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Guten Abend zusammen,

Erstmals danke für all eure langen Nachrichten und Tipps! Schätze das wirklich das ihr euch so Zeit für mich nehmt und es hilft mir auch dass ich sehe dass ich nicht der einzige bin mit dem sch. Problem! Ich war gestern wieder mit Freunden feiern und wir in einem club bis 5 uhr morgens und haben auch wieder ordentlich getrunken... denkt ihr dass das schlecht ist? Wir hatten viel Spass und ich bin froh dass ich alle mal wieder gesehen hab... dafür bin ich jetzt wieder traurig irgendwie bin jetzt wieder in die neue Stadt wegen der Arbeit gefahren irgendwie zieht mich das immer etwas runter. Bin einfach viel lieber in dem Ort wo ich aufgewachsen bin hab dort so viele Freunde und meine Familie. Aber ja so ist das Leben....

Danke für denn Tipp das über den Hausarzt zu machen das werde ich auf jeden Fall so machen. Ist hald unangenehm das anzusprechen aber ja da muss ich hald durch. Ich hab mir jetzt das Buch: Frei von Angst und Schüchternheit bestellt, das ist ein Selbsthilfeprogramm vielleicht hilft mir das ja auch weiter. Was meint ihr?

Ich antworte euch morgen auf die restlichen Posts! Bin gerade verkatert und todmüde

Wünsche euch noch nen schönen Sonntagabend und morgen nen guten Wochenstart!

24.11.2019 22:25 • x 1 #41


Hoffnungsblick
Hallo Catmen,

danke für deine Antworten.

Zitat von Catmen:
Ich war gestern wieder mit Freunden feiern und wir in einem club bis 5 uhr morgens und haben auch wieder ordentlich getrunken... denkt ihr dass das schlecht ist? Wir hatten viel Spass und ich bin froh dass ich alle mal wieder gesehen hab... dafür bin ich jetzt wieder traurig irgendwie


Du hast hier nun schon mehrfach geschrieben, dass du zusammen mit Freunden viel getrunken hast. Hier fragst du auch, ob das schlecht ist. Es ist ein Thema für dich, denn du sprichst es selbst an.
Persönlich denke ich, dass du es zwar genießen kannst, mit deinen Freunden zusammen zu sein, dass du es aber fraglich findest, ob es gut ist , so viel Alk. zu trinken. Ich vermute, dass du das selbst nicht gut findest.
Ja, so sehe ich das auch.
Wenn man jung ist, möchte man verschiedene Erfahrungen machen und das ist in Ordnung.
Wenn dich diese Erfahrungen aber herunterziehen, dann ist es schon gut, wenn man du sie in Frage stellt und neu überlegst. Die Freundschaftskontakte sind ja gut und schön für dich. Wenn du aber beides haben möchtest, also gute Freunde und nicht so viel Alk., sprich einen klaren Kopf, dann musst du wahrscheinlich etwas ändern. Das ist allerdings immer zuerst unbequem, wenn man etwas ändern will.

Es ist zuerst die Frage, was du dir selbst wert bist.

Wie weit gehst du für Freunde, unter denen vielleicht auch manche "nur" Saufbrüder sind? Entschuldige den krassen Ausdruck. Schließlich kenne ich deine Freunde nicht.

Manchmal, wenn man sich weiterentwickeln will, dann muss man sogar die Freunde wechseln. Sonst gehts eben nicht weiter.

Du kannst ja mal fürs erste die Freunde der Reihe nach anschauen und dann überlegen, wer wirklich an deiner Seite steht und vielleicht eigentlich auch nicht zu viel trinken will. Was hat man denn davon, wenn man verkatert ist? Ist das der Preis?
Bist du bereit, diesen Preis zu zahlen?
Man kann auch Freunde haben, die nicht zuviel saufen. Entschuldige den Ausdruck.
Was passiert, wenn du einfach beim nächsten Treffen sagst, dass du es dir überlegt hast und keinerlei Lust mehr auf Verkaterung hast und dich entsprechend verhältst? Sie werden dich vielleicht auslachen und deinen Entschluss umwerfen wollen.

Aber was bist du dir wert?
Was bist du bereit, dafür zu tun, dass Leute sich deine Freunde nennen?
Lass dich nicht erniedrigen! Pass auf dich auf! Schau, was du dir wert bist.

Was für ein Leben willst du führen?

Verzeih, wenn ich so deutlich rede.

Es ist wahr, dass ich dich nicht kenne. Trotzdem spüre ich, dadurch, dass du das mit dem Trinken öfter erwähnt hast, dass es in dir einen Teil gibt, der das nicht gut findet oder der da selbst kritisch hinschaut. Diesen Teil in dir möchte ich bestätigen.

In meiner Jugend haben meine Freunde geraucht, ich nicht. Um "in" zu sein, habe ich eine Woche ernsthaft versucht zu rauchen. Dann habe ich festgestellt, dass es mir absolut nicht schmeckt und ich habe beschlossen, nicht zu rauchen, um "in" zu sein, mögen meine Freunde denken was sie wollen. Sie haben es akzeptiert. Sonst wären sie nicht meine Freunde gewesen.
Mit dem Alk. bin ich gleich verfahren. Wenn man keinen Alk. trinkt bei gesellschaftlichen Anlässen, dann steht man oft auch alleine da, weil man der Spielverderber oder Neinsager ist. Aber man muss zu sich selber stehen. Niemand anders wird es sonst tun. Die Folgen für zu viel Trinken muss man auch selber tragen. Das ist den "Freunden" egal.

Wünsche dir herzlich alles Gute!

25.11.2019 19:15 • #42


@Hoffnungsblick ich glaube du hast mich ein bisschen falsch verstanden. Es ist nicht so dass ich es nicht gerne mache oder meine Freunde mich dazu zwingen... ich trinke selber sehr gerne viel Alk., ich bin dann richtig entwpannt und Sorgenfrei. Ich habe quch Freunde die mitkommen und nichts oder 1 B. trinken aber das kann ich nicht. Eben auch wegen meiner sozialen Angst ich könnte nüchtern einfach keinen Spass in einem Club haben, geschweige denn tanzen oder mit Frauen reden. Ich frage mich einfach wie Alk. die Psyche beeinflusst, aber ja ziemlich sicher nicht positiv. Jetzt bin ich gleich mal ehrlich. Auch wenn ihr euch wahrscheinlich denkt was ist das für ein komischer Mensch. Ich kokse ca. 3 mal im Jahr... ich weiss dass es sch. ist, aber ich frage mich trotzdem ob es nicht trotzdem einen positiven Einfluss haben kann. An diesen Abenden gehen wir auch meistens in Clubs und ja ich finde dass ich sehr klar im Kopf bin, anderst als bei Alk und hald alle Selbstzweifwl und negativen Gedanken komplett weg sind. Mit den Frauen läufts dann meistens auch viel besser als sonst. Aber ja ich habe Respekt vor der Dro. und will auch klaren Abstand dazu halten. Das letzte Mal ist jetzt auch schon 4 Monate her... Aber ja das und der Alkkonsum sind wahrscheinlich schon Anzeichen dass ich mich in meiner Haut nicht wohlfühle. Ich gebe auch wenig Acht auf mich. Ich mache Kampfsport und dann ist mir der Schmerz immer egal und ich riskiere auch viel... Sorry ich weiss auch nicht was ihr da dazu sagen wollt. Aber irgendwie tuts einfach auch gut sich das ganze mal von der Seele reden zu können.

Mein Virgehen ist jetzt dass ich mal mit dem Selbsthilfebuch anfange und in 2 Wochen mit meinem Hausarzt rede so dass er mich an einen Psychiater überweist. Ich weiss nicht was ich sonst noch machen soll...

LG und einen schönen Abend

25.11.2019 21:58 • x 1 #43


Akinom
Das mit dem Psychiater ist eine gute Idee denn ich glaube auch das du Unterstützung brauchst.
Weißt du noch kenne einige Leute mit einer sozialen Phobie die nur mit Alk. lustig sind ,Frauen anlabern und sich entspannt fühlen,der nächste Tag bringt Ernüchterung und das Problem bleibt!
Eine Verhaltenstherapie fände ich auch nicht schlecht du könntest deinen Psychiater danach fragen.
Also ich gebe zu mit Alk. sieht man kurzfristig alles leichter aber nein es ist definitiv meine Lösung.
Glaube mir du machst dich auf Dauer kaputt, irgendwann klappt nichts mehr ohne Alk.,dass ist nicht dein Weg oder? liebe Grüße

25.11.2019 22:21 • x 1 #44


Hoffnungsblick
Hallo Catmen,

danke für deine Antwort.

Zitat von Catmen:
Aber ja das und der Alkkonsum sind wahrscheinlich schon Anzeichen dass ich mich in meiner Haut nicht wohlfühle. Ich gebe auch wenig Acht auf mich. Ich mache Kampfsport und dann ist mir der Schmerz immer egal und ich riskiere auch viel... Sorry ich weiss


Verstehen kann ich dich schon . Du fühlst dich mit Alk.entspannter und fühlst deine soziale Phobie dann nicht mehr. Du erkennst auch ganz klar, dass das Anzeichen dafür sind, dass du dich in deiner Haut nicht wohlfühlst.
Ich sehe es so wie Akinom:

Zitat von Akinom:
Glaube mir du machst dich auf Dauer kaputt, irgendwann klappt nichts mehr ohne Alk.,dass ist nicht dein Weg oder? liebe Grüße


Man kann im Leben nicht alles haben. Das Eine oder das Andere.
Du musst wählen.
Und du musst immer die Konsequenzen tragen. Das ist ein Naturgesetz.

Toll, dass du Kampfsport machst! Da forderst du viel von dir. Es ist auch männliches Verhalten, Mut zu haben und Herausforderungen anzunehmen. Das trainierst du. Das finde ich gut. Männer fühlen sich ohnehin nur gut, wenn sie kämpfen oder Gutes tun. Das habe ich oft gelesen oder gehört. Hier solltest du natürlich auch auf deine Gesundheit achten.

Das Saufen verstehen manche auch als eine Art Sport, wo man seine Grenzen austestet. Aber der Natur gefällt diese gesellschaftliche Konvention nicht. Und der Körper ist auch Natur. Man muss so oder so dafür bezahlen, wenn man hier die Grenzen überschreitet und der Gesundheit schadet.


Zitat von Catmen:
. und will auch klaren Abstand dazu halten.

Das ist sehr vernünftig , ein guter Entschluss und eine klare Aussage in eine positive Richtung.

Zitat von Catmen:
Mein Virgehen ist jetzt dass ich mal mit dem Selbsthilfebuch anfange


Das finde ich gut. Du wirst selbständig aktiv für ein besseres Leben für dich. Du nimmst dich ernst.

In einer Therapie kannst du alles nochmal anders anschauen.

Selbst habe ich auch festgestellt, dass man den Beruf oder das Leben auch als Therapie betrachten kann. Man tut einfach seine Arbeit so gut wie möglich, steckt dort viel positive Energie rein und alle anderen Lebensbereiche gestalten sich auch zunehmend positiv. Man soll sich natürlich nicht nur auf den Beruf konzentrieren.

Zitat von Catmen:
Mit den Frauen läufts dann meistens auch viel besser als sonst.


Du verhälst dich dann entspannter. Von daher verstehe ich die Aussage. Aber langfristig, ganz ehrlich, wollen Frauen Männer die eher wenig Alk. trinken. Du kannst dir das denken. Es wirkt männlicher, wenn sich jemand beherrschen kann. Es ist auch wegen der möglichen Folgen. Für lockere Spielchen ist es weniger relevant. Die Frage ist, was du wirklich willst.

Alles Gute dir.

26.11.2019 18:22 • x 1 #45


Hallo Zusammen,

Ich glaube nicht dass es schlimmer wird als momentan. Der Zustand ist schon seit Jahren genau gleich oder sogar abnehmend. Mit 16 hats angefamgen, damals habe ich jedes Wochenende zwei mal richtig viel getrunken und mich auch oft übergeben. Das war dazumals normal. Ich hab mich mit den leuten meiner Klasse getroffen ca. 70% war anwesend und wir haben zusammen getrunken jedes Wochenende zwei mal. Wenn ich mich an diese Zeit errinere würde ich sogar sagen dass ich damals nicht mal zwingend an einer SP gelittwn habe. Ja jedenfalls ist dann noch Canna. dazugekommen und ich glaube das war eher der Auslöser der mich auf die schiefe Bahn gebracht hat. Ich habe den Kontakt zu den Leuten aus meiner Klasse verloren und einen neuen Freundeskreis gefunden, wo eher das *beep* im Zentrum stand. Ich hab dann auch von 18-22 sehr viel gek. und ich glaube dass die evtl. meine soziale Phobie sogar ausgelöst haben kann. Habe auch gelesen dass THC verschiedenste Phobien auslösen kann. Jetzt bin ich noch im gleichen Freundeskreis, aber ja die hälfte meiner Freunde haben ebenfalls aufgehört. Ich hab nun auch gar kein Verlangen mehr nach Gras und finde es schade dass ich diese Jahre so vernebelt gelebt habe.

Aber ja ich trinke immernoch aber viel weniger als früher. Liegt wahrscheinlich am Alter aber auch daran dass ich sportlich sehr aktiv bin. Ich trinke unter der Woche keinen Tropfen alk. Aber hald an den Wochenenden meistens einmal eher viel....

Ich habe gerade das erste Kapitel von Frei von Angst und Schüchternheit gelesen. Die ersten Kapitel sind nur informativ und zeigen verschiedene Beispiele/Formen der Phobie auf und ich ich weiss nun auch dass es deutlich schlimmer sein könnte. Finde es aber auch intressant dass die Autorin selber darunter gelitten hat und immer sagt dass die Krankheit so einfach therapiert werden kann, sie selbst aber immernoch rückfälle erlebt. Aber ich bin nun guter Dinge ich denke mit dem Buch kann ich schon gute Fortschritte erzielen. Mein Beruf ist ja bereits eine Art Konfrontationstherapie durch die ganzen Meetings und auch der riesen Präsentation in 2 Wochen ): aber in naher Zukunft muss ich auch so einmal im Monat eine Präsentation vor meinem Team ca. 10 Leute halten und ich denke dass kann ich als gute Übung ansehen. Ich muss einfach aufpassen dass ich mich nicht übernehme und an all dem kabutt gehe. Ich traue mir allgemein oft zu viel zu im Leben. Und schlussendlich ist es nur ein Job und es nicht Wert das ich enorm darunter leider und mein Leben negativ beeinträchtigt wird. Aber ich denke ein halbes Jahr kämpfen und schauen ob es einfacher wird sollte schon möglich sein, oder wie seht ihr das?

Was mich auch positiv stimmt ist, dass mein Arbeitsvertrag auf 1 Jahr beschränkt ist und in der Regel dann vetlängert wird, aber wenns mir zu viel wird kann ich dann ja auch sagen dass ich das nicht will und mir was neues suchen daher versuche ich das ganze jetzt einfach mal als Übung zu sehen und dieser Gedanke gibt mir enorm Kraft!

Lg und ein schönes Wochenende euch!

30.11.2019 11:36 • x 1 #46


Akinom
Übermäßig trinken ist auf Dauer keine Lösung,dass weißt du auch!
Es macht eigentlich alles noch schlimmer und löst deine Probleme nicht, liebe Grüße

30.11.2019 15:14 • x 1 #47


Hoffnungsblick
Hallo Catmen,
danke.

Zitat von Catmen:
und finde es schade dass ich diese Jahre so vernebelt gelebt habe.


Wenn man jung ist, dann will man manchmal verschiedene Erfahrungen machen und auch Grenzen überschreiten. Das verstehe ich, dass du das heute bedauerst. Aber das ist normal, dass man rückblickend seine Erfahrungen manchmal anders beurteilt. Du solltest dich nicht verurteilen. Das ist ein Zeichen von einem Entwicklungsfortschritt., dass man die Dinge in verschiednen Lebensphasen unterschiedlich sieht.

Zitat von Catmen:
Aber ich bin nun guter Dinge ich denke mit dem Buch kann ich schon gute Fortschritte erzielen. Mein Beruf ist ja bereits eine Art Konfrontationstherapie durch die ganzen Meetings und auch der riesen Präsentation in 2 Wochen ): aber in naher Zukunft muss ich auch so einmal im Monat eine Präsentation vor meinem Team ca. 10 Leute halten und ich denke dass kann ich als gute Übung ansehen.


Das finde ich wirklich toll, was du hier schreibst! Gratuliere! Du bist ein Kämpfer und nimmst das Leben als Herausforderung, der du dich stellst.
Das ist leichter gesagt als getan, ich weiß. Aber in der Tat, du kannst nur gewinnen. Dann hast du die Herausforderung angenommen und das zählt, egal wie es endet. Wie Yoga schon sagt: "Tue immer dein Bestes, aber kümmere dich nicht um Erfolg oder Misserfolg." Das ist die Übung.
"Aller Anfang ist schwer" heißt es nicht umsonst in dem bekanntenSprichwort. Von daher kannst du gar nicht erwarten, dass dein erstes Jahr leicht ist. Aber wenn du in Kampfposition dastehst und dir sagst: "So, jetzt die nächste Herausforderung! Die nehme ich auch!" Dann ist das für das erste Jahr die richtige Haltung.

Was mir im Beruf auch sehr hilft ist, dass ich ihn als einen Bereich betrachte, in dem ich den Menschen/der Menschheit mit meinen Fähigkeiten dienen kann. Von daher ist auch die Einstellung "alles geben, nichts erwarten" richtig. Es macht Sinn.

[quote daher versuche ich das ganze jetzt einfach mal als Übung zu sehen und dieser Gedanke gibt mir enorm Kraft!
[/quote]

Ja, das sehe ich auch so. Das ganze Leben ist ein Übungsfeld. Das verstehe ich, dass dir dieser Gedanke enorm Kraft gibt.

Herzlich wünsche ich dir alles Gute.
LG

30.11.2019 15:33 • x 1 #48


@Hoffnungsblick sorry das ich immer so lange brauche bis ich schreibe... danke für deinen Beitrag! Ich lese momentan das Buch Frei von Angst und Schüchternheit. Kann ich dir nur empfehlen oder hast du es bereits gelesen? Bin erst bei Kapitwl 3 aber finde es super und brauche hald auch Zeit um die Kapitel etwas setzen zu lassen. Momentqn geht es um Selbstakzeptanz, das hat mich an unseren Chat errinert wir haben ja auch schon indirekt darüber geschrieben! Ich denke wenn man sich selber richtig akzeptieren kann und auf seine negativen Gedanken eingeht kann man viel bewirken. Die Autorin empfiehlt ein Gedankentqgebuch mit den negativen Gedanken zu schreiben und diese Gedanken dann auszuwerten, also wie viel Wahrheit ist dran? Kann ich sie durch etwas positives ersetzen? Eigentlich genau wie ich auch schon angedeutet habe sie einfach fertig denken und auf sie eingehen... Ich habe jetzt verstanden dass ich selber schlecht auf mich aufpasse und schlecht mit mir selbst umgehe. In der Art wie ein Offizier mit einem Soldaten. Aber ich bin doch selber das wichtigste was ich in meinem Leben hab! Ich versuche wirklich daran zu arbeiten aber es ist nicht einfach und wird ne Weile brauchen...

Kann auch gut sein dass ich in Kombi zur SP eine leichte Depression hab und die alles noch schlimmer macht. Egal ich hab schon lange so gelebt und die Probleme einfach ignoriert. Aber jetzt will ich sie angehen und lösen um auch meine Lebensqualität zu steigern!

Heute Abend bin ich irgendwie besonnen aber auch traurig weil ich nacher wieder in die andere Stadt fahren muss...

Hoffe ihr hattet ein schönes Wochenende. Das schreiben mit euch und vorallem mit dir Hoffnungsblick hilft mir enorm! Danke dafür! Da du viel mehr Erfahrung hast kann ich dir wahrscheinlich nur schlecht bei deinen Problemen weiterhelfen...

Wünsche euch nen schönen Abend!

01.12.2019 18:35 • x 1 #49


Hoffnungsblick
Hallo Catmen,
danke für deine Antwort!

quote="Catmen"]Da du viel mehr Erfahrung hast kann ich dir wahrscheinlich nur schlecht bei deinen Problemen weiterhelfen [/quote]

Weißt du, es ist so, dass du auch mir hilfst. Es ist ein bisschen paradox: In dem Maße, in dem man anderen versucht zu helfen, im gleichen Maße hilft man auch sich selbst. Das ist hier das Geheimnis der Forums.

Darum hast auch du mir geholfen und ich danke dir dafür!



Zitat von Catmen:
Momentqn geht es um Selbstakzeptanz, das hat mich an unseren Chat errinert wir haben ja auch schon indirekt darüber geschrieben! Ich denke wenn man sich selber richtig akzeptieren kann und auf seine negativen Gedanken eingeht kann man viel bewirken. Die Autorin empfiehlt ein Gedankentqgebuch mit den negativen Gedanken zu schreiben und diese Gedanken dann auszuwerten, also wie viel Wahrheit ist dran? Kann ich sie durch etwas positives ersetzen? Eigentlich genau wie ich auch schon angedeutet habe sie einfach fertig denken und auf sie eingehen...


Das Buch kenne ich noch nicht. Vor allem, was da über Selbstakzeptanz steht, werde ich mir mal vornehmen. Es ist eine gute Idee, auch die negativen Gedanken zu beobachten und aufzuschreiben. Das ist ja wie Yoga! Dass man seine Gedanken beobachtet. Das finde ich ganz schön schwer. Aber wenn man sie mal eine Zeit lang aufschreibt, dann kann man sie verändern. Man muss ja nicht allen seinen Gedanken glauben...Klingt sehr hoffnungsvoll, was du schreibst. Danke!

Zitat von Catmen:
In der Art wie ein Offizier mit einem Soldaten.


Du beobachtest dich wirklich sehr genau!

Zitat von Catmen:
Da du viel mehr Erfahrung hast kann ich dir wahrscheinlich nur schlecht bei deinen Problemen weiterhelfen..


Du hilfst mir hier durch deine Antworten und deine Tipps, oben. Bin zwar schon älter und habe manche Probleme im Laufe des Lebens verwandelt. Aber erstens kann man immer hinzulernen und zweitens geht es ja immer weiter. Also muss ich auch immer lernen.
Toll finde ich, dass du als junger Mensch jetzt schon so bewusst an dir arbeitest! Du kannst wirklich "weit" kommen im Sinne von Selbsterkenntnis und Selbstakzeptanz. Da du ja Naturwissenschaftler bist, wirst du dir außerdem auch Menschenkenntnis aneignen und einen weiten Horizont entwickeln und kein Schmalspurwissenschaftler sein. Und du wirst später, wenn du älter bist, die jungen Menschen besser verstehen und auf keinen "heruntergucken", weil du selbst viele Erfahrungen gemacht hast.

Dir auch einen schönen Abend.

02.12.2019 18:54 • x 1 #50


@Hoffnungsblick stimmt daran habe ich noch gar nicht gedacht.

Leider gabs heute wieder einen Rückschlag. Ich war gestern so motiviert und positiv gestimmt bezüglich der Selbstakzeptanz, aber heute hats mir leider nicht geholfen. Ich war wieder in der genau gleichen Situation wie vor einem Monat... Ich war in einem Meeting mit 15 Personen und es gab eine Vorstellungsrunde. Hatte wieder die gleichen Symptome: Herzrasen, Kurzatmigkeit, verspannt und nervös. Ich weiss auch wirklich nicht warum. Ich habe dann sogar versucht bevor ich dran kahm auf meine negativen Selbsthedanken zu hören. Das einzige was ich wargenommen habe war: 1. sch. gleich kommst du dran und je näher es kahm desto schlimmer wurde es, in dieser Wartezeit maximiert sich die Nervosität nochmalls zusätzlich. 2 Ich sage sicher ezwas falsches/dummes.

Ich hab dann jedenfalls wieder 2 Sätze rausgebracht mit 1 grossen Atempause dazwischen ich weiss auch nicht ob ichs mirs nur einbilde dass sie Atempause ewigs lang ist und in echt ist sie 2 sekunden... aber ja hat mich eirklich etwas enttäuscht hätte gedacht ich würde schon Vortschritte machen. Ich frage mich wirklich auch ob es besser wird wenn man sich oft solchen Situationen aussetzt und immer gleich reagiert und keine Besserung erreicht. Die Autorin meint zwar Vermeidung solcher Situationen würde alles noch schlimmer machen, aber ich weiss nicht obs effektiv einen Unterschied macht. Sie meint dass der Körper so mit der Zeit merkt dass es gar keine Lebensbedrohliche Situation ist und die Symptome nachlassen....

Ich hoffe einfach ich gebe nicht auf irgendwann. Das Problem ist irgendwie zu irrational für mich...

02.12.2019 19:15 • x 1 #51


Hoffnungsblick
Hallo Catmen,

gib dir Zeit.

Akzeptiere, dass du bei Vorstellungsrunden stottern, Herzrasen, Atemnot und überlange Pausen machen wirst in der ersten Zeit. Lasse es zu. Denke daran, was du alles schon geleistet hast zur Lösung dieses Problems: Du hast dich bewusst auf den Weg gemacht, du liest Bücher, du beobachtest dich selbst, du schreibst hier. Sei gut zu dir.
Du hast zwei Sätze rausgebracht. Also.
Ja, ich glaube dir, dass sich das erst mal nicht gut angefühlt hat. Aller Anfang ist schwer. Glaube an dich.

Zitat von Catmen:
Die Autorin meint zwar Vermeidung solcher Situationen würde alles noch schlimmer machen, aber ich weiss nicht obs effektiv einen Unterschied macht.


Kampf oder Flucht. Du bist doch ein Kämpfer. Ich glaube auch, dass durch Vermeidung alles schlimmer wird. Hier hilft nur die Flucht nach vorn, also kämpfen.

Nimm dich selbst an der Hand, wie ein Vater, der seinen kleinen Jungen beschützt, tröstet, versteht und fördert und ermutigt.
Die "andern" müssen es, dich, ertragen. Das musst du ihnen zumuten. Du bist es dir wert.

02.12.2019 21:13 • #52


Ja ich habe ja auch im Vorfeld das Gefühl dass ich das alles akzeptiere und es mir auch egal ist... Aber wenn die entsprechende Situation dann eintritt fühl ich mich trotzdem wieder so unwohl und diese Symptome fühlen sich auch nicht schön an! Vorallem bin ich dannach immer so kabutt. Aber ja mehr als das kann ich nicht machen das stimmt. Eben hald ausser Medis nehmen aber das will ich wirklich nur bei aussergewöhnlich schlimmen Situationen. Finde es auch komisch das ich die einzige Person mit diesem Problem bin, alle anderen können immer ganz Sorgenfrei öffentlich reden und ich hab so extreme Probleme. Ich glaube hilfreich wäre es auch wenn ich in solchen Situationen an etwas sehr schönes denke. Aber mir fällt nicht ein an was

Teilweise überlege ich mir auch ob es nicht besser gewesen wäre nicht zu studieren und einfach meinen alten Job auszuüben dort war ich nie solchen Situationen ausgesetzt. Dafür war ich total unterfordert und das hat mich hald auch deprimiert. Egal ich mach das noch ne Weile so weiter aber wenn ich keine Besserung sehe muss ich kündigen sonst geh ich noch dran kabutt...

03.12.2019 17:47 • #53


Hoffnungsblick
Hallo Catmen,

danke!

Zitat von Catmen:
Finde es auch komisch das ich die einzige Person mit diesem Problem bin, alle anderen können immer ganz Sorgenfrei öffentlich reden und ich hab so extreme Probleme. Ich glaube hilfreich wäre es auch wenn ich in solchen Situationen an etwas sehr schönes denke.


Es scheint vielleicht so, dass du dort die einzige Personm mit diesem Problem bist. Aber sicher wissen kannst du es nicht. In anderen Gruppen gibt es noch sehr viele Menschen mit deinem Problem. Da ich früher dieses Problem auch hatte und es weitgehend überwunden habe, glaube ich, dass du das auch schaffst. Durch Übung.
Hat schon mal irgend jemand negativ reagiert? Kann man nicht sagen, sie müssen es ertragen? Es ist doch dein Recht, dort zu arbeiten und zu üben! Wahrscheinlich ist die Präsentation und Vorstellung nicht dein wichtigster Arbeitsbereich.
Selbst hab ich mal was Gegenteiliges ausprobiert: Mein Herz klopfte wie verrückt. Dann hab ich mich darauf konzentriert und meinem Herzen gesagt, dass es noch stärker klopfen soll. Merkwürdigerweise wurde das Herz dann ruhiger. Wahrscheinlich ist es das dagegen Ankämpfen, was die Symptome verstärkt.
Vieleicht kannst du gezielt üben: Täglich vor dem Spiegel. Dich an deine Stimme gewöhnen. Aufnahmen deiner Stimme machen.Dich kennenlernen. Den Vortrag sehr häufig üben, wirklich täglich. Dann kannst du körperlich immer noch überreagieren, aber du bist in der Sache sicher.
Was auch gut ist, wenn du Stimmbildungtraining machst mit einem Trainer. Oder du nimmst ein paar Einzelstunden bei einem Schauspieler, um zu lernen, dich zu präsentieren. Dazu ist bestimmt jemand bereit. Den Mut, den du zunächst brauchst, der belohnt dich später. Oder/und, wie gesagt, sehr häufig bzw. täglich den Vortrag sprechen vor dem Spiegel oder ihn fast auswendig lernen. Hab ich öfter gemacht. Das Wissen darüber, dass ich etwas zu sagen habe auf der sachlichen Ebene hat mir sehr viel geholfen. Die Zuhörer waren dann schnell bereit, über meine körperliche Unsicherheit hinweg zu sehen und auch ich wurde dann sicherer. Du kannst wirklich deine Zeit in die Vorbereitung des Themas, des Inhalts stecken.

Zitat von Catmen:
ob es nicht besser gewesen wäre nicht zu studieren


Also das wäre doch wirklich sehr schade und für dich vielleicht unerträglich gewesen, wenn du deine Anlagen und Fähigkeiten nicht entwickelt hättest. Daraus wären sicher auch Probleme entstanden. So etwas bedauern Menschen am Ende ihres Lebens immer sehr, wenn sie ihre Fähigkeiten nicht trainiert und entwickelt haben.

Zitat von Catmen:
ch mach das noch ne Weile


Das ist gut. Du bist tapfer.
Du lernst dich auch immer besser kennen und findest heraus, was für dich gut ist.

Alles Gute dir!

03.12.2019 19:05 • #54


Judgedread
Hallo,
ich bin mittlerweile 40 und ich habe genau das selbe Problem. Auf der Bühne stehen, Referat halten, vor anderen Telefonieren etc.
Ansonsten auch eher Schüchtern, außer wenn mit Kumpels unterwegs und ein paar B. intus dann wird auch mal gegröhlt und die kommunikation wird leichter. Hab einige Verhaltenstherapie gemacht auch Escitalopram genommen. Hat nichts gebracht, die letzte Psychologien meinte auch das würde nichts bringen es liegt an den Genen. Menschen sind verschieden und es gibt sehr viele die dieses Problem einfach haben.

03.12.2019 20:04 • x 1 #55


Akinom
Nee also an den Gehen glaube ich nicht,du hast doch tatsächlich ein Trauma erlebt insofern verstehe ich diese Aussage nicht.Vielleicht hast du die falschen Therapeuten und das falsche Medikament.Es ist natürlich müßig Ehe man das richtige für sich gefunden hat..ist es aber Wert. Liebe Grüße

03.12.2019 20:42 • #56


Judgedread
Ich hab kein Trauma erlebt aber schon seit ich mich zurück erinnern kann war das ein Problem von mir. Ich wurde nicht ausgelacht oder ähnliches. Meine Tochter die freut sich wenn Sie auf der Bühne steht und was vor tanzen singen oder ähnliches kann. Bei mir war es schon in der Grundschule ein Albtraum. Selbstbewusstsein vielleicht ?

03.12.2019 20:58 • #57


Akinom
OK sorry dann habe ich nicht richtig gelesen,dann ist es anerzogen das kann auch zu mangelndem Selbstbewusstsein führen.ich glaube um selbstbewusst zu werden muss man als Kind viel gelobt werden. Wer ständig kritisiert wird kann kein Selbstvertrauen aufbauen.Das ist nur eine von vielen Theorien. Liebe Grüße

04.12.2019 01:04 • #58


Hoffnungsblick
Zitat von Judgedread:
Bei mir war es schon in der Grundschule ein Albtraum. Selbstbewusstsein vielleicht ?


Kann das bestätigen. Aber durch viel Übung konnte ich das Problem verbessern. Hauptsächlich auch die Haltung "den Menschen durch meine besten Fähigkeiten dienen" konnte ich eine Besserung erzielen. Dann ist die Einstellung nicht: "Hoffentlich mache ich alles gut. Hoffentlich stehe ich gut da. "Sondern: "Womit/wie kann ich am besten dienen?" Dadurch kann ich von meiner Person absehen und die anderen nehmen meinen Beitrag besser an.
Aber es ist Übungssache, ein lebenslänglicher Übungsweg.

05.12.2019 20:59 • #59


So meine Lieben morgen ist es soweit es hat noch Änderungen gegeben aber ich weiss nicht ob das Vorteilhaft ist. Ich hab mit meiner Cheffin gesprochen dass mir das zu viel wird und ich ja erst seit kurzem dirt arbeite... Jetzt übernimmt jemand anderst meine Präsentation aber ich muss mich davor vorstellen. Jetzt hab ich ein paar Probleme:

1 Alle werden denken was ist das für einerbder seine Teamkollegen vorschickt.

2: Ich habe enorme Probleme damit mich vorzustellen (Vorstellungsrunden)

Mein Plan ist dass ich meinen Nsmen sag seit wann ich hier arbeite und in welcher Abteilung und für welches Projekt. Das sind 2-3 Sätze findet ihr das ausreichend?


Immerhin hatte ich gestern nen sehr schönen Abend und hoffe dass er mir Kraft gibt! Ich treffe mich schon länger mit einer Frau die mir sehr gefällt ich kann nichts an ihr aussetzen. Sie ist einfach auch sehr schüchtern. Gestern waren wir auf einem Weihnachtsmarkt und plötzlich hat sie mich geküsst. Zuerst wars mir sehr unsngenehm weil dort tausende Leute waren doch relativ schnell war mir das egal und ich konnte mich azf den Kuss einlassen und ihn geniessen. Ich habe schon lsnge nicht mehr eine solche Nähe erfahren dürfen. Ich weiss nicht ob ichs mir einbilde aber ich habe das Gefühl ich fühle mich denn Umständen entsprechend sehr selbstsicher 


Habt ihr letzte Tipps für mich? Eürded ihr euch noch durch weitere Informationen vorstellen? Ich hab dir zwei sätze schon heute morgen im Auto sicher 20mal vor mir vorgesprochen 

Und sorry das ich mich nur so sporadisch melde hab wirklich viel los momentan im Job und auch Privat. Bin froh wenn der Tag morgen vorbei ist und noch glücklicher am Freitag in einer Woche wenn ich endlich 2 Wochen Ferien hab

11.12.2019 09:50 • #60




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Dr. Reinhard Pichler