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M
Hallo

habe meine Krankheit seit ca. 1 Jahr im Griff keine panikattacken etc. mehr...
ich habe jetzt eine neue arbeitsstelle ab dem 07.04.14 angtenommen.
die stelle ist ca. 20km entfernt habs genommen da es unbefristet ist.
ich habe seit jahren probleme mit dem auto weitere strecken zu fahren. also im ortz habe ich keine probleme aber wenns raus geht dann schon.
bin seit jahren keine autobahnen und schnellstraßen mehr gefahren. hab diese total vermieden.
jetzt wäre es schon gut, wenn ich das endlich mal hinkriegen würde. habt ihr tipps für mich.
heute bin ich mal so eine umgehungsstraße in die stadt gefahren. das problem ist bei mir klar im kopf habe angst zusammenzuklappen oder einen unfall zu verursachen.

habt ihr tipps?

gruß

29.03.2014 19:26 • 03.05.2014 #1


15 Antworten ↓


N
Hi Mr.Chris

Ich kenne dein Problem auch ganz gut. Je länger die Strecke umso schlimmer ist es. Ich hatte immer große Angst ohnmächtig zu werden oder so starke Angstzustände oder Panik zu bekommen dass ich es nicht mehr aushalte. Besonders auf der Autobahn oder auf Schnellstraßen wo man nicht spontan anhalten kann.
Mittlerweile habe ich keine großen Probleme mehr mit dem Autofahren.
Ich denke, was mir geholfen hat, war, dass ich mir immer gesagt habe,
es ist nur in meinem Kopf und es passiert nichts schlimmes mit mir.
Ich habe echt starke Angstzustände teilweise bekommen, aber bin nicht ohnmächtig geworden oder sowas. Und Stück für Stück konnte ich mehr entspannen.
Wenn du die Strecke ein paar Mal gefahren bist wirst du die Angst langsam verlieren. Versuch dich von den Angstgedanken zu lösen, vielleicht machst du Musik an und singst mit. Vielleicht fährst du die Strecke erstmal abseits der Autobahn und wenn du merkst dass es geht und die Angst nachlässt tastest du dich an die Autobahn heran.
Viele Grüße

29.03.2014 20:20 • x 1 #2


A


Auto fahren mit einer Panikstörung / Tipps?

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D
Hi Mr.Chris,

ich kenne mich mit dem speziellen Thema jetzt nicht so aus, aber hast du eine Fahrschule in der Nähe?
Evtl. könnten dir ein paar Fahrstunden besonders Autobahn oder Landstraße mit einem Fahrlehrer an deiner Seite helfen. Sag denen, dass du hier Unsicherheiten hast.

Spezifische Ängste besiegt man soweit ich weiß am Besten mit Konfrontationen und mit Fahrlehrer wäre das eine etwas abgeschwächte Variante auf dem Weg dahin, dass dann in Zukunft alleine zu tun.

29.03.2014 20:32 • #3


A
oder auch erstmal ein vertrauter beifahrer. die nächsten tage ein paar mal mit jemandem auf dem beifahrersitz die strecke zur neuen arbeitsstelle fahren.

29.03.2014 20:48 • x 1 #4


M
so gestern bin ich mal ein drittel der strecke gefahren also bis dahin wo es auf die 2.te schnellstraße geht.
es war schon komisch, wenn man die ganze zeit nur 50kmh fährt und dann auf der schnellstraße beschleunigen muss auf 100kmh. habe es aber relativ gut überstanden und war gestern auch sehr stolz drauf...
wie ich mich dann ins bett gelegt hatte, hat mein kopf wieder das grübeln angefangen, so in etwa dass ich diese woche noch viel fahren muss und ob ich es schaffen werde und sowas...

übrigens bin ich seit jahren keine schnellstraße mehr gefahren und gestern bin ich diese wieder gefahren

31.03.2014 11:56 • #5


Schlaflose
Gibt es denn keine Möglichkeit, mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit zu kommen? Ich habe auch Angst vor dem Autofahren, habe es aber 20 Jahre lang getan, weil es mit öffentlichen zu umständlich gewesen wäre. Es war aber immer eine ziemliche Qual. Seit drei Jahren arbeite ich woanders, wo ich bequem mit dem Zug hinkomme, und das ist wie eine Befreiung.

31.03.2014 16:03 • x 1 #6


D
@Mr.Chris
Sehr gut. Kannst auch stolz auf dich sein!
Ist vielleicht nicht ganz das Gleiche, aber ich bin heute auch das erste Mal seit einem guten halben Jahr mit dem Motorrad über die Autobahn gefahren. War Anfangs unangenehm, aber nach ~10min. hat das spürbar nachgelassen. Bei Konfrontationen soll man ja in den Situationen so lange verharren, bis die Gewöhnung einsetzt und die Angst nachlässt.
Also bleib da bloß dran und mach das von jetzt an täglich, immer 1-2 Autobahnausfahrten weiter, oder so.

@Schlaflose
Naja, seinen Ängsten ein Leben lang aus dem Weg zu gehen, ist auch nicht unbedingt Ideal...

31.03.2014 16:16 • x 1 #7


M
Zitat von Schlaflose:
Gibt es denn keine Möglichkeit, mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit zu kommen? Ich habe auch Angst vor dem Autofahren, habe es aber 20 Jahre lang getan, weil es mit öffentlichen zu umständlich gewesen wäre. Es war aber immer eine ziemliche Qual. Seit drei Jahren arbeite ich woanders, wo ich bequem mit dem Zug hinkomme, und das ist wie eine Befreiung.


also ich habe natürlich im internet geschaut ist aber leider zu umständlich und die verbindung wo passt, da wäre ich dann zu spät auf der arbeit.
ich weiß was du damit meinst, dass die last abfällt war auch schonmal in so einer situation. ich habe dann immer vermieden und bin so gut wie nichts mehr gefahren, aber diesmal will ich es schaffen. freue mich, dass es bei dir damit besser läuft, aber solltest du wieder mit dem auto fahren wollen, wirds wahrscheinlich wieder härter. aber viel glück

Zitat von Dennis81:
@Mr.Chris
Sehr gut. Kannst auch stolz auf dich sein!
Ist vielleicht nicht ganz das Gleiche, aber ich bin heute auch das erste Mal seit einem guten halben Jahr mit dem Motorrad über die Autobahn gefahren. War Anfangs unangenehm, aber nach ~10min. hat das spürbar nachgelassen. Bei Konfrontationen soll man ja in den Situationen so lange verharren, bis die Gewöhnung einsetzt und die Angst nachlässt.
Also bleib da bloß dran und mach das von jetzt an täglich, immer 1-2 Autobahnausfahrten weiter, oder so.


ja danke ich bin heute wieder gefahren und siehe da selbst die schnellstraße hat mir nichts ausgemacht, hätte ich echt nicht gedacht, habe gedacht es wird viel härter, aber das man am 2.ten schon so erfolge hat, habe voll die gute laune dadurch und bin sehr stolz auf mich.

danke an alle für die unterstützung

31.03.2014 18:45 • #8


A
toll üben üben üben ....du bist auf einem sehr guten weg. weiterhin viel erfolg!

31.03.2014 19:37 • #9


L
Hallo Mr. Chris

Ich habe wirklich Respekt vor dir da bei mir selbst das Auto fahren auch zu einem großen Problem geworden ist. Ich habe einfach Angst dass mich eine Panikattacke so aus der Bahn wirft dass ich z.B. einen Unfall baue. Und da fängt natürlich der Angstkreislauf schon wieder an.
Momentan steige ich bei gutem Wetter aufs Fahrrad um (so ungefähr das einzige panikfreie Fortbewegungsmittel momentan ) aber dass meine Panik mich noch aus dem Auto verdrängt (ich liebe Auto fahren eigentlich weil es mir immer viel Freude bereitet hat) will ich nicht zulassen und für manche Strecken brauche ich einfach das Auto.
Das Komische ist, das ich total in Panik verfalle wenn ich im Dunkeln fahre und tagsüber ist es erträglicher.

Viel Erfolg weiterhin beim Auto fahren!

31.03.2014 19:44 • #10


M
also ich bin eben zu meinem neuen arbeitsplatz gefahren. aber eine strecke ohne autobahn. hat super geklappt, bin nur mal gespannt wie es ist, wenn ich die strecke alleine fahre...
aber so kann ich schonmal stolz auf mich sein...

02.04.2014 10:42 • #11


M
Hallo,

ich habe nicht alle Beiträge durchgelesen, deswegen sorry, wenn ich evtl. etwas wiederhole.

ich glaube nicht, dass uns unsere Psyche eine so schlimme Panikattacke schickt, dass man beim Autofahren komplett die Kontrolle verliert und einen Unfall verursacht, ich z. B. habe noch nie einen schlimmen Panikanfall bekommen, wenn ich gefahren bin, erst dann, wenn ich wartend vor ner Ampel stand. Komisch, oder? Natürlich ist man während des Autofahrens ängstlich, Herz rast usw. aber ich habe nie mehr erlebt.

Bist du früher gerne Auto gefahren? Ich schon und ich war irgendwann verdammt traurig, dass ich das damals nicht mehr konnte, diese Traurigkeit/Wut habe ich mir als Ansporn genommen, mir was Schönes zurück zu erobern. Heute ist mein Auto eines der sichersten Plätze für mich, wie in Mamas Bauch, da bin ich sicher vor der Umwelt, da kann ich mitsingen, ohne dass es jemand hört Was ich sagen möchte, Auto fahren kannste, hast ja nen Führerschein, nur sind wohl negative Erfahrungen dazu gekommen (Panik während des Fahrens), versuche positive Erfahrungen dem entgegen zu stellen. WAS IST SCHÖN AM AUTOFAHREN? Lieblingslieder auf ne CD klopen und rein damit z b.

LG

02.04.2014 11:48 • #12


Schlaflose
Zitat von Mr.Chris:
Schlaflose hat geschrieben:
Gibt es denn keine Möglichkeit, mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit zu kommen? Ich habe auch Angst vor dem Autofahren, habe es aber 20 Jahre lang getan, weil es mit öffentlichen zu umständlich gewesen wäre. Es war aber immer eine ziemliche Qual. Seit drei Jahren arbeite ich woanders, wo ich bequem mit dem Zug hinkomme, und das ist wie eine Befreiung.


also ich habe natürlich im internet geschaut ist aber leider zu umständlich und die verbindung wo passt, da wäre ich dann zu spät auf der arbeit.
ich weiß was du damit meinst, dass die last abfällt war auch schonmal in so einer situation. ich habe dann immer vermieden und bin so gut wie nichts mehr gefahren, aber diesmal will ich es schaffen. freue mich, dass es bei dir damit besser läuft, aber solltest du wieder mit dem auto fahren wollen, wirds wahrscheinlich wieder härter. aber viel glück


Von Vermeidung kann man bei mir nicht wirklich reden, wo ich doch 20 Jahre lang Auto gefahren bin. Und wenn es keine andere Möglichkeit gäbe, würde ich es auch jetzt machen. Bei mir ist es ja nicht so, dass ich vor einer Panikattacke beim Fahren Angst habe, sondern vor dem Fahren an sich, vor dem Verkehr, davor, dass das Auto eine Panne bekommt, dass ich keinen Parkplatz bekomme (ich kann nur vorwärts einparken und nur wenn ganz viel Platz ist), dass ich mich verfahre und nicht mehr zurück finde usw. Da ich in solchen Situationen total in Hektik gerate und und nicht mehr klar denken kann, ist das sogar eine Gefährdung für andere. Ich habe schon mal Gas und Bremse verwechselt (ist zum Glück nichts passiert), weiß dann nicht mehr, wie man den Blinker einschaltet oder verwechsle die Gänge und solche Sachen. Einmal habe ich in einem Kreisverkehr zurückgesetzt, weil ich die richtige Ausfahrt verpasst hatte statt noch eine Runde zu drehen, weil ich ein richtiges Blackout hatte.
Mein Therapeut hat immer gesagt, Vermeidung ist nur dann schlimm, wenn es keine Alternative gibt oder wenn das Leben dadurch so eingeschränkt wird, dass man darunter leidet. Und das ist bei mir nicht der Fall.

03.04.2014 15:49 • #13


M
so heute war mein erster arbeitstag. ich bin die strecke gut gefahren und es war auchz das erste mal, dass ich diese strecke alleine gefahren bin... hat aber alles geklappt...

07.04.2014 17:09 • #14


M
so habe jetzt 4 wochen rum und mit dem fahren habe ich null probleme vor einiger zeit gar net möglich gewesen...

02.05.2014 20:11 • #15


T
Hut ab, Chris. Alles Gute weiterhin.

03.05.2014 09:07 • #16


A


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