Zitat von Ihavenoidealul: Hallo ich leide unter einer Generalisierten Angststörung (wurde mir auch diagnostiziert) jedenfalls gehts darum das mich letzte Woche was getriggert hat und seit dem geht es mir schlechter.
Es hat angefangen das ich mir wieder zu viele Sorgen mache und dann kamen die Gedanken „was ist wenn ich mir was antue“ „will ich überhaupt noch leben“ diese Gedanken haben mich echt richtig runter gezogen und mir so dolle Sorgen darüber gemacht das ich nicht mehr davon weg kam.
Jedenfalls kamen dann die Gedanken „ich will nicht mehr leben“ und „ich hab kein Bock mehr auf mein Leben“ Ich fing an auf Google zu recherchieren um mich rückzuversichern das es keine Suizidgedanken sind. Habe nichts gefunden und seit dem große Angst das es wirklich Suizidgedanken sind und ich mir was antue.
Ich weis nicht ob meine Angst das extra macht und mit mir ein Spielchen spielt, die Gedanken hab ich auch wirklich so selten aber wenn ich sie habe das komm ich nicht davon weg und habe Angst das sie sich verschlimmern. Deswegen muss ich sie ja so unter Kontrolle haben.
Durch die Gedanken gehts mir mega schlecht seelisch und da ich sie so als schlimm einstufe bin ich die ganze Zeit auf Acht.
Was haltet ihr davon ?
@Ihavenoidealul
Also ich kann auch nur von mir und meinen "Erfahrungen" berichten. Wenn Du daraus etwas ziehen kannst und es hilfreich ist, freut es mich. Ansonsten kann auch ich nur an prof. Hilfe verweisen.
Ich bin z.B. generell ein Denk-Mensch. Ich analysiere viel und beschäftige mich intensiv mit meiner Umwelt, diversen DIngen und auch mit dem Ich, Sein, Werden, Vergehen usw. Das ist alles "normal". Nur, weil man einmal oder des Öfteren Gedanken hat, die andere Menschen "nicht" haben, muss es nicht zwangsläufig schlecht sein. Das wird oft lapidar von der Gesellschaft so suggeriert, ist es aber nicht! Zumal Dritte das ohnehin nicht beurteilen können, wenn diese nicht exakt in dieser Lage sind. Schlimm ist obendrein, wenn Dritte "bevormunden" wollen.
Ich habe z.B. "oft" erlebt, dass z.B. ein reicher Mensch floskelhaft sagt, dass es "nicht" schlimm ist, wenn eine arme Person hier und da kein Geld oder nichts zum Essen hat. Einfach floskelhaft "herunter" gespielt aus "seiner" Warte herab, ohne sich "Neutral" mit den Fakten zu beschäftigen und alles zu analysieren. Ich meine, welchen Wert hat denn so eine lapidare Stammtischfloskel? Kann eine reiche Person oder eine Person, die sich nie in so einer Lage befand oder befindet, das beurteilen? Zudem ist es anmaßend!
Das Gleiche betrifft das "Gedankengut". Manche Menschen machen sich eben über alle Dinge Gedanken bzw. interagieren mit der Umwelt, hinterfragen, analysieren und forschen. Das muss nicht schlecht sein.
Ich selbst habe auch schon oft "logisch" hinterfragt, was Leben für einen Sinn hat, was meine Aufgabe auf dieser Welt ist, was ich bewirke/ändere usw. Das sind philosophische Themen und der Mensch an sich, ist dazu fähig. Ich meine, selbst wenn alles "gut" läuft und Menschen "gesund" sind, stellen sich diverse Fragen aus reiner Neugier und Natur. Selbst damals hatte man zwecks Sein, Werden und Vergehen sinniert!
Durch meinen Beruf bedingt habe ich schon diverse Suizide "erlebt" und auch in der Verwandtschaft bzw. Bekanntschaft ein paar "Suizide" erfahren müssen. Als intelligenter Mensch bewerte ich das nicht negativ. Zudem stünde es mir auch nicht zu, über eine dritte Person zu urteilen oder diese zu bevormunden.
Ich stehe dem Thema "offen" gegenüber und "denke", dass jede Person nicht nur das Recht auf Leben hat, sondern auch auf den Freitod. Es geht keinen anderen MEnschen etwas an und es ist die freie Willensentscheidung der betroffenen Person. Diese stete Bevormundung durch Dritte ist furchtbar.
Zumal man sich immer "neutral" die Frage stellen muss, was die Person möchte und wodurch es der Person "besser" geht. Ein "LEBEN" voller Qualen oder "Freiheit"? Dritte können und sollten das nicht beurteilen und entscheiden! Ferner muss in die Logikliste der Abwägung auch mit einfließen, ob sich in der Welt durch den Verlust etwas gravierendes verändert? Oder, ob durch die Existenz etwas beeinflusst wird?
Ein Leben nur des Daseinswegen ist kein Leben. Seitens Natur zwecks Arterhalt schon. Aber, nur Natur.
Ich sehe das entspannt. Wenn Menschen "diesen" Weg gehen, dann ist es "deren" Entscheidung. Geht mich nichts an. Wenn Menschen Hilfe wollen, dann sollen diese Menschen Hilfe bekommen. Mich stört allerdings nur, dass "immer" Dritte floskelhaft sagen, dass dies und jenes nicht so schlimm sei. Woher wollen Dritte das beurteilen? Selbst wenn es für die dritte Partei nicht so schlimm ist, heißt es nicht, dass es Person A, B oder C auch so ergeht.
Wenn "DU" das so nicht magst und "Angst" hast, dann würde ich das prof. angehen und Hilfe suchen bzw. in Anspruch nehmen. Du möchtest das ja nicht und hast Angst davor.