Zitat von Shelby: Ich kann nur sagen was ich mit anderen Betroffenen erlebt habe und das war doch recht ernüchternd. Alleine in der Selbsthilfegruppe war es frustrierend wie wenig die Beteiligten bereit waren aktiv mitzuarbeiten und nicht nur destruktiv zu jammern, wenn sie überhaupt zu den Terminen erschienen.
Das sehe ich ohnehin als einen manchmal negativen Punkt von Selsthilfegruppen an. Kommt natürlich immer auf die Zusammensetzung an, aber wenn es dahin führt, dass alle der Meinung sind, die anderen würden einen nicht verstehen und nicht genügend Rücksicht nehmen, dann kippt der gute Effekt manchmal in sein Gegenteil.
Zitat von Shelby: Ich habe jahrelang gelitten bis sich endlich jemand erbarmt hat und mit ein Medikament verschrieben hat. Daraufhin hat sich mein Leben grundlegend verändert.
Wenn man eine Krankheit hat, die auf Medikamente anspricht, klar, warum nicht. Ich kenne auch Leute, die eine therapeutische Optimalversorgung hatten und bei denen dann ein Medikament mehr als alles andere brachte.
Aber sehr viele psychische Erkrankungen sprechen wenig bis gar nicht auf Medikamente an, manchmal wechselt man zig mal die Mittel und weiß nicht mehr, was Nebenwirkung und was Erkrankung ist, dann wird alles unklar. Für einen Therapiepessimismus besteht m.E. überhaupt kein Grund.
Zitat von Shelby: Die Persönlichkeits Entwicklung und soziale Nach Reifung die ich erleben durfte, die kommt nicht von Medizin.
Therapie hat ja den Sinn, dass man sich wieder mehr auf die Welt einlassen und unbeschwerter an ihr teilhaben kann.