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Surreal
Hallo ihr Lieben,

auch wegen des Anratens meiner Hausärztin, möchte ich jetzt doch mal eine Gesprächstherapie starten.
Wie lange habt ihr auf einen Platz für eine Psychotherapie gewartet als Kassenpatient?
Ich werde am Montag anfangen herumzutelefonieren. Will aber ja auch nicht ewig weit dafür fahren müssen.

Ich hatte sowas schon ein paar mal vor ein paar Jahren, aber ich bin zwischenzeitlich umgezogen und muss nun natürlich neu suchen. Habt ihr da Tipps?
Gerade suche ich über therapie.de

Vielen Dank und liebe Grüße

22.05.2020 18:01 • 31.05.2020 #1


8 Antworten ↓


Tare
Hallo Surreal,
also ich würde alle in deiner nheren Umgebung anrufen und nachfragen.
Ich musste vor 2 Jahren über 100 Therapeuten anrufen um eine Traumatherapeutin zu finden, die dann auch noch einen freien Platz hatte.
Aber das ist nur wegen der Traumatherapie so. Ansonsten hätte ich schon welche in meiner Nähe gefunden. Jetzt fahre ich halt ca.1 Std mit öffentlichen.
Viel Erfolg und nicht entmutigen lassen
LG Tare

22.05.2020 18:24 • #2



Suche und Wartezeit Psychotherapie

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Hedwig
Ich musste au mega lang suchen, wie es in deinem Umkreis ist kann aber natürlich auch entspannter sein. Für Wartezeit kann ich den SPDI empfehlen. Die haben immer ein offenes Ohr und können bei der Suche auch unterstützen

23.05.2020 08:50 • #3


Flocke1979
Du kannst dich bei deiner Krankenkasse bezüglich des Kostenerstattungsverfahrens informieren. Es gibt auch die Möglichkeit bei einem privaten Therapeuten die Therapie zu machen.

Und bei der KV kannst du anrufen wg einer Zuweisung zu einem zeitnahen Termin (Sprechstunde) bei einem Therapeuten.

Denk dran, du hast immer 5 probatorische Sitzungen frei bzw 3 x Sprechstunde plus 2 x Therapie. Zum beschnuppern.

23.05.2020 08:54 • x 2 #4


Keldor
Zitat von Flocke1979:
Und bei der KV kannst du anrufen wg einer Zuweisung zu einem zeitnahen Termin (Sprechstunde) bei einem Therapeuten.

Ja, und wenn Du Pech hast, darfst Du quer durch halb Niedersachsen zum Therapeuten kutschen...

26.05.2020 16:58 • #5


Flocke1979
Zitat von Keldor:
Ja, und wenn Du Pech hast, darfst Du quer durch halb Niedersachsen zum Therapeuten kutschen...

Tja, auf auf ins Ruhrgebiet.

26.05.2020 17:56 • #6


Tamtam87
Zitat von Keldor:
Ja, und wenn Du Pech hast, darfst Du quer durch halb Niedersachsen zum Therapeuten kutschen...


Dem stimme ich zu. Ich durfte auch drei Städte und ein Dorf nach etlichen Therapeuten, Therapie Verfahren und Probestunden abklappern, bis ich endlich eine ambulante Therapieform gefunden habe.... Jedoch bin ich immer noch in der Testphase. Es gab unterschiedliche Diagnosen bzgl meiner Erkrankung.

Ich habe einige stationäre und ambulante Therapieformen hinter mir.... Es dauert so seine Zeit bis man vielleicht das Passende findet. Es kommt auf die Therapie, den Therapeuten und die Diagnose /Erkrankung an... Bzw. welche Kapazitäten der Therapeut hat.

Ich bin auch auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen. Sollte diese Therapie wieder scheitern, dann werde ich es ein letztes Mal anderweitig versuchen.... Ansonsten hat es sich dann für mich irgendwann "austherapiert"....

Das macht man nervlich nicht ewig mit andauernd wechselnde Therapeuten zu haben ..
Jedoch stirbt die Hoffnung bekanntlich immer zuletzt. Ich habe noch nicht ganz aufgegeben, jedoch stand ich kurz davor es mit dem "Therapiegesuche" endlich sein zu lassen.... Das geht schon über 2 Jahre so... Irgendwann erreicht man seine Grenzen....

Ich will hier keinen entmutigen, aber ich kenne auch andere Leute aus meinem Umfeld, denen es ähnlich erging. Sie mussten sogar eine Traumata Therapie abbrechen, weil es einfach zu viel des Guten wurde.... Die besagte Therapeutin viel zu sehr nachbohrte.... Die Chemie und die Therapieform (auch die darauf abgestimmte Diagnose) muss zwischen Klient und Therapeuten stimmen. Alles andere hat in meinen Augen wenig Sinn. Auch dass bestimmte Grenzen eingehalten und akzeptiert werden.
Es kann ein noch so guter Experte sein, wenn das Zwischenmenschliche untereinander nicht stimmt, dann kannst Du es vergessen.

Eine Therapie ist kein Zuckerschlecken und keine hundert prozentige Garantie für eine Heilung. Das sagte mir jeder Therapeuten bis jetzt. Deswegen muss es gut überlegt sein. Manches kann therapiert werden und anderes wiederum nicht. Man lernt einiges zu akzeptieren und vieles anders wahr zu nehmen oder zu verstehen.

Ich will hier wirklich keinen entmutigen, aber man sollte sich nichts aufzwingen lassen, wenn man intuitiv spürt, dass es einem mehr schadet, als es einem helfen sollte. Bei jedem Therapeuten und jeder Therapieform die Augen immer offen halten. Das ist fast wie bei einer Partnersuche, nicht jeder erstbeste ist die Garantie für dein Glück. Man findet nicht auf Anhieb den Richtigen. Manchmal auf die Schnelle durch Zufall und manchmal nach ewigem Suchen... Oder man hat sehr lange Durststrecken....

Jeder kann einem Tipps, Tricks und Ratschläge geben oder den Weg weisen..Hilfe anbieten .. Allerdings kann keiner für uns die Schritte in die richtige Richtung gehen. Das müssen wir selbst tun.
Unseren eigenen Weg selbst gehen und Verantwortung übernehmen . Das kann uns keiner vollständig abnehmen....

Aktuell habe ich eine ambulante Therapieform, zu der ich einmal die Woche oder alle zwei Wochen 24 km hin und 24 km zurück kutsche... Ohne ein eigenes Auto ziemlich anstrengend...
Es hat etliche Monate gedauert, bis ich wieder ein Gespräch bei einem neuen Therapeuten bekam....
Naja trotzdem viel Glück. Ich hoffe andere haben da mehr Erfolg.

27.05.2020 10:08 • x 1 #7


Tamtam87
Mein aktueller Therapeut sagte mir, dass einem eigentlich 7 Probestunden bei verschiedenen Therapeuten gleichzeitig parallel zustehen...Allerdings ab der 5. Probestunde entscheiden sich die meisten Therapeuten, wie es weiter geht und erstellen eine Diagnose oder ein Gutachten. Dann wird das Ganze an die Krankenkasse weitergeleitet. Man kann die Therapie jeder Zeit abbrechen...

Entweder macht man eine Langzeittherapie von 24 bis 60 Stunden. Oder eine Kurzzeittherapie von 12 Stunden, die man am Ende auf weitere 12 Stunden verlängern kann.... Ich habe meine 4. Sitzung. Also noch in der "Probe" sozusagen. Mal sehen, wie es weitergeht.... Bei einigen dauert es Wochen oder Monate , bis sie einen zum Gespräch einladen und bei anderen geht es ganz schnell. Andere wiederum melden sich nicht mal zurück... Allerdings muss auch wie bereits erwähnt die Chemie untereinander stimmen.

Doof ist natürlich, wenn auf einmal nach der 5. Sitzung gesagt wird, dass man sich lieber einen anderen Therapeuten suchen muss. Das hätte ich bei anderen auch nach einer Sitzung durch.... Irgendwann nervt es auch....

Eine Zeit lang war ich auch in stationärer Behandlung, allerdings in einer offenen Station.... Jedoch wurde es mir mit den Mitpatienten und Zimmernachbarn irgendwann zu anstrengend.Kaum Privatsphäre... Um einen Platz in einer offenen Station zu bekommen, dauert es manchmal auch einige Wochen.... (wenn es keine Akut Station ist).
Einige Therapie Methoden waren allerdings ganz gut und halfen mir weiter.

Da muss jeder selbst entscheiden, was für ihn gut ist. Welche Therapieform die Beste ist.

27.05.2020 10:28 • x 1 #8


Gorilla
Ich habe 6 Monate gewartet

Gerade eben • #9




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Univ.-Prof. Dr. Jürgen Margraf