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Zitat:python hat das schon richtig erkannt, daß bei mir eher eine stationäre Intensievbetreung sehr gegeben wäre.
Nach der Wahrscheinlichkeit, müsste ich dann schon so ca. drei Jahre intensieve
Hilfe in anspruch nehmen, um das ganze dann, vielleicht bis zur Hälfte tilgen zu können.
Der Ausgang wäre dann immer noch, schwehr vor zu bestimmen.
Hallo Gahan,
bleib mal auf dem Boden, das zahlt die Krankenkasse sowieso nicht.
Denk nicht so perfektionistisch:
eine Klinik kann aus dir keinen Superhelden machen. Ja, ich denke ein Halbes Jahr oder mehr kann das schon dauern.
Die Hälfte deiner Probleme würde dir doch eine Menge mehr an Lebenskomfort bringen, wir kriegen im Grunde doch auch nie 100 Prozent. Viele die dir hier Tips geben, müssen auch nach ihrer Therapie weiter kämpfen und haben keine 100 Prozent. Aber durch die Therapie wurden sie in der Lage versetzt, den Kampf aufzunehmen. Manche setzen unterstützend Medikamente ein. Warum nicht, wenn es nur vorübergehend ist und zu keiner Abhängigkeit führt. Alk. ist da die schlechtere Wahl.
kleine Ziele könnten sein:
- zum Arzt gehen zu können ohne Panik
- zu einer Selbsthilfegruppe zu gehen
- neue Freunde zu finden
- einen guten Job finden
- zuhause ausziehen (wahrscheinlich noch am schwersten)
- deine Talente besser kanalisieren (vllt. Selbstverwirklichung im Job)
- selbstständiger werden
- gute Hobbys finden
Vielleicht kannst du ja mal selbst hier kleine Ziele formulieren.
Übrigens würde ich dir von einer teilstationären Therapie abraten, soweit es dir möglich ist. Du mußt erst mal raus, da wo du jetzt wohnst und da triffst du dann auch nicht immer die Leute, mit denen du vielleicht schon mal unangenehmes erlebt hast. Es tut dir auch gut, während der Therapie weniger Kontakt zu deinen Eltern zu haben, denn das könnte dich irritieren (für dich ja paradox, s.o.) .
Du solltest die Ziele nicht so hoch hängen, dich freuen, vielleicht bekommst du nette Kontakte auch zu Mädels in so einer Klinik, denn auch da solltest du lockerer mit werden. Es wird in der Klinik leichter sein, da bin ich mir sicher!(wurde mir auch so berichtet). Oder neue Freunde, mit denen du dich besser austauschen kannst.
Du wirst sowieso in deinem Leben mehrere Phasen mit Therapien und anderem brauchen, ging mir auch so.
Pilongo hat dir viele gute Tips gegeben, das gefällt mir sehr. Dem braucht man nichts hinzuzufügen. Pax natürlich auch.
Ich würde z.B. wenn ich könnte Aikido lernen, eine reine Selbstverteidigungssportart, die sehr effektiv ist. Da man damit nicht kämpfen kann, gibt es auch keine Wettbewerbe und die meisten Menschen, die dies ausüben sind sehr menschlich orientiert. Kann man nur empfehlen. Basiert auf Hebeltechniken.
Zitat:eben diese Strategie von Euch beiden, kleine Drachen zu töten, versuche ich jetzt schon so ca. 5 Jahre lang, aber es hat sich bei mir individuell überhaubt gar nichts
daran geändert.
Das kannst du nicht mehr alleine packen, du brauchst Unterstützung durch Therapeuten, am besten in der Klinik. Ein halbes Jahr, das sind 26 Wochen, da wirst du viele neue Erfahrungen machen. Natürlich kann auch eine Konfrontation mal schlecht klappen. Dann ist es wichtig zusammen mit dem Therapeuten rauszukriegen, wie dir das beim nächsten mal nicht mehr passiert. Es ist auch denkbar, daß der Therapeut am Anfang noch zugegen ist. Wirst du ja dann sehen.
Zitat:Noch ein Rat von mir: Nimm deine vielen Diagnosen nicht gar so ernst. "Verletzbarkeit" und "Vulnerabilität" z.B. bedeuten fast dasselbe. Die Ärzte versuchen halt, dem Kind (deiner Ängstlichkeit und Abwehr) einen Namen zu geben
Das habe ich auch schonmal versucht klarzustellen, alle Ärzte brauchen halt ne Diagnose, aber die wenigsten gehen da richtig gründlich vor. Ein Therapeut nimmt sich für eine Diagnose viel mehr Zeit. (Faktor 10 - 20)
Saidndone, wenn jemand schwarz vor Augen wird, wenn er über die Strasse geht kann er überfahren werden - was ist daran so schwer zu verstehen. Würde daß deiner Schwester passieren, würdest du den Arzt doch auch vor den Kadi zerren wollen, der falsch reagiert hat, oder?Bin mir nicht sicher, aber geh ich recht in der Annahme, das deine Eltern von einer Therapie nichts halten. So Sprüche mit Suppe selber auslöffeln - es klingt danach, aber ich hoffe ich irre mich. Aber letztlich entscheidet daß dein Arzt, was du brauchst.
Versuch das mit der Therapie positiv zu sehen, mal dir ruhig deine Chancen etwas besser aus, als es dir vielleicht realistisch erscheint. Denn ein bisschen
Motivation brauchen wir alle. Dann klappt alles besser. Stell dir ruhig vor, daß du dort mal relaxen kannst. Das alle die gleichen Probleme haben wie du und du damit keine Aussenseiter mehr bist, sondern einer von vielen mit solchen Problemen. Falls du den Weg in die Klinik nervlich nicht packst, wird dir dein Arzt/Neurologe da gewiss zu helfen wissen.
Gahan,
packs an, du kriegst das hin!!