so, sorry, dass ich mich einfach nicht mehr gemeldet habe. Das mache ich immer so, bis ich mich dann nicht mehr traue, obwohl es völlig unbegründet ist. Aber nun traue ich mich doch noch mal.
Ernsthaft habe ich an das endgültige Aufgeben gedacht, nicht nur die Therapie betreffend. Nun gut, ich lebe noch und ich habe auch die Therapie fortgesetzt und weiß seit den beiden letzten Gesprächen, dass es gut war, denn einiges hat mein Therapeut nun an meinem teilweise aggressiven Verhalten verstanden, was er vorher anders interpretiert hat. Ich habe ihm einfach erzählt, dass ich bspw. von vorneherein aggressiv darauf reagiere, wenn andere meinen, mir sagen zu müssen, was ich zu tun oder zu lassen habe. Der Grund liegt darin, dass man mir in meinem bisherigen Sch***leben immer sagte, was ich nicht tun soll und was ich zu lassen habe. Aber nie habe ich gehört, was ich eigentlich tun kann und "darf", das ist mir selbst jetzt erst richtig bewusst geworden. Ebenso ist mir klar geworden, dass ich tatsächlich etwas Positives aus der mir so verhassten Zeit der Klappse mit nach Hause nahm: ich begann, schrittweise, mich eben nicht mehr fernsteuern und beherrschen zu lassen. Klar, das passte meiner Mutter nicht, weil ihr dieses Verhalten meinerseits fremd war. Teilweise kann ich sie nun auch verstehen, von ihrer Seite aus gesehen. Einmal meinte sie: "die haben dich da oben einer Gehirnwäsche unterzogen, du bist ein völlig anderer Mensch." Nun gut, ich antwortete, dass erstens dem nicht so gewesen und zweitens nichts da wäre, auch für die nicht, was man einer Wäsche unterziehen konnte. Ja, ich bin seitdem ein anderer Mensch, aber ganz sicher nicht zum Guten.
Ich habe meinem Therapeuten einiges erzählt, was den Aufenthalt im Narrendorf betraf, dass ich, obwohl ich mit psychisch Kranken vorher noch nie konfrontiert war, Zugang zu Patienten fand und sie Vertrauen zu mir fassten, Dinge für sie zustande brachte, wo selbst das Pflegepersonal fraglos war. Will das nun nicht alles hier aufführen, weil ich denke, das würde euch vllt nicht interessieren oder gar langweilen.
Auch von früher habe ich einiges erzählt. Eigentlich habe ich mich von klein auf keinem Gruppenzwang unterworfen, wenn ein anderer von der Gruppe auf irgend eine Art und Weise schikaniert wurde. Ich schlug mich automatisch auf seine Seite und stellte mich gegen die gesamte Gruppe. Das fing schon im Kindergarten an Ich kann zwar keine Beziehung eingehen, und habe furchtbare Berührungsängste, Angst vor zu viel menschlicher Nähe, aber ich denke, dass ich die Gründe hierfür schon richtig einordne. Ich sage zwar immer lauthals, dass mir die Menschheit inzwischen - bis auf wenige Ausnahmen - sonstwo vorbeigeht, aber wenn da jemand ist, der Hilfe braucht, und ich helfen kann, dann helfe ich. Das ist eín Widerspruch in sich, das weiß ich. Mein Therapeut konnte auch nicht verstehen, dass ich, wie er sich ausdrückte, "sehr kluge Entscheidungen" für andere zu treffen in der Lage bin, auch wenn ich mir damit eventuell selbst Schaden zufüge, aber dass ich für mich selbst nichts tue oder Dinge tue, mit denen ich mich unkontrolliert voll in den Schlamassel reinfahre. Da hat er Recht, denn ich selbst bin mir sch***egal. Ist nun mal so. Zumindest zum großen Teil. Vielleicht liegt aber auch etwas in meinen Genen, meiner familiären Herkunft, begründet. Und dass ich beiderseits eine solche Familie haben durfte, auf sie alle bin ich, wenn ich mir alles, was sie selbst für andere taten bis zur Selbstaufgabe, wenn erforderlich, in Erinnerung rufe, dann kann ich nur mächtig stolz auf sie sein.
Außerdem habe ich mich endlich getraut, zur Magenspiegelung zu gehen. Das schiebe ich nun seit über fünf Jahren vor mir her, weil ich Panik davor hatte und zudem chronisches Asthma, und irgendwie spielt sich das bei mir, wenn ich in eine Paniksituation komme, gegenseitig hoch. Meine Hausärztin ist eine ganz Liebe, kennt u.a. mein Panikproblem. Praktischerweise ist ihr Mann auch Arzt und führt diese Untersuchungen durch. Ich habe mich mehrmals überzeugen lassen, dass ich die Spritze bekomme, die einen schlafen schickt und dass man mir nur ja nicht kommt mit diesem Spray, was den Rachen betäubt. Das war die nächste Angst. Aber es war so easy, das einzige, was man spürt, ist der Piecks der Spritze, aber jemand, der auf Schmerzen steht, registriert das nicht sonderlich. Man schläft sofort ein, wird nach ca. 10 Minuten wieder wach und ist gleich wieder voll da. Festgestellt hat er nichts Schlimmes, außer einer Reizung der Magenschleimhaut und dass der Schließmuskel nicht richtig funktioniert. Na ja, hätte er mir gesagt, ich hätte nicht mehr lange zu leben, hätte ich mich mehr gefreut, denn dann wäre ich eher bei meinen Eltern...
Ich leide seit über fünf Jahren an chronischem Sodbrennen, Magenkrämpfen und sehr oft muss ich mich übergeben, neulich erbrach ich sogar Blut. Der Arzt fragte mich, ob ich denn unter irgendwelchem psychischem Stress stünde. Und klar - ich Idiotenweib kam erst auf die Frage darauf, dass diese Symptome erst im Anschluss an die Psychiatrie auftauchten, und dass zudem letztes Jahr meine Mutter verstorben ist, was mir immer noch sehr zusetzt. Ich konnte über einen Zeitraum von ca. drei Monaten nichts essen. Und heute noch, wenn ich mir in der Woche vielleich ein, zweimal etwas zu Essen mache, auch ein wenig Appetit und Hunger verspüre, ist mir der Magen sofort dicht, wenn ich an all das Zurückliegende denke. Jetzt ist mir klar, dass das mit den Panikattacken, meinen Magenproblemen und dem Asthma, welches ebenfalls erst nach der Psych. chronisch wurde, alles irgendwie zusammen hängt. Gut, das bringt mich vielleicht nicht viel weiter, aber ich brauche nun keine Rätsel hinsichitlich dessen mehr zu lösen.
Ich hätte nie gedacht, dass ich das mit der Untersuchung durchziehe, noch vor ein, zwei Jahren hätte ich wieder gekniffen und abgesagt und lieber alles ausgehalten. Bin zudem nicht so die Arztgängerin...
Momentan habe ich mich zwar weitestgehend zurückgezogen und blocke Kontakte überwiegend ab, aber es tut mir ehrlich gesagt gut, zumal ich auf die, die sowieso nur über einen reden, keinen Wert mehr lege, und inzwischen ist mir auch schnuppe, wer was über mich labert, selbst wenn es jetzt sogar schon heißt, ich würde hier in dem Haus in einer WG wohnen. Das bestätigte ich ironisch mit der Bemerkung, dass meine Vögel und Hunde, jede Milbe, jede Laus und Ameise zur WG zählen und mir Untermiete zahlen, damit ich u.a. meine Flatrate finanzieren kann. Ich habe zudem ein paar kleinere Aufträge, etwas für andere zu schreiben und widme mich zur Zeit mit Leidenschaft der Herstellung und Verzierung von Kerzen. Damit kann man seine Phantasie so richtig austoben. Auch mit dem Schreiben. Worte können eine richtige saftig grüne Spielwiese sein. Bei allem, was ich tue, brauche ich keinen Menschen um mich herum, muss nicht irgendwo hingehen, kann also mein Ding ganz alleine durchziehen, ich kann mir selbst aussuchen, ob ich mitten in der Nacht was arbeite oder schlafe. Bis jetzt ist auch die Sachbearbeiterin bei der Arge sehr verständnisvoll. Sie bekommt ein neues Attest. Im letzten bescheinigte mir mein Therapeut, dass ich durchaus motiviert bin, jedoch Probleme unter anderem wegen der sozialen Phobie bestünden. So was ist nun einmal - wenn überhaupt - nicht in ein paar Wochen oder Monaten kuriert, zumal diese Probleme bei mir sehr weit zurückliegen und sich in mir irgendwie festgefressen haben, wie diese bildlich dargestellten Bakterien in der Werbung für den Kloreiniger Kann man mir glauben - würde es was nützen, um alle Probleme aus mir rauszukriegen, würde ich auch noch eine ganze Flasche dickflüssiger WC-Ente austrinken, aber das würde wohl so nicht funktionieren *ironisch gemeint*.
Die Selbstmordgedanken, die Todessehnsucht sind ein Teil von mir geworden, schon seit vielen Jahren. Das muss nicht bedeuten, dass ich mich jetzt, morgen oder übermorgen umbringen werde. Aber ich halte mir mein kleines Hintertürchen offen, habe vorgesorgt, und allein der Gedanke "du kannst, wenn du willst" ist auch schon so etwas wie ein kleines Überlebenstraining.
@ Sherlock
ganz und gar kann ich dir, bezüglich meiner SM-Gedanken und Todessehnsucht nicht beipflichten. Damals habe ich über Monate geplant, überlegt wie, als ich es wusste, mir nach und nach besorgt, auf Umwegen, was ich brauchte. Ich hatte mir Ziele und ein Datum gesetzt. Zwei Tage vorher, bewusst Sonntagnacht Abmeldungen an Finanzamt und Krankenkasse gesendet, sämtliche Dokumente entsorgte ich einen Tag vorher im Papiercontainer, meinen Kunden (hatte damals noch mein Büro) druckte ich alles auf, legte die Stapel mit entsprechenden Begleitschreiben nebeneinander, habe das Haus auf Hochglanz gebracht, kein Wäschestück war mehr schmutzig oder ungebügelt, alles tip top. Ich wollte nicht, ohne alles geklärt zu haben, gehen. Und das war alles andere als ein Hilfeschrei, sondern mein vollster Ernst. Ich hinterließ sogar eine Abschieds-Homepage mit Kommentaren und Grüßen an die Leute aus dem damaligen S-Forum. Auch an sie hatte ich gedacht. Meine Kinderfotos habe ich sämtlich zerschnippelt, mich rausgeschnitten, weil von mir nichts, aber auch gar nichts mehr übrig bleiben wollte. Ich fuhr zuhause eine phatte "Abkratzparty", mit entsprechender Musik, die im Player rauf- und runterlief. Ich freute mich, und war sogar euphorisch, endlich alles hinter mir lassen zu können, bald im Nirvana bei meinem Dad und meinen Tieren aufzuwachen. Aber dann kam ich langsam zu mir, realisierte, ich lebe noch, das war der erste Schock, der zweite Schock war, als mir bewusst wurde, wo ich bin, und dass man mich zum "Selbstschutz" weggesperrt hatte. Natürlich war ich aggressiv, auch dem Stationsarzt, der gleich ein "Aufnahmegespräch" mit mir machte. Ich stand zudem immer noch unter der Wirkung der Tabletten, oder denkt jemand ernsthaft, allein über 100 Tavor 2,5 nebst anderen Mitteln bauen sich so schnell ab? Zudem nahm ich alles über zwei Tage verteilt, damit nur ja alles richtig ins Blut gehen sollte und hatte für ungefähr zwei Wochen ziemlich heftige Schmerzen in der Nierengegend, wovon ich dort aber nichts sagte.
Nun zu dem HIlfeschrei: ich weiß, dass es auf viele zutrifft. Aber manche interpretieren dieses falsch, denn nicht jeder, der es ankündigt, setzt nur einen Schrei nach Hilfe ab. Als mir damals meine Mutter unter anderem ins Gesicht sagte, dass ihr bei meinem Anblick der Appetit verginge, weil ich in diesen letzten Wochen nicht immer dauergrinsend auf und abgelaufen bin, sagte ich ihr ohne Umschweife: "Mach dir keine Sorgen, du brauchst dir meinen Anblick nicht mehr lange antun. In ein paar Wochen werde ich tot sein, weil ich mich umbringen werde." Dieses habe ich allein ihr gegenüber mehrfach geäußert, sie nahm es nicht ernst (das soll meinerseits kein Vorwurf an sie sein, nicht, gar nichts mehr habe ich ihr vorzuwerfen, auch nichts von dem, was früher war, ich gäbe alles darum, wenn ich sie und meinen Dad wieder hier hätte...), als sie aber dann mit dem Taxi nach Hause kam und vor unserem Haus Krankenwagen, Notarzt und Polizei standen und es hier im Haus wohl auf allen drei Etagen von Sanitätern, Notarzt und Polizei "gewimmelt" haben muss, war sie geschockt... Ich weiß von alledem nichts mehr, ich weiß nicht einmal, wie die überhaupt hier reingekommen sind. Letztlich fehlen mir drei Tage, 72 Stunden, von denen ich nichts mehr weiß, ich habe bis heute den totalen Filmriss. Die eine Ärztin, die damals Dienst auf der Station hatte, sagte später zu mit, dass selbst sie so was noch nicht erlebt hätte, ich hätte drei Tage lang wie mechanisiert reagiert. Was auf der Intensiv von statten ging - keine Ahnung. Ich lernte nur hinterher immer wieder neue Leute kennen, die zwar mich kannten, aber ich sie nicht. Selbst als beim Belastungstraining zuhause meine Mutter nachts den Notarzt rufen musste, weil ich einen schlimmen Asthmaanfall hatte, meinte der Notarzt "Wir kennen uns doch". Mann, war ich sauer, ich hechelte sitzend auf der Couch fast in den letzten Zügen und dachte, der Typ hat in dieser Situation nichts anderes im Sinn, als dich blöd anzumachen. Entsprechend reagierte ich auch und fragte, ob er mich verar***en wolle. Neee, natürlich nicht. Er outete sich als mein "Lebensretter", woraufhin er von mir die liebevoll dankend Antwort "ach so, SIE waren das A*loch, welches mir alles versemmelt hat, erhielt.
Ich weiß, dass das von mir frech war, aber ich war wegen der ganzen Situation und zudem durch das niederträchtige Verhalten, was meine Mutter und meinen Bruder betraf, verletzt, irritiert, geschockt und wütend und aggressiv. Zum besseren Verständnis nur eines der vielen Beispiele, die ich anführen könnte: mein Büro hatte ich zuhause, ich glaube, ich erwähnte hier schon an anderer Stelle, dass ich mich überwiegend für die Selbständigkeit entschied, um, wenn nötig, immer für meine Familie da sein zu können. Meine Tiere (damals zwei Hundies und ein adoptiertes, zugelaufendes Katerchen) und meine Arbeit waren mir die beiden liebsten Dinge, die ich hatte. Und alles das musste nach Ansicht meiner Restfamilie (mein Vater war zu dem Zeitpunkt schon zehn Jahre nicht mehr unter uns) zerstört werden. Mein Bruder vernichtete mir komplett mein Büro, alles wurde rausgeschmissen und unten in den Kellerräumen auf einen Haufen geworfen. Wofür er selbst keine Verwendung hatte, was er also nicht stehlen konnte, zerstörte er mutwillig. Dafür habe ich sogar Zeugen und Fotos, ich erzähle hier keinenl Schrott oder Lügen. Meine Mutter veranlasste, dass meine geliebten Tiere ins Tierheim kamen. Sie wusste, dass sie mich mit diesen beiden Dingen am härtesten treffen würde, und das gelang ihr ja auch. Mein Katerchen, Candy, manchmal nannte ich ihn auch sa* süße Miausa*, wurde im Tierheim eingeschläfert, weil bei ihm angeblich wegen Stress Katzenaids festgestellt wurde. Ich habe ihn also auf Umwegen auf dem Gewissen, ihn umgebracht. Ich habe ein Tier getötet, und das verzeihe ich mir nie. Einen Hund hat man mir, obwohl seitens meiner Anwältin ein Stop auferlegt war, vermittelt. Ich werde nie erfahren, ob es ihm dort, wohin er kam, gut ging, wie alt er wurde. Den anderen Hund holten wir gegern eine Zahlung von knapp 700 Euro zurück. Er war damals, wie der andere, bereits zehn Jahre alt. Und ist es nicht offensichtlich, wie sehr man an einem Tier hängt, und für einen doch schon relativ alten Hund so viel zahlt, obwohl man dafür fast zwei Welpen bekäme...
Mein Bruder durfte mich am Telefon u.a. als Irre beschimpfen, während meine Mutter gegenübersaß und - wieder - nicht eingriff... Er konnte sie - wieder einmal - gegen mich aufhetzen und, obwohl beide (er zog schon vor über zwanzig Jahren aus) aufgrund diverser Vorkommnisse wie Feuer und Wasser waren und eigentlich die Rolle des Mentors immer bei mir lag, in dieser Situation stellten sie sich beide gegen mich, und ich verstand die Welt, das Leben und mich selbst nicht mehr. Noch auf der Geschlossenen warnte ich meine Mutter, sagte ihr, dass er sie, sobald er seines erreicht hat, sowieso sitzen lässt und es ihm egal ist, was dann mit ihr wird. Und ich hatte leider Recht. Er ließ sie hier im Sa*stall sitzen, den er verursacht hatte. Meine Mutter war damals schon krank und keinesfalls in der Lage, einzukaufen. Zu der Zeit war ich dort zwar bereits auf der "offenen" Station, jedoch als höchst suizidal eingestuft. Und wenn dem so ist, ist es nicht so einfach, des Gelände zu verlassen. Ich habe riskiert, noch einmal ein paar Tage auf die Geschlossene zu wandern, weil ich mich dazu entschloss, zu meiner Mutter zu fahren, um für sie einzukaufen, alles für sie zu richten, damit alles an einem Platz ist und sie alles mit einem Handgriff erledigen konnte. Gut, war niemandem aufgefallen und besser so. Aber letztlich wäre es mir egal gewesen, wenn man über mich irgendwelche Sanktionen verhängt hätte. Im übrigen hatte ich gebeten, dass sie mich zu meiner Mum fahren lassen, damit ich ihr einkaufen kann, weil sie weder Brot noch was zu Trinken im Haus hatte, und dieses wurde zunächst abgelehnt!
Zu dem, was die beiden taten, als ich ausfiel und einfach einmal nicht mehr für sie ständig funktionieren, rennen, erledigen, geben und tun konnte, bestraften sie mich auch insofern, als sie mir fast zwei Wochen lang verweigerten, frische Wäsche und Klamotten zu bringen. Im Gegensatz zu mir: wenn meine Mutter bspw. ins KH kam, habe ich noch am gleichen Tag alles besorgt und zusammengepackt, was sie brauchte und ins KH geschleppt. Für mich war das selbstverständlich, und auch in dieser Hinsicht konnten sich alle immer auf die superdämliche Kuh veralrassen, die immer gleich springt oder sprang, wenn jemand was brauchte oder braucht.
Zudem waren beide nicht unerheblich auch ein Faktor für meine Entscheidung, aber da hätte ich lange auf Einsicht oder ähnliches warten können.
Nun ja, vielleicht versteht man jetzt wenigstens einige meiner Verhaltensweisen besser. Klar, momentn gibt es für mich nur Schwarz und Weiß, Gut oder Schlecht. Kein Dazwischen. Hat mir mein Therapeut auch schon gesagt. Also gebe ich diesbezüglich Sherlock Rechd . Warum das bei mir so ist, weiß ich jedoch nicht. Der Thera versteht mich wenigstens, zumindest habe ich das Gefühl. Auch als ich mich neulich wieder heftig geschnitten habe, gab er mir den Tipp, eine Fixierbinde anzulegen, wenn ich zur Magenspiegelung gehe Hätte ich zwar sowieso getan, aber egal.
Wie dem auch so, wo mein Weg lang gehen soll und vor allem, wie lange überhaupt alles noch gehen soll, das weiß ich nicht, habe jedoch andererseits die Gewissheit und Sicherheit, dass ich jederzeit den Notausgang benutzen kann, wenn gar nichts mehr geht oder wenn ich es nicht mehr aushalten kann. Wegwerfen würde ich damit gar nichts, ich würde höchstens Müllbeseitigung betreiben und damit letztlich wiederum anderen viel Arbeit abnehmen...
@isis-z
ja, was Tiere betrifft, könnte ich wohl Bücher füllen. Ich bin mit Tieren aufgewachsen, habe immer allen möglichen Tieren geholfen, sogar einmal Eichhörnchen großgezogen, und die musst du alle zwei Stunden füttern, ob Tag oder Nacht.
Die Liebe zwischen uns und den Tieren ist etwas besonderes und nicht vergleichbar mit der zwischen Menschen. Ich finde, die Liebe zwischen Tier und Mensch ist, vom Tier her gesehen, offener, ehrlicher. Und meine Hunde begrüßen mich nicht, weil sie ein Leckerli in Aussicht haben, wenn ich nach Hause komme, sondern wenn sie sich über mich freuen...
Entennachswuchs hatten wir im Weiher im Park in diesem Jahr zum zweiten Mal. Das ist klasse, zu beobachten, wie sie wachsen, oder auch ihrer Mutter in Reih und Gl. folgen. Bei uns liegen die Enten auch oft neben dem Weiher in der Wiese. Die kennen schon alle Hunde und erschrecken gar nicht mehr. Manchmal macht ein Fischreiher vom Zoo, der direkt an unser Wohngebiet angrenzt, einen Abstecher und sitzt dann stundenlang auf einem Zweig, der über das Wasser des Weihers hängt. Ein sehr stolzer Vogel und immer ein toller Moment, ihn in seiner Ruhe zu sehen und dann das sich durch die sanften Wellen, die die Entlein ziehen, spiegelnde Ebenbild zu sehen.
Auf die Straße gelaufen, selbst dann, wenn ich hätte überfahren werden können, bin ich auch schon. Aber immerhin konnte ich so einigem Igel und Vogel das Leben retten
Neulich ist ein Pfau mit seinem Harem hier irgendwo im Wohngebiet spazieren gegangen. Ursprünglich stammen die auch aus dem Zoo, aber auf den besorgten Anruf einer Bewohnerin hin sagte die Pfleger, das mache nichts, die würden öfter mal einen Ausflug machen. Ich stelle mir nun gerade vor, was wäre, wenn morgen Zebra, Elefant & Co. im Park auftauchen und eine neue Serie abdrehen *g*
Na ja, was meinen kleinen Hannibal betrifft, er hat sich schon gebessert, ich habe wirklich schon einiges erreicht. Aber es könnte immer wieder mal passieren, dass ich eins abbekomme, vor allem jetzt, wenn ich öfter mal den Rolladen rauf- und runterlasse oder mit Bügel- bzw. Dekospray usw. arbeite. Er kann die Geräusche nicht vertragen. Vor ein paar Tagen habe ich ihn mal "gerüsselt", nicht etwa gehauen, sondern mittels Muttergriff ihm erklärt, WER hier das Alphatier ist. Meist hält das dann eine Zeitlang an, bis er eine "Auffrischung" benötigt. Du wirst lachen, meine Eltern waren reine Schäferhundeleute, also die sind, vor allem wenn abgerichtet, schon ein ganz anderes Kaliber. Wenn ich meiner Mutter gegenüber im Sessel saß und Dandy auf dem Schoß hatte, kam es oft vor, dass Nikko(letta^^s ) so was von wütend wurde und sich in der Armlehne verbissen hat. Aber nix da. Ich greife dann volles Rohr ins Brustgeschirr, ziehe ihn hoch (mit dem Geschirr kann ich ihn nicht verletzen oder garerwürgen) und pappe in gegen Dandy auf meinem Schoß. Glaube mal nicht, dass diese Terrier unbedingt kleine Zähnchen haben, die können schon mit recht wirkungsvollen Beißerchen aufwarten. Meine Mutter, die wie gesagt, mit viel größeren Hunden umging, sagte einmal zu mir, dass selbst sie, wenn Nikko derart ausrastet und sein Gebiss bis zum Mageneingang aufreißt, nicht mehr trauen würde, ihn in der Aktion anzufassen. Nein, da habe ich gar keine Angst. Das wäre noch schöner, denn dann hätte ich mich ihm unterworfen, und das geht gar nicht.
Doch, auch Hunde kriegen u.a. Diazepam. Ich halte davon nur nichts. Bachblüten gegen Aggro bei ihm zeigten null Wirkung, bei mir übrigens ebenso. Ich habe die für mich damals in Form von Gummibonbons gekauft. Das Ende vom Lied war, dass ich über Nacht aus Gier auf Süßes die ganze Dose leergefressen habe aber von Beruhigung keine Spur. Also sind dann Haribo doch preiswerter
Nee, nee, was meinen nick betrifft, da gibt es (noch) keine Verhandlungsbasis. Ich war ein Supergau, ich bin ein Supergau und ich werde übers Grab hinaus einer bleiben...
Habe mich übrigens riesig gefreut, dass dir meine Geschichte gefallen hat. Wenn du willst, kann ich dir gerne noch eine posten.
So, nun ist es nach 5.00 Uhr morgens, keinen Schlaf gefunden trotz meiner Spezialmischung was ich nun gar nicht verstehen kann, aber vllt komme ich ja jetzt noch zu ein paar Stündchen Schlaf.
*Winkx*
'tschuldigung, dass der Beitrag schon wieder so lang wurde.