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Auch ich leide unter sozialer Phobie und hoffe, hier Leute zu finden, die mir helfen können bzw. wir uns gegenseitig helfen können. Ich denke, gleichgesinnte wissen auch, wie ich mich gerade fühle wo manch anderer sagen würde.. boah hab dich nicht so alles halb so schlimm.
Wie das so ist, hab ich das ascheinend schon seit meinr Kindheit, aber so richtig ausgebrochen scheint das letztes Jahr im Sommer zu sein. Ich hab auf einmal so viel Angst bekommen fehler zu machen, anderen nicht zu gefallen, die mich dann nicht mehr mögen könnten. Ob ich unfähig bin? Mir kann man nichts zumuten.. usw. aber solche Gedanken kennt ihr wahrscheinlich selbst. Das witzige ist, ich habe zwei Berufe gelernt die im sozialwesen sind. Einmal Arzthelferin und dann ex. Altenpflegerin. Wie gesagt, letztes Jahr war es dann soweit und ich bin auf ARbeit zusammen gebrochen. Zuviel Angst und Panikattaken. Ich ein dreiviertel Jahr krank geschrieben und neun Wochen in einer Klinik, wo cih auch einiges gelernt habe. Nur, das Problem ist, seit Februar bin ich wieder im Beruf nach einer Eingliederungsphase (wo ich im übrigen auch schon wieder einspringen musste) und ich bin gerade schon wieder soweit dass ich nicht mer kann.. ich MUSS aus diesem Beruf raus. Ich weiss aber nicht, was ich machen soll... neu lernen will ich auch nicht, ich bin ja auch schon 35. Ich bin momentan wieder krank geschrieben und mach mir wieder jede freie Minute nen Kopf dass die sauer sind auf Arbeit dass ich krank bin (Personalnotstand) und die gucken müssen wie sie zurecht kommen. Das macht mich kirre. Aber was soll ich machen? Ich war gestern (Freitag) auf dem Arbeitsamt und wollte um einen anderen Beruf fragen, da hat man mir doch glatt gesagt, dass ich erst mal zum Amtsarzt dann zum Amtspsychologen und in eine Reha muss um rauszufinden ob ich überhaupt für den Arbeitsmarkt zur Verfügung stehe kann. Das hab ich dann erst mal abgelehnt. Ich bin fix und fertig. Was soll ich denn machen? Ich geh da nicht mehr hin... ich kann da nicht mehr hin. Ich hoffe sogar jeden Tag, dass meine Kündigung im Briefkasten liegt, damit ich damit endlich abschliessen kann.. was dann das nächst ist: Wo bekomm ich dann Geld her? Ich hab ja ein Auto, ich habe REchnungen zu zahlen, dass ich kann ich von Arbeitslosengeld nicht machen? Wieso werden einem so viele Steine in den Weg gelegt. Ich weiss nicht mehr weiter.

11.07.2010 02:06 • 13.07.2010 #1


11 Antworten ↓


Tut mir leid, wenn ich so viel schreibe aber ich kann einfach nicht mehr. Ich muss mich irgendwie und irgendjemandem mal mitteilen der mich versteht. Selbst mein Mann sagt obwohl er weiss was los ist, dass ich mich nicht immer so rein steigern soll aber ich mach das doch nicht mit Absicht... ich versuche mich doch abzulenken, und alles und immer wieder kommen die Gedanken. Ich kann auch schon wieder nicht mehr schlafen, habe Magenschmerzen, wenn ich an Arbeit denke, bekommen Durchfall, hab Alpträume... das alles hatte ich letztes Jahr auch schon. Das einzige, was bis jetzt ausgeblieben ist, sind die Panikattacken. Gut, Symptome dazu gab schon halt eben zittern und Herzklopfen usw.. aber ich will doch nur ein Leben führen in dem ich mich wohl fühle und einen anderen Job. Ich hab das Gefühl, ich werde verrückt... ständig sind meine Gedanken bei der Arbeit. (Mit Kollegen ist alles ok also kein Mobbing oder so.

Ich will endlich wieder lachen und glücklich sein. Seit letztes Jahr kann ich das an einer Hand abzählen, zumal ich ja auch noch gesagt bekommen hab dass ich keine Kinder bekommen kann. Was hab ich denn schon schlimmes getan, dass ich so bestraft werden muss?

11.07.2010 02:17 • #2



Ich möchte mich mal mitteilen

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Hallo kleine Floh

Warst Du schonmal in Therapie weil Du von einer sozialen Phobie sprichst ? In meine Augen sieht das eher nach nem Burnout aus und daraus begründet vieleicht die soziale Phobie. Aber ich denke die Ursache liegt anders. In unserem Beruf egal ob Alten oder Krankepflege haben wir verdammt viel Verantwortung zu tragen. Wir stehen immer mit einem Bein im Knast alleine das übt im Unterbewußtsein schon einen enormen Druck aus. Auf meiner Station ist auch jemand mit nem anfänglichen Burnout. Fing an das Sie keine Spätdienste mehr machen wollte weil sie Angst bekam sobald es dunkel wurde. Wir haben uns dann zusammen gesetzt und lange gesprochen. Sie macht jetzt halt nicht mehr soviel Spätdienste vieleicht 4 im Monat weil mir sonst die anderen Kollegen aufs Dach steigen. Die Dienste mache ich dann mit ihr weil ich weiß was los ist ( erzählt man ja nicht jedem ) und ich bringe sie nach dem Dienst nach Hause. Nebenbei hat sie ne Therapie angefangen mit der Option das sie wenns gar nicht mehr geht auch mal länger ausfällt. Dringend würde ich Dir raten Dich von Deinem Mann nicht zusätzlich unter Druck setzten zu lassen

Das das mit Kindern nicht klappt tut mir unendlich leid für Dich aber das wäre auch wieder ne Verantwortungssache, vieleicht liegt Dein Burnout auch darin, du sollst für fremde Menschen Verantwortung übernehmen aber für etwas was Du willst darfst Du nicht....



Alles Gute

Elfin

11.07.2010 10:12 • #3


Hallo Nachtelfin,

danke für Deine aufmunternden Worte. Ja, ich habe soziale Phobie und war in einer psychiatrischen Klinik letztes Jahr. Und bin auch seit dem noch in amblulanter psychoterhapeutischen Behandlung. Ich hatte noch Depressionen dazu weil halt so viele Sachen passiert waren unter anderem eben auch die Erkenntnis keine Kinder bekokmmen zu können. Ok, mein Mann und ich haben dann gesagt wir können Kinder adoptieren dann kam der "grosse Zusammenbruch".

Es ist ein soziale Phobie diagnostiziert worden in der Klinik, da ich unter Menschen Panikattacken bekam unter anderem auch ja, so eine Art Ganzkörpermuskelkrampf. Ich konnte weder Laufen, noch stehen noch sitzen noch sonst was... alles hat sich versteift und verkampft. Ich bin nicht mehr aus dem Haus gegangen, weil ich nicht gesehen bzw. auffallen wollte. Ich hatte/hab Angst davor angesprochen zu werden usw. Ich fühlte mich absolut hässlich und hab auch sogar den näheren Kontakt zu meinen eigenen Verwandten vermieden. Sogar zu meiner Mutter. Ich bin lieber für mich da fühl ich mich am wohlsten. Dort habe ich dann in der Klinik eben gesagt bekommen ich soll raus gehen und und und... was ich ja auch versuche, aber das geht nicht wenn man ständig Spätdienste hat. Und ständig einspringen muss. Ich habe solche Angst Fehler zu machen auf ARbeit, weil man ja sonst denkt ich kann nix. Ich bin dann bis spät Abends dort (halb zehn, zehn- um neun ist Feierabend) und schaue dass ich ja nix vergessen hab.

WEnn ich meiner wBL sagen will, dass ich mehr früh haben will bekomm ich den Mund nicht auf, und wenn doch werd ichso lange belatschert bis ich wieder ja sag. Im Privaten geht es mittlerweile eigentlich, ich "übe" seit letzes Jahr jeden Tag, gehe mindestens einmal am Tag raus un gehe laufen. DAs hilft mir ein bischen den Kopf wieder frei zu bekmmen, aber immer und immer wieder kommen wieder momentan die Gedanken: Dubist schlecht, Du kannst nix, Die sind dir böse weil dus net auf die Kette bekommst, die mögen Dich nicht, wenn du Fehler machst und so weiter .. ich hab das Gefühl ich werd verrückt. Ich kann diese Gedanken enfach nicht abschalten. Ich kann da nicht mehr hin gehen. Sie wissen genau was los ist, ich hab meine WBL ins Vertrauen gezogen und sie meinte grad letzt wieder zu mir, ich hätte mnich ja wieder gut eingelebt und so weiter. Ich muss irgendwo hin wo mich keiner kennt wo ich von vorne angfangten kann. ICh hab auch keine Freunde, wo ich mal hin gehen könnte eben nen Kaffee trinken und mal über ales reden so wie ander.

11.07.2010 10:44 • #4


Okay das ist mies, jetzt kann man Deine Diagnose auch nachvollziehen. Tut mir leid aber dann ist Deine WBL echt unfähig und hat nix von Personalführung im Unterricht behalten, könnte kotzen bei sowas

Vor allem kann ich mir vorstellen das Du Dich alleine gelassen fühlst weil ja noch nichtmal das AA hinter Dir steht aber ich denke von denen kannst Du am wenigstens erwarten. Umschulung ohne Grund kannst Du eh vergessen weil im medizinischen Bereich Notstand herrscht und Du immer die Chance auf nen Arbeitsplatz hast und dann müssten die ihre Statistik wieder neu berechnen wenn Du Dich arbeitslos meldest. .

Gehst Du Vollzeit arbeiten ? Meine Güte mir schießen sofort tausend Gedanken durch den Kopf was die Doofe machen könnte. zB. Dich auf weniger Stunden setzten und Dich morgens wirklich nur in die Pflege stecken, Du könntest Beschäftigung machen, da bekommst Du von den alten Menschen Anerkennung genug ... wenn nicht durch Worte dann durch Gesten. Und durch so unkompetente Mitmenschen wie Deine WBL gehen uns die guten Leute aus.


Komm zu mir arbeiten ich mach das schon

11.07.2010 11:07 • #5


Ich sitz grad hier und hab ´Tränen in den Augen. Ich würde gern so wo hin gehen wo ich so akzeptiert werde wie ich bin. Ich bin nicht verkehrt, ichbin Verantwortungsvoll und Zuverlässig. Aber was bringt mir das, wenn ich mich selbst permanent unter Druck setze zu dem normalen Druck noch dazu. Und ich fühle mich immer schlechter mit jedem Tag undweiss einfach nicht ein noch aus. Mit meinem Mann kann ich momentan auch nicht rden darüber, weil ich habe das Gefühl, dass er mit mir als "kranke" nicht zurecht kommt. Er tickt schnell aus.. soll heissen, er will mir zwar helfen weiss aber nicht wie und dann kokmmen halt so sachen wie .. ja dann lass dich krankschreiben. ABer das ist doch auch keine Dauerlösung Ich fühle mich so, als würde ich schreien und mich hört keiner. Letztes Jahr war ich an einem Punkt wo ich einfach nicht mehr Leben wollte weil alles so sch*** war. Momentan zügel ich mich noch mit solchen Gedanken also so viel Kraft habe ich noch.. aber diese Kraft MUSS ich mir erhalten um weiter machen zu können.. und irgendwie und irgendwo eine Lösung zu finden.

Ich arbeite 75% ... aber arbeite trotzdem jeden Tag und wenn es nur ein kurzer Spätdienst ist. Der geht von halb sechs bis neun. Hab dann aber auch wieder die Verantwortung wenn keine Ex. da ist. Ich wollte in meinen 1. Beruf zurück als Arzthelferin, aber wer nimmt schon eine Arzthelferin die 10 Jahre aus dem Beruf ist und gerade mal 2 Jahre Berufserfahrung hat.

An dieser Stelle erst mal vielen vielen Dank dass ich mich hier mal ausheulen kann (im wahrsten Sinne des Wortes)

11.07.2010 11:39 • #6


Zum

Würde Dir zwar im Moment auch nicht helfen aber nen Versuch wäre es wert. Und solche Leute wie Deine WBL arbeiten im sozialen Bereich *ausflipp* in meinen Augen haben die da nichts zu suchen.

Musst nicht weinen süsse ... Dein Mann akzeptiert Dich doch auch ... sonst wäre er nicht mit Dir zusammen... Und so schlecht kannst Du auch auf der Arbeit nicht sein, sonst hätten die Dich schon längst gekündigt. Wenn Du nix kannst, wie Du sagst : wie hast Du denn dann das staatsexamen geschafft ?? erklär mal dann hätte ich nicht soviel lernen müssen.

11.07.2010 11:47 • #7


Ja, ich weiss es selbst nich wie ich das geschafft habe. Eigentlich kann ich ja stolz drauf sein. Ich habe das drei Jahre Berufsbegleitend bei 100% Arbeit und Abendschule gemacht. Das heisst ich bin morgens auf Arbeit, hab normalen Dienst geschoben, um vier ab nach Heidelberg und um 10 war ich wieder zu Hause und morgens wieder raus.. drei Jahre lang Aber danach war ich auch erst mal platt ^^
Ja, doch da bin ich auch stolz, auch wenn die Dozenten Abends dann doch mal zwei Augen zu gedrückt haben,wenn man im Unterricht mal eben weggenickert ist. *duck* naja aber ich denk das ist normal.

Ich habe eigentlich schon viele Sachen geschafft wo ich nich tmehr weiss wie. Und deshalb muss ich jetzt denken, das schaff ich jetzt auch noch. Ich muss nur eine Lösung finden.

11.07.2010 12:17 • #8


Oha ... Dein Leben brennt an allen Ecken und Ecken ... an Deiner Stelle würde ich mich trauen, Dich offiziell krank zu melden. Was nicht geht, geht nicht ... Du brauchst Luft und Zeit, um so einige Baustellen, so nenne ich das jetzt mal salopp, anzugehen. (Dazu habe ich etwas auf Deine Nachricht in meinem Thread geschrieben).

Du hast vermutlich sehr gerne Kinder haben wollen? Dies ist alles nicht so einfach zu verpacken, auch wenn die Gesellschaft (und wir selbst!) dies von uns verlangt! Ich wäre todtraurig darüber, keine Kinder kriegen zu können. Das ist ein herber Verlust, den Du und auch Dein Mann verdauen müsst, und dies gelingt einem nicht, wenn man beruflich unter Dauerstrom stehen soll. Jetzt ist Schluss, Denke an Dich!

P.S. Es gibt Möglichkeiten, trotzdem mit Kinder zu tun zu haben. So bewerbe ich mich selbst grad für eine Kinderpatenschaft. Und in der Gruppe der Bewerber sind zwei Kinderlose Paare dabei!

11.07.2010 22:47 • #9


Krank geschrieben bin ich schon seit Freitag aber ich habe ein Mega schlechtes Gewissen, weil ich weiss das zwei exen im Urlaub sind, eine Krank und dann wären nur noch meine Kollegin und ich .. ja und ich falle nun auch aus.. die sind mit sicherheit sauer. Aber ich kanns nicht ändern. Du hast REcht, ich muss jetzt mal an mich denken. Und so wie es aussieht, werde ich sowieso kündigen. Ich weiss nur eins, ich werde dort nicht mehr hin gehen. Ich hoffe, dass mein HA mich weiterhin krank schreibt. Ich war ja schliesslich erst letztes Jahr schon so lange krank. Ein dreiviertel Jahr. Ich weiss nicht, ob er das nochmal macht. Aber er kennt mich ja. Ich habe mich nie krank schreiben lassen, war immer Arbeiten und wenn ich den Kopf unter dem Arm hatte. Aber wie Du schon gesagt hast.. was nicht geht, geht nicht. Dann sollen sie eben sauer sein.

Ja, *lach.. das schreibe ich jetzt so... aber in Wirklichkeit mache ich mir emens viele Gedanken. Das schlimmste ist einfach, der GEdanke Arbeitslos zu sein und die REchnungen nicht ehr bezahlen zu können. Ich weiss nicht was da auf mich zukommt. Ich würde das ja schon gern machen ... habe auch mit meinem Mann gesprochen .. er meint, dass ich erst mal wieder in die Reihe kommen soll befor ich mich in eine andere Arbeit stürze und auch raus gehen jetzt gerade in der Zeit wo ich karnk geschrieben bin. Da ist aber wieder der nächste Haken... Krankgeschrieben= Ausgehverbot... so denken die meissten. Was mach ich denn wenn mich Kollegen sehen und ich irgendwo spazieren gehe oder sogar vielleicht in einem Kaffee sitze (was nicht vorkommt) aber kann ja möglcih sein dass ich doch mal den Mut habe. Die glauben mir doch kein Wort.

Naja wie in Deinem Thread schon geschrieben, ich werde morgen erst mal zu meinem HA gehen und mal nachfragen was der dazu meint und je nachdem mal sehen, wie ich weiter mache. Ich werde mich bestimmt wieder hier melden nachdem ich dort war. Also bis dann

12.07.2010 00:16 • #10


Ich hab leider keinen Termin für heute bekommen beim HA aber für morgen.. schauen wir mal.. diese Woche werd ich danna uch noch einen Termin zusätzlich bei meinem Psychotherapeuten machen. So langsam kann ich wieder klare Gedanken fassen. Nur weiss ich eines... selbst wenn ich das machen sollte mit dem Arbeitsamt und Reha und was weiss ich alles.. ich werde nicht mehr zu meiner Arbeit gehen. Denn wenn, dann man mich nach einer Woche wahrscheinlich in die KLappse einliefern dann brauch ich keine Reha mehr

12.07.2010 10:06 • #11


Genau! Bis es nämlich wirklich so weit ist, dass man in Richtung Psychoklinik abschmiert, sollte man die Reißleine ziehen.

Ich weiß auch, wie sehr das eigene Hirn einen quälen kann mit all den Gedanken zur Arbeitslosigkeit ... diese Pflichterfüllung hat aber Grenzen, das merkst Du ja grad selbst sehr deutlich. Viel Glück mit HA und sonstigen Beratungen *Daumen drückt*

13.07.2010 17:21 • #12



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