laida

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Hallo zusammen,

ich (24, Studentin) brauche wirklich eure Hilfe...denn ich weiß einfach nicht weiter.
Ich leide seit zirka einem Jahr an wahnsinnigen Panikattacken. Ich habe sie zwar nicht wirklich richtig im Griff, aber mir geht es schon besser, da ich seit ein paar Monaten bei einer Verhaltenstherapeutin bin.
Zu meinen Panikattacken kommt noch eine Chemotherapie, die ich vor einem halben Jahr beginnen musste - was die Ängste natürlich verstärkt und, duch das ständige Gegaffe meiner lieben Mitmenschen (neulich haben sich Mädchen auf der Straße über mich lustig gemacht ) irgendwie angefangen hat, an meinem Selbstbewußtsein zu kratzen.
Trotzdem wollte ich mich nicht unterkriegen lassen und habe die viele Zeit, die ich durch meine Krankheit hatte, zum schreiben genutzt (neeein, keine Krankheitsgeschichten Ein Verlag hat mich unter Vertrag genommen und nun steht meine erste Lesung an....verdammte schei.!
Ich leide neben meinen Panikattacken nämlich auch unter schrecklicher Redeangst, schon seit ich begonnen hatte zu studieren. Plus der Angst vor meinen Panikattacken und dem angekratzten Selbstbewußstein aufgrund meiner Erkrankung ergibt sich daraus eine fiese Mischung, die mich geradezu handlungsunfähig macht und mich von dieser Lesung fern hält - aber ich möchte nicht einfach so aufgeben, immerhin würde ich mir damit einen großen Traum erfüllen...Also bräuchte ich dringend eure Ratschläge, wenn ihr Zeit und Lust habt. Ich würde mich aufjedenfall wahnsinnig darüber freuen!
Dankes chonmal und liebe Grüße
eure Laida

17.09.2009 10:50 • 21.09.2009 #1


5 Antworten ↓


Flightbox

Flightbox


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Hi laida,

also wenn die Lesung jetzt kurz bevorsteht kann ich dir auch nur einen Rat für die Soforthilfe geben. Auch wenn ich nicht unbedingt ein Freund von Medikamenten bin würde ich dir empfehlen, deinem Arzt das akute Problem zu schildern und mir einen Panikblocker verordnen lassen. Bitte unbedingt auf evtl. Kontraindikationen und Nebenwirkungen wegen deiner Chemotherapie hinweisen.
Aber diese Lösung ist wirklich nur dann geeignet, wenn die Zeit eine andere Lösung gar nicht zulässt. Über Therapiemöglichkeiten, die eher mittel- bis langfristig ausgelegt sind, können dir hier die User hinreichend Hinweise und Tipps geben.

Liebe Grüße
Flightbox

17.09.2009 11:32 • #2


afuman


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Du willst nicht so einfach aufgeben und es ist ein Traum von dir...
Das sind zwei mehr als ausreichende Gründe, um das Ganze irgendwie durchzustehen! Du wirst vermutlich keinen Spaß dabei haben, aber es kann auch sein, dass die Ablenkung von der Angst in dem Moment hilft. Es gibt natürlich auch praktische Übungen, aber die wirst du ja vermutlich schon kennen. Aber du hast schon so viel durchgestanden, das schaffst du jetzt auch noch! Und gib einfach Bescheid, wir kommen alle und helfen dir...

17.09.2009 13:58 • #3


panicchief


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Hallo,

erstmal Respekt, dass Du trotz dieser Erschwernisse überhaupt die Initiative aufgebracht hast, zu schreiben. Auch wenn Du wegen der Krankheiten vllt. mehr Zeit hattest, trotzdem krass.

Ich kenne das mit der Angst, vor anderen zu sprechen, aus eigener Erfahrung, bei mir das Hartnäckigste überhaupt. Den Tipp mit Akutmitteln finde ich gut, falls Du die Lesung auf keinen Fall absagen willst.
Ich würde mir aber auch überlegen, was realistischerweise passiert, wenn du sie nicht machst.

Grüße

pc

17.09.2009 15:25 • #4


GastB


Der Tipp, der mir dazu einfällt, wäre:

Stell dir beim Vorlesen vor, du hättest Kinder vor dir, die sich von dir eine Geschichte gewünscht haben und die dir gebannt zuhören.

Im Grunde ist das auch gar nicht so abwegig, Erwachsene, die zu Lesungen gehen, befriedigen damit m.E. ein kindliches Bedürfnis und etwas Neugier. Sie möchten einfach die Person etwas näher kennenlernen, deren Buch sie nachher oder vorher lesen. Und viele möchten dann auch ein Autogramm von der Schriftstellerin.

Mach dir klar, dass du mit dieser Veranstaltung diesen Menschen etwas Gutes tust.

Evtl. könnte es sein, dass die Zuhörer dir anschließend Fragen stellen dürfen und möchten. Bleib aber entspannt. Sag dann einfach die Wahrheit. Wenn dir dazu keine Antwort einfällt, dann sag das einfach.
Du könntest dir auch vorher ein paar Verzögerungsantworten überlegen, z.B. "das ist eine interessante Frage", "daran habe ich überhaupt noch nicht gedacht", "darüber muss ich wirklich mal nachdenken", "diese Frage werde ich in einem späteren Buch beantworten" oder sowas.

Toitoitoi und herzlichen Glückwunsch zu dem Erfolg!
GastB

17.09.2009 20:55 • #5


nachtleben


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Oder zuerst für dich alleine üben, dann eine vertraute Person dann zwei drei vier und steigern bis es für dich "normal" ist oder zumindest entspannter, peu-a-peu rantasten

Über was hast du geschrieben?

21.09.2009 20:53 • #6



Dr. Reinhard Pichler


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