Hey,

das ganze hat bei mir circa vor einem halben Jahr angefangen. Meine Chef war ein richtiger Penner, hat mich nicht wirklich beachtet und wenn kamen nur patzige Antworten. Folglich bin ich nicht mehr gern zur Arbeit gegangen und hab mich dort auch unter anderen Mitarbeitern überhaupt nicht mehr wohl gefühlt. Ich war auch im allgemeinen nicht mehr glücklich mit meiner Arbeit und hole grad mein Abitur nach um danach studieren zu gehen. Aus diesem anfänglichen Unwohl fühlen auf der Arbeit hat sich es mittlerweile so stark weiter entwickelt, dass ich mich jetzt teilweise nicht mal mehr unter Freunden wirklich wohl fühle, weil ich Angst habe verurteilt zu werden. Auch bei Familienfeiern und unter Leuten, die ich schon ewig kenne hab ich die selben Gefühle. Mein Selbstwertgefühl ist so gut wie nicht mehr vorhanden und es fühlt sich an als hätte ich gar keine Schutzmauer mehr um mich rum. Es gibt Tage da geht es besser und Tage da geht es schlechter was es mir mittlerweile unmöglich macht Dinge lang im voraus zu planen, weil ich nicht weis wie ich mich an dem Tag fühle.

Ich bin eig. ein sehr geselliger Mensch, hatte immer was zu erzählen, hab gern neue Leute kennen gelernt und war am Wochenende eig. so gut wie nie daheim. Deswegen versteh ich umso weniger was gerade mit mir Los ist. Ich fühl mich auch oft antriebslos, bin ständig müde und habe Probleme mich zu konzentrieren. Müdigkeit und depressive Phasen hatte ich im Winter schon öfter aber noch nie in dem Ausmaß. Auch ist mein Gehirn ständig am Arbeiten und nachdenken, wie meine Zukunft weiter geht woher meine Ängste kommen usw. Meine Gedanken sind nie wirklich still und ich bin ständig am grübeln was auf Dauer auch seh anstrengend ist.

Ich kann alles nicht wirklich einordnen, weil ich solche Probleme vorher nicht kannte und ich eig. vom Charakter her überhaupt nicht so bin wie ich mich im Moment fühle. Was ich auch gemerkt habe, dass sich diese Gedanken und Gefühle noch um einiges verschlimmern, wenn ich ein Kater vom Alk. habe, weswegen ich jetzt auch so gut wie keinen Alk. mehr trinke.

Kennt ihr solche Gefühle von euch, ist sowas eine soziale Phobie oder eine Depression? Und was kann man dagegen tun?

27.11.2017 16:55 • 30.11.2017 #1


2 Antworten ↓


FeuerWasser
Zitat:
Meine Chef war ein richtiger Penner, hat mich nicht wirklich beachtet und wenn kamen nur patzige Antworten.

Mir ist unklar was deinen Chef zum "Penner" macht. Inwiefern hat er dich nicht beachtet und was waren die patzigen Antworten? Es ist Aufgabe des Arbeitnehmers selbstständig seinen Aufgaben nachzukommen oder sich bei Frage an Kollegen zu wenden. So wie du den weiteren Verlauf schilderst war auch schon vorher bei dir einiges im Argen.
Was bei dir los ist lässt sich auf die Ferne mit Sicherheit nicht von Laien beurteilen sondern in der Nähe von einem Facharzt der die Möglichkeit hat eine Anamnese aufzunehmen. Danach würde ich weitere Schritte setzen. Du solltest auch überdenken ob es in der jetzigen Situation von Vorteil ist über ein Studium nachzudenken.

30.11.2017 14:11 • #2


hi,

Also das beste ist, sich erstmal einzugestehen, dass man ein Problem hat. Ich fühle mich seit geraumer Zeit auch sehr unwohl unter Menschen (speziell bei fremden) und bei mir würde eine Depression, anpassungstörung und sozialphobie diagnostiziert. Habe extrem lange gebraucht um es zum psychotherapeuten zu schaffen aufgrund von Ängsten, weswegen ich jetzt eine große Lücke im Lebenslauf habe. Ich rate dir eine Termin bei einem Therapeuten zu machen und ggfs. dann beim Psychiater. Weiß jetzt nicht wie stark das mit seinen Ängsten ist. Familientreffen machen mir auch große Sorgen weil ich beim
Essen am Tisch immer stark zittere und das Gefühl habe beobachtet zu werden. Auch habe ich Angst gefragt zu werden was ich zurzeit mache. (Nämlich nicht bis auf hin und wieder bei bekannten arbeiten). Was hast du denn so für körperliche Symptome j d hättest du schiss zum Arzt/ Therapeuten zu gehen? Dann kann ich dir nämlich ein bisschen erzählen wie das so läuft. (Ich war jetzt heute das 3. mal bei meinem Therapeuten).

Lg Alex

30.11.2017 15:13 • #3





Dr. Reinhard Pichler