos und empathielos, dass ich ihr nicht "helfe" indem ich mich um 360 Grad wandle um sie glücklich zu machen. Und das ist die Krankheit. Sie übernimmt null Verantwortung für sich selbst. Sie will eine Zig. - meine Schuld, ich rauche ja, wegen mir sind Zig. im Haus. Sie nimmt Schlaftabletten - meine Schuld, sie will das nicht, aber ich bin ja so verkorkst dass ich Tabletten Zuhause habe. Sie schläft die ganze Nacht nicht - meine Schuld, weil sie sich ja um alles sorgen muss. Sie schreibt schlechte Noten in der Schule - meine Schuld, sie hat ja keine Zeit zum Lernen. Sie hasst ihre Arbeit - meine Schuld, weil sie ja keine Freude mehr daran hat, weil ich so ein Junkie bin und sie keine Zukunft mit mir mehr sieht.

Sobald sie von der Arbeit nach Hause kommt, schmeißt sie sich vor den Fernseher. Manchmal sagt sie sie will selber kochen, aber dann ist sie hinterher so wütend dass sie HUNGERN muss dass das natürlich auch meine Schuld ist, obwohl sie ja vorher gesagt hat sie möchte lieber selbst kochen.

Wären das alles "normale" Dinge, dann wäre ich bestimmt nicht mit ihr zusammen. Hätte ich sie so kennengelernt, wären wir jetzt nicht zusammen.

Also nein, suchen tu ich die Schuld nicht bei mir - aber weitergehen kann es so auch nicht, und ich habe keine Ahnung, wie ich durchhalten soll.

Sie fleht mich oft an, sie endlich zu verlassen, damit wir beide mit anderen Partnern glücklich werden können. Aber unsere Beziehung ist nicht das Problem. Geht es ihr dann etwas besser ist sie entsetzt, dass sie so denken könnte. Also nein, ich will sie nicht verlassen. Und sie mich eigentlich auch nicht. Aber irgendwie muss sie lernen, mit ihren Problemen umzugehen.



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BaWü
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Status: Online online
  26.02.2018 17:27  
Nun, wenn du das Klügste der Welt nicht tun kannst, nämlich, dich nicht zum Spielball ihrer Launen degradieren zu lassen, dann hilft nur, alles zu ertragen. In der Hoffnung, irgendwann könnte es wieder besser werden.

Danke1xDanke


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  26.02.2018 18:07  
also ehrlich, auch in meiner depressivsten Phase gehe ich nicht auf meinen Partner los, den ich heiß und innig liebe. Im gegenteil, wenn ich merke, dass ihn meine depressive Phase belastet, dann macht mich das fertig, weil - das letzte was ich will, ist ihn leiden zu sehen. Und ja - mir tut es auch mal gut, wenn man mir dann sagt, jetzt ist aber Schluss, mich belastet das auch, so kann das nicht gehen.....aber das natürlich meine Beziehung und nicht deine....wenn sie noch an dir hängt wird sie dich nicht gehen lassen

Danke1xDanke


11913
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BaWü
7431

Status: Online online
  26.02.2018 18:14  
Soraya72 hat geschrieben:
also ehrlich, auch in meiner depressivsten Phase gehe ich nicht auf meinen Partner los, den ich heiß und innig liebe. Im gegenteil, wenn ich merke, dass ihn meine depressive Phase belastet, dann macht mich das fertig, weil - das letzte was ich will, ist ihn leiden zu sehen. Und ja - mir tut es auch mal gut, wenn man mir dann sagt, jetzt ist aber Schluss, mich belastet das auch, so kann das nicht gehen.....aber das natürlich meine Beziehung und nicht deine....wenn sie noch an dir hängt wird sie dich nicht gehen lassen



Genau, so sehe ich das auch. Bei Angst oder Depri ist ja in der Regel das Problem, dass man eher froh ist, wenn sich jemand bissle kümmert, einen nicht verlässt. Drum denk ich, dass da nur gut inszeniert eine Trennung eingeläutet wird. Kein Mensch geht so mit jemanden um, den man eigentlich liebt. Klar, streiten könnte auch mal heftiger werden, aber so Und auf Dauer?

Danke2xDanke


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Bergisches Land :)
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Status: Online online
  26.02.2018 18:19  
wenn du sie so liebst und nicht aufgeben willst: paartherapie! für eine normale kommunikation ist sie derzeit verbrannt.

ansonsten trenne dich! punkt! ... ich halte nicht so viel davon, wenn man aus schuldbewußtsein oder mitleid "aushält". SELBST wenn du dich trennst und sie dann in ein tiefes loch fällt - es ist halt auch ihre verantwortung. hört sich jetzt ein bisschen brutal an, aber denke immer mal in einer "50/50 Regel" ... alles sollte irgendwann mal auf gegenseitigkeit geschehen. und vielleicht wäre die trennung das beste was ihr und dir passieren kann. ich würde sie nicht verurteilen, dass sie sich so sch*** benimmt - sei es die krankheit - aber nevertheless trägt sie selber für ihr verhalten die verantwortung - und auch die konsequenz und die kann auch heilsam sein !
und, zu guter letzt, solltet ihr füreinander bestimmt sein, so würdet ihr auch nach einer trennung wieder zueinander finden. wenn nicht, war das auch die richtige entscheidung.
nein, ich bin nicht empathielos :) .... aber sie manipuliert dich gerade stark und verpasst dir eine sogenannte beißhemmung.
ich wünsche dir eine gute entscheidung, wie immer sie ausfällt!

Danke2xDanke




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  26.02.2018 19:11  
Danke für eure Antworten. Inzwischen bin ich etwas ruhiger geworden. Sie ist von der Arbeit nach Hause gekommen und - bisher - noch nicht auf 180. Mal schauen, wie lange das so bleibt. Ich wünsche mir so sehr etwas Ruhe und Schlaf heute nacht.

Das mit den Depressionen ist so eine Sache. Ob sie wirklich Depris hat, weiß ich nicht. Sie geht seit einigen Wochen zur Psychologin, aber da geht es wohl er um die Probleme, die sie auf der Arbeit hat. Ich habe auch leichte und schwere depressive Phasen hinter mir, und tatsächlich werde ich dann nicht wütend oder aggressiv, eher das Gegenteil. Einerseits ist sie antriebslos, konstant müde, hat immer irgendwelche Wehwehchen, sieht keinen Sinn im Leben, äußert Suizidgedanken, ist extrem suchtgefährdet und will nur, dass alles aufhört. Andererseits ... wenn sie gestresst ist, oder ihr etwas nicht passt, wird sie sofort wütend. Nicht nur ein bisschen, sondern richtig - schreien, gegen Wände schlagen, Sachen schmeißen, mich bedrohen, sie fühlt sich bedroht und tiefst verletzt von mir, entwickelt richtige Hassgefühle und kann nichts auf sich beruhen lassen. All das - kannte ich vorher nicht. Ich bin extrem traumatisiert in diese Beziehung gegangen und hätte mich niemals mit jemandem eingelassen, der solche Probleme hat und sich derart respektlos mir gegenüber verhält.
Wenn jemand lauter wird z.B., fange ich sofort an zu weinen weil ich Angst bekomme. Das macht sie dann noch wütender. Unser erster Streit dieser Art wird mir in Erinnerung bleiben: ich saß mich übergebend auf dem Boden während sie neben mir stand und auf mich einbrüllte, dass ich mich mit ihr streiten soll und nicht wie ein Baby heulen, ich würde sie anekeln.

Inzwischen kann ich besser damit umgehen - ich kenne ihre Trigger, und woher sie kommen. Und wie ich damit umgehe und uns beide wieder auf ein normales Level zurückhole. Aber Tage wie gestern, die lassen mich an allem zweifeln. Normalerweise kann ich sie relativ schnell beruhigen und wir besprechen, wie wir jetzt miteinander umgehen.

Nein, es ist bestimmt nicht nur die Depression, die da ihre Finger im Spiel hat. Aber trotzdem ist sie der Mensch, mit dem ich alt werden möchte. Warum das jetzt alles so plötzlich da ist, ich weiß es nicht. Sie ist mir in diesen Phasen sehr fremd geworden. Aber immer wieder ist dann doch der Mensch wieder da, den ich über alles liebe, der mich nicht hasst. Und dann sagt sie auch, wie dankbar sie ist, dass ich nicht gehe. Ich habe sie oft gefragt, ob sie diese Beziehung überhaupt möchte. Weil ja, es sieht herrlich nach Sabotage aus, als wollte sie Schluss machen und wüsste nur nicht wie. Aber das streitet sie vehement ab.

Sie selbst weiß zwar, dass sie ein Problem hat, und sagt auch, sie will mit mir daran arbeiten, aber dazu fehlt uns momentan die Basis. Sie vertraut mir nicht mehr, sagt, ich habe ihr Herz zu oft gebrochen, sie zu sehr verletzt, das wird sie nie vergessen. Und ich? Sie versprach, mich niemals anzuschreien, noch bevor wir überhaupt zusammen gezogen sind. Heute ist es fast an der Tagesordnung, und das ist für sie vollkommen okay, denn "Du hast dein Versprechen ja auch gebrochen, warum sollte ich meine halten? Ich habe keinen Respekt mehr vor dir."

Das gebrochene Versprechen war, dass ich nicht mit dem Rauchen aufgehört habe. Von einer Schachtel bin ich auf 3-5 Zig. am Tag runtergekommen, an manchen Tagen kam ich ganz ohne aus, aber das reichte ihr nicht. Und der Druck ihrerseits hilft mir noch weniger beim Aufhören. Aus ihrer Sicht ist das alleinige Problem, dass ich rauche. I don't buy it.

Als wir zusammengezogen sind, wusste sie, dass ich rauche. Ich versprach, in der Zukunft damit aufzuhören, weil sie es nicht mochte. Aber sie tolerierte es. Erst nach fast einem Jahr wurde mir bewusst, dass sie es nicht tolerierte - sie hasste es abgrundtief. Jede Zig. war wie ein Schlag ins Gesicht für sie, als würde ich mich für Dro. und gegen sie entscheiden. Das wurde mir zu spät bewusst. Und jetzt ist es zu spät. Sie will mich immer glücklich machen, macht sich dann aber dadurch unglücklich und gibt mir dafür die Schuld. So kann man es eigentlich ganz gut ausdrücken. So kaufte sie uns z.B. ein teures neues Bett, weil unser altes schon ziemlich - naja, alt war - und natürlich fand ich das schön. Aber jetzt muss ich mir bei jedem Streit anhören, wie sehr sie es hasst, soviel Geld für ein Bett ausgegeben zu haben und dass ich ein Schmarotzer sei, der nur Geld von ihr will. Zuerst heißt es immer "ja klar, gerne, das machen wir!" und hinterher heißt es dann "ich hab das doch nur gemacht, weil DU das wolltest, und ich hasse es und dich, weil du mich dazu gebracht hast!" Beispiel Haustiere. Mein älterer Hund sollte nicht mit in die gemeinsame Wohnung ziehen, da sie Stadt nicht gewohnt ist und meine Freundin, so mutmaßte ich damals, weniger begeistert von Haaren etc sein würde. Doch dann überredete sie mich, ein halbes Jahr später, dass wir meinen Hund doch zu uns nehmen. SIE überredete MICH. Ich hatte jede Menge Bedenken. Aber okay, ich liebe meinen Hund, versuchen wir es. Es kam, wie es kommen musste: Zwar liebt sie die Fellnase, doch sie hasst die Verantwortung und das Geld für Futter das ausgegeben wird und die Spaziergänge und die Haare und den Dreck und die Pfotenabdrücke auf der Kleidung. Wessen Schuld? Meine, natürlich, ich war doch so unglücklich ohne Hund dass sie ihn einfach holen MUSSTE! Nein, war ich nicht. Ich war dagegen. Aber hinterher ist ihr das egal.

All diese Dinge habe ich in den letzten 15 Jahren noch nie so mit ihr erlebt. Auch nicht, als wir zum ersten Mal zusammen lebten. Es kam ganz plötzlich, irgendwie war eine Woche stressig und von da an stritten wir uns nur noch.

Ach mist, jetzt bin ich doch wieder ins Schreiben gekommen. Wollte nur noch anmerken: ich versuche uns einen Paartherapeuten zu finden. Problem ist das Geld. Ich bin arbeitslos, sie Auszubildende, sie sieht es nicht ein 150 Euro für eine Therapiestunde zu zahlen. Ich auch nicht, aber so geht es nicht weiter ...

Ich finde tatsächlich, das alles ist ihre Verantwortung. Das sieht sie aber nicht mehr so. Alles ist - laut ihr - meine Schuld. Ich mache sie unglücklich, ich mache sie wütend, ich bin selbst schuld wenn sie mich anschreien muss .. ihre Gefühle, egal welcher Art, sind meine Schuld, ich "mache" sie ja laut ihr. Oft habe ich versucht, vom psychologischen Ansatz her mit ihr darüber zu sprechen - dass andere Menschen uns keine Gefühle "machen" sondern diese von uns selbst kommen. Wir reagieren auf eine Wahrnehmung, diese Wahrnehmung ist aber nicht immer Gewissheit und wie wir auf etwas reagieren, ist unsere eigene, freie Entscheidung. Das sieht sie nicht ein und sagt mir dann, sie wäre die einzige Erwachsene in dieser Beziehung und ich ein kleines Kind.





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  26.02.2018 19:23  
Jetzt sitzt sie im Wohnzimmer, wieder vor dem Fernseher, während ich mich ins Schlafzimmer verkrümelt habe. Reden will sie anscheinend nicht, sie wurde wieder lauter als ich Paartherapie ansprach. Weil es so teuer ist, nicht, weil sie es nicht will. Ihr Ring liegt immer noch hier neben mir, es tut so weh. Sie zieht ihn nie aus. Und nun? Leben wir jetzt ewig nebeneinander her, bis ich vollkommen zusammenreche? Soll ich sie ignorieren? Versuchen zu reden, was nichts bringen wird? Die Liebe meines Lebens sitzt 3 Meter Luftlinie von mir entfernt und möchte lieber RTL2 gucken, als unsere Beziehung zu retten. Es ist wie ein schlechter Traum. Noch gestern Nachmittag hatten wir uns Hotels für die Flitterwochen angeschaut.

Am Mittwoch erfahre ich, ob ich die Paartherapie finanzieren kann. Bis dahin heißt es wohl durchhalten.



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BaWü
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Status: Online online
  26.02.2018 19:31  
Sag mal, könnte es Torschlusspanik sein? Hängt das evtl. Mit eurer geplanten Heirat zusammen?


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