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Hallo erstmal
Ich möchte gerne annonym bleiben. Ich bin weiblich 20 Jahre alt.
Zu meiner Geschichte - alles fing vor knapp 4 Jahren an.
Mein Leben war unbeschwert ich hatte Spaß und konnte lachen ich war nie ein Kind der Traurigkeit - bis mein geliebter Onkel an Krebs verstarb. Kurz darauf folgte mein Opa. Er verstarb auch an Krebs. Ich hing sehr an ihm und es war so schwer für mich das zu verstehen das er nun nicht mehr bei uns ist.
Damals wohnte ich noch bei meinen Eltern. Wir hatten einen Familienhund. Diesen mussten wir leider kurze Zeit nach dem Tod meines Opas einschläfern lassen. Das gab mir den Rest seit diesem Tag war nix mehr wie vorher.
Eine Woche war es normale Trauer doch in der zweiten Woche wurde ich Nachts schweisgebadet wach und dachte ich muss ersticken. Bin voller Panik zu meinem Vater gerannt der schaute noch Tv . Man muss dazu sagen mrin Vater ist selber ein Hypochonder und kannte sich mit diesen Symptomen aus. Er brachte mich auf den Balkon weil ich hyperventilierte und gab mir eine Tüte zum atmen. Er konnte mich nur schwer beruhigen. Ich dachte ich muss sterben. Als wenn sich mein Hals zuschnürt.
Meine Mutter musste die ganze Nacht bei mir im Bett bleiben und mich streicheln und beruhigen. Aus Angst zu ersticken spuckte ich meinen Speichel in taschentücher
Die Nacht verging und der Morgen war eigentlich ok bis der Abend kam da fing es wieder an. Ich bin zum Notarzt der gab mir ne Beruhigunsspritze.
Seit dieser einen Nacht geht es mir so schlecht. Diese Symptomd hatte ich ca noch 3 Wochen. Dann war erstma ruhe doch nicht lange .
Ich bekam einen Ausbildungsplatz als MFA mein Traumberuf.
Seit dem habe ich allerdings immer Schwindel, gelegentlich stiche in der Brust und permanente Schweissausbrüche. Also nicht jeden Tag aber jeden zweiten ca. Ich habe Angst alleine einkaufen zu gehen oder ein gang in die Stadt das ist der Horror. Denke immer ich muss sterben und bin nur am weinen . Hatte auch ne Therapie gemacht die hat aber leider nicht geholfen. Man sagte mir ich soll mir einen Tiefenpsychologen suchen. Man müsse rausfinden was in meiner Kindheit vorgefallen ist.
Ich wohne mit meinem Partner seit 2 Jahren zusammen. Er gibt mir kraft nur wer weiss wie lange er es noch aushält.
Tut mir leid das alles so ein bissl durcheinander ist aber schreibe grade einfach alles was mir in den kopf kommt.
Habe ganz dolle angst eine Lungenembolie zu erleiden oder zu ersticken. Ich weiß aber ni ht wieso weil ich kerngesund bin und zig mal durchgecheckt wurden bin.
Also ich würde mich so sehr freuen wenn jemand antwortet und ich mich mal austauschen kann mit menschen denen es genauso geht wie mir
Vielen Dank im Vorraus

20.07.2014 17:06 • 23.07.2014 #1


14 Antworten ↓


Hallo Blume 93,

herzlich willkommen im Forum.

Die Symptome kommen von Deiner Angst. Die Psyche kann alles mögliche an Beschwerden auslösen.
Wenn Du schon eine VT hinter Dir hast dann würde ich es auf jeden Fall noch mal mit der Tiefenpsychologischen versuchen.

Nimmst Du Medis ? Das wäre sinnvoll um die Angst etwas runter zu schrauben.

L.G.

20.07.2014 18:56 • #2



Hallo bin neu hier und möchte mich mitteilen

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Hallo sandriotti
Danke für deine antwort. Ja ich werde mich mal ans telefonbuch setzen und wiedermal die psychologen abtelefonieren.
Also am Amfang sollte ich Venlafaxin 75mg nehmen die habe ich aber nicht vertragen. Dann hab ich opipramol 100mg genommen das ging ganz gut.
Naja es ist so schwierig davon los zu kommen. Vor allem ist es mir aucb peinlich. Gestern saß ich mict meiner "schwiegermutter" in der stadt und da überkam mich wieder aus heiterem himmel die panik und ich wurde wieder zappelig und das was bei mir komisch ist ich "knacke" , weiss nicht wie ich es anders beschreiben soll, immer mit den ohren total doof .. wollte dann einfach nur aus der situation raus schwindelig wurde mir dann auch wieder ... furchtbar ist das ich gehe überall mit angst hin

Mfg

20.07.2014 19:04 • #3


Ich weiß wie schlimm das ist, aber wenn Du es nicht verschlimmern möchtest musst Du Dich mit Deiner Angst konfrontieren. Immer in diese Situation gehen und es aushalten bis es vorüber geht. Bloss kein Vermeidungsverhalten entwickeln, denn dann wird es erst richtig schlimm.

Wenn die Medis nichts sind dann kannst Du mit Deinem Arzt sprechen ob er Dir nicht andere gibt. Manche Patienten haben auch großen Erfolg mit dauerhaft niedrigen Dosen von Benzodiazepin. Das macht ja in höheren Dosierungen abhängig, aber anscheinend in niedriger Dosierung nicht.

Aber ich bin kein Arzt und deshalb ist es wichtig dass Du Dich mit Deinem beratschlagst, was zu tun ist.

Ich hoffe dass Du schnell einen Therapieplatz bekommst.

Viel Erfolg

20.07.2014 21:22 • #4


Da hast du völlig recht. Ich versuche auch immer es einfach passieren zu lassen aber ich merke dann immer wie mich die ganzen leute angaffen und tuscheln das macht mich dann noch nervöser..
Ja mit den Medis wollt ich auf jeden fall nochmal mit ihm reden nur wie gesagt jetzt musss ich es erstmal so aushalten bis ich einen Termin habe. Ich fliege mit meinem partner im nächsten monat weg und versuchd mich schon darauf zu freuen und hoffe dort abschalten zu können.

Vielen dank

20.07.2014 21:29 • #5


rkruse
Kurz zu meiner "Kranken"- Geschichte. Ich bin jetzt 48 und meine erste Panikattacke hatte ich genau eine Woche nach meinem 40sten Geburtstag. Mitten auf der Autobahn. Ich konnte nicht über eine Brücke fahren. Ich hatte Herzrasen, Rückenschmerzen, Tunnelblick, das Gefühl neben mir zu stehen, Krämpfe und einiges mehr. Wie viele Andere hatte ich nach diesem Vorfall einen Ärztemarathon hinter mir. Nur das kurzeite Vertrauen in die Befunde hielt nicht lange an. Nun begann auch noch der lange und durch Nebenwirkungen belastete Weg der Psychopharmaka. Oh mein Gott was hab ich gelitten, teilweise waren die Nebenwirkungen schlimmer als die Panikatacken, z.B. Citalopram. Doch am aller schlimmsten war die Angst vor der Angst, die schränkte mein Leben so richtig ein. Ich bekam eine Phobie nach der Anderen. Tunnel, Brücken, Busse, Bahnen, dunkle Räume, alleine sein, jemandem zu nahe kommen, Höhen u.v.m.

Der Unsinn sich den Ängsten zu stellen trifft sicherlich auf die Phobien zu aber nicht bei der generalisierten Angststörung und Panikattacken. Da die Phobien sind nur Begleiterscheinungen.

Ich las Bücher über die Krankheit und fand meinen Eigenen Weg. Und der sieht so aus.
Ich habe immer noch Panikattacken, so ca. 2-3 im Monat, Medikamente nehme ich keine mehr. Ich halte die Panick aus. Es ist nicht einfach und kostet Kraft. Nur warte ich heute nicht mehr auf eine Attacke. Die Angst vor der Angst ist verschwunden und Phobien hab ich bis auf eine keine mehr. Ich hab immernoch Angst vor Spinnen, die hatte ich aber schon immer. Wie habe ich das geschafft?
Ich fange schon morgens im Bett an mich mit meiner Krankheit zu beschäftigen. Ich habe morgens nach dem Aufwachen zu niedrigen Blutdruck, dadurch ist mir schwindlig. Das hat früher schon teilweise ausgereicht um in Panik zu geraten. Heute bleibe ich noch etwas liegen und mache Entspannungs- und Atemübungen, so ungefähr 10 minuten. Anschliessend sofort ins Bad und kalt geduscht, auch mindestens 10-15 Minuten. Das kostet jedesmal Überwindung, ich war früher ein Warmduscher.
Von Natur aus bin ich ein aktiver Mensch, um so schlimmer für mich waren die Phobien, die mich immer mehr einschrenkten.
Ich nehme mir jede Woche 2 Aktivitäten vor, auf die ich mich freue und vorbereite. Dabei ist es unerheblich ob allein, zu Zweit oder in der Gruppe.
Wenn ich merke dass es zu einer Panikattake kommt, ist meine einzige Medizin im Notfallkoffer meine Atemübungen. Dabei ist mir egal wo ich mich befinde und was Andere darüber denken. Ich habe mir angewöhnt mich von nichts und niemanden ablenken zu lassen.
Ich habe gelernt Stress nicht mehr so nah an mich ran kommen zu lassen, das war die grösste Umstellung für mich. Auch hier helfen mir die Atemübungen. Früher habe ich auf alles schnell und emotional reagiert. Heute nehme ich mir mehr Zeit um Entscheidungen zu treffen.

Wie gesagt mein Weg

20.07.2014 22:54 • #6


Guten Morgen rkruse
Ersteinmal danke für deine Antwort.
Also ich finde es toll das du dich dabei so gut kontrollieren kannst. Es hilft mir auch echt ganz dolle zu wissen das es nicht nur mir so geht . Also bei mir ist es auch schon morgens so das ich herzrasen habe nach dem aufstehen und am liebsten liegen bleiben würde. Zu hause fühle ich mich immer am sichersten. Nach der arbeit bin ich auch wcht immer froh wenn ich zu hause ankomme. Das mit den atemübungen hilft bei mir gegen das herzrasen eig. Gabz gut.
Eine frage hab ich noch: seit kurzer zeit ist es bei mir so wenn ich draussen bin und iwo hingehe dann gehe ich immer ganz nah an der wand oder am gebüsch total doof aber habe sonst angst umzufallen. Geht es jemanden von euch auch so ?
Mfg

21.07.2014 07:30 • #7


@ Blume
Herzlich Willkommen

@ rkruse
Einspruch gegen deine Einwände, das man sich bei einer generalisierten Angststörung nicht stellen sollte. Das stimmt so nicht. Egal welche Angststörung vorliegt, bei jeder kann und sollte man nicht in Vermeidungsverhalten verfallen und step by step "rein" in die Angst und aushalten.
Woher hast du deine Einstellung wenn ich fragen darf..?

21.07.2014 07:35 • #8


Hallo Blume,

noch ein Hinweis zum Thema Medikamente. Ein Benzodiazepin ( Tavor, Tarfil, Valium ) kann als Notfallmedikament sehr hilfreich sein. Bei einer Panikattacke oder einer akuten Angstsituation hilft es schnell und zuverlässig.Es gibt viele Leute, welche eine Tablette immer bei sich haben. Allein die Tatsache, dass man im Notfall eine wirksame Hilfe zu Verfügung hat, bringt schon viel Erleichterung.

Benzodiazepine sind die wirksamsten Medikamente gegen Angstzustände überhaupt.

Allerdings läßt bei regelmäßiger Einnahme oft die Wirkung nach, so daß sich die Probleme sogar noch verschimmern können.

21.07.2014 07:43 • #9


rkruse
Zitat von Salome_79:
@ Blume
Herzlich Willkommen

@ rkruse
Einspruch gegen deine Einwände, das man sich bei einer generalisierten Angststörung nicht stellen sollte. Das stimmt so nicht. Egal welche Angststörung vorliegt, bei jeder kann und sollte man nicht in Vermeidungsverhalten verfallen und step by step "rein" in die Angst und aushalten.
Woher hast du deine Einstellung wenn ich fragen darf..?


Ganz Einfach, wenn man Flugangst hat kann man sich dieser stellen indem man fliegt, wenn man Angst vor Höhen hat kann man dies trainieren, wenn man Angst im dunkeln hat kann man es üben. Und so weiter und so fort. Aber was oder wem willst Du Dich stellen wenn Deine Ängste unbegründet sind. Herzrast oder stolpern? Angst vor einem Tumor? Angst vor dem Tod? Das sind Ängste den kannst Du Dich nicht stellen. Du hast es einfach zu akzeptieren dass Du irgendwann stirbst. Es ist nicht die Frage ob und welche Krankheit bekommt, sonder nur wann. Und dann hast Du die Tatsache eben zu akzeptieren.
Und genau so mache ich es. Seit dem ich nicht mehr vor den Tatsachen davon laufe sind meine Phobien so gut wie weg. Ich behaupte nicht das es einfach ist, aber es ist möglich mit hartem Training an sich selbst. Dieser Kampf beginnt morgens mit dem Aufwachen und endet nicht erst mit dem zu Bett gehen.

21.07.2014 08:43 • #10


rkruse
Zitat von Blume 93:
Guten Morgen rkruse
Ersteinmal danke für deine Antwort.
Also ich finde es toll das du dich dabei so gut kontrollieren kannst. Es hilft mir auch echt ganz dolle zu wissen das es nicht nur mir so geht . Also bei mir ist es auch schon morgens so das ich herzrasen habe nach dem aufstehen und am liebsten liegen bleiben würde. Zu hause fühle ich mich immer am sichersten. Nach der arbeit bin ich auch wcht immer froh wenn ich zu hause ankomme. Das mit den atemübungen hilft bei mir gegen das herzrasen eig. Gabz gut.
Eine frage hab ich noch: seit kurzer zeit ist es bei mir so wenn ich draussen bin und iwo hingehe dann gehe ich immer ganz nah an der wand oder am gebüsch total doof aber habe sonst angst umzufallen. Geht es jemanden von euch auch so ?
Mfg



Ganz so schlimm, dass ich an der Wand lang laufen muss, ist es bei mir nicht. Allerdings fängt bei mir die Panikattacke mit Schwindel und Tunnelblick an, dann kommt Herzrasen und Solpern dazu. Neben den Atemübungen hilft bei mir Laufen ganz gut. Ich bin dann so aufgeregt, ich muss mich dann bewegen. Bei mir ist die Angst vor Kontrollverlust am größten. Mir ist zwar egal was Andere in dem Moment über mich denken, aber dass ich meine Körperfunktionen nicht mehr kontrollieren kann kommt bei der Panikattacke noch hinzu. Ich kann jedem nur empfehlen, egal wie es einem geht, sich an der frischen Luft zu bewegen verkürzt die Zeit der Panikattake ungemein. Ich weiss es ist nicht einfach rauszugehen, doch mir hilft es.

22.07.2014 13:55 • #11


Zitat von rkruse:
Neben den Atemübungen hilft bei mir Laufen ganz gut. Ich bin dann so aufgeregt, ich muss mich dann bewegen. Ich kann jedem nur empfehlen, egal wie es einem geht, sich an der frischen Luft zu bewegen verkürzt die Zeit der Panikattake ungemein. Ich weiss es ist nicht einfach rauszugehen, doch mir hilft es.


In einer Angstattacke schüttet der Körper ordentlich das Hormon Adrenalin aus. Um uns bei Angriff, Flucht. Verteidigung oder Todesstarre die nötige Energie, Muskelkraft und Sauerstoffversorgung zu gewährleisten.
Ohne Bewegung braucht der Körper ca. 3 Stunden um das Adrenalin abzubauen. Vorausgesetzt es kommt keine weitere Attacke oben drauf.
Mit Bewegung geht's wesentlich schneller. Ich laufe dann auch immer
Du machst es intuitiv richtig

22.07.2014 15:04 • #12


Fee*72
Blume und rkruse ,willkommen hier im forum...
hoffe ihr findet ihr einen guten Austausch...schreibt euch was euch bewegt,ihr seid nich allein..

@rkruse ...bei dem erlebnis mit der Autobahn war sicher ein trigger,irgendwas is da bei dir aus dem Unterbewusstsein hoch gekommen und hat dieses ausgelöst..

22.07.2014 15:29 • #13


Hallo ihr lieben
Vielen dank für die netten antworten.
Also mir hilft das bewegen in einer panikattacke auch immer ganz gut.
Heute war es wieder ganz schlimm. Hatte total den schwindelanfall und weiche knie. Dieses wetter macht mich fertig. Bin dann immer heilfroh wenn ich zu hause ankomme .

22.07.2014 19:38 • #14


rkruse
Zitat von Salome_79:
Zitat von rkruse:
Neben den Atemübungen hilft bei mir Laufen ganz gut. Ich bin dann so aufgeregt, ich muss mich dann bewegen. Ich kann jedem nur empfehlen, egal wie es einem geht, sich an der frischen Luft zu bewegen verkürzt die Zeit der Panikattake ungemein. Ich weiss es ist nicht einfach rauszugehen, doch mir hilft es.


In einer Angstattacke schüttet der Körper ordentlich das Hormon Adrenalin aus. Um uns bei Angriff, Flucht. Verteidigung oder Todesstarre die nötige Energie, Muskelkraft und Sauerstoffversorgung zu gewährleisten.
Ohne Bewegung braucht der Körper ca. 3 Stunden um das Adrenalin abzubauen. Vorausgesetzt es kommt keine weitere Attacke oben drauf.
Mit Bewegung geht's wesentlich schneller. Ich laufe dann auch immer
Du machst es intuitiv richtig


Intuitiv ist das leider nicht. Ich habe mich lange mit meiner Krankeheit beschäftigt.

23.07.2014 12:29 • #15



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