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Zitat von Icefalki:
Meine Rettung waren die Antidepressiva, ich wurde dadurch angstfrei. Und deshalb war ich in der Lage,sehr viel selbst an mir zu

Ja,das muss ich auch noch hinzufügen.
Neben der Verhaltenstherapie habe ich einen Psychiater ,der mit mir die medikamentöse Behandlung durchführt.
Ohne die Medikamente ging gar nichts mehr.

27.09.2017 17:35 • x 1 #21


Bei mir haben Medikamente auch die besten Ergebnisse gebracht.
Wenn ich nur schon vor 20 Jahren. Aber ich hab mich sehr lange dagegen gesträubt.
Nachdem ich sie nahm, wurde mir klar, daß natürliche Methoden niemals soviel gebracht hätten
und wenn ich 10 Jahre am Stück meditiert und entspannt hätte.

27.09.2017 17:40 • x 1 #22



Eure Therapie-Erfahrungen

x 3


Icefalki
Zitat von Flame:
Medikamente


Gottseidank gibt es die. Ich wäre, glaub ich, gestorben. Endlich mal Frieden in mir. Diese Gelassenheit kannte ich überhaupt nicht. Wunderbar gechillt. Medis hab ich schon lange Zeit abgesetzt. Jetzt heisst es immer wieder aufpassen, dass ich nicht abrutsche. Ist wie eine Gradwanderung zwischen dem, was mir eingebläut wurde und dem,was ich wirklich möchte. Ich geb es zu, ist nicht immer einfach, lohnt sich aber.

27.09.2017 17:46 • x 1 #23


Zitat von Icefalki:
Gottseidank gibt es die.

Ja, sie haben mir auch wieder Lebensqualität geschenkt. Ein Unterschied wie Tag und Nacht, im Vergleich zu davor!

27.09.2017 17:48 • x 1 #24


Zitat von Blackstar:
Ja, sie haben mir auch wieder Lebensqualität geschenkt. Ein Unterschied wie Tag und Nacht, im Vergleich zu davor!


Kann ich nur bestätigen.

27.09.2017 17:55 • x 2 #25


Wow, erstmal vielen Dank für die ausführlichen Antworten. Genau so hatte ich mir den Thread vorgestellt

In der Klinik war es auch so, dass ich bei beiden Therapeutinen nur gesprochen habe. Ich fand und finde das auch total gut, weil das ein gutes Gefühl war, dass da jemand ist, der zuhört, nachfragt und sich Notizen macht.
Aber irgendeine Strategie habe ich nicht gelernt. Ich hoffe, das ist bei der ambulanten Therapie von mir besser. Bis jetzt war es auch da nur ein Erzählen. Finde ich auch ok zum kennenlernen, da ich ja erst 5x da war.

Ich hoffe aber sehr, dass sie mir Wege zeigen kann, mit meiner Einsamkeit und der daraus resultierenden Wut umzugehen, bzw etwas daran zu ändern.

27.09.2017 18:33 • #26


Zitat von Galgenmännchen:
Ich hoffe aber sehr, dass sie mir Wege zeigen kann, mit meiner Einsamkeit und der daraus resultierenden Wut umzugehen, bzw etwas daran zu ändern.


Also ich war ja auch alleine bzw. einsam in meiner ersten Ehe und dann hab ich über´s Internet meinen jetzigen Mann kennengelernt.
Ich würde es über Singlebörsen versuchen,falls Du eine Partnerin suchst.
Der Vorteil ist,man kann sich erstmal eine Weile aus der Ferne "beschnuppern" und bestimmt beim Schreiben ja selbst das Tempo und wieviel man von sich preisgeben möchte bzw. ab wann man einem Treffen zustimmt.
Mein Tip dabei : nicht mit der Tür in´s Haus fallen aber von Anfang an ehrlich sein,dass man psychisch etwas belastet ist,es kommt eh früh oder später an´s Tageslicht und Frauen sind in der Regel empathisch.
Und wenn sie es nicht verstehen sollte,wär sie eh nicht die Richtige.

Und falls Du Kontakte zu Gleichgesinnten suchst: Selbsthilfegruppen.Ich war schon in verschiedenen Gruppen und es hat mir zu der Zeit geholfen,aus meinem Schneckenhaus rauszukommen und zu merken,wieviele andere Menschen ebenfalls mit sich zu kämpfen haben.

27.09.2017 18:51 • #27


Hab ich alles schon versucht. 4 Jahre onlinedating ohne Erfolg, Single-Parties, Speed-dating, Pick up...

Seit letzter Woche bin ich seit langer Zeit wieder im Fitness-Studio angemeldet.

Gerade deshalb bin ich so gespannt, was ich in der Therapie lernen kann. Die Liste an Dingen, die ich selber schon ausprobiert habe ist lang. Ich erhoffe mir jetzt eher psychologie-insidertipps.

Heute hab ich beispielsweise gemerkt, dass ich wieder so gar kein Bock auf die anderen Besucher im Fitness-Studio hab. Da muss ja irgendwo tief in mir das Problem liegen.

Ich bin überzeugt davon, dass ich auch endlich Leute kennenlernen kann, wenn nicht mehr Frust, Hass und Ablehnung anderen gegenüber und von anderen mir gegenüber, mein Leben bestimmen.

27.09.2017 19:07 • x 1 #28


Zitat von Galgenmännchen:
Heute hab ich beispielsweise gemerkt, dass ich wieder so gar kein Bock auf die anderen Besucher im Fitness-Studio hab. Da muss ja irgendwo tief in mir das Problem liegen.


Vielleicht hast Du auch einfach nur Pech gehabt und es war bisher einfach noch keine passende Partnerin für Dich dabei.
Mach es nicht komplizierter als es ist.
Machen wir uns nichts vor: es gehört schon eine gute Portion Zufall (in dem Falle sogenanntes Glück) dazu,in kurzer Zeit eine passende Partnerin zu finden.
Insgesamt kann es natürlich nicht schaden eine grundsätzlich positive Grundhaltung seinen Mitmenschen gegenüber zu haben.
Mir hilft dabei immer,wenn sich jemand meiner Meinung nach nicht benehmen kann o.ä. mir zu sagen,dass derjenige es einfach gerade nicht besser weiss oder gelernt hat oder weil er vielleicht auch psychisch krank ist und unter Verhaltensstörungen leidet oder gerade eine schwere Zeit durchmacht.
Es gibt so einen Spruch: Verstehen heisst verzeihen und da ist eine Menge dran.

27.09.2017 19:21 • #29


Da ist ja schon ein Unterschied zu mir. Wenn sich in meiner Anwesenheit jemand nicht benehmen kann, denke ich mir: Was für ein dummer Vogel.

27.09.2017 19:47 • #30


Im Großen und Ganzen sehe ich es so wie Namb, ich habe mich auch größtenteils selbst therapiert. Ich glaube was eine effektive von einer erfolglosen Therapie unterscheidet ist dass die eigenen Selbstheilungskräfte aktiviert und zielgerichtet eingesetzt werden, also dass auch die tatsächliche Wurzel des Problems behandelt wird. Diese ist oft sehr schwer aufzufinden was wahrscheinlich oft zu Misserfolgen führt. Man muss allerdings im Kopf behalten dass keine Veränderung durch Therapie bereits ein Erfolg sein kann, weil man ohne die Therapie vielleicht total eingebrochen wäre. Ist natürlich schwer zu verifizieren, was wäre passiert wenn

Es ist auch so dass die menschliche Psyche extrem kompliziert ist und es daher quasi unendlich viele verschiedene Kombinationen geben kann, wie die Persönlichkeit des Patienten, die des Therapeuten und die von ihm oder ihre praktizierte therapeutische Schule bzw. Methode zusammenkommen. Daher kann man denke ich wenige allgemeingültige Aussagen machen ob Therapie nun wirkt oder nicht, es kommt immer auf die Konstellation im Einzelfall an.

Sehr wichtig ist dabei mMn die persönliche Reife des Therapeuten/der Therapeutin. Wenn er oder sie selbst noch sehr viele ungelöste Baustellen hat, wird dies die Beziehung und damit die Therapie stören, außerdem neigen solche dazu sich rigide an ihren theoretischen Vorgaben festzuklammern anstatt spontan auf den Patienten und seine/ihre Bedürfnisse einzugehen. Die oben beschriebene Therapeutin die auch praktische Übungen erklärt, Hausaufgaben aufgibt usw. wäre zB. für manche Analytiker undenkbar, die reagieren eher indem sie fortfahren mit dem Bleistift auf ihren Notizblock zu tippen und zu murmeln, interessant, erzählen Sie mir mehr, was hätte Ihre Mutter dazu gesagt

Meiner Erfahrung nach gibt es auch verschiedene Phasen, in denen entweder die Aufarbeitung der Vergangenheit oder die konkrete Bewältigung der Gegenwart im Vordergrund stehen, die sich immer wieder abwechseln.

Vielleicht interessieren dich auch zwei frühere Beiträge von mir, falls du sie noch nicht gesehen hast:
post1268681.html#p1268681
erfolgserlebnisse-f59/selbsthilfebuecher-meine-top-10-t84397.html

@juwi Klingt nach Wiederholungszwang. Hat ein Elternteil dich vielleicht nie zu Wort kommen lassen?

27.09.2017 19:50 • x 2 #31


Icefalki
Zitat von Galgenmännchen:
Da ist ja schon ein Unterschied zu mir. Wenn sich in meiner Anwesenheit jemand nicht benehmen kann, denke ich mir: Was für ein dummer Vogel.


Nehm es jetzt nicht persönlich, aber das ist eine Form von Überheblichkeit, ohne Nachdenken. Flame analysiert. Dadurch hält sie für sich noch alles offen. Bleibt im Zustand von Interesse, bis sich irgendwann ein Ergebnis zeigt. Erst dann wird sie werten.

Insgesamt vergrössert sich dadurch der Kreis möglicher interessanter Menschen.

27.09.2017 20:02 • #32


Warum wird eigentlich wenn man einen Beitrag abschickt immer die Hälfte der Satzzeichen entfernt?! Wissen die Mods nicht dass das ein Trigger für Perfektionisten ist! Argghh! ! SOS! ! !

27.09.2017 20:16 • #33


Zitat von Icefalki:
Nehm es jetzt nicht persönlich, aber das ist eine Form von Überheblichkeit, ohne Nachdenken. Flame analysiert.


Passt schon. Für mich ist einfach jeder Mensch erstmal ein Feind, bis er das Gegenteil beweist.

Ich hatte mir gedacht, dass es hilfreich sein kann, wenn ich jeden Menschen erstmal als Freund sehe, bis er mir das Gegenteil beweist. Keine Ahnung, ob das ein richtiger Weg ist. Und wenn ja, muss ich erstmal lernen, das wirklich umzusetzen.

@PhoenixG
Danke, habe mir beide Links angeschaut. Deine eigene Erfahrung zur Therapie fand ich gut.

Von den Buchtipps halte ich mich bewusst fern. Ich will mich nicht mit zig möglichen Ratgebern und Verhaltenstipps durcheinander bringen. Lieber eins nach dem anderen probieren.

27.09.2017 20:23 • #34


Zitat von PhoenixG:
@juwi Klingt nach Wiederholungszwang. Hat ein Elternteil dich vielleicht nie zu Wort kommen lassen?

Das nicht, aber mir wurde nie zugehört. Habe irgendwann nur mehr sehr wenig gesprochen, litt zeitweise sogar an selektivem Mutismus (da konnte ich nur mit meinen Brüdern und etwas mit der Mutter sprechen, beim Vater und in der Schule war ich stumm).

27.09.2017 20:41 • #35


Ich hoffe Du hast Glück und es paßt zwischen Deinem Berater und Dir!

27.09.2017 20:46 • #36


Zitat von Galgenmännchen:
Lieber eins nach dem anderen probieren.


Absolut. Ich hatte ja dort erwähnt dass sich diese Liste über eine Zeitraum von 12 Jahren entwickelt hat. Aber irgendwo muss man ja anfangen, und woher sollte man selbst die Expertise dafür haben. Ich habe lange den Fehler gemacht zu glauben ich müsste alles ganz alleine geregelt kriegen (war auch Teil des Krankheitsbildes), daher hoffe ich meine Tipps können anderen helfen ihre Zeit effektiver zu nutzen als ich.

@juwi Also quasi ein Wiederholungszwang, dass dir nicht zugehört wurde und du jetzt auf Therapeuten triffst die dir nicht zuhören... In der Beziehung zum Therapeuten spielt man oft den Grundkonflikt mit den familiären Bezugspersonen nach, das nennt sich "Übertragung". Vielleicht kannst du es ja in der nächsten Sitzung mal ansprechen und die Therapeutin auf diese Parallele hinweisen? Und noch dazusagen dass es dich ärgert wenn du mit deinen Anliegen nicht durchkommst? Die Therapie ist doch für dich da, nicht für sie!

27.09.2017 20:58 • #37

Sponsor-Mitgliedschaft

Zitat von PhoenixG:
Vielleicht kannst du es ja in der nächsten Sitzung mal ansprechen und die Therapeutin auf diese Parallele hinweisen? Und noch dazusagen dass es dich ärgert wenn du mit deinen Anliegen nicht durchkommst?

Phu, nein, das würde ich mich nie trauen

27.09.2017 21:00 • #38


Zitat von juwi:
Phu, nein, das würde ich mich nie trauen


OK - wovor genau hast du Angst? Was ist das Schlimmste, das passieren könnte?

27.09.2017 21:09 • #39


Icefalki
Zitat von Galgenmännchen:
erstmal als Freund sehe


Mach es nicht so kompliziert. Sei einfach zu Beginn neutral. Das erzeugt dann keinerlei Druck.

27.09.2017 21:48 • #40



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