So ist es sini1991, wir können garnicht genießen, was ist.
Und warum haben wir keine Angst davor, was vor unserer Geburt war?
Das wissen wir auch nicht, genauso wenig wissen wir was kommt.
Meine Angst vor dem Tod und somit auch die Angst vor dem Abendhimmel und dem Mond kam, als ich noch sehr klein war.
Wir waren oft zu Besuch bei Verwandten in Österreich, das war ein ganz kleines Tal und oben auf dem Berg war die Kirche und der Friedhof. Ich ja schon oft auf einem Friedhof, nur dort waren an den Grabsteinen Bilder von den Verstorbenen und Bilder von Kindern und Säuglingen.
Und ich kam nicht damit zurecht, das die Menschen auf den Bildern nicht mehr exestierten. Und mir wurde bewußt, das auch Kinder sterben können. Und ich auch, den in dem Alter vom ca. 4-5 Jahren, wußte ich das nicht, ich dachte, wir werden alle alt.
Dann gab es neben der Kapelle ein altes Gewölbe, wo die Knochen gestapelt waren und die Schädel so rumlagen. Das Bewusstsein, das da nur noch Knochen lagen und von mir auch mal nur die Knochen irgendwo liegen, war schlimm.
Nachts schlich um die Kapelle ein Verrückter herum, er tanzte und schrie. Er war schwarz vermummt und die Kapelle war außen beleuchtet und man sah Ihn. Ich wußte nicht, das es ein Verrückter ist, ich war so klein.
Meine Eltern sagten immer, das ist der Todesengel, der Henker und so Sachen.
Dort in Österreich fing die Angst und die Schlafstörrungen an. Ich verband die Nacht und den Henker mit dem Tod.
Und dadurch wurde ich als Kind über mehrere Jahre hypochondrisch, da mußte ich auch alleine mit klar kommen.
Und wenn ich beruflich dabei war, wenn jemand starb, dann war die Angst weg, dann kam Sie nach Jahren wieder und dann habe ich Sterbende betreut und es war weg. Seit ich die Ängste habe ist es wieder da, immer abends.
Gruss die baumfrau
