Pfeil rechts
2

Heute wieder auf mich geachtet.
Dialog auf arbeit mit Chefin.
Es ging um Kleinigkeiten.
Genaues will ich hier nicht schreiben.

Aber Fakt ist, ich müsste ihr erklären was ich denke. müsste erklären wieso ich dieser Meinung bin.

Stattdessen steh ich hilflos da, traue mich nichts zu sagen und grübeln darüber den ganzen Nachmittag.

Ich nehm mir vor dass ich die Dinge klarstellen,meinen Standpunkt erkläre.
Dass ich etwas lockerer werde. Glaube bin ziemlich steif und unflexibel. Wenn ich denke ich müsste etwas erklären , dies könnte zu einer Diskussion führen, geh ich manchmal den Dingen aus dem Weg und sag dazu nichts.

Das ist falsch und löst nicht meine Probleme.

Ich darf nicht aus Angst vor Konflikten davor weglaufen.

Es würde sich nichts verschlechtern,hätte ich endlich den Mut auch Dinge anzusprechen wenn ich dabei ein unangenehmes Gefühl habe.

Hab ich mir etwas im Kopf zurechtgelegt was ich sage funktioniert es schon mit in Konflikten meine Meinung zu vertreten,auch zu kritisieren sachlich und auch mal unangenehme Dinge anzusprechen.

Aber es gibt leider zu oft diese Momente wo ich wie angewurzelt mich nichts traue zu sagen.

Ich will das endlich ändern.

30.10.2020 21:46 • 05.11.2020 #1


16 Antworten ↓


Hey Dude, das spontane Argumentieren kann man üben. Hast du "Sparringspartner"? Freunde, Familie? Es müssen nicht Konfliktsituationen sein, man kann sich einfach ein Thema aussuchen, wo jeder eine andere Meinung vertritt und dann versuchen, den anderen mit guten Argumenten zu überzeugen. Oder du trittst einem Debattierclub bei. Da geht es nur darum. Je fitter du darin wirst, deine Meinung bzw Gedanken in Worte zu fassen, desto besser kannst du in solchen Momenten spontan für dich eintreten. Literatur gibt es zu solchen Rhetorikthemen natürlich auch jede Menge.

30.10.2020 22:41 • x 1 #2



Traue mich nicht in Konflikten meine Meinung zu vertreten

x 3


Schlaflose
Bei meinem früheren Chef habe ich das einpaarmal schriftlich gemacht, weil ich immer direkt in Tränen ausgebrochen bin, wenn ich es mündlich versucht habe.

31.10.2020 08:37 • #3


Zitat von Pauline333:
Hey Dude, das spontane Argumentieren kann man üben. Hast du "Sparringspartner"? Freunde, Familie? Es müssen nicht Konfliktsituationen sein, man kann sich einfach ein Thema aussuchen, wo jeder eine andere Meinung vertritt und dann versuchen, den anderen mit guten Argumenten zu überzeugen. Oder du trittst einem Debattierclub bei. Da geht es nur darum. Je fitter du darin wirst, deine Meinung bzw Gedanken in Worte zu fassen, desto besser kannst du in solchen Momenten spontan für dich eintreten. Literatur gibt es zu solchen Rhetorikthemen natürlich auch jede Menge.

Hey mit Freunden, Familie kann ich besser argumentieren und mich durchsetzen.
Bei Kollegen mach ich das auch.
Aber bei der Chefin traue ich mich oft nicht. Dabei würde sich wahrscheinlich nichts verschlechtern, sondern eher noch verbessern,wenn ich mal Dinge anders sehe oder sogar denke besser zu wissen.
Doch da hemmt mich dann die Angst, dass ich meiner Chefin etwas sage, was ihr möglicherweise nicht passt.

Gerne würde ich einem debattierclub beitreten. Doch ich habe mich erkundigt.

Ich finde sowas nur bei Hochschulen etc.

Aber als normaler Arbeiter kann man da nicht beitreten oder ?

31.10.2020 21:16 • #4


Vielleicht findest du den Mut, im Nachgang zu deiner Chefin zu gehen und einzuleiten mit: "Ich habe nochmal über unser Gespräch nachgedacht, was ich gerne noch nachreichen möchte ist..." (Formulierung nach deinem Gusto).

Debattierclubs sind eigentliche nicht nur für Studenten. Wo wohnst du denn?
Ansonsteb könnte die "nachträgliche Diskussion" wie oben beschrieben ein Weg sein. Wenn deine Chefin souverän ist, wird sie sich auf deine Argumente einlassen (und verstehen oder auch nicht) und je mehr du sie in der Beziehung kennen lernst, desto besser kannst du im akuten Fall in die Diskussion gehen. Wenn das mit Freunden und Familie klappt, sehe ich da - mit etwas Übung - kein Problem

31.10.2020 21:22 • #5


Zitat von Schlaflose:
Bei meinem früheren Chef habe ich das einpaarmal schriftlich gemacht, weil ich immer direkt in Tränen ausgebrochen bin, wenn ich es mündlich versucht habe.

Okey ohje du bist in Tränen ausgebrochen? War er so schlimm?

Dazu kam es nie bei mir. Gebe dem dann aus dem weg und denke daheim drüber nach und ärgere mich drüber dass ich so ein weichei bin und nicht einfach mal diskutier oder meinen Standpunkt vertrete. Weiss nicht was momentan mit mir los ist.
Das hab ich schon mal besser hinbekommen.
Aber meine Zurückhaltung und der fehlende Mut dinge zu ENDE auszudiskutieren , anstatt einfach einzuknicken steht mir im Weg.

Muss früher aufstehen,früh vor der arbeit eine halbe std etwas gutes tun Zeitung lesen oder TV schauen damit ich mal richtig startklar bin.....

Es muss besser werden mit mir.

31.10.2020 21:24 • #6


OBIKO
Zitat von dude:
Heute wieder auf mich geachtet.Dialog auf arbeit mit Chefin.Es ging um Kleinigkeiten.Genaues will ich hier nicht schreiben.Aber Fakt ist, ich müsste ihr erklären was ich denke. müsste erklären wieso ich dieser Meinung bin.Stattdessen steh ich hilflos da, traue mich nichts zu sagen und grübeln darüber den ganzen Nachmittag. Ich nehm mir vor dass ich die Dinge klarstellen,meinen Standpunkt erkläre.Dass ich etwas lockerer werde. Glaube bin ziemlich steif und unflexibel. Wenn ich denke ich müsste etwas erklären , dies könnte zu einer Diskussion fü...
Das merkt man. DU BIST ein gehemmter Mensch, etwas schuechtern und Du versucht immer das Beste zu machen. DU BIST Perfektonist?

31.10.2020 21:27 • #7


Zitat von Pauline333:
Vielleicht findest du den Mut, im Nachgang zu deiner Chefin zu gehen und einzuleiten mit: "Ich habe nochmal über unser Gespräch nachgedacht, was ich gerne noch nachreichen möchte ist..." (Formulierung nach deinem Gusto).Debattierclubs sind eigentliche nicht nur für Studenten. Wo wohnst du denn?Ansonsteb könnte die "nachträgliche Diskussion" wie oben beschrieben ein Weg sein. Wenn deine Chefin souverän ist, wird sie sich auf deine Argumente einlassen (und verstehen oder auch nicht) und je mehr du sie in der Beziehung kennen lernst, desto besser kannst du im akuten Fall in die Diskussion gehen. Wenn das mit Freunden und Familie klappt, sehe ich da - mit etwas Übung - kein Problem


Wohnort hab ich dir in einer privaten Nachricht geschickt m
Möchte Wohnort nicht im Beitrag preisgeben.

Ja dieses im Nachgang etwas klären hab ich schon mal gemacht. Da kam dann zuruck ich soll die Dinge direkt klären.

31.10.2020 21:29 • #8


Zitat von OBIKO:
Das merkt man. DU BIST ein gehemmter Mensch, etwas schuechtern und Du versucht immer das Beste zu machen. DU BIST Perfektonist?


Ja bin ein schüchterner gehemmter Mensch in Situationen, wo ich keinen Unmut ernten will. Das ist aber eigentlich vor allem bei Menschen die über mir stehen wie eben Vorgesetzte.

Perfektionist bin ich nicht. Da sind mir einige Dinge auch egal. Aber möchte auf arbeit nichts falsch machen. Will dass die Chefin zufrieden ist und statt Unmut zu ernten geb ich zu oft klein bei, wenn mich was aus der Fassung bringt.

Kann schon kontern kritisieren, aber das kommt auf die Stimmung an.

Aber muss das ändern.. es passiert immer wieder dass ich daheim denke "hätte ich dieses oder jenes gesagt".

31.10.2020 21:34 • #9


OBIKO
Es ist so wie es ist. Ich wuerde zu hause den Gedanken nicht nach jagen, haette ich mal dieses oder jenes.... Dadurch erhoehst Du den Druck aber nur dein eigenen, beim naechsten mal läuft es dann ganz genauso wieder und immer wieder ab.Du kommst in einer negativen Spirale , dass hemmt die Lebensqualität .Manchmal ist es am besten wenn man die Dinge so belässt wie sie eben sind.

31.10.2020 21:58 • #10


[/quote]Wohnort hab ich dir in einer privaten Nachricht geschickt mMöchte Wohnort nicht im Beitrag preisgeben. Ja dieses im Nachgang etwas klären hab ich schon mal gemacht. Da kam dann zuruck ich soll die Dinge direkt klären. [/quote]

Geantwortet

Und wenn du in dem Fall mit offenen Karten spielst? "Das fällt mir in manchen Situationen noch nicht so leicht, deswegen suche ich jetzt die Gelegenheit, diesen Punkt anzusprechen. Ich arbeite weiter daran, meine Meinung direkt zu äußern."

Bei normal empathischen Menschen müsste sich damit Türen öffnen.

31.10.2020 22:31 • #11


[/quote] Aber muss das ändern.. es passiert immer wieder dass ich daheim denke "hätte ich dieses oder jenes gesagt". [/quote]

Übrigens geht das vielen Menschen so, falls es dich beruhigt. Ich halte mich selbst für einen selbstbewußten Menschen, der sehr gut seine Meinung vertreten kann, aber auch für mich gibt es Situationen, wo es mir nicht leicht oder gar nicht von der Zunge geht. Bevorzugt in Konfliktsituationen mit so genannten "Respektspersonen"...

31.10.2020 22:36 • #12


Und ich kann offensichtlich noch nicht mit der Zitierfunktion umgehen

31.10.2020 22:37 • #13


Zitat von OBIKO:
Es ist so wie es ist. Ich wuerde zu hause den Gedanken nicht nach jagen, haette ich mal dieses oder jenes.... Dadurch erhoehst Du den Druck aber nur dein eigenen, beim naechsten mal läuft es dann ganz genauso wieder und immer wieder ab.Du kommst in einer negativen Spirale , dass hemmt die Lebensqualität .Manchmal ist es am besten wenn man die Dinge so belässt wie sie eben sind.


Ja das wäre sicher besser nicht mehr machzugrübeln.
Wenn die Dinge auf arbeit gleich geklärt sind und ich nicht das Gefühl habe die Chefin hatte mit irgendwas ein Problem, dann denk ich da auch nicht mehr dran.

Aber an dem Tag hat sie da auch nix mehr zu gesagt. Wenn es ernsthaft was gibt was wichtig ist muss sie es mir ja sagen.

Also wird es wahrscheinlich nicht so wichtig gewesen sein und kommt wahrscheinlich nie mehr zur Sprache wenn nicht ich das Thema nochmal anspreche.

Aber das Problem ist und bleibt dieses einknicken, nicht trauen was zu sagen, wo man die Chefin kritisiert. Aber das ist manchmal eben notwendig. Sonst steck ich ja automatisch immer zurück wenn ich immer kleinbeigebe.

Das einzig positive ist,dass ich erkannt habe, ich sollte mein Verhalten ändern..

Daheim den Kopf abstellen funktioniert normalerweise ja gut.

Aber an gewissen Tagen dann auch nicht.

04.11.2020 14:50 • #14


Zitat von Pauline333:
Aber muss das ändern.. es passiert immer wieder dass ich daheim denke "hätte ich dieses oder jenes gesagt". [/quote]Übrigens geht das vielen Menschen so, falls es dich beruhigt. Ich halte mich selbst für einen selbstbewußten Menschen, der sehr gut seine Meinung vertreten kann, aber auch für mich gibt es Situationen, wo es mir nicht leicht oder gar nicht von der Zunge geht. Bevorzugt in Konfliktsituationen mit so genannten "Respektspersonen"... [/quote]

Das kenne ich nur zu gut. Und dann wenn man sich Gedanken macht ist man steif und wird etwas nervös weil man weiss man ist in einem Konflikt wenn man sich jetzt traut mit der Chefin zu diskutieren. Man weiss nicht wie wie die Konsequenzen sind? Passt ihr das oder nicht. Ich weiss meist was meiner Chefin eben nicht passt und wo sie dann schlecht gelaunt ist.
Und Kritik mag sie im Prinzip nicht gern hören.

Im Endeffekt ist es bei mir so. Ich könnte diese Konflikte mit ihr auch vermeiden wenn ich sie manche Dinge machen lasse und mir denke wenn sie es so will mach ich es so wie sie es will.

Dann misch ich mich in Dinge die keine allzugroße Bedeutung haben oder die man dann so regeln kann ohne sie zu kritisieren einfach manchmal nicht mehr ein.

Mein wenn sie ein allzugroßes Problem hat oder möchte dass man etwas anderes macht,ist es ihre Aufgabe dies mir zu sagen.
Tut sie es nicht, kann man ja nix ändern.

04.11.2020 14:57 • #15


Calima
Zitat von Pauline333:
Und ich kann offensichtlich noch nicht mit der Zitierfunktion umgehen

Du musst den Schrägstrich vor dem quote am Anfang des Satzes weglassen. Der gehört nur ans Ende.

04.11.2020 15:29 • x 1 #16


hereingeschneit
Chefs zu kritisieren finde ich nicht so gut. Sie sind die Chefs und haben das Sagen. Sie müssen ja auch den Kopf für dies oder jenes hinhalten. Was man aber durchaus machen kann sind Vorschläge, Anregungen oder nach der Meinung fragen, wie sie/er das sieht, es sich vorstellen könnte.
Wenn du bei Gesprächen immer im Hinterkopf hast, dass die Chefin die Verantwortung trägt und deshalb auch entscheiden darf bzw. muss, dann wirst du automatisch das Gespräch auch so führen, dass es keine Kritik ist, sondern eben Vorschläge oder Anregungen, die sie jederzeit ablehnen darf.

Könnte mir auch vorstellen, wenn man zu oft kritisiert, dann könnte das auf die Dauer ein ungutes Verhältnis werden und dann sind deine Ängste berechtigt. Kommen aber viele gute Vorschläge, dann bringt es die Firma vielleicht weiter und ....

05.11.2020 20:45 • #17



x 4




Auch interessant

Hits

Antworten

Letzter Beitrag


Dr. Reinhard Pichler