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201828.02




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Kanton Luzern, Schweiz
Hey zusammen

Dies hier ist mein erster Beitrag.

Damit ihr den Zusammenhang versteht zuerst etwas zu mir.

Ich leide seit längerem unter sozialer Phobie. Ich hatte keine einfache Kindheit, Mobbing und als Knabe im Sport eine Niete, dazu im Verhalten ein Streber. Weiter habe ich in meiner Vergangenheit auch viele, erst im Nachhinein bewusst worden, Fehler gemacht. Ich habe zu schnell von meinen Problemen erzählt. Ein Problem war, dass ich meist mit jüngeren Jahrgängen zur Schule ging und auch jetzt noch gehe. Mit den Gedanken, welche ich mir tagtäglich mache, finde ich dort keinen Anschluss. Verstanden werde ich eher von Menschen welche älter sind als ich. Mit 23 Jahren stecke ich noch in der Erstausbildung, hatte noch nie eine Freundin.

Ich fand einfach nie Zugang zu einer Gruppe. Wenn es mal geklappt hätte, kamen mir wieder meine Probleme in den Weg. Dies obwohl ich, wie ich inzwischen weiss, auch meine guten Seiten habe, um zwei zu nennen: Vielseitig interessiert, sehr hilfsbereit. Grundsätzlich verstehe ich mich mit Frauen besser.

Ich bin häufig neidisch auf mein Umfeld (bei der Arbeit und in der Schule, meine einzigen zwei Orte, wo ich auf Menschen treffe) , wenn ich höre, was diese schon wieder mit ihren Kollegen unternommen haben, Ausgang Ferien usw. dass ich häufig gar keine Lust habe mich mit Ihnen zu unterhalten. Dies, weil ich, welcher Nichts unternimmt da gar nicht mithalten kann. Ich habe ja nichts unternommen.

Die Wut und Frust gegen mich selbst bekomme ich langsam in Griff. Dafür bin ich in professioneller Behandlung. Aber die Wut und der Frust nach aussen, da klappt es nicht.

Diese Wut und der Frust stellt sich wie ein unüberwindbarer Abgrund zwischen mir und den sozialen Kontakten, meine eigentlichen Ziel.

Hat jemand gleiche Erfahrungen gemacht? Bzw. Habe ich das Problem klar genug geschildert?



  28.02.2018 22:02  
Hey,

Ich hatte einen Freund der war auch so drauf wie du, hatte sehr schnell einen Ausraster. Um soziale Kontakte zu knüpfen solltest du aufjedenfall daran arbeiten. Aber ich an deiner Stelle würde nicht versuchen in einer bestimmten Gruppe dazuzugehören. Freunde die man ein lebenlang kennt sind viel bessere Freunde als in einer Gruppe dazuzugehören. Ich war auch nicht so gut in Sport :D



205
Offenburg, Baden-Württemberg
121
  02.03.2018 18:52  
yellow cab hat geschrieben:
Mobbing und als Knabe im Sport eine Niete, dazu im Verhalten ein Streber.


Strebsam, interessiert und intelligent zu sein sind ja erst einmal sehr positive Eigenschaften.
Wenn andere einen dafür als Streber bezeichnen, böswillig oder im Spaß oder aus eigenem Frust, ist das dieser positiven Eigenschaft ja nicht abträglich.
Schade wenn es von anderen so gesehen und geäußert wird.
Ich jedenfalls habe positives daraus gelesen. ;)

Auch im Sport muss nicht jeder gut sein. Deine Stärken liegen halt wo anders.

yellow cab hat geschrieben:
Weiter habe ich in meiner Vergangenheit auch viele, erst im Nachhinein bewusst worden, Fehler gemacht. Ich habe zu schnell von meinen Problemen erzählt. Ein Problem war, dass ich meist mit jüngeren Jahrgängen zur Schule ging und auch jetzt noch gehe. Mit den Gedanken, welche ich mir tagtäglich mache, finde ich dort keinen Anschluss. Verstanden werde ich eher von Menschen welche älter sind als ich. Mit 23 Jahren stecke ich noch in der Erstausbildung, hatte noch nie eine Freundin.


Die Erkenntnis dass du zu früh über deine Probleme erzählt hast ist ja schonmal ein wichtiger Gewinn für dich.
Leider ist nicht jeder offen und empathisch für tiefere Gespräche, und/oder nicht zu jedem Zeitpunkt. Generell ist es natürlich eine gute Idee solche Gespräche für gute Freundschaften aufzuheben, bei denen man das Gegenüber einschätzen kann - auch wenn erst/teilweise durch gegenseitiges Leid mittragen gute Freundschaften wachsen.

Wenn du sagst Gedanken die du dir tagtäglich machst, was meinst du damit?
Negativ behaftete Gedanken? Über dich und Umgang? Oder generell über deine Interessen?

Ich hatte zwar bis nach dem Studium immer gute Freunde, aber ich würde nicht sagen dass ich nach der Schule je einer sichtbaren 'sozialen Gruppe' zugehörig war.
Auf Partys bin ich nie gegangen. Im Studium beschränkte sich die Interaktion auch mit meinen Freunden hauptsächlich aufs Studium, und einen gemeinsamen Urlaub (in mir bekannter Umgebung). Freundin hatte ich auch noch nicht

yellow cab hat geschrieben:
Ich bin häufig neidisch auf mein Umfeld (bei der Arbeit und in der Schule, meine einzigen zwei Orte, wo ich auf Menschen treffe) , wenn ich höre, was diese schon wieder mit ihren Kollegen unternommen haben, Ausgang Ferien usw. dass ich häufig gar keine Lust habe mich mit Ihnen zu unterhalten. Dies, weil ich, welcher Nichts unternimmt da gar nicht mithalten kann. Ich habe ja nichts unternommen.


Leider kann man da nicht direkt etwas gegen tun.
Man kann nur seine eigene Einstellung dazu ändern.
Weil andere das haben 'musst' du das nicht haben (im Sinne von sozialem Druck). Andere sind in anderen Situationen, haben eine eigene Vergangenheit, und ihre eigenen Probleme. Für sie ist vielleicht manches einfacher als für uns, aber anderes vielleicht auch nicht.
Letztlich hilft darüber nachdenken nichts. Man muss die Situation so akzeptieren wie sie ist, und nicht weiter darüber nachdenken 'ich hätte gerne'.
Entweder man stellt ein paar Weichen des eigenen Weges um zu beeinflussen wo man in Zukunft hin geht, oder akzeptiert es so wie es ist. An der Situation in der wir im Moment sind können wir nichts ändern. Sie ist so wie sie ist.

Diese Gedanken kommen natürlich immer wieder. Dann kann man die Gedanken nur immer wieder korrigieren.

yellow cab hat geschrieben:
Diese Wut und der Frust stellt sich wie ein unüberwindbarer Abgrund zwischen mir und den sozialen Kontakten, meine eigentlichen Ziel.


Was sind denn deine konkreten Probleme?
Zunächst schriebst du mangelnde gemeinsame Interessen (frei übersetzt).
Jetzt hört es sich mehr so an dass dich deren vermeintlich bessere Situation wütend macht und dir das im Weg steht.

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