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Lettal
Mich würde es interessieren, wer von Euch ein Tier hat/hatte und nicht damit umgehen kann, das es sterben wird/gestorben ist.

Ich habe leider beide Probleme! Ich habe schon mal ein Tier verloren und kann bis heute nicht damit abschliessen, trotz Therapie!
Nun ist es so, daß mein Hund schon recht alt ist und ich Tag täglich Angst habe sie zu verlieren. Es ist so schlimm für mich, daß ich meinen Tagesablauf nicht mehr normal bewältigen kann! Auch an Schlaf ist kaum zu denken! Ihr geht es soweit ganz gut, aber sobald mir nur irgendeine Kleinigkeit auffällt, die meist sonst niemand merkt, dreh ich schon durch! Mein Partner meint ich soll mich da nicht immer so reinsteigern! Leichter gesagt, als getan! Ich mache das ja nicht absichtlich!

Ich weiß mir einfach nicht mehr zu helfen. Die Angst tut so weh.
Über dieses Thema gibt es aber auch kaum Infos, aber vielleicht gibt es ja hier jemanden, der so leidet wie ich?!

05.12.2013 09:27 • 07.06.2019 x 1 #1


21 Antworten ↓


Hallo lettal,

Mir geht es auch so mit meiner Hündin. Sie müsste ca. 6-7 Jahre alt sein ich habe sie aus dem Tierheim adoptiert, wurde aber von der Tierärztin älter (ca.10) geschätzt. Das kann nicht sein, sie hat so viel power und läuft 4-5 Stunden ohne Probleme am Pferd mit.


Trotzdem hab ich Angst...was wenn sie doch älter ist, bald nicht mehr kann.... Ich mitansehen mussxwie sie alt wird und leidet.
Oft weine ich deshalb und komme mir dumm vor, da es ja klar ist dass ein Hund nicht 30 Jahre alt wird.

Trotzdem tut schon der Gedanke an ihren Verlust unendlich weh


Lg mal

05.12.2013 10:52 • #2


Lettal
Vielen Dank für deinen Beitrag!

Meinen Hund habe ich vom Züchter. Ich hab's sie mir ausgesucht als Welpe und weiß ganz genau wie alt sie ist-Sie ist 10 1/2 Jahre alt
Sie ist auch noch sehr aktiv, agil, und läuft auch bei mir noch mit dem Pferd mit.
Man merkt ihr das Alter einfach überhaupt nicht an.
Vor einem halben Jahr hatten eine fremde Tierärztin sie auf 4 Jahre geschätzt, sie hat sehr schöne weiße Zähne einen guten Körperbau und ist sehr sportlich.
Mit dem Alter kann man sich da leicht vertun, aber wichtig ist glaube ich, eher, dass sie sich wohl fühlen und noch Aktiv sein wollen. Ich kenne einen achtjährigen Hund, der Arthrose hat und sich nicht mehr bewegen will.

Aber nichts desto trotz habe ich Angst davor, die Zeit rennt einfach und mir geht es das so wie dir, ich weine fast täglich....

05.12.2013 11:11 • #3


Wenn ich meinen Liebling so ansehe kann ich nicht glauben dass sie mich eines Tages wieder verlassen wird.

Ich habe auch wahnsinnige Angst vor dem Tag, an dem sie langsam ruhig und gemächlich wird.

Sie hat auch so tolle Zähne dass man denken könnte sie wäre noch sehr jung.

Ich hab eine große Schäferhund-Pitbulldame, da denk ich immer bei einem so großen Hund würde man das Alter doch schon deutlich am Bewegungsstil und dem laufdrang sehen und merken wenn sie echt 10 wäre.

Hab solche Angst

Was für einen Hund hast du?

05.12.2013 11:26 • #4


Lettal
Ich habe einen Dobermann.

Man sieht es ihr auch nicht im Gesicht an, da sie nur ganz wenig weiße Haare am Kinn bekommen hat,die man so nicht sieht, aber auf der Nase nix.

Im Ort haben wir einen 16-jährigen Jagdhund. Er humpelt ein bißchen, hat weiße Haare, aber sonst gehts ihm gut.

Aber so, wie Du sagt, ich habe sogar Angst davor, daß sie bald nicht mehr so aktiv sein wird.

Meine Angst ist auch unbeschreiblich....

05.12.2013 11:33 • #5


Lettal
die Angst, die ich auch habe, daß sie vielleicht innerlich krank ist, daß sie z.B. einen Tumor hat, den ich nicht sehe, der ihr von heute auf morgen das Leben nehmen kann.

oder wenn plötzlich was ist, daß ich ihr nicht rechtzeitig helfen kann

05.12.2013 11:41 • #6


Meine hat eine ganz weiße Schnauze, sie sieht aber eher so aus als hätte sie die schon immer.

Diese schlimme Ungewissheit, nicht zu wissen wie alt sie ist.... Ich rede mir jetzt immer ein sie ist erst 6, ich will es einfach glauben!


Man denkt halt auch dauernd dran was man dann mit dem Hund machen soll wenn er alt ist und nicht mehr zum reiten mit kann.... Stelle mir vor wie sie traurig dösend zu Hause liegt während ich auf dem Pferd sitze.
Kennst du solche Vorstellungen auch?

Ich glaube ich werde mir wenn sie wirklich alt und nicht mehr aktiv ist einen jungen Hund dazu holen. Sonst halte ich das glaube ich vor Kummer und Angst nicht aus wenn sie alt ist.
Hast du darüber auch schon nachgedacht?

Ich bin so froh dass du deine Sorge hier gepostet hast, jemand der keinen Hund hat versteht diese Sorgen einfach nicht

05.12.2013 11:42 • #7


Ja die Sorge vor "versteckten" inneren Krankheiten habe ich auch.

05.12.2013 11:44 • #8


Mein Herzenshund ist vor 6 Jahren gestorben. Das war für mich die Hölle. Wenn ich heute daran zurück denke, könnte ich direkt wieder heulen. Sie war sehr krank und ich musste sie einschläfern lassen. Sie wurde nur 5 Jahre alt. Damals wollte ich nie wieder einen Hund, weil ich diesen Schmerz nicht noch einmal ertragen wollte. Tja, aber einmal Hund, immer Hund. Meine Maus wird im Januar 6 und ich freue mich jeden Tag, dass ich sie habe.
Manchmal beschleicht mich dieses Gefühl, dass auch sie eines Tages stirbt. Aber das ist hoffentlich noch in weiter Ferne und ich setze mich dann damit auseinander wenn es soweit ist.

LG
die Eine

05.12.2013 13:27 • #9


Liebe Lettal,
ich kann schon irgendwie verstehen,dass du Angst hast,aber du darfst nicht soooo
überbesorgt sein!
Mein Hund ist mittlerweile heute auf den Tag genau 10 Jahre alt,ich liebe
meinen Hund auch sehr,aber ich versuche halt wirklich jeden Tag
intensiv mit ihm zu nutzen.
Ich sehe es als Geschenk dass er schon so lange bei mir-und mit mir ist
und wenn ich daran denke,dass ich ihn eines Tages verlieren werde,
könnte ich glatt durchdrehen....
aber ich verbitte mir diese Gedanken,weil ich die Zeit die ich
mit ihm habe, schön verbringen will!
Wenn die Zeit kommen wird,dann kann ich immer noch Angst haben,
denn dann ist die Angst berechtigt.....JETZT ist sie es nicht!
Versuch es mal von dieser Warte aus zu sehen?

05.12.2013 17:14 • x 1 #10


Mir ging es mit meinen Wuffels auch immer so. Inzwischen konnte ich meine Einstellung zu dieser Angst ändern. Ich persönlich finde den Gedanken schlimmer, das ich vor meinen Hunde gehen müsste, denn ich würde mir doch sehr große Sorgen machen, daß es ihnen nach meinem Tod gut gehen würde. Den Gedanken finde ich unerträglicher als den Gedanken, daß sie vor mir gehen. Ich bin fest davon überzeugt, daß der Tod nicht das Ende ist und ich sie eines Tages wiedersehen werde. Der Gedanke tröstet mich sehr.

05.12.2013 23:26 • #11


Lettal
@ Angsthase: JA, das denke ich auch öfter mal. Das wäre sicher sehr schlimm für sie.

Es ist ja auch so, daß sie immer bei mir ist, Tag und Nacht, sie ist eigentlich so gut wie immer mit, tagtäglich.
Wenn das mal nicht mehr sein wird, vor dem habe ich Angst.
Ich habe eh auch immer so Einsamkeitsgefühle, wenn sie dann auch nicht mehr da sein wird, an das darf ich einfach nicht denken.

@ MitSouKo63: danke für Deine Worte! Du hast ja recht!, Man soll jeden Tag geniessen und dafür dankbar sein. Das versuche ich auch, wirklich, aber die Zukunft drängt sich dann ab und zu dazwischen, vorallem, wenn ich mir grad wieder was einbilde, daß es ihr mal nicht so gut geht.

07.12.2013 15:43 • #12


Lettal
Zitat von malory:
Ich glaube ich werde mir wenn sie wirklich alt und nicht mehr aktiv ist einen jungen Hund dazu holen. Sonst halte ich das glaube ich vor Kummer und Angst nicht aus wenn sie alt ist.
Hast du darüber auch schon nachgedacht?


Ja, habe auch darüber nachgedacht, aber das werde ich sicher nicht machen.
Ich werde auch sicher nicht sobald wieder einen Hund haben. Ich sage nicht nie, aber ich hänge soviel Herz daran, daß es mich innerlich zerreist, und das will ich eigentlich nicht mehr, oder zumindest nicht sobald wieder.
Außerdem würde ich nicht zu meinem alten Hund einen Jungen dazu nehmen, weil ich Angst hätte, sie glaubt ich will sie nicht mehr. Ich wäre sicher nicht so und sie verträgt sich auch mit allen und hätte vielleicht nichts dagegen, aber trotzdem. Nein, das wäre nichts für mich.
Das einzige was ich mir nur immer denke, sie ist so perfekt! Sie ist so brav, so gutmütig, so lieb zu allen, wenn sie das einem anderen Hund zeigen würde, damit er auch so wird, wäre es natürlich super, aber das ist ja auch nicht sicher.


Zitat von malory:
Ich bin so froh dass du deine Sorge hier gepostet hast, jemand der keinen Hund hat versteht diese Sorgen einfach nicht

Ja, das stimmt. Es muß nicht immer ein Hund sein.....
Mich versteht da auch keiner in meinem Umkreis, und was das Schlimmste war, meine Therapeutin hat mich nicht verstanden, wie man an einem Tier so hängen kann, wie an einem eigenen Kind. Somit hat mir die Therapie auch nicht geholfen, den wenn einer sagt, dann kauf dir halt ein neues......das ist das Schlimmste was ich nur hören kann.

07.12.2013 15:52 • #13


Einfach einen neuen kaufen....
Das sagt sich so leicht.

Ich weiß nicht warum das keiner versteht .
Manchmal glaube ich viele Menschen sehen Tiere als Objekte und finden es darum lächerlich wenn man so an einem Tier hängt.

07.12.2013 17:10 • #14


Lettal
Gestern hat mein Hund zu lahmen begonnen. Ich habe wieder so einen extremen Angstanfall bekommen! Es war echt schlimm! Ich hab nur gezittert, geweint, hyperventiliert und konnte nicht sprechen. Konnte die ganze Nacht nicht schlafen, bin total fertig heute. Ich habe solche Angst! Kann die Angst nicht beschreiben, es tut so weh!
Heute ist die Lahmheit etwas besser. Werde dann noch meine Tierärztin anrufen, aber davor hab ich soooo Angst! Was wenn es Knochenkrebs ist?
Ich hoffe, sie hat sich nur vertreten, aber es zeigt mir wieder wie schnell es gehen kann! Ich hab so Angst!
Ich wünschte es kann mir da wer helfen!

19.12.2013 09:21 • #15


Hallo Lettal,
tut mir leid zu lesen dass dein Hund lahmt,
darf ich fragen wie alt er schon ist?
Weisst du,
bei dir kommt es mir so vor,als ob du deine Ängste total
auf dein Tier projezierst....
das Lahmen deines Hundes kann ganz einfache Ursache haben,
vielleicht hat er sich was am Ballen eingetreten,oder Arthrose vielleicht.
Auf jeden Fall solltest du dich nicht gleich deinen Ängsten hingeben,
dein Hund spürt sowas ganz genau und wird dadurch ja auch sehr verunsichert.
Lass es vom TA abklären,ich bin mir ziemlich sicher,das es nix Schlimmes ist!
Kopf hoch..

19.12.2013 09:54 • #16


Lettal
Zitat von MitSouKo63:
Weisst du,
bei dir kommt es mir so vor,als ob du deine Ängste total
auf dein Tier projizierst......

Wie meinst du das?

Sie ist jetzt 10 1/2 Jahre alt! Ihr geht es sonst gut! Sie rennt, frisst, hat Spaß an allem ihr geht es, wie einem jungen Hund. Aber ich denke immer an das Alter und habe Angst, dass sie bald nicht mehr da sein wird; Und auch dass ich schon Sachen sehe, die sie vielleicht gar nicht hat?!? Also lahm ist sie jetzt sicher aber trotzdem bilde ich mir Sachen ein, die vielleicht gar nicht stimmen.
Zum Beispiel überlege ich an was sie sterben könnte! Dumm ich weiß aber ich kann es einfach nicht abstellen! Ich kann die Angst einfach nicht abstellen und diese Angst macht mich schon verrückt!

19.12.2013 10:45 • #17


06.06.2019 20:39 • #18


Ich musste meine Hund mit knapp 2 Jahren einschläfern lassen , er war übersäht mit bösartigen aggressiven Tumoren
Er war so besonders
Es ist ein Jahr her und ich weine immer noch sehr oft
Aber es wird irgendwann leichter

06.06.2019 20:42 • #19


Ja bei mir ist es 5monate her
Aber mann hat immer den Gedanken an das tier und den schmerz
Ab und an rede ich auch mit ihn

06.06.2019 20:45 • #20




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