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Frozen93
Hallo ihr Lieben meine Therapeutin hat gesagt es geht so nicht weiter und ambulant bekommen wir das nicht mehr in Griff. Da ich drei Kinder habe geh ich nächstes Jahr in die Klinik da ich dieses Jahr schon 6 Wochen weg war. Hat leider nix gebracht da nicht viel auf Zwänge eingegangen wurde. Um wieder etwas stabiler werde im Alltag soll ich nun für 2 Wochen in ein Bezirkskrankenhaus.

Mein Kopf schreit nach Ruhe aber ich kann oder möchte das nicht akzeptieren. Kennt jemand das Gefühl? Ich komm dort auf die Psychotherapiestation. Ich schreibe fast täglich meiner Therapeutin eine Email wenn es mir nicht gut geht und ich Bestätigung brauche das alles in Ordnung ist. Ich brauche Ruhe will es aber irgendwie nicht annehmen sondern denke mir muss das nun sein mit den zwei Wochen usw. Aktuell nehme ich auch vermehrt Atosil da ich mich selbst nicht richtig aushalten kann. Ob es Unruhe ist oder Müdigkeit oder genervt sein, alles ist mir zu viel

20.09.2021 17:46 • 30.09.2021 #1


7 Antworten ↓


Wir haben meistens Widerstand gegen Ruhe in uns. Das ist eine Hauptfunktion des Egos. Es will immer unterhalten werden, abgelenkt, beschäftigt, zerstreut, Dinge bewerten (meistens negativ) und haben, haben, haben. Ruhe ist für das Ego eine Bedrohung. Was ist das "Ego"? Das sind all diese tausenden Gedanken, die Dich so untertan machen, dass Du Dich mit ihnen identifizierst und denkst, Du bist sie. Das wollen sie natürlich aufrecht erhalten und erfinden dafür tausende Gründe (z. B. "ich muss ja"). Ruhe und Stille meidet das Gedanken-Ego wie der Teufel das Weihwasser. Aber Du kannst, mit einiger Übung, man gewöhnt sich schnell daran, bewusst zur Ruhe kommen und mit der Stille Kontakt aufnehmen. Dann kommst Du zu Dir und die Gedanken werden ruhiger oder ebben sogar ganz ab. Sie können gar nicht anders. Und wem geht es dann augenblicklich besser? Richtig: Dir! Also: keine Angst vor Ruhe, sie ist eine der besten Therapien - und das Beste: sie kostet nichts.

21.09.2021 14:52 • x 4 #2



Wenn die Psyche etwas anders möchte als ich

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Hoffnungsblick
Zitat von Fauda:
Das sind all diese tausenden Gedanken, die Dich so untertan machen,

Das hast du gut gesagt!
Wenn einem das nur immer wieder klar würde, dass man sich selbst das Kopftheater ausgedacht hat und nun die zugeteilte Rolle spielt!

21.09.2021 16:18 • x 1 #3


Zitat von Hoffnungsblick:
Das hast du gut gesagt! Wenn einem das nur immer wieder klar würde, dass man sich selbst das Kopftheater ausgedacht hat und nun die zugeteilte Rolle spielt!

Ich muss es mir auch immer wieder neu sagen und tief durchatmen.

21.09.2021 18:23 • x 2 #4


Hoffnungsblick
Zitat von Fauda:
Ich muss es mir auch immer wieder neu sagen und tief durchatmen.

Ja, das glaube ich.
Neue Einsichten kommen meistens durch Nachdenken und intellektuelle Erkenntnis zustande und greifen nicht automatisch und ein für allemal
Eingefahrene Gedankenmuster hat man sich oft schon in der frühen Kindheit nach entsprechenden emotionalen Erfahrungen gezimmert und müssen, mit allen Nachteilen, auch noch fürs erwachsene Leben herhalten.

22.09.2021 20:09 • x 3 #5


Frozen93
Hallo ihr Lieben am Montag geh ins BKH um wieder stabiler zu werden. Ich kann es einfach nicht akzeptieren das ich in letzter Zeit so antriebslos bin und frage mich ständig warum. Meint ihr das da dahinter immer was ist oder doch einfach Faulheit. Ich möchte es gerne auch akzeptieren aber es geht nicht

29.09.2021 12:34 • #6


Hedwig
Ich bin antriebslos wegen der Depression, schon einmal bei dir in Erwägung gezogen?

29.09.2021 19:20 • #7


Frozen93
Zitat von Hedwig:
Ich bin antriebslos wegen der Depression, schon einmal bei dir in Erwägung gezogen?

Ich denke es kommt durch Zwangstörung also quasi die Depression. Nur mein Problem ist das ich es irgendwie nicht einfach akzeptieren bzw annehmen kann. Ich kann doch nicht einfach fast nix machen

30.09.2021 11:59 • #8




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