Pfeil rechts

MrSadMan
Hallo an alle,

ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll, ich weiß langsam nicht mehr wo hin mit mir. Ich habe schon lange große Probleme und meine Diagnoseliste wird immer länger:

>Depressionen (Grundkrankheit) seit 20 Jahren
>Postr. Belastungst. ( Vergewaltigung in der Kindheit)
>Angstörung mit Pa s ( Phobien : Menschenmassen [lange Medikamente >erfolgr.therapiert]) seit 9 Jahren
>Dro.abhängigkeit im Alter von 11-19 Jahren > Clean seit 2005 (ungewollt durch überdosis mit Fast-Tod-Erfahrung durch Speed)
>Hypochonder ( ständig Angst Todkrank zu sein > von Hirntumor bis zum Herzinfarkt)
>Deperso. & Derealisation ( durchgehend seit 1 1/2 Jahren; immer schlimmer werdend)
>Pulssynchoner Tinnitus im rechten Ohr (sehr schlimm bei ruhe) > wohl stressbedingt: Duralfistel durch Dopplersonographie ausgeschlossen
>Adipositas ( kein Selbstwertgefühl) > inzwischen 20 Kg abgenommen, also auf guten Weg.
>Autoagressives Verhalten ( seit Jahren kein SVV, "nur" selbstzerstörendes Verhalten [Selbsbeleidigung])
> Burnout (2008, 2013) Die Kohle muss halt iwie ran kommen, nur achte ich immer nicht auf die Warnsignale und überfordere mich.

Also ich war 2005,2006,2008,2013,2014 in stationärer Behandlung. Habe durchgehend einen ambulanten Therapeuten, habe Medis ausprobiert etc.
Ich weiß das ich einen großen Scherbenhaufen in mir habe und bin mir auch bewusst bin diesen iwie zusammen flicken zu müssen. Selbstmord war und ist nie eine Lösung für mich. Auch wenn der Gedanke fast täglich da ist. Das schlimmste für mich ist das ich nun wieder 10 Wochen Intensiv-Therapie hinter mir habe, diese auch im Grunde gut war, aber mich letztendlich noch kaputter gemacht hat. Vieles wurde hoch geholt und auch besprochen, aber wie gesagt geht es mir immer schlechter. Mir wurde Nahe gelegt Teilerwerbsminderungsrente zu beantragen, was ich auch getan habe. Einfach um mich zu entlasten und mal ein Mittelweg für mich zu finden. Ich kenne eigtl nur 0% oder 150%. Genau das ist auch ein Problem, der Gedanke immer funktionieren zu müssen in dieser Gesellschaft. Aber davon bin ich nun ab und gehe auch diesen anderen Weg. Dennoch kann ich meinen Dauerstress nicht abstellen, dazu diese quälende DP u DR( Steigere mich auch nicht mehr so rein, kann ich nicht richtig schauen[kann nichts fokussieren] und habe Dauerschwindel). Momentan bin ich zuhause und versuche so gut es geht mich im Garten abzulenken. Bei dem Wetter ja ideal, aber auch hier mute ich mir viel zu viel zu. Mir gehts besser sobald ich mich auspowere, dass heißt aber das ich eben dann mal 8 Std durch "buckel" nur um meine Symptome besser Ertragen zu können: Schlimm sind meine Pa s u meine Angstörung dazu, ich kann teilweise nicht in die Öfftlk. gehen. Ich zwinge mich dann aber mit unseren Hund zu gehen oder einkaufen zu fahren. Ist dann zwar immer die Hölle, aber danach bin ich stolz es getan zu haben. Auch wenn ich dann so fertig bin, als hätte ich 3 Tage durch gearbeitet. Kennt ihr vllt!?! Ach so, dann wäre da noch meine Beziehung. Bin seit 8 Jahren leiert, der ganz normale Wahnsinn halt. Aber meine Freundin leidet sehr, da ich kaum was mit ihr machen kann ud oft auch keine Gefühle empfinden kann und dann auch niemanden berühren möchte, weil dieses Gefühl sehr schreckli ist, seine Partner zu berühren und nichts dabei zu empfinden! Außerdem bin ich mir nicht sicher ob ich sie noch liebe, habe diese Gefühl schon sehr lange. Komme aber zu keinem Ergebnis weil meine Krankheiten im Vordergrund stehen. Meine Freundin ist wenig verständnisvoll und setzt mich immer noch mehr unter Druck. Klar sie ist gesund, wie soll sie verstehen, aber ein wenig Verständnis wäre schon mal ganz nett. Wie gesagt , ich weiß einfach nicht mehr weiter. Ich mache und tue. Lerne Skills, mache Entspannung und Sport. Habe Therapie und versuche alles mögliche. Nur leider hilft nichts, ganz im Gegenteil es wird alles immer schlimmer. Und da fragt man sich schon : Wo für das alles? Ka. Iwas treibt mich immer an weiter zu machen, obwohl ich wirkl schon so weit bin das ich sage würde wenn ich denn einen Wunsch frei hätte : 1 Tag ein normales Leben führen können
Ich weiß gar nicht so recht was ich möchte von euch, vllt einfach mal auskotzen, bei Menschen die einen vllt verstehen können und vllt noch ein paar Tipps haben ... Sry für den langen Text

LG MrSadMan

03.04.2014 23:25 • 04.04.2014 #1


2 Antworten ↓


belight
Ohje, dass klingt schon sehr hart. Darf ich fragen was bei dir alles schon medikamentös und therapeutisch probiert wurde?

04.04.2014 01:07 • #2


MrSadMan
Na klar darfst du Also an Medikamenten wurden verschiedene Neuroleptiker ausprobiert. Weiß die Namen nicht mehr, nur das letzte : Seroquel glaube ich. Dann Venlaflaxin, habe ich gar nicht vertragen. Und Cymbalta. Was mir auch in Bezug auf meine Depression ganz gut half. Ansonsten hab ich glaube ich schon so zieml jeden Therapieansatz durch. Behandlung der Belastungstörung, auch recht gut therapiert.Habe kaum noch Flashbacks. Ansonsten halt viel Verhaltens- und Konfrontationstherapie in Bezug auf die Angstörung sowie die eingebildeten Krankheiten. Und dann halt viele Einzel- und Gruppensitzungen. Muss dazu sagen das ich nun schon länger ohne Medis versuche alles auszuhalten, werde mir aber bei meinem nächsten Einzel wieder was verschreiben lassen. Habe mich lange gewehrt weil ich so schon kaum noch klar komme den tag über. Da wollte ich mir die Nebenwirkungen von den Medi s ersparen, die diese bei mir immer recht heftig und lange andauern.

04.04.2014 08:50 • #3




Univ.-Prof. Dr. Jürgen Margraf