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petrus57
Wenn du weiterhin Schlafprobleme hast, lass dir schlafanstoßende AD verschreiben. Würde es da erst mal mit dem leichtesten AD Opipramol versuchen.

#81


H
wie kann ich die angstmachendw Gedanke in positive umsetzten?

#82


A


Angststörung oder Depression

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alice01
Indem du lernst deine Gefühle und Gedanken anders zu bewerten...

x 1 #83


H
und wie geht das?hast du vielleicht Beispiele?

#84


Schlaflose
Zitat von hannaka:
Heute nacht konnte ich nicht schlafen Hatte starke Angst mit schwitzen....hatte nur von 3 bis 5 geschlafen....


Wenn das einmal vorkommt, musst du deswegen nicht gleich in Panik verfallen. Wenn es öfters passiert, kannst du dir, wie oben gesagt, ein schlafanstoßendes AD verschreiben lassen.
Ich habe seit über 30 Jahren mit Schlafstörungen zu tun und lebe noch Wink

#85


H
ja schlafstörung ist nicht daa Problem sondern die Ängste und so ekn unruhiges Gefühl im Bauch

#86


alice01
Hannaka, ich weiß nicht was dich bewegt und woher deine Denkmuster kommen. Das kann man nicht einfach mal so mit ein paar Beispielen lernen. Wenn es so einfach wäre, wären viele nicht hier im Forum.
Das lernst du eben in einer Therapie. Und zwar direkt an deinen Themen.

#87


R
Liebes,
Ich würde dein Antidepressiva so schnell wie möglich wechseln lassen
Ich habe oft gelesen dass die Leute die das nahmen oft eine psychose da drauf hatten
Natürlich wirkt es jeden anders aber gerade venlaflaxin fällt auf dadurch
Ich habe auf doxipine sehr schlecht reagiert ( gleiche Gruppe von opipramol)
Ich denke wenn das Medikament gleich noch so viel mehr Angst auslöst ist es nicht das richtige
Mir wurde quitiapin 25 verschrieben und ich habe Spool Angst es zu nehmen
Wer hat Erfahrung damit...ich weiss nicht was ich tun soll
Langsam denke ich dass ich hoffnungsloser Fall bin

#88


Trebur
Auf keinen Fall selbstständig die Medis bsetzen .
Venlafaxin wie z B. Trevilor, brauchen eine längere Zeit bis sie wirken.
Das kann bis zu 4 Wochen dauern. Gilt aber für alle AD's.
Solche Vorschläge wie der von Rania 30 sind kontraproduktiv und unverantwortlich.

Übrigens Trevilor ( als der Wirkstoff Venlafaxin) war der erste, der Angst und Depression gleichzeitig bekämpfte. Als Schlafmittel ist es jedoch eher nicht gedacht. Daher wird das Medikament oft mit Mirtazapin ( glaube wird so geschrieben) kombiniert.
Sehr richtig ist hingegen der Vorschlag, das alles mit einer Therapie zu bekleiden. Es ist aber sehr schwer einen solchen Platz bzw schon Termine zu bekommen.

x 1 #89


R
Hallo,
Ich habe auch nicht gesagt sie soll es selbständig absetzen. Ich schrieb sie soll das medikament wechseln lassen eben vom Arzt wenn sie schon so schlecht drauf reagiert.

#90


Trebur
Rania 30, gerade Angstpatienten reagieren auf die Medis sehr sehr häufig negativ.
Wenn dann noch der Beipackzettel gelesen wird, spüren Angstkranke fast immer die darin genannten Nebenwirkungen. Das ist ja gerade ein Symptom der Krankheit. Du merkst doch gerade selbst, dass du Angst hast dein Medikament zu nehmen.
Typisch für Angst. Nur dagegen gibt es keine Hilfe, den Mut muss man aufbringen. Ich weiß von was ich rede.
Ich habe hier auch Tabletten liegen, bei denen ich mich auch noch nicht überwunden habe sie zu schlucken.
Venlafaxin hingegen nehme ich schon um die 20 Jahre. Auch wenn die Angst nicht zu 100% weg ist und immer wieder Mal ausbricht, hat Trevilor/ Venlafaxin sehr geholfen.

#91


H
nein icv habe keine angst mein medikament zu nehmen.ich nehme es seit 5 tagen.aber ich dachte dass es damit besser wird und nicht schlechter....

#92


R
Oki.
Hannaka. Ich wollte dir nur gutes da ich selbst total erschrocken war als ich das gelesen hatte.
Trebur. Du hast total recht...aber ich wollte nicht das es ihr schlechter geht
Bei doxipine habe ich mir das auch eingeredet dass es gut sein muss...ich glaub das Medikament hat meine Ängste erst recht explodieren lassen
Habe damit die Hölle durchgemacht

x 1 #93


Trebur
Nicht du hast diese Einnahmeangst.
Rania 30 schreibt, dass sie ein Medikament nicht nimmt.
Du Hannaka hast die Vorstellung, das AD's wirken wie z B. Schmerzmittel und doch sehr zeitnah wirken. Diese Erwartung hatte ich und viele Andere auch. Dem ist aber leider nicht so. 4 Wochen MINDESTENS dauert es bis zum Wirkungseintritt.

Es gibt zwar das seltene Phänomen, dass ein Mittel gerade das Gegenteil von dem auslöst, was es eigentlich beseitigen soll. Das kann man aber nach 5 Tagen noch nicht erkennen.
Lass dich nicht entmutigen.

#94


R
Hannaka
Escitaöopram hat mir geholfen wieder zu schlafen und etwas gegen unruhe
Frag dein Dr. Falls es dir in 1 paar Wochen nicht besser geht
Tribut. Hast du Erfahrung mit seroquel?

#95


Trebur
Ich kenne Seroquel nicht.
Habe lediglich gehört, dass es u.a. Anwendung bei Schizophrenie findet.
Kann mir vorstellen, dass das Medikament, wie alle, die in Botenstoffe eingreifen, vielfälltige Nebenwirkungen auslösen kann.
Ich habe da auch ein Mittel, da steht im Beipackzettel als Nebenwirkung "plötzlicher ungeklärter Tod" . Nach dem ich das gelesen hatte, brachte mich niemand dazu das Medi. einzunehmen.

#96


R
Tribut,
Ja ich weiß sie hat mir ne minimale Dosis gegeben 25 mg
Soll helfen die Angst Gedanken entgegen zu wirken
Hast du Lust zu Tel?
Wie kann man 20 Jahre mit so ne Dreckskrankheit Leben
Wie machst du das
Ich habe das Gefühl jedentagen das ich bald in der Klapse lande...

#97

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Trebur
Wir können demnächst Mal telefonieren. Momentan bin ich unterwegs.
Schreibe mir doch Mal eine PN mit deiner Telefonnummer.

#98


R

beautiful_mind

Angststörung und Depression - kein Ende in Sicht?

Hallo zusammen, ich bin neu hier und habe mich nach etlicher Zeit des Mitlesens nun auch dazu entschlossen etwas zu schreiben, da ich mich gerade an einem Punkt in meinem Leben befinde, wo ich nicht mehr so recht weiter weiß.

In meinem Leben sind schon viele traurige Dinge geschehen aber ich versuche den Text trotzdem so kurz und strukturiert zu schreiben, wie es mir möglich ist. Zumal man an der Vergangenheit und den möglichen Ursachen ja ohnehin nichts mehr ändern kann.

Kurz zu meiner Person, ich bin männlich 27 Jahre alt und noch für 2 Monate Student. Derzeit schreibe ich an meiner Masterarbeit, gehe nebenbei arbeiten und habe Vorstellungsgespräche. Ich befinde mich derzeit in meiner zweiten kognitiven Verhaltenstherapie.

Meinem Problem einen prägnanten Ausdruck zu geben fällt mir gar nicht so leicht, da es sich meines Erachtens um ein multiples Krankheitsbild handelt.
Rückblickend würde ich heute sagen es hat mit ca. 17 Jahren durch eine Angststörung mit Panikattacken begonnen, ich bildete mir damals ein schwer krank zu sein und rannte von Arzt zu Arzt - ohne Befund. Der wirkliche Auslöser ist mir heute bekannt.

Die Symptome verschwanden als mein Leben wieder halbwegs in geordneten Bahnen verlief, bis zu dem Zeitpunkt der Abiturprüfungen. Aus ein durch mich selbst verschuldeten Grund rutschte ich wieder in die scheinbar überwunde Krankheit, nur diesmal war es noch schlimmer. Ich konnte zeitweise nicht mehr das Haus verlassen oder Auto fahren.
Dieser Zustand spitzte sich dann während des Grundwehrdienstes und zum Beginn des Studiums immer weiter zu und ich musste einsehen, dass ich da nicht mehr ohne Hilfe rauskomme. Gerade der Studienbeginn war für mich leider nicht, wie für viele andere, die schönste Zeit im Leben, sondern die schlimmste. Jeder Tag war eine Überwindung, mit dem Bus zur Uni, in den vollen Vorlesungssaal und die Mensa. Ständige Angst und Unwohlsein - es war eine einzige Qual für mich.

Nach langer Wartezeit bekam ich damals einen Therapieplatz und ich bekam die Krankheit zu einem großen Teil gebändigt, auch wenn sie nie vollkommen verschwand.
Was mich über die Jahre zusätzlich sehr belastet hat, war die Tatsache, dass ich bis zu diesem Zeitpunkt noch keine richtige Beziehung mit einer Frau hatte, auf Grund meiner Probleme. Klar es gab ab hin und wieder die Gelegenheit dazu aber mit solchen Problemen hat man es gerade als Mann nicht einfach.

Mit 25 hatte sich dies dann glücklicherweise geändert. Ich hatte eine nette Frau kennengelernt die nach einigen hin und her eine Beziehung mit mir eingegangen ist. Leider beschloss ich damals für mich meine Probleme und meine Vergangenheit für mich zu behalten. Ich merkte allerdings schnell, dass die Probleme wiederkamen. Unwohlsein in der Disco, im Kino oder einfach nur in der Innenstadt aber ich wollte es nicht wahrhaben. Es dauerte nur 4 Monate und sie machte mit mir auf eine sehr unschöne Art und Weise schluss und gab mir quasi zu verstehen, dass ich beziehungsunfähig sei. Dabei hatte ich mir größtmögliche Mühe gegeben ihr zu gefallen und kam mir für diese 4 Monate das erste Mal in meinem Leben wie ein normaler glücklicher Mensch vor.

Leider musste ich nach nur 2 Monaten feststellen, dass sie bereits einen neuen Freund hatte. Bis dato konnte ich meine Trauer durch Arbeit und Ablenkung ganz gut unterdrücken aber wo ich das erfuhr riss es mir den Boden unter den Füßen weg.
Ich bin in ein ziemliches Loch gefallen, konnte nicht mehr schlafen und essen und war nur noch am Weinen. Ich habe mich versucht dagegen zu wehren, bin verreist, habe exzessiv Sport getrieben, habe viel mit Freunden und meiner Familie drüber gesprochen - aber es hat nichts geholfen. Ich musste mir eingestehen, dass ich schon wieder professionelle Hilfe brauche und das kam mir wie eine Niederlage vor. Der Gedanke, dass meine Ex Freundin so schnell Ersatz gefunden hat und jetzt ein glückliches Leben führt macht mich noch heute verrückt und das ist jetzt immerhin schon 17 Monate her. Ich gebe mir und meinen psychischen Problemen die Schuld dafür, man könnte sagen ich bin nicht mit mir im Reinen, ja es ist teilweise sogar Selbsthass.

In diesen letzten 17 Monaten ist viel passiert, ich bekam immer schlimmer werdende körperliche Symptome und rannte wieder von Arzt zu Arzt und ich kann heute mit ziemlicher Sicherheit sagen, dass das alles psychosomatischen Ursprungs war.
Jedenfalls befinde ich mich nun mittlerweile schon seit 11 Monaten wieder in Therapie und habe das Gefühl ich trete auf der Stelle. Meine Ängste sind allgegenwärtig, ich stehe ständig unter Strom und habe negative Gedanken, die ich nur sehr schwer abstellen kann. Dies führt oft dazu, dass ich mich zu Hause zurückziehe und depressiv werde. Es wird dann manchmal so schlimm, dass ich schon Probleme habe das Haus zu verlassen, um einkaufen zu gehen. Ich fühle mich dann so unwohl und verängstigt, es ist wirklich beschämend.
Ich kann derzeit an nichts mehr Freude empfinden, selbst an Familienfeiern oder irgendwelchen anderen Partys für mich ist das derzeit einfach nur belastend. Die Arbeit bringe ich derzeit nur mit Mühe und Not hinter mich, aber auch da fühle mich immer sehr unwohl und angespannt. Ich bin allgemein sehr unsicher geworden und habe kein Selbstvertrauen mehr. Mir ist in letzter Zeit oft danach einfach nur zu weinen aber es geht nicht mehr, ich finde das Ventil dazu einfach nicht mehr.
Ich habe das Gefühl schon so viel Zeit verloren und Gelegenheiten in meinem Leben verpasst zu haben. Ich habe extreme Angst vor dem Berufseinstieg und weiß nicht ob ich der Sache mental gewachsen bin, genauso wie ich denke, dass ich nie in der Lage sein werde eine glückliche Beziehung zu führen, so viele es in meinem Freundeskreis tun.

Diese negativen Gedanken haben sich in letzter Zeit so intensiv angefühlt, dass ich zeitweise dachte es macht keinen Sinn mehr zu kämpfen. Ich weiß nicht ob ich es durchziehen würde aber ich habe schon Angst vor einer Kurzschlussreaktion.

Ich weiß einfach nicht mehr was ich machen soll, um aus dieser Lage herauszukommen. Mein Kohärenzgefühl ist sozusagen nicht mehr vorhandenWas soll ich noch tun? Gruppentherapie? Weitere Konfrontation? Medikamente? Oder einfach warten, ob sich das Problem von selbst in Luft auflöst?

Es tut mir leid, dass es doch ein solch langer Text geworden ist. Ich wäre dankbar für ein paar aufmunternde Worte von Leuten die evtl. ähnliches erlebt haben und doch einen Weg herausgefunden haben.

#100


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Mira Weyer
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