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Bei den vorherigen Blutbildern war immer alles in Ordnung. Daher bin ich auch davon ausgegangen, dass mit der Leber alles in Ordnung ist. Jetzt leide ich unter der Vorstellung. Der Arzt wird sich wahrscheinlich erst nach der Sprechstunde melden und das ist erst irgendwann ab 19 Uhr.

06.10.2020 16:30 • #21


Zitat von Angor:


Leider ist das nicht immer so leicht.

06.10.2020 16:33 • #22



Knollenblätterpilz angefasst - nun Angst vor Vergiftung

x 3


Angor
Zitat von Ginny1804:
Leider ist das nicht immer so leicht.

Ich verstehe Dich, aber es ist ja nur ein Wert, der etwas erhöht ist, jetzt mach Dich nicht verrückt.
Die Leber ist das einzigste Organ, was sich wieder regenerieren und sogar nachwachsen kann.

06.10.2020 16:37 • x 2 #23


Das wusste ich gar nicht.
Kann zur Zeit meine Ängste leider nicht wirklich im Zaum halten. Reite mich momentan von einem Angstauslöser zum nächsten!

06.10.2020 16:49 • x 1 #24


Mein Arzt meinte ich soll mich entspannen. Der Wert kommt nicht vom
Iberogast, da wäre noch andere Werte erhöht gewesen. Er vermutet bei mir Morbus Meulengracht, also eine angeborene Stoffwechselstörung, die nicht weiter tragisch ist. Naja mein innerer Schweinehund meckert gerade, da ich den Arzt nicht auf die Knollenblätterpilzsache angesprochen habe. Ich halte mich nun zurück und rufe ihn nicht an. Mein Therapeut meint, ich soll mich dem Ganzen stellen und ihn nicht anrufen.

07.10.2020 16:44 • x 1 #25


Die Angst zu besiegen ist immer leichter gesagt als getan. Es mag total verrückt und panisch erscheinen, aber ich habe eben einen Schal entsorgt, den ich im Wald anhatte, als das Kollenblätterpilzdilemma geschehen ist. Den Schal hatte ich vorher nicht gewaschen. Ich hab ihn damals beim ausziehen wahrscheinlich nicht mal mit der Hand angefasst, mit der ich den Pilz berührt habe. (Sicher bin ich mir nicht.)Nun dachte ich mir: Schmeiß ihn weg und fass ihn dafür an. Was soll ich sagen. Nun hab ich wieder Panik, dass ich irgendwelche Spuren/ Pilzreste etc auf meinen Händen habe. Meine Kleine diese dann durch meine Hände auf ihre Hände bekommt und sie dann zu sich nimmt und sie vergiftet oder mir dies mit dem Essen dann passiert. Ich hab zwar wieder Hände gewaschen, aber die Angst und Panik bleibt.

08.10.2020 16:59 • #26


Calima
Zitat von Ginny1804:
Es mag total verrückt und panisch erscheinen,


Es ist verrückt und panisch und fernab jeglicher realistischen Möglichkeit.

08.10.2020 18:05 • #27


kritisches_Auge
Genau die gleichen Ängste hatte ich als Elfjährige wenn ich an giftigen Pflanzen vorbeigegangen war.
Ich hatte damals Halstabletten die den Urin rot färbten und obwohl mir nichts fehlte, nahm ich eine ein weil ich dachte es wäre der Beweis, dass mir nichts passiert wäre, alles wäre durchgelaufen wenn der Urin rot wäre.

08.10.2020 18:11 • x 1 #28


Zitat von kritisches_Auge:
Genau die gleichen Ängste hatte ich als Elfjährige wenn ich an giftigen Pflanzen vorbeigegangen war.Ich hatte damals Halstabletten die den Urin rot färbten und obwohl mir nichts fehlte, nahm ich eine ein weil ich dachte es wäre der Beweis, dass mir nichts passiert wäre, alles wäre durchgelaufen wenn der Urin rot wäre.


Wahrscheinlich würde ich das auch machen, wenn ich solche Tabletten hätte.

08.10.2020 18:55 • #29


Früher war das kein Problem. Da ging das Pilzesuchen im Wald ohne Probleme. Aber seit meinem Zusammenbruch im August komme ich aus der Angstspirale nicht mehr raus und such mir immer wieder neue Angstauslöser, wenn ich einen mal besiegt habe.

08.10.2020 18:57 • #30


kritisches_Auge
Mein Auslöser war ein Buch über Giftpflanzen das ich zum Geburtstag geschenkt bekommen hatte, aber das war sicher nur ein Auslöser.

Ich kann mich nicht erinnern, mit Mutter darüber geredet zu haben.
Hast du deinen Zusammenbruch therapeutisch bearbeitet ?

08.10.2020 19:06 • #31


Zitat von kritisches_Auge:
Mein Auslöser war ein Buch über Giftpflanzen das ich zum Geburtstag geschenkt bekommen hatte, aber das war sicher nur ein Auslöser.Ich kann mich nicht erinnern, mit Mutter darüber geredet zu haben.Hast du deinen Zusammenbruch therapeutisch bearbeitet ?



Ich bin gerade dabei. Mein Therapeut rät mir eben, mich der Angst zu stellen und je mehr ich das gerade mache um so mehr gerate ich in Panik. Ich denke, dass die Angst nur die Spitze des Eisbergs ist und ganz viel Unverarbeitetes im Inneren schlummert.

08.10.2020 19:16 • #32


So. Heute habe ich so viel für meine Angstbewältigung getan und viele Sachen nicht gemieden. Tja nun kommen natürlich immer noch bedenken, dass irgendwo Spuren gewesen waren, auch wenn die Rationalität zunimmt. Habe trotzdem meinen Mann gebeten, den Notruf zu kontaktieren, wenn wir nun Erbrechen oder Durchfall bekommen. Jetzt wächst in mir die Gewissheit, dass wir nun tatsächlich in den nächsten 24 Stunden Erbrechen oder Durchfall bekommen, auch wenn dies evtl. nur eine Magen-Darm-Verstimmung wäre, die Panik wäre sofort wieder da und ich würde mich wahrscheinlich erst beruhigen, wenn der Test auf Amanitin gemacht wäre.

10.10.2020 16:58 • #33


Lillibeth
Zitat von Ginny1804:
Die Angst zu besiegen ist immer leichter gesagt als getan. Es mag total verrückt und panisch erscheinen, aber ich habe eben einen Schal entsorgt, den ich im Wald anhatte, als das Kollenblätterpilzdilemma geschehen ist. Den Schal hatte ich vorher nicht gewaschen. Ich hab ihn damals beim ausziehen wahrscheinlich nicht mal mit der Hand angefasst, mit der ich den Pilz berührt habe. (Sicher bin ich mir nicht.)Nun dachte ich mir: Schmeiß ihn weg und fass ihn dafür an. Was soll ich sagen. Nun hab ich wieder Panik, dass ich irgendwelche Spuren/ Pilzreste etc auf meinen Händen habe. Meine Kleine diese dann durch meine Hände auf ihre Hände bekommt und sie dann zu sich nimmt und sie vergiftet oder mir dies mit dem Essen dann passiert. Ich hab zwar wieder Hände gewaschen, aber die Angst und Panik bleibt.

Sag mal was tust Du gegen diese Grübelattacken ? Das ist schon extrem. Was sagt Dein Therapeut wo das herkommt? Klingt sehr nach Kontrollzwang. Habe ich auch so schlimm gehabt.

10.10.2020 17:53 • #34


[/quote]Sag mal was tust Du gegen diese Grübelattacken ? Das ist schon extrem. Was sagt Dein Therapeut wo das herkommt? Klingt sehr nach Kontrollzwang. Habe ich auch so schlimm gehabt. [/quote]

Vor der Therapie habe ich immer versucht alles zu beseitigen oder allem aus dem Weg zu gehen. Nun versuche ich mich dem ganzen zu stellen und Dinge zum Beispiel zu berühren ohne gleich Handschuhe anzuziehen (also im Fall von den Spuren des Pilzes - sonst lauf ich nicht immer mit Gummihandschuhen rum). Das Grübeln danach ist momentan einfach extrem, aber mein Therapeut meint, dass es besser wird, je öfter ich sowas mache. Ich rede aber in dem Moment auch mit meiner Familie. Meine Schwiegermutter und mein Mann haben da meistens ein offenes Ohr. Und natürlich hat mir auch das Forum hier gut geholfen.

Mein Therapeut meint, dass ich Angst habe Fehler zu machen und diese Fehler dann fatale Folgen haben. Dies liegt in meiner Erziehung und in meiner Kindheit begründet. Gekrönt wird alles im Moment von einer akuten Belastungsstörung, weil mir die momentane Situation im allgemeinen zu viel geworden ist und ich nicht mehr abschalten kann. Diese Belastungsstörung ruft mittlerweile auch körperliche Symptome hervor.

10.10.2020 18:09 • #35


Zitat von kritisches_Auge:
Mein Auslöser war ein Buch über Giftpflanzen das ich zum Geburtstag geschenkt bekommen hatte, aber das war sicher nur ein Auslöser.Ich kann mich nicht erinnern, mit Mutter darüber geredet zu haben.Hast du deinen Zusammenbruch therapeutisch bearbeitet ?


Wie hast du denn die Angst wieder in den Griff bekommen?

10.10.2020 18:11 • #36


kritisches_Auge
Das kam von selbst, vielleicht habe ich auch mit Mutter gesprochen und sie machte mir klar, wenn es so gefährlich wäre eine Giftpflanze nur zu streifen, würden die Menschen sterben wie die Fliegen.

Dafür kamen aber andere Ängste.

10.10.2020 18:15 • #37


kritisches_Auge
Manchmal hilft es zu googeln.
"Die tödliche Dosis von Amanitin liegt beim Menschen bei 0,1 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht, für eine 70 Kilogramm schwere Person also bei etwa 7 Milligramm. Diese Substanzmenge ist bereits in weniger als 35 Gramm Frischpilz enthalten. Da ein ausgewachsener Fruchtkörper durchaus 50 Gramm oder mehr wiegen kann, führt daher schon ein einzelner verspeister Pilz möglicherweise zum Tod."
Wikipedia.

Überlege mal, nie im Leben hast du auch nur 10 mg Amanitin zu dir genommen.

10.10.2020 18:29 • #38


Zitat von kritisches_Auge:
Manchmal hilft es zu googeln."Die tödliche Dosis von Amanitin liegt beim Menschen bei 0,1 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht, für eine 70 Kilogramm schwere Person also bei etwa 7 Milligramm. Diese Substanzmenge ist bereits in weniger als 35 Gramm Frischpilz enthalten. Da ein ausgewachsener Fruchtkörper durchaus 50 Gramm oder mehr wiegen kann, führt daher schon ein einzelner verspeister Pilz möglicherweise zum Tod."Wikipedia.Überlege mal, nie im Leben hast du auch nur 10 mg Amanitin zu dir genommen.


Meine Angst liegt ja momentan nicht daran begründet, dass ich soviel zu mir nehme, sondern meine Kleine. Sie wiegt gerade mit ihren 3 Jahren zwischen 14 und 15 Kilo. Da benötigt man schon weniger....

10.10.2020 18:32 • #39


Calima
Da passiert nix. Du konstruierst völlig abstruse Szenarien, die niemals so passieren können.

10.10.2020 18:41 • #40



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