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Butterfly-8539
Zitat von Blackbird86:
@Butterfly-8539 Die Tage sind unterschiedlich, an manchen geht es etwas besser und ich habe das Gefühl sie bekommt mehr mit. An anderen Tagen habe ich das Gefühl sie weiß nichtmal mehr wer ich bin. Leider 😭. Sie liegt seit 5 Wochen im Krankenhaus, 5 Wochen ohne Ruhepause für mich, ohne mal Abschalten ...

Kenne diese schlimmen Zeiten und auch das man nur noch wie in einem Hamsterrad funktioniert. Man kommt nicht zu Pausen, nicht mal richtig zum Essen. Glaube das war auch in deinem Alter, bwz. bei mir fing die ganze scfhlimme Zeit an, als ich ca. 25 war. Es ging endlos bis zum heutigen Lebensjahr weiter. Erst letztes Jahr zwei gute Freundinnen. Die fünf vorherigen Jahre waren wieder so einschneidend, da sehr viele Menschen im Umfeld verstorben sind. Mittlerweile komme ich gar nicht mehr mit und muß überlegen, wer überhaupt noch da ist. Damals als meine privaten Pflegefälle mich ohne ,Verschnaufspausen forderten und stark prägten, dachte ich auch oft es geht nicht mehr weiter. Doch irgendwie schafft man es doch wieder auf die Beine zukommen. Zwar mehr schlecht als recht. Die Wunden dauern lange, bis sie wenigstens Narben bilden. Manche Todesfälle waren für mich sehr einschneidend und sogar schockierend. Es riß mir bei zwei förmlich den Boden unter den Füßen weg, denn sie waren viel zu jung. Aber man ist trotz aller Mühen, Hoffen nicht Herr über Leben und Tod. Man will es nicht wahr haben und muß lernen danach wieder auf die Beine zu kommen. Das wirst auch du schaffen. Habe sehr viel im Leben mitmachen müssen, dachte oft, es nicht mehr zu packen, doch das Gehirn läßt einen nicht ruhen und gibt einem einen Ruck um wieder weiter zu machen.
Das Problem mit Wohnraum ist glaube ich fast überall, was aber vorhersehbar war. Doch wehe man sprach das an. Wer logische Denkweise besaß, wußte das, aber....................

#21


B
@Butterfly-8539

Hamsterrad - das trifft es. So läuft mein Leben seit Jahren und ich komme nicht mehr auf die Beine.
Den Tod kann man nicht besiegen, egal wie sehr man dagegen ankämpft, er ist immer der Stärkere.
Mir war klar dass meine Mutter irgendwann gehen muss, doch mir geht das jetzt alles viel zu schnell. Darauf war ich nicht vorbereitet, keiner aus dem Umfeld. Ich bin leider psychisch angeschlagen, mein Umfeld versteht das teilweise nicht, die meinen man kann sich ja auch mal zusammen reißen und Panikattacken werden belächelt. Ich sage dann immer, ich habe mir dieses Leben so nicht ausgesucht.
Ich kann mir ein Leben ohne meine Mutter nicht vorstellen momentan. Ich glaube ich werde untergehen.

#22


A


Angst um Mutter

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B
Wollte mich mal wieder in meinem Thread melden.
Meine Mutter ist am 09. Mai verstorben, einen Tag vor Muttertag und seitdem ist mein Leben nicht mehr das Gleiche. Es wird auch nie wieder so sein.
Die Beerdigung haben wir hinter uns, wir haben versucht die es so schön wie möglich für sie zu organisieren.
Ich habe es noch immer nicht realisiert und packe es gar nicht.
Ich ertrage mein Leben nur noch mit Tabletten und mache eigentlich den ganzen Tag nichts.
Eigentlich bin ich selber ein Pflegefall.
Ich würde auch tauschen mit meiner Mutter, sie wollte leben und durfte nicht, ich sehe momentan gar keinen Sinn.
Es wäre super wenn ich hier wem zum Austausch hätte, fühle mich so allein.

x 1 #23


B
Religion

#24


B
@Burak

Was soll deine Antwort?

#25


Wildrose
Mein herzliches Beileid.
Mein Papa ist vor sechs Jahren an Krebs verstorben, er war eigentlich ganz fit und keine drei Wochen später starb er im Krankenhaus.
Wir waren immer ein gutes Team und ich konnte mir nicht vorstellen, wie ich ohne ihn auf der Welt klarkommen soll.
War auch schwer und er fehlt mir und wird immer fehlen.
Denke oft an die Unternehmungen, die wir zusammen gemacht haben und manchmal ist es tröstlich und manchmal schmerzlich.


Ich wünsche dir viel Kraft.

x 3 #26


Astrid63
Mein herzliches Beileid nachträglich. Meine Mama ist vor ziemlich genau 6 Monaten gestorben und manchmal zerreißt mich noch der Schmerz. Es gibt inzwischen aber auch Tage, an denen ich recht gut klarkomme. Aber auch ich frage mich manchmal, warum ich eigentlich noch weiter mache. Aber dann gehe ich mit meinem Hund in den Stadtpark und schaue mir die Natur an. Früher habe ich nicht viel dafür empfunden aber jetzt hilft es mir, in die grünen Bäume zu schauen, den Hunden beim Spielen zuzusehen und einfach ansonsten nichts zu tun. Heute hatte ich allerdings wieder Mamas Gesicht vor meinen Augen, als sie ihren letzten Atemzug tat. Dann muss ich wieder furchtbar weinen. Sie fehlt mir so. Dir wird es genauso gehen. Ich kann Dir nur sagen, dass es besser wird. Jeden Tag ein klein wenig. Vielleicht findest Du ja etwas, was Dir in deiner schweren Zeit gut tut. Ein Spaziergang, eine Tasse Kakao, ein Stück Kuchen, eine Serie, die Du gerne siehst. Versuche mal, Dich ein wenig zu verwöhnen. Was würdest du für einen anderen Menschen tun, der sich in seiner Trauer an Dich wendet? Vielleicht kannst Du die Tipps, die Du dieser Person geben würdest, auch für Dich anwenden. Sei gut zu Dir. Ich gebe zu, dass ich auch oft denke, dass es besser gewesen wäre, mit Mama zusammen zu sterben. Aber dann denke ich an schöne Momente, die ich erlebe. Und es sind nur Kleinigkeiten, aber sie machen mich froh. Vogelzwitschern zum Beispiel. Ich liebe es inzwischen, den Piepmätzen zuzuhören. Ich liebe Sahnetorte und gönne mir ab und zu ein riesen Stück. So ein Moment macht mich glücklich. Ich wünsche Dir, dass Du auch so kleine Lichtblicke für dich finden kannst. Ansonsten sende ich Dir ganz viel Kraft für diese schwere Zeit.

x 3 #27






Mira Weyer
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