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Was ist das für ein Buch?
Ich kann mir das gar nicht vorstellen, wie du gelebt haben musst. Wie hast du das gemacht? Man muss doch zur Bank, zu Ämtern, zum Arzt, zum Einkaufen.
Konntest du nicht das Gesundheitsamt anrufen damals als es dir so schlecht ging? Dann bekommt man doch einen Betreuer. Oder das Rote Kreuz kommt und pflegt einen bzw. erledigt Sachen für einen. Für mich als Außenstehender hört sich das so schlimm an.
Aber ich weiß halt nur aus unserer Gemeinde, dass es dann Essen auf Rädern gibt, Rotes Kreuz und andere Dienste. Denen ist es doch egal, wie alt man ist, oder? Oder gibt es dort etwa Altersbeschränkungen?
Ich meine, ich war in der Situation bei meiner Oma. Und die bekam alles noch am gleichen Tag. Essen, Pflegedienst usw.
Gutes Beispiel von vor einigen Wochen. Schwiegervater, herzkrank und vor Jahren Herzinfarkt, geht es nicht gut. Sein Frau fährt ihn ins Krankenhaus. Dort sagt man ihm: Wir haben kein Bett frei. Derweil baut seine Frau vor lauter Aufregung ebenfalls ab. Auch sie braucht einen Arzt.
Als Schwiegervater erwähnt, er habe eine private Zusatzversicherung, bekommen beide ein Bett!
Wie soll ich mir sonst erklären, dass ich bei einem Orthopäden 2 JAHRE!! auf einen Termin warten sollte? Oder wie erklärt man sich, dass man am Telefon sofort gefragt wird: Sind sie privatversichert?Nein? Ach wir haben keine Termine derzeit. Oder: Ach den nächsten Termin haben wir 2014. Da könnte man doch ausrasten!
Man kommt sich so minderwertig vor. Normalo und krank = Pech gehabt. Und das sind Ärzte. Nix als Raffzähne. Jedenfalls die Meisten.
Die sind auch alle so arm. Deswegen fährt auch der Chirurg aus unserem Ort nen Phaeton spazieren... IST KLAR! Wir wohnen in einem wirklich kleinen Kaff. Der andere Hausarzt fährt 3 ! Autos nobler Marken. Und den Patienten wollen sie erklären, wie arm sie sind. Nix sind die. Ganz bestimmt nicht.
Habt ihr den Bericht auf RTL über die Armut in Deutschland gesehen?!
Wo ein Mädchen gezeigt wurde, deren Eltern Ärzte sind? Die zahlen alleine Schuldgeld in Höhe von 2200 Euro im Monat. So viel verdienen viele Familienväter nicht im Monat.
Und ein Gynäkologe (Arzt in einer Klinik) gab zu: Er verdient im Jahr ca. 300.000 Euro.
Und dann behandeln sie ihre Patienten so. Es wird immer schlimmer. Wirklich immer schlimmer. Man bekommt keine Termine. Überwindet man sich und ruft einen Therapeuten an, heißt es auf dem AB: Wir haben keine Termine mehr frei. Adios.
Ich habe nun einen Termin bei einer Therapeutin. Da ich den aber binnen zwei-drei Wochen bekam, kann mit ihr wahrscheinlich nicht viel los sein. Ich habe auch schon gehört, dass sie doof sein soll. Nun will ich es aus eigener Tasche mit Hypnose probieren.
Welche Möglichkeit habe ich denn noch? EKG, Langzeit-EKG, Blutuntersuchungen, Schilddrüse, Stuhlproben, Frauenarzt, Augenarzt und MRT vom Kopf haben nix ergeben. Und auch der Neurologe hat nix weiter gemacht.
Ich kann nur noch zum Psychologen und mir Psychopharmaka geben lassen. Und das will ich verdammt noch mal nicht.
Beandelt wird man nur, wenn ne Op ansteht. Bringt ja Geld. Oder wenn man halb tot ankommt. Wobei. Meine Oma wurde in ein Krankenhaus verfrachtet, das für Schlaganfälle nicht ausgerichtet war. Obwohl sie eindeutig einen hatte. Als wir am nächsten Morgen kamen, lag sie unbehandelt! zusammen gekauert in einem Bett und wimmerte. DREI TAGE später verlegte man sie. Alles war zu spät. Schwerstpflegefall. 4 Monate später tot. Unter erbärmlichsten Bedingungen. Die dachten halt, die alte Frau stirbt über Nacht. Ist sie aber nicht.
So müssen Leute in Deutschland sterben!
Mein Opa wurde am Oberschenkelbruch operiert. Irgendwas lief schief. Er kam nach 2 1/2 Wochen als Pflegefall heim. Die Ärzte sagten: Die Kasse zahlt nicht länger. Entweder nehmen sie ihn mit heim oder wir stecken ihn ins Altenheim.
Wenn man dann sagt: Warum kann Opa nicht länger bleiben?! Dann sagen die: Nö. Bett frei. Ab damit. Dass daheim das Haus drauf geht, die Existenz. Juckt doch keinen. Die Krankenschwester sagte mir: Solche Fälle blieben früher 14 WOCHEN!
5 Tage später kam er wieder ins Krankenhaus, Blutvergiftung. Ein junger Assistenzarzt wuselte herum. Er hatte auch operiert. Als mein Opa dann im Sterben lag, schaute ich den Arzt an und er wich mir aus. Ich weiß, dass nur er weiß, was passiert ist. ER hat meinen Opa auf dem Gewissen. Aber einen alten Mann mit 84 Jahren lässt man eben sterben.
Ja und landet man dann auf der Intensivstation. DANN wird aber Reibach gemacht!! Mein Opa wurde drei Wochen sterbend an Maschinen gehalten. Entstellt wie ein Monster. Wir haben die Ärzte angefleht, sie sollten abstellen. Machten sie nicht. Brachte ja gewaltig Schotter. Mein Opa röchelte und stöhnte, er wolle sterben. Und wir standen daneben.
Drei Wochen später kam ein anderer Arzt und sagte: Was ist hier los? Wir stellen ab. Und er flüsterte mir zu: Mein Gott. Wenn das MEIN Väter wäre. Ich hätte längst abgestellt.
Das ist Deutschland! Das ist verdammt noch mal Deutschland!