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D
Ich habe vor 15 Jahren Kaufmann für KFZ Technick gelernt, jetzt bin ich 30 und habe seit 5 Jahren diese Angsterkrankung, in der Zeit habe ich für 2 Jahre normal gearbeitet aber das auch nur weil der Chef ein sehr guter Freund war und es eigentlich dann ein 2 Mann Unternehmen war, Er und ich Wink das ging dann relativ gut, aber wies immer so is Geld und Freundschaft geht nicht gut und unsere Wege haben sich getrennt, seit nun einem Jahr habe ich einen kleinen Ebay Shop mit dem ich mich über Wasser halten kann um nicht in eine Arbeit gehen zu müssen.

x 1 #401


anna-violetta
Herzlichen Dank für deine Antwort!

Darf ich mal fragen, ob du Krankengeld beziehst?

Es freut mich, zu lesen, dass du dich mit deinem Ebay Shop immerhin über Wasser halten kannst.

Ich versuche mich zur Zeit als Buchautorin... Wink Mal sehen, ob das was wird.

Lg- Anna

#402


A


Angst vor der Arbeit

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Danielderpaniker
Liebe anna violetta, ich wünsche dir alles Gute! Es ist manchmal schön zu lesen, in dem Sinne dass ich selber auch nicht alleine bin wenn man Ängste verspürt auf der Arbeit.

#403


D
Nein bekomme kein Krankengeld.

#404


O

Ständige Angst, Arbeit und Beziehung

Hallo,

ich bin neu hier. Bin 25 Jahre alt und habe ständig Angst... Angst was falsches zu sagen oder was falsches zu machen.

Ich arbeite als Saisonkraft auf einer Insel, dies ist die 2te Saison die ich mache. Und ich stelle mir immer wieder die Frage warum? Warum habe ich zugestimmt ein 2tes Jahr zu machen? Ich hatte Angst nein zu sagen, Angst davor keinen anderen Job zu finden... Angst vor den Kollegen die mich das ganze letzte Jahr ständig fertig gemacht haben, nichts konnte ich richtig machen. Jeden Tag hab ich mich fast übergeben, bevor ich zur Arbeit musste, hatte Angst was mich heute wieder erwarten würde. Die Chefin dort hatte ihre Lieblinge, die sich aussuchen durften, was sie am liebsten machen möchten und für mich blieb dann die Drecksarbeit liegen. Oder die sind schön Kaffee trinken gegangen oder standen irgendwo zum Quatschen, während ich die ganze Arbeit gemacht habe. Irgendwann riefen sie dann immer an, wie weit ich denn sei, damit wir dann Feierabend machen können.

Ich wollte letztes Jahr eigentlich weg ziehen und die Insel verlassen, aber die Angst hat mich aufgehalten. Ich habe vor 2 Monaten eine tolle Frau kennen gelernt (dort wo ich hin ziehen möchte) und sie hat eine 4 jährige Tochter und ich bin eigentlich ziemlich glücklich. Ich habe sie in meinen freien Tagen besucht und es stimmte einfach alles. So das ich mir noch sicherer wurde das ich dort hin ziehen möchte.

Als ich dann wieder auf der Insel war, ging es mir wieder schlecht. Meine Freundin hat versucht mir zu helfen, hat gesagt ich soll kündigen und mich nicht kaputt machen. Sie hat mit einem Anwalt gesprochen um herauszufinden wie ich aus diesem Saisonvertrag raus komme. Aber ich hatte wieder diese Angst, was sagt meine Chefin? Wie reagieren die Kollegen, wenn ich gehe und sie die Arbeit allein machen müssen? Usw... Und es ging dann jeden Tag hin und her, mal war ich überzeigt zu kündigen, dann kam wieder die Angst. Meine Freundin hat gesagt sie möchte mir nicht rein reden und das ich es selbst entscheiden muss.

So, dieses Jahr ist es bis jetzt also nicht viel anders und es ist erst die Hälfte der Saison um. Ich habe ständig Magenschmerzen und Durchfall, mir ist einfach nur noch schlecht... etwas über 10 Kilo habe ich abgenommen. Ich bekomme Angstzustände und in meinem Kopf ist alles durcheinander...
Ich war dann letzten Monat beim Arzt und der wollte mich sofort Krank schreiben. Ich habe nein gesagt, weil ich Angst hatte, wie die Kollegen reagieren, wegen dem mobbing, dass ich letzes Jahr schon erfahren durfte weil ich 2 Tage wegen einer Grippe gefehlt habe.

Vorgestern ging es dann gar nicht mehr, ich bin wieder zum Arzt und der hat mich nun krank geschrieben für 10 Tage und mir eine Bescheinigung ausgestellt, dass ich aus gesundheitlichen Gründen kündigen sollte. Gestern bin ich dann zu meinem Vater gefahren um mich dort zu erholen und mich hier weiter behandeln zu lassen. Ich habe von den Kollegen böse Nachrichten bekommen. Angerufen haben sie auch aber ich bin nicht ran gegangen.

Und zu diesem Stress kommt dann noch, dass meine Freundin seit ein paar Tagen ganz abweisend ist. Sie sagt das ist weil sie im Moment Nachtdienst hat und einfach übermüdet ist. Das würde ich ihr ja auch gern glauben aber ich kann es irgendwie nicht. Diese Angst in meinem Kopf macht mich fertig. Ich habe Angst das sie mich nicht mehr will... ich weiß 2 Monate ist nicht lange, aber wir haben so viele Gemeinsamkeiten und es stimmt einfach alles... und ich denke mit meiner Angst mache ich bald alles noch kaputt, bevor es überhaupt richtig angefangen hat. Durch meine Angst bin ich auch anders zu ihr, vielleicht ist das alles gar nicht so wie ich es sehe, vielleicht ist es nur die Angst.

Was kann ich gegen diese Angst tun?

Ich wäre froh über ein paar Tipps von euch und bedanke mich schon mal im Voraus, danke. Smile

#405


T
Hallo die Angst ist im Augenblick dein ständiger begleiter.diese begleit Symptome werden durch stress hervor gerufen. Ratsam ware für dich auf deinem Arzt zuhören und runter schrauben.das ist der erste Schrift zum Ziel die weiteren folgen ,wenn du es zulässt. Ich würde dir ein Buch empfehlen ,der kleine buddhistische Krisenmanager ,ich finde das Buch ,hervorragend .mir hat dieses Buch und meine Verhaltens Therapie die Schritte zum Ziel erschaulich gemacht.nehme dich wichtig das ist noch ein schritt zum Ziel.
Lg

#406


J
Hallo Olivia!

So wie Du Deine Situation beschreibst hast Du wohl wenig Selbstbewußtsein. Du solltest Dir überlegen dies mal mit einem Psychotherapeuten zu besprechen, denn es ist wichtig, daß es Dir schnell wieder besser geht. Wenn Du ein stärkeres Selbstwertgefühl hast, dann wird Dir das alles nicht mehr so zu schaffen machen. Ich rede da aus Erfahrung. Smile

Ich würde Dir auch auf jeden Fall raten diesen miesen Job hinzuschmeißen und Dir ein Attest zu holen, daß Du eben aus dem Vertrag rauskommst. Und was die Kollegen sagen, sollte Dir ganz schei. sein!
Denk bitte daran, daß Du nur einen Aushilfsjob machst und da ist es leider Gang und Gebe, daß viel Mobbing herrscht und die Schwächsten ausgenutzt werden. Wie Du sagst mußtest Du ja immer schuften und die anderen standen da und haben Kaffee getrunken.

Natürlich hat man große Angst vor Arbeitslosigkeit, aber Du solltest jetzt für DICH die Notbremse ziehen und da verschwinden. Dieser miese Job liegt Dir nicht, also abhaken und was anderes versuchen. So lange, bis Du was gefunden hast, mit dem Du Dich anfreunden kannst! Ich war lange Zeit im Einzelhandel und da ist es genauso. Mobbing, mieses Arbeitsklima und einfach nur ein mieser, stupider Job.
Hab keine Angst vor der Arbeitslosigkeit, Du wirst schon wieder was anderes bekommen. Denk an Dich und Dein Körper hat Dir ja schon massenhaft Symptome gezeigt, daß Du da so schnell wie möglich abhauen solltest!

Und was die "Kollegen" sagen... Vergiß es einfach! Laß es bloß nicht an Dich weiter rankommen. Es ist überhaupt schon einmal eine Frechheit, daß die Dich zu Hause anrufen und Streß machen. Setze den eine klare Grenze und zeige die wegen Belästigung an und hau da ganz schnell ab aus diesem Job. Die Kollegen zeigen Dir ja schon, daß die anscheinend nicht viel Hirn in der Birne haben.

Du wirst Dich viel viel wohler und befreiter fühlen, wenn Du da weg bist! Dann kannst Du auch ganz anders mit der Freundin umgehen.
Du solltest ihr am besten von Deinen Ängsten erzählen, daß Du Angst hast sie zu verlieren und daß Du total verunsichert bist wegen ihrem abweisenden Verhalten. Und da kommt auch wieder das Selbstwertgefühl dazu. Wenn Du dies steigerst, dann schwindet Deine Angst verlassen zu werden.

Ich würde Dir deswegen wirklich raten mal eine Therapie zu machen, damit man rausfindet, warum Dein Selbstwertgefühl und Dein Selbstbewußtsein so weit unten sind.

Kopf hoch und gib nicht auf!

Liebe Grüße von Jess

#407


B
Hallo Leute,
wollte mal fragen wie ihr mit dem ersten Tag arbeiten nach längerer Pause umgegangen seid? Bei mir kamen die Ängste und Sorgen vor ca. 4 Wochen ja urplötzlich. Ich habe mich dann drei Tage krankgemeldet und hatte dann 3 Wochen Urlaub.
Meine dauerhafte Anspannung habe ich seit über einer Woche sehr gut im Griff gehabt. Habe viel an mir und meinen Einstellungen gearbeitet und habe zudem nächste Woche das erste Gespräch beim Therapeuten. Daher konnte ich die letzte Urlaubswoche größtenteils sorgenfrei genießen. Ich hatte in dieser Zeit aber auch keinerlei Verpflichtungen oder Druck.

Jetzt steht am Montag der erste Arbeitstag wieder an und ich merke wie die Anspannung von Tag zu Tag wieder zunimmt. Ich hatte bislang zwar keine PAs aber trotzdem hoffe ich so sehr, dass die Daueranspannung mich nicht wieder packt und bei meiner Arbeit einschränkt.
Daher wollte ich mal hören wie ihr nach längerer Pause eure Arbeit wieder angegangen seid? Augen zu und durch oder habt ihr irgendwie langsamer (mit weniger Stunden) angefangen? Hätte eventuell auch die Möglichkeit für ein paar Tage Von zu Hause zu arbeiten. Aber irgendwie habe ich dann das Gefühl mich wieder wegen der Angst vor der Arbeit zu drücken.
Hoffe ihr habt ein paar Tipps für mich

#408


S
Hi, den ersten Tag nach Arbeit oder Urlaub fand und finde ich auch immer schlimm, habe aber di Erfahrung gemacht, dass man nach wenigen std wieder im Trott drin ist.ich selber würde gleich wieder voll anfangen. Ich habe jeden Tag angst vor der Arbeit, habe viel schlechte erfahrung mit mobbing gemacht, dass mir keiner glaubt usw.... ich habe jeden Tag beklemmungen, wenn ich nur daran denke, dahin zu müssen. Aber ich habe keine Wahl, ich muss, also heisst es Augen zu und durch, durchhalten, std zählen und hoffen, dass es besser wird. Ein patentrezept habe ich nicht.
Wenn du länger krank warst, steht dir doch eine Eingliederung zu? Darf ich fragen, warum du so Angst vor der Arbeit hast, ist in der Vergangenheit irgendetwas vorgefallen oder ist es die generelle Angst?
Lg

#409


B
Hi, es ist eher die generelle Angst. Die Angst hat mich vor ein paar Wochen so grundlos gepackt und ausgebremst, dass sich in den darauffolgenden Wochen die Sorge verfestigt hat, dass ich meine Arbeit nicht mehr ausüben kann. Auch der Gedanke ist für aussenstehende völlig grundlos. Zumal ich meine Arbeit auch immer gern gemacht habe. Nette Kollegen, toller Chef, komplett frei wählbare Gleitzeit (könnte rein theoretisch auch erst um 11 anfangen zu arbeiten) und trotz allem sind die Sorgen da. Das einzig negative ist, dass mein Job unglaublich stressig ist und einem sehr viel abverlangt wird.
Ich bin ehrlich gesagt so sauer auf mich selbst, dass ich das nicht entspannter angehen kann Sad

#410


goliath1976
also wie sich das anhört war es eine panikattacke habe das auch schon zwei mal gehabt eine echt schei. unangenehme sache

vorallem die angst vor der angst habe das jeden tag in der früh bevor ich in die arbeit gehe

Da hilft nur eine gute verhaltenstherapie

l.g goliath

#411


M
Hallo ihr Lieben, war lange Zeit nicht mehr in diesem Forum. Habe es letztendlich geschafft im Februar 2014 zu kündigen, war auch bei meinem Hausarzt und habe ihm meine Situation geschildert. Er sagte ebenfalls dass es eine Zumutung sei dort zu arbeiten und da es mir psychisch immer schlechter ging, gab es keine andere Lösung als mich Krank zu schreiben. In der zwischenzeit habe ich nach einer neuen Stelle gesucht. Sogar die Zeit als ich krank war, hat sie mir zur Hölle gemacht. Hat bei der Krankenkasse angerufen und erzählt dass Sie mich in einer Disco gesehn hätte stirnrunzeln was natürlich nicht stimmte, aber da stand auch mein Hausarzt hinter mir und hat alles nötige mit der Krankenkasse geklärt. Nach wenigen Wochen habe ich eine Einladung zum Vorstellungsgespräch bekommen, alles ist super gelaufen. Super Chefs und mit dem Gehalt kann ich auch nicht meckern. Jedenfalls mache ich auch seit Anfang des Jahres zusätzlich eine Fortbildung zur Praxismanagerin. Meine chefs sind super mega zufrieden mit mir! Werde sogar mal gelobt Mr. Green dass alles sagt mir dass ich ja doch nicht so schlecht und unfähig bin Rolling Eyes Diese Frau (Exchefin) hat einfach einen an der Klatsche! Ich bin so megafroh dass ich da weg bin. Ich habe tolle Arbeitskollegen ein gutes Arbeitsklima und ich gehe sehr gerne zur Arbeit! Ich hab es endlich geschafft! Jetzt muss ich nur noch im Januar meine Prüfung zur Praxismanagerin bestehn! Drückt mir die Daumen. Ich wünsche jedem alles Gute und dass ihr es auch alle "nett" habt auf der Arbeit. Würde auch jedem empfehlen einfach zu wechseln wenn man sich unwohl auf der Arbeit fühlt. Das Leben ist zu kurz um sich über andere zu ärgern und sich selbst kaputt zu machen.. LG Freunde

#412


K
Das sind ja tolle News. Lustig, ist ein Jahr her. Alles gute und die Prüfung klappt schon. Und wenn nicht, dann ein andermal Smile Das Leben ist zu kurz, um es ernst zu nehmen Smile

#413


Perle

Angst, wieder zur Arbeit zu gehen

Hallo zusammen,

ich bin nun seit Mitte Juli krank geschrieben, war auf einer Akutstation und nun aktuell in der Tagesklinik. Schon jetzt habe ich große Angst, im Januar wieder zur Arbeit zu gehen. Dabei steht aber nicht die Arbeit an sich im Mittelpunkt, obwohl ich dort den ganzen Tag telefonieren muss, was mich auch nicht gerade erfreut, sondern die tägliche Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

Allein der Gedanke daran beschleunigt meinen Herzschlag und ich habe gerade klamm-feuchte Hände. Ich habe Angst vor der Fahrt an sich, den vielen Menschen, der Wärme im Bus. Ich habe Angst, eine Panikattacke zu bekommen und in Ohnmacht zu fallen, was in einer anderen Situation schon einmal geschah und sich bei mir "eingebrannt" hat.

Gibt es hier Mutmacher? Menschen, die die gleiche Befürchtung hatten und es trotzdem geschafft haben?

LG, Martina Crying or Very sad

#414


Joji
Hallo Martina!
Ohje ich kann dich so gut verstehen.. Ich hatte meine erste Panik Attacke im Auto und es ist für mich noch sehr anstrengend alleine Auto zu fahren.. Und überhaupt zur Arbeit bin auch die Woche krank geschrieben gewesen und muss Montag hin.. Wahnsinn wie sehr sich doch negative Gedanken einprägen..
Also ja es ist anstrengend und war teils wirklich wirklich schlimm für mich ABER ich habe es geschafft! Und auch du wirst es schaffen!
Wie viele Stationen hast du denn zu fahren? Dadurch das sich das bei dir so eingebrannt hat, würde ich dir vielleicht den Tipp geben erstmal langsam zu üben? Damit Kopf und Körper wieder etwas positives damit verbinden.. Also das du jeden zweiten Tag mal 1-2 Stationen fährst, erstmal mit Begleitung wenn du dich wohler fühlst.. Du wirst merken (vielleicht nicht gleich beim 2. oder 3. mal) das es allmählich besser wird! Ganz bestimmt!

Liebe Grüße Trost

Jojo

#415


Perle
Hallo Jojo,

Danke für Deine lieben Worte!

Ich hatte mir so etwas in der Art auch schon überlegt, damit ich mich "sozusagen eingewöhne" und für den Tag X im Januar dann gewappnet bin. Schließlich schaffe ich es ja auch, jeden Tag zur Tagesklinik zu fahren - ebenfalls mit dem Bus, nur in entgegen gesetzter Richtung. Das Gefühl ist jeden Tag etwas anders, mal besser mal schlechter. Insgesamt ist es aber immer noch anstrengend, wobei die Rückfahrt deutlich entspannter verläuft als die Hinfahrt. Ich scheine Angst vor dem Tag und was er wohl mit sich bringen mag zu haben.

Eine Begleitung für die "Testfahrten" habe ich leider nicht. Ich bin alleinstehend, ohne Kind und Kegel. Ich habe eine Freundin aber die muss arbeiten zu diesen Zeiten.

LG, Martina

#416


G
Hallo Martina,

es ist total unüblich, bei eine Panikattacke in Ohnmacht zu fallen

Wenn es deine Hauptangst ist ohnmächtig zu werden, kann es ein Problem geben, wenn du die Panik provoziert. Das gilt besonders wenn du Auto fährt oder in einer vergleichbaren Situation. Wirkliches ohnmächtig werden ist ein medizinisches Problem.
Aber verwechsle Ohnmacht nicht mit Schwindel. Die meisten Leute, die Panikattacken erleben, sind auch jedes Mal schwindlig. Die Anspannung beeinflusst die Muskeln des Nackens und der Augen und dadurch entsteht einfach das Gefühl von Schwindel. Sie sorgen sich darüber in Ohnmacht zu fallen, aber es passiert nicht. Das ist eine verbreitete Angst beim ersten Auftreten von Panikattacken. Wenn sie mehr Erfahrung haben verlieren viele Menschen die Angst ohnmächtig zu werden weil es nicht passiert. Wenn du Angst hast umzukippen, versuche absichtlich in Ohnmacht zu fallen während du sitzt oder stehst. Es geht nicht.
Im menschlichen Körper geschehen Billionen von Vorgängen zur gleichen Zeit. Gelegentlich kann etwas schief laufen wie z.B. schneller Blutdruckabfall, wenn man rasch aufsteht. Aber der menschliche Körper hat ein Reparatur - und Wartungssystem. Er weiß, wie er überleben kann. Er wird sich immer selbst korrigieren. Du kannst deinem Körper vertrauen. Deine Ohnmachtsgefühle sind meist nur vorübergehend. Es ist alles in Ordnung mit dir.
Viele Leute, die wirklich oder fast in Ohnmacht fallen, haben einen niedrigen Blutdruck. Aber wenn die Angst einsetzt, steigt der Blutdruck und das Gefühl lässt nach. Andere haben einen vorübergehenden medizinischen Grund wie z.B. Virusinfektion, Allergie, Schwindel wegen einer Innerohrentzündung, Anämie, Nebenhöhlenentzündung, Hitzschlag, Unterernährung, niedriger Blutdruck, Salzverlust etc. woraus das Gefühl des Umkippens oder das tatsächliche Umkippen resultieren kann. Das vergeht mit der Zeit wieder, trotzdem du Angst davor hast.
Aber denk daran, WIRKLICHE OHNMACHT ist selten bei Panikattacken. Wenn dieses Gefühl aufkommt, verspannt man sich normalerweise und möchte aus dem Raum rennen oder was auch immer. Das Gegenteil funktioniert viel besser. Entspann dich und lass das Gefühl ganz über dich kommen. Geh mit, anstatt es zu bekämpfen! Erlaube dir in Ohnmacht zu fallen, wenn es das ist was du fürchtest. Versuche nicht überzureagieren und es dadurch schlimmer zu machen. Ein entspannter Körper wird nicht in Ohnmacht fallen!

So wie meine Freundin Joji schon gesagt hat, übe, übe bis zum Tag x, die Strecke zu meistern, dann wird es gehen! Trost

LG

Gerd

#417

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Perle
Hallo Gerd,

evtl. ist der Begriff Ohnmacht nicht richtig von mir gewählt worden. Ich schrieb bereits in einem meiner threeds im August von meinem damaligen Erlebnis.

Es war eine schwere Panikattacke an einer Hauptstraße. Mein Herz begann zu rasen, daraufhin folgte eine starke Hyperventilation, ein Schweißausbruch und ich hielt mich an der Ampel an einem Laternenmast fest, an dem ich dann herunter rutschte. Ich lag also vollkommen hilflos auf dem Gehweg, war allerdings nicht weggetreten, sondern nahm noch alles um mich herum wahr.

Ich hatte starken Durst, meine Hände kribbelten und aus dem anfänglichen Schweißausbruch wurde ein starkes Frieren. Meine Ersthelfer hielten mir die Beine hoch und riefen einen Rettungswagen. Ich wurde in die Notaufnahme gebracht, während ich am Tropf hing. Etwa sechs Stunden später wurde ich mitten in der Nacht entlassen und man setzte mich in ein Taxi. Und dann saß ich alleine zuhause auf meinem Sofa und konnte nicht fassen, was mir passiert war.

Es ist sehr schwierig, die Erinnerung an diesen 13. August loszulassen und daher habe ich eben große Befürchtung, dass mir das noch einmal geschieht.

LG, Martina

#418


G
Zitat:
Es ist sehr schwierig, die Erinnerung an diesen 13. August loszulassen und daher habe ich eben große Befürchtung, dass mir das noch einmal geschieht.


Ja liebe Martina, das kann ich mir sehr gut vorstellen, dass sich so ein Ereignis im Kopf festsetzt.
Auch bei mir war die erste Panikattacke knapp vor einem Tunnel, aus unerklärlicher Weise, hatte nie Angst davor, in einen Tunnel zu fahren. Auch ich hatte genau die selben Symptome wie du, ich dachte mir auch, hoppala das wars jetzt und ich muss sterben.
Nach einigen Minuten konnte ich dann aber dennoch weiterfahren, und hab mein Handy zu Seite gelegt, da ich nur mehr auf den Notrufknopf zu drücken hätte müssen.

Wir müssen unsere Erkrankung einfach annehmen und damit zu leben lernen, ich halte mir immer vor Augen, dass es so böse Erkrankungen gibt und welches Glück ich habe, nur eine Panikstörung zu haben.

LG

Gerd

#419


Schlaflose
Wenn man weiß, dass man bei Panik zu Hyperventilation neigt, muss man in eine Tüte ein- und ausatmen, dann passiert es nicht, dass man in Ohnmacht fällt.

#420


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Mira Weyer
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