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Hallo zusammen,,

aufgrund mehrer Beiträge, die ich gerade gelesen haben und meiner eigenen Erfahrung 2010 muss ich doch endlich mal etwas loswerden!:

Es kann absolut nicht sein, dass man wenn man AKUT! krank ist, vorallem, was Angstzustände angeht nicht gut versorgt wird in Deutschland!

Schritt Nummer 1:
Man sucht als erstes meist das öffentliche Krankenhaus, dass am nähsten am Wohnort ist auf.
Meine Erfahrung: Komplett überfordert damit, musste 5 Stunden warten und wurde nach 2 Minuten Gespräch und einer Tavor entlassen! Das war so schlimm für mich, dass es heute noch tief in mir sitzt und mir ein kleines Trauma versetzt hat. Das schlimmste Gefühl war, mir ging es so schlecht, dass ich da hin bin und keiner mir geholfen hat und ich nichtmehr wusste wohin ich noch sollte.

Schritt Nummer 2:
Kontakt zu Psychologen / Psychiater. Resultat viele Psychologen bis auf 6 Monate ausgebucht, Psychiater (zumindest hier) auch Mangelware und längere Wartezeiten!
Also was die Akutversorgung angeht, ebenso nahezu 0 Kompetenz.

Schritt Nummer 3:
Klinik! Man unterscheidet ja hier meist von psychosomatischen Klinken und der Psychiatrie, wobei viele Kliniken oftmals beides anbieten. Aber reine psychosomatische Kliniken in der Regel ebenso lange Wartezeiten wie 3-6 Monate. AKUT Psychiatrische Krankenhäuser bieten (städtische Psychiatrie / Uniklinik) oftmals nur den "Service" geschlossene (akut) Stadion an. Möchte ein angsterkrankter / depressiver Mensch, der freiwillig Hilfe sucht dort sein? Wohl eher nicht, denke ich mir zumindest.

Alternative: Beruhigungsmittel wie Benzos zur Überbrückung der Wartezeit vom Hausarzt. Wenn man aber beispielsweise 3Monate warten soll, ist es wohl eher sehr kontraproduktiv diese Medikamente über diesen Zeitraum einzunehmen, aufgrund des Toleranz- und Suchtfaktor.

Ich habe diese Hölle mitgemacht alle 3 Schritte bin ich gegangen und es war einfach nur erschreckend und enttäuschend herrauszufinden wie man letzendlich doch alleine darsteht.
Mal davon abgesehen, selbst wenn man einen ambulanten Psychotherapie in schneller Zeit bekommt, heisst das noch lange nicht das der Therapeut/in 1) gut ist und 2) die Therapie anschlägt, vorallem wenn man sich in der Akutphase nur 1x die Woche trifft für 50minuten.

Tja... du bist Deutschland!

14.10.2012 03:33 • 19.10.2012 x 1 #1


41 Antworten ↓


baumfrau
So ist es und es macht einem noch mehr Angst, eigentlich steht man alleine da.
Ich stand 10 Jahre ohne eine Diagnose mit hochgradiger generalisierter Angststörung alleine da, ohne das Wissen, was mit mir los ist, ohne Medikamente. Kein Arzt war in der Lage eine Diagnose zu machen. Die Hölle ohne Hilfe. Eine Psychiaterin machte mir Sorgen, Sie schrieb meine Dosierung nochmal auf, aber in 3-4 fach höherer Dosierung, lief rum und wußte nicht mehr was Sie wollte und wer ich war, Sie war dann selber in Behandlung und die Praxis zu. Ein anderer hatte Null Bock, ich sprach Ihn drauf an, er sagte, am liebsten würde er auswandern, ich bohrte irgenwann nach der Diagnose, er schrie und sagte, er wisse es nicht, ich solle Ruhe geben, griff zum Telefon und drohte mich einweisen zu lassen. Das macht Angst.Und was soll man in einem normalen Krankenhaus? Einmal kam der Notarzt, wußte auch nicht, was ich habe, wollte mir eine Spritze geben, ich lehnte ab, er fuhr mich in ein Krankenhaus, mit offener und geschlossener Abteilung, da es Freitag Nacht war, hätte ich nur in die geschlossene gekonnt, da war ich schonmal wegen einem Arzt, den wir hätten anzeigen sollen, lange und schreckliche Geschichte und was man mit mir gemacht hat, beschreiben die Ärzte, als ein schweres Traumata, kann da nicht drüber schreiben, es wäre auch zu schwer für andere zu verdauen. In einer psychosomatischen Klinik, gab es auch keine Diagnose, der Arzt war ein Narzist und ich weiß eh, das in meiner Akte steht, das isch nicht heilbar wäre, er wollte nicht mit mir reden und machte mich vor allen fertig und wollte mich los werden. Die Bezugspfleger und Patienten mochten mich alle sehr und waren schockiert, ich wurde als der größte Notfall gesehen, aber der Arzt sagte, ich sei eine Simulantin.

Wohin, was tun, wenn es einem schlecht geht, ich habe einen anderen Weg für mich gefunden und kann nur alleine und mit anderer Hilfe, aus anderen Bereichen für mich Sorgen.

14.10.2012 10:28 • #2



Deutschlands Akut-Betreuung für psychisch kranke! Unfassbar

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Ja so ist Deutschland, vor allem wenn man gesetzlich versichert ist!! Einfach nur erschreckend.

14.10.2012 10:35 • x 1 #3


baumfrau
Der Arzt, der dann meine Diagnose gemacht hat oder eher 2 Woche zuvor ein spriritueller Meister, ich hatte die Klinik verlassen, heimlich, um dort hin zu können. Ich hatte 18 Kilo verloren, in kurzer Zeit, ein Mondgesicht und jahrelang kaum noch ein paar stunden geschlafen, irgenwann nur noch 2 Stunden, beginnende Herzschwäche und soviele Symptome und ständige hochgradige Angst, Bewegungsradius Null, alleine in der Wohnung. Keine da. Mein Psychiater, hat mir nach dem Gespräch und geschockt von meinem Zustand, ein Medikament gegeben, wir könnten noch höher gehen, aber er sagt, ich muß den Rest alleine machen, ich stimmte Ihm zu. Nur was soll ich bei Ihm, wenn es weider noch schlimmer ist, was soll er tun, dann noch 2-4 Stunden im Wartezimmer sitzen, für 2 Minuten.

Mir würde es glaube ich sehr helfen, wenn ich jemanden kennen lernen würde, der das gleiche wie ich hat, auch den Grad der Erkrannkung und auch schon sehr an sich gearbearbeitet hat, um sich zu bereichern, zu unterstützen, auch in der Not, zu verstehen, Sicherheit geben zu können, sich zu loben und auch jemand, der Verständnis hat, das man nicht so spontan sein kann. Man denkt immer, man wäre weit und breit, der einzige, der das hat.

14.10.2012 10:42 • #4


baumfrau
Hallo Unheilig, ich war mal bei einem Psychotherapeuten, der sagte, da ich bei der AOK versichert wäre, wären alle Versuche einen Therapieplatz zu bekommen gescheitert, die erzählen einem, das ein Aufnahmestop wäre, das sagen sie weil Sie von einem AOK Patienten nur 5,-Euo die Stunde bekommen, er hat schon Patienten gebeten rechtlich dagegen vor zu gehen, einige haben die Ärzte verklagt, aber die meisten Patienten habe da keine Kraft zu.

Privatpatienten, bekommen ein Einzelzimmer, meist noch mit Fernseher und werden vom Chefarzt betreut, der auch immer zwischen durch für Sie da ist.

14.10.2012 10:49 • #5


baumfrau
Ich habe mir mal eine Angstzeitschrift (DAZ) gekauft, das sind Telefonnummern drinnen, von Experten in Sachen Angst, die man glaube ich 24 Stunden anrufen kann, das ist kostenlos.

14.10.2012 10:54 • #6


Ich stimme dem zu. Als Kassenpatient kann man doch sehen, wo man bleibt. Man muss schon extrem schlimm krank sein oder privat versichert oder was angestellt haben. Wobei man oft selbst dann ruckzuck wieder draußen ist! Meine Schwiegermutter leidet seit 30 Jahren an paranoider Schizophrenie. Eigentlich ist sie eine liebe Frau. Aber wenn sie diese Schübe bekomt, hat sie Wahnvorstellungen und schreckliche Ängste. Sie war mehrfach in dem für uns zuständigen einzigen Krankenhaus für Psychiatrie. Andere Kliniken nehmen einen gar nicht. Selbst die konnten ihr bislang nicht helfen. Sie nimmt Gott weiß wie viele Medikamente, aber scheinbar hilft das auch nicht so richtig. Das ist so erschreckend.

Gea. Darf ich fragen, wie alt du bist? Ich will dir nicht zu nahe treten. Aber wenn du mal älter bist und es dir dann nicht besser geht, dann wäre betreutes Wohnen sicher was für dich. Meine Oma lebte kurz in so einem Haus. Das war ein richtiges Einfamilienhaus. 8 Bewohner. Jeder hatte sein eigenes schönes Zimmer und rund um die Uhr waren Pflegerinnen da. Die hatten dann eben Gemeinschaftsräume. Bekamen gekocht und alles gemacht. Natürlich waren das alte Leute. Aber vielleicht gibt es sowas auch für psychisch Kranke. Die Kosten betrugen 1200 Euro. Leider aus eigener Tasche. Aber ich denke, dass sowas doch eine Hoffnung ist fürs Alter. Wenn man wirklich mal gar nicht mehr kann. In unserem Ort gibt es auch ein Heim für psychisch Kranke Erwachsene. Die leben dort dauerhaft. Ich weiß aber nicht, unter welchen Bedingungen man dahin kommt.
Das soll nicht heißen, dass du dorthin sollst. Soll nur heißen, dass das ja, wenn man alt ist, eine Alternative dazu wäre, zu Hause allein zu hocken. Wenn ich mal alt bin und sich niemand um mich kümmern kann, gehe ich auch ins betreute Wohnen!

Ansonsten gebe ich euch vollkommen recht. Es macht einem Angst, dass einem niemand hilft.Man muss sich irgendwie selbst helfen.
Aber wisst ihr. Auch mit körperlichen Krankheiten ist es so. Die Krankenkassen haben Milliarden an Überschüssen und man selbst wird 4 Tage nach einer Operation raus geschmissen und kann dann zusehen, was man daheim macht. Das ist einfach nur erbärmlich!

14.10.2012 11:00 • #7


baumfrau
Hallo derhimmelmusswarten, ich bin viel zu selbstständig aufgewachsen und liebe die Freiheit und bin unglaublich gerne alleine. Nur wäre es schön, mal Verständnis zu bekommen und das einem mal einer hilft, wenn ich mal nicht einkaufen kann. Es ist schon harter Tobak, seinen Alltag zu meistern, aber meine Wohnug ist sehr schon und tiptop sauber. Ich mache Fortschritte, weil ich jeden Tag an mir arbeite, ich wurde jahrelang von jemanden aus einem heilenden Bereich beglteitet und weiß, was ich tuen muß, nämlich mich verändern und viele andere Dinge, es gibt keinen anderen Weg, ich kann auch viel besser mit der Angst umgehen und mein Büchlein mit meinen Fortschritten füllt sich, aber manchmal verliert man auch mal seine Kraft und Rückfälle kann ich viel besser aktzeptieren. Habe auch gestern jemanden gefunden, der mir mal die Einkäufe holt, wenn es mal nicht geht. Hilfe kommt Ich bin vor einen Jahr umgezogen und habe viel Kontake, meine Nachbarn sagen immer, wenn Du alle kennst, aber nähere Kontakte möchte ich nicht, außer, es hat jemand, das was ich habe . Was meine Nachbarn angeht, ist das sehr familär, mein Nachbar holt mir die schweren Säcke Hundefutter und ist auch für mich da, wenn sonst etwas anliegt etc. Aber wo ich vorher wohnte, da war ich alleine, mit schrecklichen Nachbarn.

Nur wenn man akut in Not ist, wer hilft einem dann? Man muß sein eigener Therapeut werden, sein eigener Arzt und das kann man, wenn man weiß wie und ich weiß es, die verinnerlichung dauert, in jedem einzelnen Punkt. Achso, ich bin 43 Jahre alt. Und kaum zu glauben, trotz der Folterkammer, sehr positiv und lustig

14.10.2012 11:17 • #8


baumfrau
Wäre ich Privatpatient, wäre es dann zu einer Diagnose gekommen? Ich bin mir sicher.
Wäre ich Privatpatient, hätte man mich in den Kliniken so behandelt?

Ein Ex-Freund von mir, der auch zu der These kam, wollte mich heiraten, damit ich endlich Hilfe bekommem weil er Privat versichert war. Eine Freundin sagte, ich solle einfach mit Ihrer Karte losgehen, ich wollte Sie aber nicht in Schwiergkeiten bringen.

Ich weiß mehr über meine Erkrankung als mein Arzt und das nervt Ihn. Ich habe das Buch von Roger Baker und andere Bücher an 2 Psychotherapeuten weitergeleitet, Bekannte von Bekannten, das war Neuland für Sie, Sie haben es schon Patienten empfohlen. Es ist unglaublich, aber wenigstens sind Sie frei von Ego und sind offen für weitere Informationen. Ich will nicht, das andere auch so leiden und ohne Diagnose in der Folterkammer sitzen.

14.10.2012 11:32 • #9


Was ist das für ein Buch?

Ich kann mir das gar nicht vorstellen, wie du gelebt haben musst. Wie hast du das gemacht? Man muss doch zur Bank, zu Ämtern, zum Arzt, zum Einkaufen.

Konntest du nicht das Gesundheitsamt anrufen damals als es dir so schlecht ging? Dann bekommt man doch einen Betreuer. Oder das Rote Kreuz kommt und pflegt einen bzw. erledigt Sachen für einen. Für mich als Außenstehender hört sich das so schlimm an.

Aber ich weiß halt nur aus unserer Gemeinde, dass es dann Essen auf Rädern gibt, Rotes Kreuz und andere Dienste. Denen ist es doch egal, wie alt man ist, oder? Oder gibt es dort etwa Altersbeschränkungen?

Ich meine, ich war in der Situation bei meiner Oma. Und die bekam alles noch am gleichen Tag. Essen, Pflegedienst usw.

Gutes Beispiel von vor einigen Wochen. Schwiegervater, herzkrank und vor Jahren Herzinfarkt, geht es nicht gut. Sein Frau fährt ihn ins Krankenhaus. Dort sagt man ihm: Wir haben kein Bett frei. Derweil baut seine Frau vor lauter Aufregung ebenfalls ab. Auch sie braucht einen Arzt.
Als Schwiegervater erwähnt, er habe eine private Zusatzversicherung, bekommen beide ein Bett!

Wie soll ich mir sonst erklären, dass ich bei einem Orthopäden 2 JAHRE!! auf einen Termin warten sollte? Oder wie erklärt man sich, dass man am Telefon sofort gefragt wird: Sind sie privatversichert?Nein? Ach wir haben keine Termine derzeit. Oder: Ach den nächsten Termin haben wir 2014. Da könnte man doch ausrasten!

Man kommt sich so minderwertig vor. Normalo und krank = Pech gehabt. Und das sind Ärzte. Nix als Raffzähne. Jedenfalls die Meisten.
Die sind auch alle so arm. Deswegen fährt auch der Chirurg aus unserem Ort nen Phaeton spazieren... IST KLAR! Wir wohnen in einem wirklich kleinen Kaff. Der andere Hausarzt fährt 3 ! Autos nobler Marken. Und den Patienten wollen sie erklären, wie arm sie sind. Nix sind die. Ganz bestimmt nicht.
Habt ihr den Bericht auf RTL über die Armut in Deutschland gesehen?!
Wo ein Mädchen gezeigt wurde, deren Eltern Ärzte sind? Die zahlen alleine Schuldgeld in Höhe von 2200 Euro im Monat. So viel verdienen viele Familienväter nicht im Monat.
Und ein Gynäkologe (Arzt in einer Klinik) gab zu: Er verdient im Jahr ca. 300.000 Euro.
Und dann behandeln sie ihre Patienten so. Es wird immer schlimmer. Wirklich immer schlimmer. Man bekommt keine Termine. Überwindet man sich und ruft einen Therapeuten an, heißt es auf dem AB: Wir haben keine Termine mehr frei. Adios.
Ich habe nun einen Termin bei einer Therapeutin. Da ich den aber binnen zwei-drei Wochen bekam, kann mit ihr wahrscheinlich nicht viel los sein. Ich habe auch schon gehört, dass sie doof sein soll. Nun will ich es aus eigener Tasche mit Hypnose probieren.
Welche Möglichkeit habe ich denn noch? EKG, Langzeit-EKG, Blutuntersuchungen, Schilddrüse, Stuhlproben, Frauenarzt, Augenarzt und MRT vom Kopf haben nix ergeben. Und auch der Neurologe hat nix weiter gemacht.
Ich kann nur noch zum Psychologen und mir Psychopharmaka geben lassen. Und das will ich verdammt noch mal nicht.
Beandelt wird man nur, wenn ne Op ansteht. Bringt ja Geld. Oder wenn man halb tot ankommt. Wobei. Meine Oma wurde in ein Krankenhaus verfrachtet, das für Schlaganfälle nicht ausgerichtet war. Obwohl sie eindeutig einen hatte. Als wir am nächsten Morgen kamen, lag sie unbehandelt! zusammen gekauert in einem Bett und wimmerte. DREI TAGE später verlegte man sie. Alles war zu spät. Schwerstpflegefall. 4 Monate später tot. Unter erbärmlichsten Bedingungen. Die dachten halt, die alte Frau stirbt über Nacht. Ist sie aber nicht.
So müssen Leute in Deutschland sterben!
Mein Opa wurde am Oberschenkelbruch operiert. Irgendwas lief schief. Er kam nach 2 1/2 Wochen als Pflegefall heim. Die Ärzte sagten: Die Kasse zahlt nicht länger. Entweder nehmen sie ihn mit heim oder wir stecken ihn ins Altenheim.
Wenn man dann sagt: Warum kann Opa nicht länger bleiben?! Dann sagen die: Nö. Bett frei. Ab damit. Dass daheim das Haus drauf geht, die Existenz. Juckt doch keinen. Die Krankenschwester sagte mir: Solche Fälle blieben früher 14 WOCHEN!
5 Tage später kam er wieder ins Krankenhaus, Blutvergiftung. Ein junger Assistenzarzt wuselte herum. Er hatte auch operiert. Als mein Opa dann im Sterben lag, schaute ich den Arzt an und er wich mir aus. Ich weiß, dass nur er weiß, was passiert ist. ER hat meinen Opa auf dem Gewissen. Aber einen alten Mann mit 84 Jahren lässt man eben sterben.
Ja und landet man dann auf der Intensivstation. DANN wird aber Reibach gemacht!! Mein Opa wurde drei Wochen sterbend an Maschinen gehalten. Entstellt wie ein Monster. Wir haben die Ärzte angefleht, sie sollten abstellen. Machten sie nicht. Brachte ja gewaltig Schotter. Mein Opa röchelte und stöhnte, er wolle sterben. Und wir standen daneben.
Drei Wochen später kam ein anderer Arzt und sagte: Was ist hier los? Wir stellen ab. Und er flüsterte mir zu: Mein Gott. Wenn das MEIN Väter wäre. Ich hätte längst abgestellt.
Das ist Deutschland! Das ist verdammt noch mal Deutschland!

14.10.2012 11:51 • #10


baumfrau
Ich habe alles noch alleine gemacht und ich kann garnicht hier so richtig daüber sprechen, wie es mi wirklich ging und was alles noch passierte, aber das ist auch Vergangenheit. Es geht mir besser und das zählt. Es kam eine Betreuung, die saß nur doof rum und war auch nicht so helle, das regte mich auf, ich ließ es dann, dann kam ein anderer Verein, die Frau saß auch nur dumm rum, eigentlich stand mir sehr viel Zeit zu, aber Sie telefonierte mit Ihrem Mann und als Sie meine Geschichte hörte weinte Sie und ich dacht, gibt es auf de Welt nur Pflegefälle, ich schrie innerlich nach Hilfe. Dann kam der Chef unangemeldet vorbei und sagte, Sie werden keine Putzhilfe bewilligt bekommen, hier kann man ja vom Boden essen und das mit 2 Hunden. Er sagte, es geht Ihnen so schlecht und bei mir zu Hause ist es nicht so sauber, das machen Sie, damit keiner etwas kann, wie schaffen Sie das?

Ich konnte schlecht in der Wohnung sein wegen der Unruhe und brauchte den Himmel. die Weite über mir, ich´war mit einem Nachbarn und seinem Hund, mehr draußen, wie drinnen und die Ärzte fragten immer als erstes, wie es den Hunden geht, weil Sie wußten, das Sie mich am Leben hielten. Das macht auch Angst, wenn Sie nach den Hunden fragen, anstatt mich am Leben zu halten.

14.10.2012 12:03 • #11


Schlaflose
Das mit den Privatversicherten stimmt aber nicht so ganz. Die meisten Privatkassen bezahlen z.B. nicht mehr als 25 Stunden Therapie. Mag sein, dass man schneller zu einem Termin kommt, aber die Langzeittherapien, die viele Kassenpatienten in Anspruch nehmen, gibt es dort nicht. Außerdem kostet die private Krankenversicherung um ein Vielfaches mehr als die gesetzliche. Wenn z.B. ein verbeamteter Lehrer nur Teilzeit arbeitet, muss er genausoviel bezahlen, wie einer der Vollzeit arbeitet. Während bei der gesetzlichen Krankenversicherung das Gehalt als Grundlage für die Beiträge genommen wird, ist es bei den Privaten das Alter, das Geschlecht (Frauen zahlen mehr als Männer), für Vorerkrankungen beim Abschluss einer privaten Versicherung werden saftige Risikozuschläge fällig. Da gibt es eine Gesundheitsprüfung und wer wer z.B. Übergewicht hat, muss von vornherein mehr bezahlen.
Woher sollen denn die gesetzlichen Kassen das viele Geld nehmen, um all das zu bezahlen, wovon ihr träumt? Die bekommen ja die Beiträge von der arbeitenden Bevölkerung, aber wenn man bedenkt, wieviele Leute ärztlich versorgt werden müssen, die keine Beiträge zahlen, weil sie nicht verdienen (aus welchen Gründen auch immer)?. Ein immer kleiner werdenden Anteil der Bevölkerung, die arbeitet, muss immer mehr derjenigen mitversorgen, die nicht arbeiten. Ich denke, dass wir mit usnerem gestzlichen Gesundheitssystem viel besser dran sind als andere Länder wie. z.B. die USA.

14.10.2012 12:11 • #12


baumfrau
@derhimmelmusswarten: Ich habe die Ärzte auch gefragt, was wäre, wenn ich Ihre Frau, Ihre Tochter etc. wäre, würden Sie mir dann auch die Tabletten geben, immer rein damit oder würden Sie sich anders um mich bemühen. SCHWEIGEN oder agressives Verhalten.

Es tut mir Leid, was mit Deinen Angehörigen passiert ist, ich habe im medizinischen Bereich gearbeitet und dort auch einiges erlebt, es ist das Grauen!

Buch: Lucinda Basset und Roger Baker, ansonsten lese ich viele andere Bücher, die mir sehr helfen in meiner Entwicklung und Heilung.

14.10.2012 12:14 • #13


Ja die Kassen verdienen sich Dumm Und Dämlich in den Letzten Jahren.

Das Problem Ist das. Die Angstzustände werden in Deutschland Immer Öfters.

Viele Normale Menschen werden Wegen Burn out syndrom oder Existenzängsten Behandelt.

Der Rest sind Phobien so wie wir sie Haben.

Das Problem wird nicht richtig Ernst genommen.

Es Ist doch "nur Angst"..

Im Der Notaufnahem werden Eh nur die Vitalfunktionen Gecheckt.

Iss da nix gehts ab nach hause noch etwas zu Beruhigung und das wars. Mit nen Zettel Für den Hausdoc.

Die Krankenkassen weigern sich ein wenig weil es einen Andauernde Behandlung ist. Und ein Schwerwiegender Heilprozess ist.

Und der Kasse etliche Kosten verursacht bwz Kuren und Therapien.

Ich denke das die Sache nicht so ernst genommen wird: Die Leute die sowas Entscheiden .. können sich nicht in unsere Lage in diesen Moment verstezen.

und das es was Mit Bürokram und Büromist zu Tun hat. bwz auch nich in den Sparsplan Passt.

14.10.2012 12:21 • #14


baumfrau
Hallo Schlaflose, das stimmt, da hat sich für die Privatpatienten viel geändert, aber nicht, das Sie schneller einen Termin bekommen oder Privatzimmer haben und vom Chefarzt betreut werden und das intensiver. Und das sie in ein volles Wartezimmer kommen und sofort dran kommen und unser eins, egal wie mies es einem geht dann noch länger warten muß. In meiner Verwandschaft sind einige privat versichert und können gleich durch maschieren.....

Zählt der Mensch überhaupt noch, alleine wenn man krank wird, laufen so schon einige, bis alle weg. Ab in die Tonne, nicht mehr zu gebrauchen. Oder wenn man erstmal den Srtempel hat "Nicht heilbar", dann kümmert sich eh kein Arzt darum oder wenn das steht, das Sie nicht wissen, was man hat, dann wir eine wahrlose Diagnose eingetragen oder man ist Null bemüht raus zu bekommen, was der Patient hat. Das Wartezimmer ist eh voll der Rubbel muß rollen. Der nächste bitte und hoffentlich ein Privater. Es geht immer nur ums Geld.

Nächstenliebe ist ein Fremdwort geworden und ich weiß die Menschen die das noch in sich haben sehr zu schätzen.

14.10.2012 12:27 • #15


Ja, Gea. Lächerlich, oder? Bei mir ist es auch blitzeblank. Ich gehe einkaufen (Mit Angst), ich versorge die Kinder (tip top) usw. Deshalb nimmt einen doch keiner für voll. Keiner spürt doch die Symptome, die man hat. Die Diagnose Panikattacken und Angsterkrankung habe ich selbst getroffen! Das will ich hier nur mal erwähnen. Weil kein Arzt etwas organisches gefunden hat, weil ich bislang noch nicht tot umgefallen bin und weil die Beschreibung eben auf mich passt. Jeder Arzt hat nur kurz SEIN Gebiet gecheckt. Aber keiner hat weiter gesucht.

14.10.2012 12:41 • #16


Ja leider .. Privat könne se Mehr Abkassieren.

Iss wirklich so. Geld Ist in solchen Sachen durch aus. Vorangig.

14.10.2012 12:41 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Schlaflose
Es ist rein technisch nicht anders möglich, dass Kassenpatienten warten müssen, wenn das Wartezimmer mit Kassenpatienten voll ist, weil der Anteil an Kassenpatienten die der Privatpatienten bei Weitem übersteigt. Die Ärzte können sich ja nicht dreiteilen und alle gleich drannehmen. Ich war übrigens früher auch eine Zeitlang privat versichert, ich habe aber keinen Unterschied feststellen können.
Von Nächstenliebe kann kein Arzt seinen Praxisbetrieb aufrechterhalten. Es kostet eine Unmege Geld, eine Praxis mit all den Geräten einzurichten, Miete zu zahlen, die Mitarbeiter zu bezahlen usw.. Der immer größer werdende Ärztemangel in Deutschland liegt ja hauptsächlich daran, dass der Beruf finanziell bicht mehr attraktiv ist und die Ärzte in Länder abwandern, wo sie mehr verdienen und bessere Arbeitsbedingungen haben. Für die jungen Leute ist es auch nicht mehr attraktiv Medizin zu studieren, weil man sehr lange in der Ausbildung ist, bis man überhaupt zum Geldverdienen kommt, und wenn man von vornherein weiß, dass man dann nóch nicht einmal halbwegs gut verdienen wird, wenn man endlich fertig ist, macht man lieber etwas anderes. Ich denke, dass sich die Situation in den nächsten Jahren noch verschärfen wird.

14.10.2012 12:48 • #18


Also bei uns ist es so, dass die Hausärzte nix groß an Geräten haben. Und die Frauen arbeiten auch mit. Spart also auch. Und die Fachärzte haben Geräte und verdienen aber auch viel mehr. Ich glaube nicht daran, dass die so arm sind. Dann könnte sich ein Arzt in einem kleinen Eifelkaff keinen Phaeton leisten. Und dann hätte unser Hausarzt nicht direkt drei Karren vor der Tür stehen. Die haben sich alle ne goldene Nase verdient. Klar verdienen die im Krankenhaus anfangs nicht viel. Aber die können ja auch aufsteigen und steigen auch auf. Das wissen die doch vorher, dass es erst mal ein harter Weg ist. Es geht ja auch viel um die Kassen. Es wäre doch genug Geld da, um eine bessere Behandlung zu ermöglichen.
Nur ein Beispiel: Meine Schwägerin ist mit einem Ausländer verheiratet (ich habe NIX gegen Ausländer). Der wiederum hat seine Cousine hier her eingeladen, die ein Rückenleiden hat. Die hat wiederum hier einen Asylantrag gestellt und wird nun, da man das dort angeblich nicht operieren kann, auf Staatskosten für viele Tausende von Euro in der Klinik operiert. Mit anschließender Reha usw. Und dem nicht genug. Sie hat noch eine Wohnung und Möbel bekommen und bekommt jeden Monat ihr Geld. Wie kann das sein? Dass psychisch kranke deutsche Kassenpatienten nix kriegen oder mit ner Valium heim gehen und Leute, die hier nie eingezahlt haben, werden für Tausende von Euro operiert und behandelt. Da kriegt man Zustände.

14.10.2012 13:01 • #19


Und Gea, wenn du hier in der Nähe wohnen würdest (was du ja wahrscheinlich nicht tust) würde ich direkt rum kommen und dir helfen! Leider wohnen wir alle hier so weit auseinander, weil sich Kranke in so vielen Foren tummeln. Sonst könnte man richtige Netzwerke gründen. Wo man sich dann wenigstens untereinander helfen könnte. Wenn es sonst schon keiner tut.

14.10.2012 13:04 • #20



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