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Anikatz
Hallo Zusammen.
Ich bin neu hier und habe zu meinem Thema nicht wirklich was gefunden.

Kurz: Ich bekomme Angst wenn ich meine Degus (3 Stück) füttere.
Halt aufgrund der Erfahrung, weil meine Letzte kurz danach fast erstickt ist. Der TA musste sie trotzdem einschläfern, da sie nicht mehr gefressen hat. Und seitdem ist es sehr schlimm für mich wenn ich sie füttere. D.h. ich füttere sie schon normal aber immer mit Angst, das einer wieder erstickt oder aufbläht.Sobald ein Tier was hat bekomme ich Panik und fühle mich wie unter Strom. Ich bekomme Bauchdruck und Herzrasen. Kann selber kaum noch was essen weil plötzlich diesen Druck hab. Zum Glück hab ich einen guten Tierarzt, doch der ist was weiter weg.

Aktuell:
Ein Degu (Schmusefuzze) hat ein Zahnproblem und muss nach ca. 3 Monaten in Narkose seine Backenzähne geschliffen bekommen. Sein Gewicht schwankt sehr stark finde ich und ich mach mich verrückt und hab Angst das er zu schnell abnimmt. Zufüttern tuh ich schon. Aber die Angst steht im Nacken.
Und Bibi fühlte sich gestern an wie eine Wurst. Ist heute zum Glück was besser. Futter kann ja auch aufblähen und ich denke das war gestern der Fall.

Aber es kann nicht sein, das ich mich immer so fertig mache.
Hoffe ihr könnt mir helfen und/oder Ratschläge geben.
Vielen Dank schonmal an Euch!

06.04.2015 08:51 • 11.04.2015 #1


8 Antworten ↓


Celestine
Hallo Anikatz,

ich kann Deine Ängste sehr gut verstehen. Auch mir geht es so, dass ich jedesmal völlig panisch reagiere, wenn meine Katze mal nicht so fit ist. Hast Du eine Idee, wo diese massiven Verlustängste herkommen? Vielleicht hilft es Dir weiter, wenn ich Dir kurz schildere, wie es bei mir aussieht: Tod und Krankheit haben in meiner Familie öfters eine dramatische Rolle gespielt, als ich noch Kind und auch Jugendliche war. Dieses Erleben färbt nun mein heutiges Empfinden, wenn es aktuell eine Situation gibt, die mit Unwohlsein oder Erkrankung zu tun hat. Da flippe ich völlig aus und bin nicht mehr für vernünftige Argumente zugänglich. Es mischen sich also frühere Erfahrungen mit aktuellen Geschehnissen. Aus diesem Grund habe ich auch noch einmal mit einer Therapie begonnen, umd diese falsch einsortierten Erlebnisse von früher neu zu regulieren.
Evtl. hast Du eine ähnliche Geschichte erlebt?

06.04.2015 11:38 • #2



Angst um meine Tiere

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Anikatz
Hallo Celestine.
Danke für deine Antwort.
Ja ich habe eine Vermutung woher diese Verlustängste kommen könnten. Ich habe viel mitgemacht und hatte früher ungewollt viele Tiere mit meinem Mann zusammen (Rennmäuse und Degus). Bei manchen dürfte ich zum Arzt gehen und bei manchen nicht. Musste quasi zusehen wie sie sich quälten kurz darauf auch verstarben.
Seitdem hab ich immer mehr Angst bekommen, das meine Tierchen was hatten bzw haben. Nachzuvollziehen oder? - Ja und diese Angst ist bis heute gewachsen und läßt mich das inzwischen auch körperlich spüren.
Ich habe jetzt die letzten drei Tierchen aus meiner Vergangenheit bei mir und werde dadurch ständig daran erinnert und denke, das sich meine Angst deshalb auch nicht von selbst legen kann und wird. Inzwischen ist es sogar soweit, das es zwischendurch in Panikattaken mit Luftnot und Bauchkrämpfen und teils mit Durchfall ausartet.
Das versuche ich mit Achtsamkeitsübungen zu überwinden, aber hab erst vor kurzem damit angefangen.

Ansonsten hat der Tod in meinem Leben auch eine ganz große Veränderung in meiner Jugend hervorgerufen und mir viele Steine in den Weg gelegt. Könnte echt Türmchen damit bauen... naja. Ich kann also gut nachempfinden, was du meinst mit deinem Erlebten. Das sind Erlebnisse, grade in dieser Kindheit und Jugendzeit, die einfach prägen! Fühl dich also mal getröstdrückt
Und Therapie eine gute Sache. Da habe ich viel für mich gelernt und tue es heute noch.

06.04.2015 14:53 • #3


Celestine
Das ist gut, dass Du eine so gute Selbstfürsorge betreibst! Und Du hast ja dann auch eine Erklärung für Deine panischen Ängste. Dann geht es wohl "nur" noch darum, diese zu reduzieren bzw. abzumildern. Dabei wünsche ich Dur gutes Gelingen. Du bist ja auf einem guten Weg!

06.04.2015 18:18 • x 1 #4


Icefalki
Anikaz, ich kenne mich mit degus nicht aus. Aber vielleicht hilft es dir, über die besonderen Problemen dieser Tiere Klarheit zu bekommen. Dann weißt du um die Krankheiten und evtl. Möglichkeiten der Behandlungen besser Bescheid. Auch evtl. Pflanzliche Wirkstoffe, die du vorsichtshalber schon mal verwenden kannst. Spreche da mal mit deinem tierarzt darüber.

Vielleicht wird das dann ein kleines bisschen besser für dich. Den Rest verarbeitest du ja schon mithilfe der therapie.

06.04.2015 18:35 • #5


Anikatz
Das diese Tierchen mit der Zeit Probleme mit den Zähnen haben, weil es in der Natur nicht vorgesehen ist, das sie länger als 3-4 Jahre leben und in Gefangenschaft bis zu 7-8 Jahren dagegen, weiß ich. Und auch das sie kein Obst dürfen, weil sie zu Diabetes neigen. Ich habe 7 Jahre Deguerfahrung und bin um so mehr verwirrt, das ich mir teilweise selbst nicht mehr vertraue was gut für Degus ist! Ich habe auch Medikamente für den Notfall da und doch dreht mein Körper durch, wenn meine Kleinen sich auch nur ein bißchen anders verhalten wie sonst. Da gehen direkt die Alarmglocken an!

In den 7 Jahren Deguhaltung habe ich so einiges über ihre Behandlung gelernt und doch wird es schlimmer mit jedem Tier das was hat oder stirbt. Aber trotzdem Danke fùr deinen Rat Icefalki !

Wie Celestine richtig erkannt hat suche ich einen Weg, diese Ängste und körperlichen Anzeichen zu reduzieren bzw. abzumildern! -Zumindest so lange ich die Drei noch habe. Laut Therapeut sollte ich sie auch besser behalten. Weil ich überlegt hatte, sie abzugeben, auf Grund des genannten Stresses bei Abweichungen ihres Verhaltens.
Mit dem säubern der Voliere (großer Käfig), war ich auch mal überfordert. Aber das habe ich inzwischen wieder in den Griff bekommen.

07.04.2015 06:46 • #6


Anikatz
Hi.
Hab grade festgestellt das Tina 's Bauch Geräusche macht. Überlege grade ihr SAP zu geben, der Bauch scheint was gebläht. Vor paar Tagen war es noch viel schlimmer und sie hatte sich angeführt wie eine Wurst. Selbst da hatte ich mich nicht getraut ihr was zu geben. Erstens, weil ich da auch noch nicht die richtige Dosis weiß und zweitens, weil jedes Anfassen und rausholen für sie Streß bedeutet, wenn sie nicht von alleine kuscheln kommt.

Sitze wieder in der Zwickmühle und fühle mich mal wieder hilflos
Weiß nicht wie ichs richtig mache...

PS.: Hab heute mit dem Tierarzt (TA) tkurz telefoniert und weiß jetzt wieviel sie davon bekommen darf.

07.04.2015 17:56 • #7


Icefalki
Hast du doch jetzt gut gemacht. Bringt etwas Erleuchtung, wenn man sich nicht so hilflos fühlt. Und danke für Degu - Nachhilfe.

07.04.2015 21:20 • #8


Anikatz
Mich plagte sehr lange ein sehr schlechtes Gewissen, weil meine Degus schon so lange keinen Auslauf mehr hatten (2 Jahre fast *schäm) Meine Mutter hatte vor kurzem die Idee, das wenn mein Pa nicht da ist, das sie dann was laufen können im Bad. Genau das habe ich heute Abend gemacht.. fast 2 Stunden waren sie am rum flitzen und sahen super glücklich aus. Neugierig guckten sie sich alle um und erkundeten das Bad. Was zu spielen und was zum Knabbern habe ich natürlich auch mit reingestellt.

Was mich jetzt plötzlich wieder runterzieht und Ängste hochsteigen läßt ist, weil das BD im Bad tropfte und ich jetzt Angst habe, das sie Krank werden und könnten!
Noch dazu ist Eine auf jeden Fall unter das BD gekraxelt, wo es nass und dreckig drunter war. .. könnt wieder fast heulen. Egal was ich mache, irgendwas passiert danach immer und zieht mich runter.

11.04.2015 19:38 • #9




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Mira Weyer