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Hallo,
bin momentan ziemlich fertig mit den Nerven und am Montag einen Termin beim Psychiater.
Habe lange bei einer Therapeutin mein Glück versucht. Da ich aber blockiert habe und ihr nicht alles gesagt habe, meinte sie, ich müsse stationär oder teilstationär gehen.
Ich habe richtig Angst, mich komplett zu öffnen, weil ich irgendwie Angst habe, dass es noch schlimmer wird bzw. es nicht mehr besser werden kann.
Dabei wäre es wahrscheinlich der Beginn der Heilung. Meine Frau weiß auch, dass es mir psychisch schlecht geht. Nur ihr gegenüber kann ich auch nicht alle Gedanken preisgeben, weil ihr das Angst machen würde....
Ich kenne auch die Ursachen, Stress mit Mobbing im Job, Krankmeldung momentan zieht auch runter, kann aber auch nicht arbeiten gehen.
Dann habe ich noch andere Baustellen, die mir gerade über den Kopf wachsen.
Aus Sicht eines Gesunden sicher keine unlösbaren Probleme, aus meiner Sicht zur Zeit schwer lösbar.
Hat jemand so etwas Ähnliches schon durch gemacht oder einen Tipp für mich?
Die Therapeutin meinte, ich müsse erst mal gesunden und stabiler werden, bis ich was Neues anfangen kann. Wie kann ich aber ohne die Perspektive auf einen Job wieder Land sehen?
Sorry, war lang
LG

12.05.2018 18:51 • 14.05.2018 #1


16 Antworten ↓


Cati
Für mich war es auch nicht leicht, zum Psychiater zu gehen.
Ich habe mir vorher einen Zettel mit Stichworten geschrieben, und ich habe
ihm alles geschildert, auch wenn ich mich geschämt habe.
Alles Gute für morgen.

13.05.2018 15:42 • x 1 #2



Angst dem Psychiater alles zu sagen und Situation

x 3


Vielen Dank, lieb von dir ich war schon ein paar Mal dort, habe aber nicht alles gesagt... Ist wie eine Blockade bzw. hab ich Angst, dass ich dann in eine Klinik muss und man mir nicht helfen kann, weil ich zu lange gewartet habe.
Habe echt Angst, depressiv zu sein. Vielleicht ist aber auch Druck weg, wenn ich alles ohne Umschweife sage.
Sch... Angst.
Das Seltsame ist, wenn ich dann gesagt bekomme, ich wäre nicht depressiv, dann beruhige ich mich wieder, bis es von Neuem losgeht. Hört sich durcheinander an, aber so sieht es aus im Köpfle....

13.05.2018 16:24 • #3


Icefalki
Zitat von Akira123:
Vielen Dank, lieb von dir ich war schon ein paar Mal dort, habe aber nicht alles gesagt... Ist wie eine Blockade bzw. hab ich Angst, dass ich dann in eine Klinik muss und man mir nicht helfen kann, weil ich zu lange gewartet habe.
Habe echt Angst, depressiv zu sein. Vielleicht ist aber auch Druck weg, wenn ich alles ohne Umschweife sage.
Sch... Angst.
Das Seltsame ist, wenn ich dann gesagt bekomme, ich wäre nicht depressiv, dann beruhige ich mich wieder, bis es von Neuem losgeht. Hört sich durcheinander an, aber so sieht es aus im Köpfle....



Dein Köpfle macht es viel zu kompliziert. Depri heisst nicht, dass das Leben vorbei Ist. Und wer Ängste hat, hat auf jeden Fall auch Depressionen. Alleine schon, weil alles zum kotzen ist. Depris gibt es auch in verschiedenen Abstufungen.

Was du hast, das ist noch die nicht vorhandene Akzeptanz, dass du zu den Psychos gehörst. Ich kann dich trösten, da sind viele extremst wertvolle Menschen dabei, die aufgrund eigenen oder früherer Erfahrungen eben verwurstelt sind. Hat überhaupt nix zu sagen. Ich denke, eher das Gegenteil. Man kann auch hoch erhobenen Hauptes seine Seele behandeln lassen, die es dringend nötig hat. Und am Ende hast du sehr viel gewonnen.

Ist eine Chance, und keine Abwertung. Jeder sollte das tun, ich denke, die Menschen wären dann insgesamt viel anständiger zueinander.
Denk lieber um. Ist heutzutage keine Seltenheit mehr, dass man im Hamsterrad gefangen ist und einfach nicht mehr kann. Ich arbeite in der HNO. Ca. 30 Prozent unserer Patienten haben Probleme ohne Ende. Viele sind unbehandelt und leiden ohne Ende. Und das sind auch nur die, die ich oder Chefe darauf ansprechen. Dunkelziffer lässt grüssen.

Wolllt dir das nur mal mitteilen, dass sich dein Köpfle bissle erholen kann. Auftrag von mir, wenn in der HNO Praxis, wildfremde Menschen eingestehen, dass sie am Rad drehen, kannst und sollst du beim Therapeuten die Hosen runterlassen. Dort macht man das nämlich. Raus damit und dann daran arbeiten.

13.05.2018 16:58 • x 3 #4


Ich danke dir von ganzem Herzen
Hast du dir schon mal Gedanken gemacht, ob du Psychotherapie anbietest? Wahnsinn, wie deine Worte wirken und Hoffnung machen, wo sie eigentlich schon weg war... Mein Arzt hat mal gesagt, dass es nie zu spät ist, aber im Loch kommt es einem so vor.
Neben meiner Angststörung habe ich noch hypochondrische Ängste, deshalb denke ich schon lange, dass ich ein Psycho bin.
Aber akzeptiert hab ich das wohl echt nicht.
Schön, dass es Menschen wie dich gibt, Empathie ist wohl eher selten heutzutage.
Dann pack ich morgen aus, auch wenn ich bis zum Termin schlimme Ängste haben werde...
Liebe Grüße

13.05.2018 18:10 • x 2 #5


EsIstIch
Ich habe das bei meinem Therapeuten ganz parataktisch gesehen, er hört sowas jeden Tag und ich denke (ja da spielt Hoffnung ne große Rolle) das ich nicht sein "Härtefall" bin.

Was ich super wichtig fand war das er mir von ersten Moment an sympatisch war, bis auf meine "Macken" ticken wir schon ziemlich gleich (selber Humor etc.)

Lass es auf dich zu kommen und finde deinen Doc, bei mir wars der 4te Anlauf

13.05.2018 18:26 • x 1 #6


Vielen lieben Dank
Ich denke, dass ich stationär oder teilstationär gehen muss, weil ich mich der Therapeutin nicht wirklich geöffnet habe und sie das empfohlen hat....
Jetzt hab ich einen großen Knoten, der sich nicht löst, vielleicht hat jemand ne Idee:
Ich hätte die Chance, einen neuen Job zu bekommen. Im alten bin ich noch angestellt, kann dort aber nicht mehr hin (lange angestauter Streß). Hab aber Kündigungsschutz. Die Therapeutin meint, ich soll nicht kündigen und erstmal gesunden. Meine Frau meint, ich soll kündigen und den neuen Job nehmen. Was soll ich nur tun? Ich muss ja was neues suchen, aber wenn ich in 3 Monaten nicht arbeitsfähig wäre und den neuen Job nicht antreten könnte, hätte ich nichts....
Blöde Situation...

13.05.2018 19:03 • #7


Icefalki
Danke dir, freut mich, dass ich dir ein bisschen helfen kann. Geh raus aus dem Gedanken, dass psychische Probleme was mit Irrsinn, den man fürchtet ohne irgendwelche Ahnung zu haben, zu tun hätte. Alles mist. Menschen fürchten sich vor Dingen, die sie nicht verstehen. Und unsere Seele schreit,und wir verstehen nur nicht, was sie sagt. Und das macht Angst.

Angst macht auch, was andere denken könnten, wenn man Schwäche zugeben muss. Dabei erfordert das viel Mut. Im Prinzip ist alles nur ein Ausdruck dessen, dass einem alles zuviel ist. Zuviel, weil man meint, dass man zu funktionieren hat, koste es, was es wolle. Und das zu verstehen, braucht Zeit. Hypochonder kann man leicht werden, wenn man hofft, dass körperliche Mängel die Ursache sind und den Zusammenhang zwischen Psyche, darauffolgenden Verspannungen und Irritationen nicht versteht. Letztendlich der Wunsch, mit körperlichen Symtomen eine Erklärung aus der "Peinlichkeit" zu haben.

Hypochonder sind aber sehr gut untersucht, zumindest besser, als ein nicht ängstlicher Mensch. Und auch diese Menschen überleben Akutsituationen, vor die sie gestellt werden, wenn's ihnen blüht. Nur fürchten sie sich nicht davor, es passiert eben.

Da man etwas befürchtet das was sein könnte, heisst ja, man merkt, dass was nicht stimmt. Und dass das mit Angst quittiert wird, bedeutet vielleicht auch, dass man schon lange in einem Zwiespalt mit sich selbst lebt, und das gut verdrängt hat. Ein Schatten begleitet einen und drückt ganz gewaltig runter. Druck macht sich dann auch körperlich bemerkbar, und der Gedanke, dass da was ist, kommt einem logischerweise in Sinn. Dr. Google wird befragt, und alles wird noch schlimmer. Panik pur.

Ich schreib dir das, weil ich mir das so aufgedröselt habe. Und noch viel, viel mehr. Hab das lange Zeit auch mit mir rumgeschleppt und vor lauter Symptomen und alles verstecken, gar keine Hilfe gesucht. Ich denke oft, ob mich wohl damals jemand erreicht hätte, war aber viel zu beschäftigt, nicht zu sterben und schön das Mäntelchen drüber zu halten.

Insofern kann ich dich nur bitten, nicht so blöd wie ich zu sein, sondern dir ohne Angst helfen zu lassen. Ist definitiv der einzige und beste Schritt, den man tun kann, damit die Schatten wieder verschwinden. Denn, kennst du die beim Namen, ängstigen die dich deutlich weniger, denn sie heissen dann nicht mehr Herzinfarkt oder Tumor, sondern vielleicht verlorenes Selbstwertgefühl,Selbstbewusstsein, und/oder falsche Denkweise.

Lese gerade dein Arbeitsproblem. Erst wieder einigermassen gesund werden. Und weg mit dem Druck, in 3 Monaten fit sein zu müssen. Ich hab damals auch wieder neu angefangen, war da aber schon ziemlich gut therapiert. Neubeginn mit Altlasten bringt ja nichts. Und Klinik ist ja auch nicht schlecht.. Da kannst du intensiv an dir arbeiten.

13.05.2018 19:10 • x 1 #8


Qenni
Halloo liebes ich würde mal gerne wissen wie es dir jetzt geht ?

Lgg

13.05.2018 19:25 • #9


Icefalki, schon wieder den Nagel auf den Kopf getroffen.
Ich lebe schon lange im Zwiespalt mit mir, ich habe funktioniert und im Autopilot gelebt. Ich habe nicht nein sagen können und wollte es allen recht machen.
Unterbewusst habe ich das schon lange gemerkt (Angst). Erst durch wirklich düstere Gedanken habe ich gemerkt, dass es so nicht mehr weiter geht.
Auch das googeln kenn ich, nur irgendwann bzgl. psychischen Problemen. Das wurde zur Sucht und hat alles schlimmer gemacht.
Und dann triggert mich alles....
Selbstbewusstsein habe ich auch nicht wirklich, obwohl das eigentlich niemand gemerkt hat, weil ich der nette bin, der es allen recht machen will und immer eine Rolle gespielt habe.
Ich denke, ich kenne viele meiner Probleme..
Bin echt dankbar für deine Denkanstöße
Liebe Grüße

13.05.2018 20:07 • #10


Hallo @Akira123
ein guter Psychiater (ja, gibt auch welche, wie es verschiedene Menschen gibt) hat täglich mit Menschen zu tun, die verschiedene Probleme haben und erkennen, ob da alles gesagt wird oder ob man sich verschließt. Von daher hat man keine Chance, nicht alles zu sagen und zu denken, nicht alles gesagt zu haben. Meine Psychiaterin versteht auch, was ich nicht gesagt habe.

Ob Klinik oder nicht entscheidet der Arzt zusammen mit dir. Was den Job betrifft, würde ich zunächst tatsächlich alles zurück stellen, was dich in die Krise gebracht hat und wirklich auskurieren - jedenfalls soweit, wie du stabiler wirst, um eine neue Aufgabe zu übernehmen.

Denk auch dran, daß du eine psychosomatische Reha beanspruchen könntest, um den Wiedereinstieg in den Job zu gegebener Zeit besser zu bewältigen. Auch das entscheidet der Arzt zusammen mit dir!

Gute Besserung!

13.05.2018 20:36 • x 1 #11


Icefalki
[quote="Akira123"Ich denke, ich kenne viele meiner Probleme..[/quote]

Das ist doch sehr gut. Dann akzeptiere sie als erkannt. Bist ein Ja-sager, ein Recht macher-Woller, ein Konfliktvermeider. Aber nur insgeheim, nach aussen total taff, denn obiges will man ja nicht sein.

Aber ein kluges Köpfchen bist du trotzdem. Kluge Köpfchen denken dann nach, und könnten beschliessen, dass man das ändern könnte. Und mit flattrigen Knien so ganz langsam mal neue Strategien ausprobieren. Immer in Gedanken daran, dass die bisherigen Strategieen eigentlich schädlich für einen selbst waren.
Was bedeutet, man ist in Wirklichkeit überhaupt kein Ja-sager, sondern hat nur nicht gelernt, was Abgrenzung bedeutet und wie das funktioniert.

Und ein Ar. möchte man ja auch nicht werden. Deshalb gewinnen manchmal die anderen Ärsche, weil die keine Hemmungen haben, ihre Frustrationen an anderen auszulassen. Die handeln aber vielleicht nur so, weil es ihnen egal ist, was andere von ihnen denken. Also sollten wir lernen, dass Meinungen anderer zwar durchaus ihre Berechtigung haben, unsere aber auch. Und deshalb darf man sie auch vertreten.

Mein Nein, das ich heute sage, ist immer durchdacht. Auch wenn mein Nein damit begründet ist, weil ich eine Überforderung spüre bzw. Sie es auch tatsächlich für mich ist. Das kann ich problemlos zugeben. Und komischerweise wird das akzeptiert. Gut, mit Idioten gebe ich mich nicht mehr ab. Die passen einfach nicht zu mir.

Wie du deinen Weg gehen wirst, ist deine Sache. Aber um Veränderungen, Akzeptanz und Authentizität kommst du nicht drumrum. Macht aber, wenn man es mal begriffen hat, beinahe Spass.

13.05.2018 22:52 • x 1 #12


Vielleicht zum Kaltstart hier im Forum öffnen? Das ist hier anonym und ne geschütze Plattform sage ich mal.

Und ansonsten (das kann ich gut): Wenn dann Bedingungen, falls, hätte, könnte, würde hinterfragen. Du machst dir 1000 Gedanken über Sachen, die nicht so relevant sind. Damit blockierst du dich selbst mehr, als, dass du dir hilfst.

Ggf. hälts du uns auf dem Laufenden. Also mir hilft sowas schon, also soll jetzt nicht druckmäßig sein, aber ich denke mal, es freut Leute schon, wenn du hier Fortschritte machst und das berichtest.

You can do it!

Ach und Ängste überwinden / konfrontrieren ist anfangs immer schwer, aber denk immer dran: Es gibt keine Alternative zum Mut. Oder es gibt nichts gutes, außer man tut es.

13.05.2018 23:51 • x 1 #13


Also ich bin überwältigt, wie viele Leute sich da jetzt in dem Thema bewegen

@reenchen: Leider weiß ich nicht, ob meine Psychiater alles erkennen und ob sie gut sind.
Meine Stammärztin ist seit längerer Zeit krank, ich dachte schon, wegen mir, weil ich so anstrengend bin (so Sachen gehen mir zusätzlich durch den Kopf).
Und wegen einer neuen Aufgabe bin ich nicht gerade optimistisch. Kann ich das jemals wieder schaffen usw. ... Also nur negativ gedacht
Da ich auch gerade krank geschrieben bin und keine wirkliche Aufgaben habe (räume dann auf, wasche Wäsche, unterstütze meine Frau, spiele mit der Tochter). Aber das erfüllt mich iwie alles nicht...
Und vor der Klinik hab ich Angst, weil ich nicht gerne alleine bin und das macht mir um so mehr Angst.

@icefalki, der mir wahrscheinlich schon mehr über mich sagen konnte, als meine bisherige Therapeutin
Diese Strategien muss ich wohl erlernen und üben. Bei Konflikten z.b., wenn ich jemand nicht leiden kann, reagiere ich nie souverän...
Und ein Ar. möchte ich nie werden, wobei man oberflächlich gedacht vermutet, dass es diese Menschen leichter haben. Ich bin von Natur aus ein liebenswerter Mensch und das will ich nicht ändern. Manchmal zu nett...
Dann hoffe ich, dass ich die Veränderungen herbeiführen kann, dass ich besser mit meinen dunklen Gedanken umgehen kann..

@angstknauel:
Stimmt, ich mache mir 1000 Gedanken, auch über nicht so relevante Themen. Dieses (übertriebene) Sorgen soll wohl ein Hauptbestandteil einer Angststörung sein. Und wenn man depri ist, dann hat man wohl auch Angst, die Sorgen nicht bewältigt zu bekommen. Scheint sich gegenseitig zu begünstigen...
Meine Ängste kann ich auch hier im Forum noch nicht preisgeben, etstens triggert das eventuell andere (mir geht es so, wenn ich etwas lese, denke ich das auch, deshalb geht's mir auch mies, weil ich auch immer google usw. ...
Wenn ich aber Fortschritte mache, teile ich das gerne

LG und danke an alle

14.05.2018 09:52 • #14


So, ein ernüchternder Termin ist vorüber. Die Ärztin, bei der ich war, meinte, sie würde mich nicht kennen und kann mir praktisch nichts sagen.
Ergo eine weitere Krankmeldung und ein Termin im Juni bei meiner Stammärztin.
Irgendwie hab ich mir erhofft, weiter zu kommen heute...
Sie hat nur gesagt, wenn es akut ist, soll ich mich an ne Psychiatrie wenden. Toll....
Und wegen dem neuen Job, meine Frau versteht nicht, warum ich nicht zum 1.10. zusage und noch nicht beim alten Arbeitgeber kündige, sondern abwarte, wie es mir in 2 Monaten geht...
Gibt es Meinungen dazu?

14.05.2018 11:36 • #15


Zitat von Akira123:
Und wegen dem neuen Job, meine Frau versteht nicht, warum ich nicht zum 1.10. zusage und noch nicht beim alten Arbeitgeber kündige, sondern abwarte, wie es mir in 2 Monaten geht...
Gibt es Meinungen dazu?

Es ist eine Frage der Finanzen, ob du selbst jetzt kündigst und fünf Monate bis Oktober ohne Geld rumkommst oder eben zwei Monate (Kündigungsfrist+Arbeitsaufnahme an der neuen Stelle). Selbst kündigen bedeutet, daß du auch vom Jobcenter gesperrt würdest. Ich denke, daß es auch Probleme mit Krankengeld gibt, wenn du nicht versichert bist - Selbstzahler dann und das ist eine harte Nuss.
Du hast 3 Monate Kündigungsfrist? Dann ist es klug, sich daran zu halten und du nutzt jetzt die Zeit (2 Monate) bis dahin. Dann Frist und dann Neuanfang. Eigentlich sieht das für dich doch gar nicht schlecht aus und falls ein Klinikaufenthalt die Option ist, paßt das auch. Warum nicht?

Wenn wirklich nichts geht, scheu dich nicht, akut in eine Klinik zu gehen. Denk auch dran, daß du eine psychosomatische Reha machen könntest, um selbst zu erproben, wie du so klar kommst. Es gibt dann ein arbeitspsychologisches Gutachten (Rehabericht), der dir allerdings schonungslos zeigt, wo du stehst.

Es ist eine Entwicklung die wir durchleben, wenn wir Arbeit und Familie haben und selbst merken, daß wir nicht mehr so weiter machen können, wie bisher. Das Vorher hat uns krank gemacht, also müssen wir uns entwickeln, um weiter machen zu können. Hört sich vielleicht etwas verkorkst an, ist aber leider das, was viele hier im Forum erleben.

14.05.2018 11:51 • x 1 #16


Vielen lieben Dank. Ich hätte bei meinem jetzigen Arbeitgeber wahrscheinlich keine Kündigungsfrist. Ob ich dort erst im August kündige, wäre wurscht. Dann gäbe es einen Aufhebungsvetrag. Ab nächster Woche bekomme ich Krankengeld.
Finanziell sehe ich momentan keine Probleme.
Ich glaube, ich rufe die Leute vom potentiell neuen Arbeitgeber an und sage ihnen ab, aus gesundheitlichen Gründen. Die waren so nett und haben sich Mühe für mich gegeben. Ich will es denen schon erklären und nicht kommentarlos absagen.

14.05.2018 12:08 • #17



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