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Ich fasse nochmal zusammen:
DIe TE ist sichtlich erbost und gekränkt, weil ihre Therapeutin die Zelte abbricht und sie - für ihre Begriffe - nicht rechtzeitig vorher informiert hat. Daher schlägt sie jetzt gerade wild um sich und auf jeden, der versucht, ihre Sicht ein bisschen zurecht zu rücken.
My two cents:
Therapie ist eine Dienstleistung und beruht auf einer professionellen therapeutischen Beziehung.
Therapeuten/Therapeutinnen sind keine Freunde o.ä. - da liegt gelegentlich ein grundlegendes Missverständnis vor und für die professionelle therapeutische Beziehung gelten andere Regeln. Das kann man in jedem handelsüblichen Therapievertrag nachlesen und es sollte auch zu Beginn einer Therapie darauf hingewiesen werden.
Außerdem gibt's noch die Musterberufsordnungen auf Bundes- und Landesebene, die hier auch nichts anderes vorsehen.
Fakt ist: Therapeut/Therapeutin ist Patienten gegenüber keine Rechenschaft schuldig, insbesondere, wenn hier das eigene Privatleben tangiert werden. Es besteht auch kein verbrieftes Recht, die Therapie unter den gegebenen Umständen unbedingt fortsetzen zu müssen oder den Betroffenen unter allen Umständen Alternativen anbieten zu müssen.
Für solche Fälle gibt es mehrere Möglichkeiten:
1. Fortführung der Therapie online über Video (derzeit immer noch bis zu einem Anteil von 30% pro Quartal möglich)
2. Reststundenübernahme bei einem anderen Therapeuten der gleichen fachlichen Ausrichtung
Im therapeutischen Sinn könnte die TE ihre eigene starke negativ emotionale Reaktion in dieser Situation nutzen, um im eigenen Therapieprozess weiterzukommen.