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indamo
Hallo liebe Leute,

ich habe schon einmal einen Beitrag zum Thema Berufseinstieg geschrieben. Es ist so, das ich jetzt in ein paar Monaten mein Studium absolviere, Informatik mit dem Schwerpunkt Wirtschaftsinformatik.
Ich bin jetzt im Praktikum und es läuft jetzt so einigermassen.

Ich habe im Praktikum gemerkt, das ich in Wahrheit gar nicht viel Praxisrelevantes kann und das ich mich erstmal einarbeiten muss. Ich habe an einer FH studiert, trotzdem ist die Diskrepanz Theorie - Praxis hoch.
Ich denke, es geht einigen Studenten so, das sie nach dem Studium merken, das sie wenig können.

Meine Situation ist, das ich viel Angst vor den nächsten Monaten habe. Nämlich der Berufseinstieg. Ich frage mich, ob ich überhaupt einen Job finde, der mir einigermaßen Freude bereitet. Ich habe einfach ziemlich viel Angst, ich komme da alleine nicht raus. Ich weiß nicht ob ich das Berufsleben gewachsen bin.

Danke für das Durchlesen.

01.06.2017 13:41 • 20.06.2017 #1


8 Antworten ↓


Wenn du siehst das dir ein Beruf keinen Spaß macht, lass es. Du musst niemandem etwas vorlegen, außer dir selbst.

Gerade so Büroarbeiten sind gekoppelt an Stress und zu hohen Erwartungen, die nicht jeder tragen kann.

01.06.2017 14:17 • #2



Berufseinstieg - Sorgen

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indamo
Zitat:
Wenn du siehst das dir ein Beruf keinen Spaß macht, lass es.


Meine Angst ist es, das die letzten Jahre und Mühen umsonst wären. Und das blockiert mich. Ich will mir nicht einreden oder eingestehen, das die letzten Jahre umsonst waren. Das wäre eine Katastrophe für mich. Ich habe in so einem schweren Studium viel Mühe, Zeit und Tränen reinsteckt, das würde mich depressiv machen.

Ich habe das Gefühl, das es eine Katastophe wäre, nicht in dem Beruf zu arbeiten. Ich vermute, das ich depressiv werden würde, wenn ich alles hinschmeissen würde.

01.06.2017 14:38 • #3


Sieh es mal so. Du hast gelernt das dir einige Aspekte zu stressig sind und das Informatik nicht ganz so deins ist. Diese Angsterscheinungen sind ein erstes Vorzeichen, das es sich dann im Beruf noch verschlimmern könnte, noch dazu ist die Sparte besonders anfällig für psychische Erkrankungen, weil sehr viel gefordert wird und wenig Zeit zum ausschnaufen ist /man ständig sitzt.

Im Gegenteil, du machst den gleichen Fehler den hier viele Anfänger machen. Zu glauben, das irgendwelchen Anforderungen gerecht werden musst, vielleicht wegen dir etwas und dem sozialenj Umfeld.
warum gönnst du dir nicht ein paar Monate Ruhe und suchst dir dann etwas passenderes aus.

Dein ganzes Wissen kann sehr wohl zum Einsatz kommen, auch ohne diesen Beruf auszüben.

01.06.2017 19:12 • #4


Rosenroth
Ab einem bestimmten Punkt ist so vielen egal, was wer studiert hat - mach das, was dir Spaß macht! Und das herauszufinden, ist auch eine schwere Aufgabe. Also einfach mal irgendwo anfangen.

02.06.2017 22:57 • #5


Mit den Besonderheiten in der neuen Firma musst Du Dich in jedem Fall vertraut machen: Was benutzen die für Software, welche Geräte sind angeschlossen, welche Ergebnisse müssen wie ausgewertet werden, was will welcher kleine Chef als Grafik und so weiter. Auf einem der Gebiete wirst Du ausprobieren was wie am Besten geht. Und nach wenigen Wochen bist Du ein Fuchs in diesem Teilgebiet eben weil Du ein aktuelles Studium absolviert hast. Erste Kollegen werden Dich fragen "Wie hast Du denn das hinbekommen ?" und werden zunehmend begeistert sein.

Und dann wird wieder eine neue regelmäßige Aufgabe dazukommen bei der es sich lohnt etwas ausprobieren, Handbücher zu lesen und herauszubekommen wie man das gleichmäßig und mit wenig Zeitaufwand hinbekommt.
Daraus wird immer wieder ein Teil Deiner Arbeit bestehen und je mehr Du Dich hineinkniest um so häufiger wird man Dir die Aufgaben übertragen von denen man weiß dass Du sie besser hinbekommst als Andere.

Also suche Dir eine Firma mit genügend abwechslungsreichen Aufgaben und gutem ersten Eindruck vom Betriebsklima und der Rest ergibt sich.

02.06.2017 23:23 • #6


Hallo Indamo,

bin kein Informatiker, aber meine Meinung dazu ist, dass diese wahrgenommene Diskrepanz zwischen Theorie und Praxis selbst in diesem Bereich und auch nach einem praxisbezogenen FH-Studium normal ist.

Vielleicht hilft Dir der Gedanke ein bisschen, dass Du Dir Zeit dabei lassen kannst, abzuwarten, wie es dann wirklich nach dem Studium wird, vielleicht gefällt Dir Dein Arbeitsplatz dann besser als die jetzige Praktikumsstelle. Sollte sich dort ähnliches ergeben, würde ich mir einen gewissen Zeitrahmen setzen und herausfinden, ob es nur Einstiegsschwierigkeiten sind oder ob es Dir wirklich auf Dauer überhaupt nicht gefällt. Und erst danach würde ich mir Gedanken darüber machen, Dich nochmal komplett umzuorientieren. Auch das wäre keine Katastrophe.

Grüße

pc

04.06.2017 15:46 • x 1 #7


Als Berufsanfänger ist es für JEDEN schwer, gerade wenn der Schwerpunkt auf der Theorie lag....sprich Studium....oder schulische Ausbildung.

Hab Geduld mit dir..und gib dir Zeit.

Womöglich bist du perfektionistisch eingestellt..und hast den Anspruch immer alles sofort zu können, nie schlappzumachen.

Ich hatte eine schulische Ausbildung....nach meiner Ausbildung suchte ich eine Stelle....da stand wie oft" nur mit Berufserfahrung ".

Also muss man sich auch glücklich schätzen,wenn man als Berufsanfänger genommen wird.

Und da wird auch Rücksicht genommen.

05.06.2017 11:54 • x 2 #8


indamo
Hallo liebe Leute, danke für Eure Beiträge.

Wenn ich höre, welche Anforderungen an einen Berufseinsteiger gestellt werden, wird mir schlecht.
Ich habe konkrete Ideen im Kopf, wie ich arbeiten möchte. Auch weiß ich, was ich beruflich nicht machen möchte. Ich will Bsp. nicht als Progammier arbeiten.

An der Informatik interssiert mich schon das Abstrakte und die Logik, nur möchte ich dies gerne mit dem Menschen verbinden. Ein Bürojob ist okay, aber tagtäglich Programmieren, Fehler suchen und beheben möchte ich nicht. Dies lässt sich auch generell mit dem Zweig der Wirtschaftsinformatik verbinden.
Wie aber oben beschrieben habe ich ziemlich viel 'Schiss', das ich den Beruf nicht gerecht werde. Ich habe schnell studiert, ich bin jetzt im 6. Semester und werde bald mein Bachelor abschliessen. An sich ist das gut, aber ich habe mir nicht so viel Zeit gelassen, viele Qualifikationen zu machen. Ein paar Zerfikate und Sprachkurse habe ich schon gemacht, dann war es aber auch. Im Bachelor zählen auch die Noten aller Prüfungen. Dann ist es manchmal so, das man nur für die Prüfung lernt, anstatt für den Beruf. Das ist ziemlich schade, ich habe auch versucht eher die Noten zu optimieren, als das zu Lernen, was ich wirklich lernen wollte oder was ich brauchte.

Es gibt im Bereich der Informatik einige Berufe, ich habe aber einfach total 'Schiss' denen nicht gerecht zu werden.

Karriere ist mir nicht wichtig. Wenn ich länger mit meinem Freund zusammen bleibe, würde ich gerne mit ihm eine Familie gründen. Dies gehört jetzt nicht so zum Thema. Aber gerne würde ich gerne trotzdem den Berufseinstieg schaffen.

20.06.2017 13:09 • #9




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Mira Weyer