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das ist mein erster Beitrag hier. Ich lebe seit 5 Wochen in einem Alptraum. Vor 5 Wochen erlitt meine Mutter eine Gehirnblutung und waren am Anfang noch alle relativ positiv gestimmt schaut es mittlerweile schlecht aus. Sie hat sich aufgegeben und reagiert kaum noch. Auf ihrer Lunge wurde ein großer Tumor gefunden, eine Untersuchung wurde gemacht weil sie dauernd hustet und nichts half. Meine Mutter ist zusätzlich seit 4 Jahren an Parkinson erkrankt. Ich besuche sie alle 2 Tage im Krankenhaus, aber sie reagiert kaum auf mich, sie hat sich aufgegeben denke ich.
Ich selbst bin psychisch seit Jahren schwer angeschlagen, habe Angst und Panikattacken und brauche täglich Beruhigungsmittel. Voriges Jahr sind meine Oma und Tante verstorben, dass hat es nicht besser gemacht. Ich lebe in einer Beziehung, zwei Kinder in der Pubertät. Ich bin finanziell abhängig und schaffe es nicht mich zu lösen, obwohl mein Lebensgefährte oft gemein ist und Kommentare abgibt die mich verletzen. Ich würde gerne alleine leben, aber das ist aus finanzieller Sicht nicht möglich.
Ich finde mein Leben zusehends sinnlos, ich weiß nicht wie es weitergehen soll. Zum Reden habe ich niemanden. Ich hoffe hier jemanden zu finden.
• • 25.04.2026#1
16 Antworten ↓
Saina91 Mitglied
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@Blackbird86
Das tut mir sehr Leid mit Deiner Mutter und dass du momentan in solch einer für dich düsteren und aussichtslosen Situation bist.
Wieso ist denn dein Lebensgefährte so gemein zu Dir? Was sagt er denn beispielsweise? Hmm, Freunde hast Du keine, die Dich in dieser Situation auffangen können? Wie alt sind Deine Kinder?
Also wenn Du total unglücklich bist, bist Du nicht gezwungen in einer unglücklichen Partnerschaft zu bleiben. Auch wenn Du momentan finanziell abhängig bist von Deinem Partner, heißt es nicht, dass es keine Alternativen gibt. Du könntest ja finanzielle Hilfe vom Staat beantragen und vielleicht dann irgendwann wieder Fuß ins Berufsleben fassen.
Allerdings würde ich mir in deiner jetzigen Situation therapeutische Hilfe holen.
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x 2#2
A
Angst um Mutter
x 3
Abendschein Mitglied
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Liebe @Blackbird86 das tut mir leid, was Dir widerfahren ist, da kommt ja einiges zusammen. Du schreibst Du bist finanziell abhängig, aber Du würdest Bürgergeld und eine eigene kleine Wohnung bekommen. Ich finde es ist an der Zeit, das Du auch einmal an Dich denkst. Was meinst Du dazu ?
•
x 2#3
H
Houle Mitglied
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@Blackbird86 , da hast du natürlich ein schweres Packet zu tragen, erstmal möchte ich dir sagen das ich es unglaublich mutig und stark von dir finde dass du trotz deiner Last die Kraft findest deine Mutter zu besuchen, ich finde das ist keine Selbstverständlichkeit. Deine Private Situation tut mir natürlich sehr leid, und ich hoffe sehr das du mit deiner Mutter noch ein wenig Zeit hast und das ihr vielleicht noch den einen oder anderen schönen Moment haben werdet. Das mit deiner Beziehung hört sich auch nicht gut an, man sollte nicht gezwungen sein so zu leben, und wenn es nicht mehr geht sollte man die Reißleine ziehen und es ist keine Schande sich z.B therapeutische Hilfe zu holen bzw. zu suchen.
Gruß Houle
•
#4
B
Blackbird86 Mitglied
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Er sagt zum Beispiel das ich mich über alles aufrege, mir nichts recht ist usw. Naja wie soll ich denn drauf sein in dieser Situation. Ich weine täglich, brauche auch täglich Tabletten zum Beruhigen, sonst wäre ich schon durchgedreht mal. Mein Plan ist es mich von ihm zu lösen, momentan fehlt mir die Kraft dafür.
Freunde habe ich hier keine leider. Meine Kinder sind 11 und 13.
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#5
B
Blackbird86 Mitglied
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@Abendschein
Sorry ich weiß leider noch nicht wie ich hier wem zitiere. In Österreich ist es leider etwas anderes. Eine Wohnung bekomme ich nicht einfach so.
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x 1#6
B
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Houle,
für mich ist es eine Selbstverständlichkeit meine Mutter zu besuchen und alles für sie zu tun. Immerhin ist sie am Ende ihres Lebens angelangt und ich möchte jeden Moment mit ihr genießen, selbst wenn sie im Bett liegt und schläft.
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#7
Astrid63 Mitglied
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Mir tut es sehr leid, dass Du Deine Mutter in diesem Zustand sehen musst. Ich habe meine Mutter lange zu Hause gepflegt und war bei ihrem letzten Atemzug bei ihr. Sie ist zu Hause eingeschlafen. Das war im Dezember. Als sie noch lebte konnte ich es nicht akzeptieren, dass sie sterben wird. Es ist einfach eine furchtbare Situation in der man sich befindet, wenn die Mutter am Ende des Lebens angekommen ist. Das kann man auch nicht schön reden. Es gibt nichts, was man daran ändern kann und man fühlt sich furchtbar hilflos, ängstlich und voller Schmerz. Da bleibt einem nur, es auszuhalten. Aber an Deiner Situation mit Deinem "Partner" kannst du etwas ändern auch wenn es furchtbar schwer ist. Wenn Du darüber nachdenkst, Deinen Partner zu verlassen, was passiert dann in Deinen Gedanken mit Deinen Kindern? Würdest Du sie mitnehmen? Wenn Du darüber nachdenkst, alleine zu gehen, dann gibt es bestimmt ein Amt, welches Dir unter die Arme greifen würde. Dir mit einer Wohnung hilft etc. Und Jobs findet man immer, wenn man nicht zu hohe Ansprüche hat. Letztendlich muss des Gehalt halt einfach zum Leben reichen. Ich denke oft an die Worte, dass man leichter in der bekannten Hölle leben bleibt, als das Risiko einzugehen, etwas Neues anzufangen, was einen glücklich macht. Und so verharren viele Menschen in ihrem Unglück. Aber man kann es schaffen. Letztendlich ist es Deine Wahl, ob Du in der schlechten Beziehung bleibst oder aber einen Neuanfang wagst. Du hast nur dieses eine Leben. Und auch für Deine Kinder kann es hilfreich sein, wenn ihr Euch aus dieser toxischen Beziehung befreit. Ich weiß, es schreibt sich leicht und ist doch so schwer auszuführen.
Da die Situation im Moment sowieso all deine Kraft in Anspruch nimmt, ist es sicherlich besser, wenn Du erstmal abwartest. In dieser Zeit kannst du dich ja schlau machen, welche Möglichkeiten der Unterstützung es für Dich oder für Dich und Deine Kinder gibt. Vielleicht gibt dir das dann auch den Mut, die Zukunft anzupacken und es geht dir besser.
Ansonsten ist dieses Forum wirklich hilfreich. Man kann sich alles von der Seele schreiben und manchmal erhält man auch wirklich gute Tipps. Aber auf alle Fälle bekommt man Verständnis. Und das fehlt dir in deiner Beziehung ja sehr.
Ich schicke Dir auf alle Fälle viel Kraft. Ich finde es wundervoll, dass Du für Deine Mama da bist.
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x 1#8
B
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@Astrid63
Vielen Dank für deine lieben Worte. Ich suche schon länger nach Mietwohnungen oder Miethäusern. Ich denke es wird so sein das mein jüngerer Sohn mit will, der ältere eher nicht. Ich würde das dann so akzeptieren. Hier in der Gegend ist es sehr teuer etwas zu mieten, ich schaue also in anderen Gegenden. Momentan hat aber meine Mutter Priorität. Für mich ist es kaum auszuhalten sie so zu sehen. Ich brauche jeden Tag Beruhigungstabletten. Gegen Angst und Panikattacken kämpfe ich schon seit 2 Jahren, mit psychischen Problemen habe ich mein Leben lang zu tun. Ich habe einen Bruder, er will alles für sich haben, das wird auch noch ein Problem werden. Er ist eher narzistisch veranlagt.
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#9
B
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@Houle
Sorry meine Nachrichtenanzahl ist überschritten. Schreib mir doch bitte deine Mail privat. Danke
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#10
B
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Ich fahre jetzt dann zu meiner Mutter ins Krankenhaus, wie immer habe ich Angst wie sie heute drauf ist, Zustand usw.
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#11
H
Houle Mitglied
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Wünsche dir heute beim Besuch deiner Mutter viel Kraft und alles Gute 🙂
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#12
B
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Danke, es war in Ordnung heute. Die Schmerzmedikation scheint gut zu wirken
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#13
Astrid63 Mitglied
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Ich gestehe, dass ich auch Beruhigungsmittel nehme. Es gibt halt eine Zeit, da geht es nicht anders. Meine Ärztin und meine Psychologin sehen es genauso. Jetzt, wo meine Mama fast 5 Monate nicht mehr bei mir ist, fange ich langsam an zu reduzieren. Ich freue mich, dass die Medikation bei deiner Mutter wirkt. Es ist beruhigend zu wissen, dass sie keine Schmerzen aushalten muss. Das war für mich auch immer das Wichtigste. Alles andere muss halt jetzt erstmal warten. Man kann nicht alles auf einmal stemmen. Du machst es genau richtig
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#14
B
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Danke für deine lieben Worte @Astrid63. Bin gerade wach geworden und hab voll die Panikreaktion, schwitzen, Übelkeit. Mir geht's voll schlecht gerade.
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#15
B
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@Astrid63
Welche Beruhigungsmittel nimmst du denn und fällt es dir leicht das abzusetzen?
@Abendschein Sorry ich weiß leider noch nicht wie ich hier wem zitiere. In Österreich ist es leider etwas anderes. Eine Wohnung bekomme ich nicht einfach so.
Glaube hier ist es mittlerweile auch nicht mehr so einfach eine Whg. zu bekommen. Bürgergeld ist nicht mehr aktuell. In Österreich ist es generell anders. Kann dich gut verstehen, habe die letzten Jahre fast die ganze Familie und viele Freunde, Bekannte verloren. Das ständige Abschied nehmen ist sehr belastend. Weiß genau wie du dich fühlst wegen deiner Mutter. Man hofft, fiebert mit , wird enttäuscht da sie nicht mehr viel wahrnimmt.Kann nicht richtig verstehen sie so schwer krank ist und höchstwahrscheinlich auch die Lebensdauer sehr begrenzt ist. Kenne das Thema Lunge/Tumore,
Trigger
sowie( Aneurysma), Schlaganfälle, Infarkte leider zu gut. Hatte selbst privat Pflegefälle................................. Du kannst gedanklich nicht abschalten. Hast zusätzlich die Probleme mit deinem Mann, was natürlich äußerst nervenaufreibend ist. Dann hast du mind. Kinder, um die du dich auch noch kümmern mußt. Geschwister, Kollegin, oder eine Freundin kann dich nicht unterstützen?