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Hi ihr,

ich versuche mal, mich kurz zu halten.

Seit vielen Jahren überlege ich, was mit mir "nicht stimmt". ich bin nahezu nie glücklich , obwohl mein Leben objektiv betrachtet sehr gut ist.

Wann immer ich das Gefühl habe, mich einem Zwang von außen unterwerfen zu müssen, bekomme ich Panik. ZB habe ich lange gebraucht, bis ich mich mit dem Arbeitsleben angefreundet habe. Auch in der Uni hatte ich immer Probleme, zu tun, was man mir sagt.

Zusätzlich mache ich mir stets Gedanken über die Zukunft. Aus dem Nichts fängt eine Gedankenspirale an und es wird immer schlimmer. Ich habe seit mehreren Jahren einen Freund und unsere Beziehung ist - eigentlich - sehr gut.
Mein Freund reist nicht gerne. Ich schon. Meine Gedanken kreisen dann ständig darum "Kann ich Austrailen nochmal sehen in meinem Leben", "wird er je mit mir fliegen" etc.
Ich kann natürlich alleine reisen, mache das bei Fernreisen über mehrere Wochen nicht so gerne, weil ich das in einer Partnerschaft doof finde.

Ich habe riesige Angst, meine Schwiegereltern mögen zu "müssen" (dies liegt nicht an ihnen als Personen, das war bei jedem Exfreund und auch allen Eltern von Freundinnen genauso) und bin daher total verkrampft. Dass die beiden absolut keine einfachen Menschen sind, hilft der Sache nicht unbedingt weiter. Es ist ja eine "soziale Erwartung", dass ich sie mögen und mit ihnen Zeit verbringen muss. Ich will mir Kontakte selbst aussuchen können.

Ich habe ebenso Angst, dass mein Freund mich ausnutzt, da meine Mutter mir den Glaubenssatz eingetrichtert hat, dass Männer Frauen immer nur ausnutzen, v.a. im Haushalt. Dass ich mehr tue als er.

Das beides kombiniert sich auch noch, da mein Schwiegervater ein absoluter Kontrollfreak und psychisch krank ist und seine Frau ihre Lebenaufgabe darin sieht, ihm zu dienen.

Vor kurzem habe ich meinen vor nicht allzu langer Zeit begonnenen Job gekündigt, da er mir keinen Spaß macht. Ich habe einen neuen Job, auf den ich mich eigentlich freuen könnte. Stattdessen sorge ich mich nur darum, was dort alles schiefgehen könnte (der Firmenwagen hat bei der Versicherung eine Eigenbeteiligung - was, wenn ich damit einen Unfall baue? Was, wenn ich die Leute nicht mag? Was, wenn ich zu viel arbeiten muss?).

Ab und zu schaffe ich es, loszulassen, das Leben zu genießen und dankbar zu sein. Ich weiß nicht genau, was das auslöst. Dann geht es mir gut, ich bin glücklicher, kann den Moment genießen, bin besser in der Arbeit und die Beziehung ist besser. Ich weiß nur, dass gutes Wetter es auf jeden Fall fördert-

ich war schon einmal für 25h in Therapie, damals eher, um ein paar Aspekte mit meiner Familie aufzuarbeiten, eien Diagnose habe ich damals nicht erhalten.

Ist das eine Angststörung? Was kann ich dagegen tun?

04.04.2016 09:23 • 04.04.2016 #1


5 Antworten ↓


Vergissmeinicht
Hey anuscha,

begrüße Dich ganz lieb bei uns.

Ordne es jetzt eher nicht als eine Angststörung, eher als eine Persönlichkeitsstörung ein. Wenn wir immer in der Zukunft leben, leben wir nicht bewusst und vergessen das Jetzt und Hier. Da Du schon ne Weile mit Deinem Freund zusammen wohnst, müsstest Du bereits festgestellt haben, ob er Dich ausnutzt?!

Ferner, zu vergleichen mit den Schwiegeraltern bringt ebenfalls nicht wirklich viel. Ich habe z.B. kein Firmenwagen und habe auch bei einem Schaden eine Eigenbeteiligung; ganz normal.

Ich kann nicht wirklich Deine Probleme erkennen?!

04.04.2016 14:34 • #2



Angststörung? Panik Zukunft & Angst vor Kontrollverlust

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Ja, das ist es ja, es gibt objektiv keinen Anlass für die Ängste/Probleme.

Ich WEISS ja, dass es irrational ist. Nur geht es davon leider auch nicht weg.

04.04.2016 14:39 • #3


Vergissmeinicht
Dann arbeite dran nicht Probleme zu machen, wo keine sind und stelle Dich dem Leben.

04.04.2016 14:57 • #4


Ähm...die Antwort hätte ich jetzt hier in so einem Forum nicht erwartet.

Trotzdem danke.

(Sieht man nicht immer bei einer Angststörung "Probleme, wo keine sind"?!)

04.04.2016 15:04 • #5


Vergissmeinicht
Hey anuscha,

wie ich schon schrieb, erkenne ich keine Angststörung.

04.04.2016 16:47 • #6




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