melindaswelt
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Es geht um Folgendes. Ich hatte eine Therapiestunde, die mich doch sehr verwirrt hat. Ich arbeite aktuell an Beziehungsproblemen. Heute kamen von meinem Therapeuten solche Dinge, dass man durch Eifersucht z. B. Fremdgehen nicht verhindern kann und, wenn ich es richtig verstanden habe, Akzeptanz dafür zu schaffen. Ich kann es nicht ganz genau wiedergeben, wie das Gespräch genau verlief, zumindest klang es irgendwann sehr danach, dass ich Fremdgehen auch tolerieren oder akzeptieren kann.
Da meinte ich, dass ich Fremdgehen niemals akzeptieren oder tolerieren könnte, da das ein Vertrauensbruch für mich ist. Ich meinte außerdem, dass ich Fremdgehen niemals verzeihen würde. Zuvor hatte ich auch genau erklärt, was für mich überhaupt unter Fremdgehen fällt, damit klar ist, worüber wir sprechen. Daraufhin sagte der Therapeut: „Vielleicht jetzt noch nicht“, und ich solle mir bis zum nächsten Mal Gedanken darüber machen.
Dann war die Stunde auch vorbei.
Mich hat das total stutzig gemacht, um ehrlich zu sein. Dass man solche Dinge durch Kontrollverhalten nicht verhindern kann und dass das kontraproduktiv ist, verstehe ich ja alles, aber Akzeptanz und Toleranz fürs Fremdgehen entwickeln zu sollen oder können, finde ich persönlich dann doch sehr fragwürdig.
Da ist für mich eine persönliche Grenze, wo ich auch nichts akzeptieren oder tolerieren wollen würde.
Findet ihr die Aussage meines Therapeuten fragwürdig? Hat jemand eine Idee, was für ein therapeutischer Ansatz dahinter stecken könnte? Mich hat das doch verunsichert. 😲
• • 06.06.2026 x 2 #1