Ich habe mal eine Frage...
war jetzt drei Wochen auf Reha, welche ich aber abbrechen musste weil sich meine Angst un dPAnik Symptome verschlimmerten. Und weil ich nicht ausreichend Behandelt werden konnte, weil "Urlaubszeit" war und die Therapeuten nur "Urlaubsvertretungen" hatten.
Ich werde jetzt eine Stationäre Therapie bei uns in der nähe machen. Ist das sehr vielversprechend oder eher nicht?
Ist eine Tiefenpsychologische Therapie.
Geplant sind so 6 - 8 Wochen. ISt das Realistisch und dauert die wirklich so lange oder wie lange ist so der durchscnitt?
Wer hat Erfahrungen? Konnte so eine Therapie helfen?

08.08.2012 12:58 • 17.08.2019 #1


14 Antworten ↓


Christina
Hi,

was war das denn für eine Therapie, die du abbrechen musstest? Und was war es für eine Klinik - auf Angststörungen spezialisiert?

Eine stationäre tiefenpsychologisch fundierte Therapie von 6 - 8 Wochen bei einer Angststörung halte ich persönlich nicht für sinnvoll. Erstens gilt Verhaltenstherapie als Methode der Wahl bei Angststörungen, zweitens würde eine tiefenpsychologisch fundierte Therapie wesentlich länger als acht Wochen dauern, bis sie greifen kann.

Ich war vor Jahr und Tag mal sechs Monate in so einer Klinik und das, was letzten Endes geholfen hat, waren Eigeninitiative und Mitpatienten.

Liebe Grüße
Christina

08.08.2012 14:27 • #2


hmm die haben auch Tiefenpsychologisch gearbeitet ich weis nicht ob ich die Klinik hier nennen darf? Darf man des? dann weerde ich das nachholen. Laut Klinik waren sie dafür Spezuialisiert aber ich wurde mehr oder weniger nur immer in den Fitnessraum gesteckt und durfte einmal in der Woche ein 30 min Einzelgespräch führen... das war mir irgendwie zu wenig...

Aber irgendwie sagt jeder er ist auf Angststörungen spezialisiert deshalb halte ich auch davon nichts mehr. QWie gesagt ich wüsste eine sehr sehr gute Klinik die zu 80 % nur Angsstörungen behandelt. Aber leider hat die eine Aufnahmezeit von 13 Monaten und die Liste auf die man kommt ist ungefähr ne halbe Bibel groß.

Aber da ich im Moment nicht arbeiten kann, weil ich glaube das bei mir das ein Burn Out und auch ne Op ausgelöst haben. Es kam zu viel zusammen in der HZeit.

08.08.2012 15:54 • #3


Christina
Hi,

man darf Kliniken nennen, wird beim Expertenrat auch immer mal wieder gemacht. Bad Arolsen ist noch recht neu und modern, eine Schwesterklinik von Bad Bramstedt. Da sind die Wartezeiten vielleicht noch nicht so irre lang. Die AHG-Kliniken Berus, Bad Pyrmont oder Bad Dürkheim könnten auch gut sein. Wichtig ist m.E. das verhaltenstherapeutische Konzept.

Liebe Grüße
Christina

08.08.2012 16:00 • #4


Ich war in der Reha Klinik Buching im Allgäu bei Füssen.

Da ist bei mir wieder das Problem die Kliniken sind sehr weit weg...

bei uns in der nähe wäre es eben die besagte Klinik Windach.

08.08.2012 16:02 • #5


Hallo,

schau Dich mal auf diesen Seiten hier um

http://www.kbh.de/psychosomatik.html

Die Stationen sind ganz neu hinzugekommen und die Gräflichen Kliniken im Allgemeinen haben bundesweit einen sehr guten Ruf.

Viel Erfolg und gute Besserung

P.S. ich las gerade, Du suchst keine Reha sondern ne stationäre Aufnahme...

aber vllt. ist das ja doch interessant für Dich

08.08.2012 20:09 • #6


Wie lange kann so eine Therapie dauern?
Also ich meine wie lange kann es oder wird es dauern bis so eine Psychoanalytische Therapie greift. Ich kann mir schon vorstellen dass das ziemlich lange dauert oder?

11.08.2012 11:27 • #7


Schlaflose
Die Aufenthalte in psychosomatischen Rehakliniken, die man normalerweise von der Rentenversicherung bezahlt bekommt, sind relativ kurz, mindestens drei, höchstens 8 Wochen. Das ist dann auch nicht krankenhausmäßig, sondern fast hotelmäßig. Ich war für 8 Wochen in der Klinik Berus, dort war es fast wie Urlaub: meist Einzelzimmer mit Bad und Toilette, Frühstücks- und Abendessenbüffet, mittags Auswahl zwischen 3 verschiedenen Hauptgerichten usw. Allerdings gibt es dort, nachdem man die Genehmigung von der Rentenversicherung bekommen hat, ca. 6 Monate Wartezeit, bis man einen Platz bekommt.
Und da wird nicht psychoanalytisch therapiert, sondern hauptsächlich in Form von Gruppen-Gesprächstherapie und z.T. Verhaltenstherapie.

Viele Grüße

11.08.2012 14:41 • #8


Ja so eine habe ich schon hinter mir habe ich aber abgebrochen ich dachte an eine KRankenhaus Therapie

11.08.2012 18:04 • #9


carohoney

26.07.2019 13:12 • #10


Lottaluft
Also
Ich war Ende 2012 bis Anfang 2013 in einer Klinik
Es war keine reine Klinik für angststörung da ich zu der Zeit noch andere Probleme hatte.
Ich hatte am Anfang wahnsinnige Angst als der Termin immer näher rückte und habe die Nacht davor keine Sekunde geschlafen
Als ich dann da war war diese Angst sofort weg
Hab mich zwar komisch gefühlt weil fremde Menschen und andere Umgebung aber das hat sich sehr sehr schnell gelegt
Ein großer Vorteil war aber auch das ich jedes bis auf der erste Wochenende einen Tag über Nacht nachhause konnte und jeden Tag nach den Therapien bis 21 Uhr keine anwesendheitspflicht hatte und so die Möglichkeit hatte meine Familie und Freunde immer zu sehen
Auch besucht werde war Garkein Problem und ich habe in der Klinik so viel über meine Erkrankung und auch über mich selbst gelernt.Und die Tatsache das dort so viele Leute mit ähnlichen Problemen waren die sich aber im Endeffekt in der Symptomatik kaum unterschieden haben hatte ich ein starkes zugehörigkeitsgefühl.Eine mitpatientin die ich dort kennengelernt habe ist immer noch eine meiner besten Freundinnen und ich muss sagen auch wenn es komisch klingt -ich war traurig als ich gehen musste weil dieser Ort und diese Menschen mir so unfassbar viel Kraft gegeben haben

26.07.2019 13:22 • x 1 #11


Hallo
Also ich hatte mal eine Reha 2012 für Psychosomatik, das war wirklich gut und hat mir sehr geholfen. Es gab die typischen Dinge wie Einzel- und Gruppengespräche, Ergotherapie, Sport etc. Hatte Jahre Ruhe, bis ich vor einigen Woche wieder schleichend Angstattacken bekam, welche vor ca. drei Wochen richtig eskalierten und ich ins Krankenhaus bin.
Werde ab nächste Woche, hier in Hamburg, in die Klinik gehen für Psychosomatik, die Angststörungen behandelt. Habe zwar auch irgendwie Angst davor was alles auf mich zukommt. Ist ja schon was anderes als eine Reha-Klinik. Gerade die Zimmersituation macht mir Bauchschmerzen, wenn ich mit 3 bis 5 Personen auf einem Zimmer bin

Denke mal nicht, dass du auf eine psychiatrische Abteilung musst, die ist meist was für suizidgefährdete, Patienten mit Psychosen, Sucht und sowas. Ist jedenfalls meine Info, da ich letztens zur psychiatrischen Notaufnahme bin und der Arzt meinte, das ich da auch auf keinen Fall hingehören
Aber ein Versuch ist es auf jeden Fall wert, nichts unversucht lassen.

Liebe Grüße

27.07.2019 17:52 • x 1 #12


carohoney
Zitat von Lottaluft:
Also Ich war Ende 2012 bis Anfang 2013 in einer Klinik Es war keine reine Klinik für angststörung da ich zu der Zeit noch andere Probleme hatte.Ich hatte am Anfang wahnsinnige Angst als der Termin immer näher rückte und habe die Nacht davor keine Sekunde geschlafen Als ich dann da war war diese Angst sofort wegHab mich zwar komisch gefühlt weil fremde Menschen und andere Umgebung aber das hat sich sehr sehr schnell gelegt Ein großer Vorteil war aber auch das ich jedes bis auf der erste Wochenende einen Tag über Nacht nachhause konnte ...


Ich danke dir sehr das du dir Zeit genommen hast mir das zu erzählen, das macht mir wirklich Mut. Vielleicht sollte ich doch mal drüber nachdenken.

28.07.2019 00:09 • x 1 #13


carohoney
Zitat von Franky89:
Hallo Also ich hatte mal eine Reha 2012 für Psychosomatik, das war wirklich gut und hat mir sehr geholfen. Es gab die typischen Dinge wie Einzel- und Gruppengespräche, Ergotherapie, Sport etc. Hatte Jahre Ruhe, bis ich vor einigen Woche wieder schleichend Angstattacken bekam, welche vor ca. drei Wochen richtig eskalierten und ich ins Krankenhaus bin. Werde ab nächste Woche, hier in Hamburg, in die Klinik gehen für Psychosomatik, die Angststörungen behandelt. Habe zwar auch irgendwie Angst davor was alles auf mich zukommt. Ist ja schon was anderes als eine Reha-Klinik. Gerade die Zimmersituation macht mir Bauchschmerzen, wenn ich mit 3 bis 5 Personen auf einem Zimmer bin Denke mal nicht, dass du auf eine psychiatrische Abteilung musst, die ist meist was für suizidgefährdete, Patienten mit Psychosen, Sucht und sowas. Ist jedenfalls meine Info, da ich letztens zur psychiatrischen Notaufnahme bin und der Arzt meinte, das ich da auch auf keinen Fall hingehören Aber ein Versuch ist es auf jeden Fall wert, nichts unversucht lassen. Liebe Grüße


Richtig toll, bei sowas war ich auch mal. Respekt das du Hilfe so gut annehmen kannst. Bei 3-5 anderen im Zimmer würde ich durch drehen. Ich wünsche dir ganz viel Kraft. Ich werde mich auf jeden Fall mal informieren was es so für Möglichkeiten gibt.

28.07.2019 00:11 • #14


silverleaf
Hallo carohoney,
es gibt ganz, ganz viele psychosomatische Kliniken, die auf Angststörungen spezialisiert sind. Und so eine psychosomatische Klinik hat wirklich nichts von Psychiatrie. Man ist dort sehr selbstbestimmt, kann sich auf seine Probleme konzentrieren, bekommt immer Hilfe, wenn man sie benötigt (24/7). Es gibt sehr viele Therapieangebote, man bekommt Einzel- und viele verschiedene Gruppentherapien, Sporttherapie, Kunsttherapie usw. usw., man beschäftigt sich wirklich sehr intensiv mit seinen Problemen. In der Angsttherapie geht es ja auch viel um Expositionen, die werden auf spezialisierten Stationen behutsam vorbereitet, durchgeführt und nachbereitet. Ich würde mich an Deiner Stelle nach großen und spezialisierten Kliniken umsehen, im Bereich Psychosomatik gilt: je größer die Klinik, desto besser. Das hat einen ganz einfachen Grund: Man könnte ja denken, dass eine kleinere Klinik ein angenehmeres Ambiente bietet, in dem man besser betreut wird, alles ist familiärer, nicht so anonym etc etc., das trifft aber für den Bereich Psychosomatik nicht zu. Was man da braucht, ist eine Klinik, die einen hohen Grad an Spezialisierung aufweist, und den haben nur die großen Kliniken. Der Erfolg einer Therapie in einer psychosomatischen Klinik hängt meiner Meinung und Erfahrung nach maßgeblich davon ab, dass man auf einer hoch spezialisierten Station mit möglichst vielen gleichgesinnten Patienten zusammenkommt, denn nur so ist eine Therapie gewährleistet, die sich an Deinen Problemen orientiert. Die stationäre Therapie setzt aus Kostengründen viel auf Gruppentherapie. Das eigentlich Wichtige sind natürlich die Einzeltherapien, aber davon hat man in der Woche nur eine oder zwei, der Rest ist oftmals Gruppentherapie. Und man möchte in der Gruppentherapie ja von den Gesprächen profitieren, und das kann man nur, wenn die Gruppenmitglieder ähnliche Erfahrungen und Probleme haben. Viel von der Therapie findet auch im Gespräch mit anderen Patienten außerhalb der Therapien statt (Zitat eines Chefarztes), und dafür braucht man Gleichgesinnte. Ich kenne viele Patienten, die in kleineren Kliniken massiv unglücklich waren, weil sie beispielsweise über ihre Angstproblematik reden wollten, in der Gruppe aber nur Essgestörte und Patienten mit ADHS oder Burnout saßen, da liegen die Probleme einfach anders und man hat sich nicht so viel zu sagen. Das ist ja selbst auf spezialisierten Stationen manchmal ein Problem, da es ja selbst dort beispielsweise verschiedene Formen von Essstörungen oder Persönlichkeitsstörungen gibt, wo die Probleme unterschiedlich gelagert sind. Niemals würde ich in eine Klinik gehen, die nicht ausschließlich psychosomatische Patienten behandelt, da mir dann dieser Aspekt des Austauschs unter Gleichgesinnten fehlen würde, der für eine erfolgreiche Therapie wichtig ist. Wozu oder worüber soll ich mich therapierelevant beim Essen mit jemandem unterhalten, der es an der Lunge oder an der Hüfte hat ? Das ist oftmals wenig sinnvoll und nicht zielführend. Außerdem gilt die einfache Gleichung: Je mehr Patienten, umso mehr spezialisierte Gruppen kann ich anbieten. Wenn ich als Klinik Schwerpunktgruppen zu 20 oder 25 (oder mehr) verschiedenen psychischen Themen anbieten möchte, brauche ich nunmal mindestens 300 Patienten. Große psychosomatische Kliniken sehen nur groß und unpersönlich aus, sind es aber für den Patienten nicht, da er auf eine kleine Station kommt, die dann sein "Zuhause" ist und vielleicht 20 bis 25 Mitpatienten umfasst, dort ist die Atmosphäre sehr persönlich, mit einem "normalen" Krankenhaus ist eine Psychosomatik nicht vergleichbar. Die einzelnen Stationen sind wie kleine Einheiten, mit betreuendem Team aus Psychologen, Co-Therapeuten und Ärzten, Zutritt haben auch nur die Patienten der Station und das Team, es gibt neben den Zimmern einen Aufenthaltsraum, wo man sich trifft, Zeit miteinander verbringt, alles sehr persönlich, und da es diesen kleinen Mikrokosmos gibt, ist es für das Geborgenheitsgefühl auch egal, wie groß die Klinik drumherum ist.
Ich wünsche Dir für Deine Suche viel Erfolg!
LG Silver

17.08.2019 02:00 • #15




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Univ.-Prof. Dr. Jürgen Margraf