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Ich bin über 50, leide schon seit der Kindheit unter Ängsten, war in mehreren Therapien und bin jetzt erstmals in einer kognitiven Therapie (generalisierte Angst wurde erst vor relativ kurzer Zetr diagnostiziert). Es ging mir zunächst tendenziell besser, derzeit - seit mehreren Wochen - erlebe ich aber einen herben Rückschlag, die Angst ist fast ständig da, ich kann nicht aufhören, mich zu sorgen, male mir die schlimmsten Szenarien aus... Es ist schon so, dass ich momentan auch ein bisschen Grund habe, mich zu sorgen, natürlich nicht in dem Ausmaß - aber warum komme ich damit nicht klar? Kann ich die Therapie jetzt gleich wieder in den Wind schreiben, ging's mir rein zufällig besser... Ich schlafe schlecht, wache sehr früh auf und dann geht's gleich los mit der Sorgerei Es gelingt mir nachts i.d.R. nicht, zu meditieren und weinen kann ich auch immer erst viel später, wenn ich eigentlich nicht mehr will, weil dann meine Familie auch wach ist... Ich mache uns allen das Leben schwer. Und so langsam verliere ich die Hoffnung...

Ich bin auch in klassisch homöopathischer Behandlung, das ging auch zunächst ganz gut.

Was läuft denn da jetzt ab bei mir? Ich komme fast um vor Angst, weil mein Sohn für längere Zeit ins Ausland gehen wird - was ihm da alles passieren kann - darum kreisen meine Gedanken. Oder darum, was überhaupt mit ihm wird, er hatte (mit 23) noch nie eine Freundin (hat er mir traurig erzählt, da fing es an, dass es mir wieder schlechter ging), mit seinem Studium läuft es nicht gut und er hat arge Hautprobleme (Gesicht) und obwohl er meist gute Laune hat (so scheint es zumindest, aber ich w e i ß einfach nicht, ob es stimmt), sorge ich mich ständig um sein Wohlergehen und befürchte, er könnte vereinsamt unter einer Brücke landen. Es nutzt irgendwie nichts, dass ich mir Tatsachen bewusst mache, wie z.B., dass er ein guter Mensch ist, schon eine abgeschlossene Ausbildung hat, viele in seinem Alter noch keine Freundin haben (mir tut es so wahnsinnig leid, dass er noch nie eine hatte), viele ein Auslandsjahr machen und, und, und

Ach, ich würde mich freuen über ein paar positive Nachrichten.

10.05.2014 11:28 • 12.05.2014 #1


7 Antworten ↓


Hallo Vitabella,
erstmal Willkommen im Forum.

Wie du schreibst,leidest du ja schon sehr lange unter Ängsten,
mit Auf und Abs,
was ich bei dir stark rauslese sind Verlustängste,du sorgst dich zu viel,
vor allem um Dinge,die nicht mehr in deinem Einflußbereich stehen.
Du musst lernen los zu lassen!
Dein Sohn muss seinen eigenen Weg gehen,das ist wichtig....
er muß eigene Erfahrungen sammeln,auch wenn er dabei mal auf die Nase fällt.
Da mussten wir doch Alle mal durch und es ist wichtig für die persönliche Entwicklung,
versuch dich für Ihn zu freuen
und wenn er Hilfe braucht,da sei einfach für Ihn da,
aber bis dahin musst du wirklich versuchen,lockerer damit umzugehen.

Ich denke,dass dir die Therapie dabei sehr gut helfen wird,gib dir selber ein bißchen Zeit,
es wird schon!

10.05.2014 11:50 • x 1 #2



Bin in Therapie - warum geht es mir wieder schlechter?

x 3


Hallo MitSouKo63 und Danke für Deine Antwort. Es stimmt schon, dass ich los lassen muss - aber wenn ich keine Angst um ihn habe, habe ich Angst vor etwas anderem. Es ist nur jetzt wieder viel stärker geworden.

10.05.2014 16:20 • #3


waage
Hallo vitabella,
bin 51, und habe einen Sohn im Alter von 21J. Leide auch schon seit 30 Jahren unter Ängsten.
Seit den WJ, haben letztes Jahr angefangen ist es schlimmer. Mache mir auch um alles Sorgen natürlich auch um meinen Sohn. Er ist letztes Jahr ausgezogen, hat jetzt eine eigene Whg einen guten Job ein Auto. Also warum mache ich mir Sorgen? Ich muss auch loslassen, sehr schwierig, wenn man so mit Ängsten "kämpft". Ich kann dich sehr gut verstehen, daß du dir Sorgen um deinen Sohn machst, wenn er ins Ausland geht, aber es ist sein Leben und er wird es meistern.

Alles Gute

L.g.
Waage

10.05.2014 16:30 • #4


Hallo mir ging es bis jetzt bei jeder Therapie erstmal schlecht bis viel schlechter. Hatte bis jetzt einige wegen verschiedener Probleme. Anorexie, Hypochondrie, gas, chron. Depression. 4 insgesamt und nun die Analyse und ja erstmal wurde es immer schlimmer. Das zeigt aber auch dass du am Kern der Sache bist. Halte durch, es wird besser! Vielleicht kannst du, das hat mir sehr geholfen , für dich etwas finden. Bei mir war es ein Achtsamkeit mbsr Kurs der VHS. Meditieren hat mir sehr geholfen, bzw tut es weiterhin.
Liebe gruesse !

11.05.2014 13:29 • #5


[quote="daisyduck"]Hallo mir ging es bis jetzt bei jeder Therapie erstmal schlecht bis viel schlechter.


Hallo Daisyduck! Mir ging es zunächst besser, habe jetzt nach 9 Monaten einen herben Rückschlag - findest Du das auch noch normal?

11.05.2014 16:26 • #6


Hallo Vitabella,

was sagt denn Dein Therapeut zu diesem Rückschlag?

LG,
Hope

11.05.2014 16:47 • #7


Ich denke auch, da sollte dann der Therapeut etwas sinnvolles dazu sagen können. Mir ging es allerdings auch nicht sofort schlechter, denn man lernt sich ja erstmal kennen, tastet sich ran und es dauert ja eine Weile, bis man am wunden Punkt angekommen ist. Eventuell ist das ja jetzt bei dir der Fall. Ich kann nicht sagen, wann es mir genau schlechter ging. Bei der Analyse relativ gleich, aber das ist auch wesentlich intensiver. Bei der VT hat es schon bestimmt ein halbes Jahr gedauert.

12.05.2014 22:00 • #8




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