Flame
Gast
Ich bekam von meiner Verhaltenstherapeutin die Aufgabe,mir selbst 100 Mal am Tag (innerlich) zu sagen:
"Ich bin o.k. so,wie ich bin".
Und das sollte ich drei Monate (!) durchhalten.
Sie meinte auch,es müsse über den Tag verteilt sein (also nicht morgens hundertmal abbeten).
Sie bestand darauf,dass es nur "hilft",wenn man sich das wirklich hundertmal sagt. und nicht nur 50 oder 80 Mal.
Um zu kontrollieren,dass es auch wirklich hundert Mal sind,empfahl sie mir ,einen "Klicker" (Zähler) zu bestellen.
Ich fand das sehr "strange",habe es aber gemacht.
Was nützt eine Verhaltensgtherapie,wenn man nicht umsetzt,was einem geraten wird...
Im Endeffekt habe ich es "nur" 2 Monate durchgehalten,an einzelnen Tagen habe ich es "nur" 50 Mal geschafft.
Sie meinte aber ,das sei in Ordnung.
Ihre Begründung war,dass dadurch eine Art "neue Spur" im Gehirn angelegt wird.
Dass man sowas max. 2 Monate durchhält,war wahrscheinlich in ihrer "Rechnung" schon mit einbezogen,das vermute ich.
Mein Fazit:
Diese Übung war anstrengend und nervig aber dadurch hatten andere Grübeleien weniger Raum.
Vielleicht war das auch der "eigentliche" Effekt.
Wenn ich heutzutage negative Gedanken über mich selbst habe,fällt mir der Satz manchmal wieder ein.
Den Klicker hab ich hier auch immer noch liegen als Erinnerung daran.
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