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TV-Bericht zur Hochsensitivität

Hallo zusammen !

Dank Peter bin ich vieleicht auf die Ursache der Sozialen Phobie gestoßen.
Ich habe mir jetzt einige Seiten dazu durchgelesen und es scheint, als ob die Hochsensivität mit Sozialer Phobie und Panikattacken Hand in Hand gehen.
Viele Schuldzuweisungen können begraben werden, die man an sein kindliches Umfeld gerichtet hat, was bei der sozialen Phobie als Ursache gilt.

Ich empfehle Euch - sucht im Internet nach Berichten hierzu und wägt ab, was auf Eure Persönlichkeit und den daraus hervorgegangenen Leidensweg zutrifft.

Resultieren die Ängste, übersteigertes Schamgefühl und vermeidendes Verhalten aus einer Hochsensitivität ? Ich bin fast davon überzeugt.

Liebe Grüße und Erkenntnis,
Joe

16.10.2011 23:24 • 24.10.2011 #1


28 Antworten ↓


Ich möchte diesen Vortrag noch anfügen, weil er speziell die Soziophobie anspricht, die mit der HSP ( Hochsensible Persönlichkeit - Hyper Sensitiv Person ) einhergeht.
So, jetzt wissen wir, wie sich der Kram nennt, der einen in die Isolation manöveriert hat.
Wie man damit umgeht, steht auf einem anderen Papier.

... re=related

Wie erkennt man, ob man ein HSP Typ ist.
Das möchten wohl alle wissen, wenn sie nicht schon aus den Video Clips oder Berichten im Internet hervorgegangen sind.

Im grunde sind eine Vielzahl der Soziophobiker HSP Typen.
Sie verfügen nicht nur bei sozialen Kontakten über feine Antennen, sondern auch im musischen und kreativen Bereich. Sie sind Detailverliebt, streben Perfektionismus an und müssen alles hinterfragen, wo es keine wirklichen Antworten gibt.
Die Reizüberflutung muß gefiltert werden. Das gelingt dem einen besser, dem anderen schlechter. Man lernt ein wenig, damit umzugehen - den Focus auf das Wesentliche zu richten.
Nicht alle HSP Menschen sind introvertiert. Die, welche in ihrer Kindheit erfahren haben, daß ihre Feinfühligkeit als positive persönliche Eigenschaft anerkannt wird durch das Umfeld, die Eltern usw, konnten sich entwickeln.
Die Sensibilität ist halt auch verschieden stark ausgeprägt, sodaß nicht jeder sich ne Soziophobie einfängt.

Gruß,
Joe

17.10.2011 03:23 • #2



HOCHSENSITIVITÄT - Hurra, ich bin normal und nur sensibel

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Was sagen hier eigentliche die Fachleute zu meinem Senf.
Liege ich richtig, oder ist das Humbug?

17.10.2011 03:45 • #3


Schlaflose
Hallo Joaquim,

also diese Theorie trifft auf mich überhaupt nicht zu. Mir wurde von diversen Fachleuten eine soziale Phobie bestätigt, ich bin aber ganz sicher nicht hochsensibel. Im Gegenteil, mir wurde schon oft gesagt, dass ich ein Trampel bin, was mein Verhalten anderen gegenüber anbelangt. Ich bin zwar sehr sensibel, was mich selbst anbelangt und bin gleich beleidigt, wenn mich jemand kritisiert oder verletzt, aber dann schlage ich auf die gleiche Art zurück. Kreativ bin ich absolut nicht. Und Emathie kenne ich nur den Menschen gegenüber, die mir viel bedeuten, ansonsten lässt mich das Schicksal von anderen ziemlich kalt.

Viele Grüße

17.10.2011 10:27 • #4


Hallo, Schlaflose!

Daß man ein Trampel auf sozialer Ebene ist, was den Output angeht, kann damit zusammenhängen, sich immer aus Affären und Situationen zurückzuziehen wegen Überlastung und Schüchternheit.
Woher soll man es denn haben - die soziale Kompetenz. Von nichts kommt nichts.
Und was ist wirklich die Ursache oder der Begünstiger für Phobien ?


HSP hat auch nichts mit Intelligenz zu tun, nur mit einer feineren Wahrnehmung und stärkeren Sinneseindrücken - so stelle ich mir das vor.


Ich habe mich immer gewundert, warum ich so detailverliebt in allen Belangen bin.
Meine Hobbies sind allesamt im kreativen Bereich gelagert mit dem Hang zur Perfektion und einem ausgeprägten Sinn für Harmonie und Ästhetik.
Ich schaue unter anderem gerne "Rosamunde Pilcher" Filme und mir kommen die Tränen in gefühlsbetonten Szenen. Sogar bei bestimmter Musik muß ich mir die Tränen verkneifen, es bewegt mich extrem, daher liebe ich Musik über alles und stelle hohe Ansprüche an die Qualität der musikalischen Umsetzung eines Stücks. Ich fands immer merkwürdig, warum ich Musik anders wahrnehme als meine Mitmenschen - eben mit dem Hang zur Erhabenheit, einem wohlklingenden Frequenzspektrum, Details und Verzierungen, die auf den Punkt kommen.

Jetzt ist es nicht so, daß einem das etwas nützen würde, wenn man koordiantionstechnisch auf einem Instrument an Grenzen stößt.
Wenn aber auch das gelingt, ist HSP ein Seegen.

HSP ist so gesehen von großem Nutzen, wenn man die sozialen Aspekte und Einschränkungen mal außen vor läßt.

Der Gerechtigkeitssinn geht bei mir auch tiefer, als das normal wäre.
Übersteigerte Emphatie für andere - das kann ich filtern, sonst macht es einen verrückt.

Naja, ich finde mich in der Beschreibung der HSP wegen spezieller Sinneswahrnehmungen außerhalb dem sozialen Kontext wieder. Das ändert nichts daran, daß ich mich mit einer Soziophobie herumärgern muß. Aber es erklärt die anderen Merkwürdigkeiten. Und das freut mich ein wenig.

Liebe Grüße,
Joe

17.10.2011 14:52 • #5


Schlaflose
Hallo Joaquim,

vielleicht lässt sich das soherum formulieren, dass viele der Leute , die HSP haben, eine soziale Phobie entwickeln. Aber andersherum kann man nicht sagen, dass Leute, die eine soziale Phobie haben, auch HSP haben.

Viele Grüße

17.10.2011 16:25 • #6


Hallo!

Ja, angeblich haben 15-20 % der Bevölkerung HSP in den verschiedensten Formen.
Da liegt es nahe, daß etwa die Hälfte von ihnen Angststörungen bekommen.

Der Begriff war mir völlig neu und als ich die Liste der Merkmale gesehen habe, sind mir buchstäblich die Augen aufgegangen.

Ich weiß nicht, in wie fern HSP überhaupt bekannt ist bei den Betroffenen oder ängstlichen Menschen, deshalb wollte ich hier ein SCHWARZES BRETT eröffnen.
Ich hab's bisher auch noch in den Foren gefunden.
Das ist doch merkwürdig, oder ?

Joe

17.10.2011 19:08 • #7


Hier einige Berichte über die Typisierung von HSP Menschen.
Wer sich das nicht durchliest, ist selber schuld - auf der Suche nach dem WIE und WARUM.

http://content.stuttgarter-zeitung.de/s ... thmus.html

http://www.artikelmagazin.de/wissenscha ... schen.html

http://emj57.wordpress.com/2010/04/11/d ... kommentar/

http://pagewizz.com/hochsensibel-hochsensibilitaet/

Grüße,
Joe

17.10.2011 20:01 • #8


http://sensibel-beraten.de/hochsensibilitaet


hab auch was gefunden....

17.10.2011 21:54 • #9




Jaja. Ein schwarzes Schaf muss ja her. Damit hat man ne gut Ausrede hat und kann sich prima drauf ausruhen.

Schließlich ist man halt so und kann nix dafür. Somit sind die eigenen Schuldgefühle sich selbst gegenüber wie weg gekehrt und man darf seine Unfähigkeit ?? Oder lieber Faulheit ? Oder besser Feigheit weiter behüten. Schließlich isses ja schon in den Genen . Also wozu noch ws dagegen tun ? Ist man halt zur Enthaltsamkeit verdammt von Geburt an und schüchtern und verklemmt und usw. Klasse Ausrede. was die Wissenschaft heute so alles für Erklärungen findet dafür , das man sich nicht traut mal über den eigenen Schatten zu springen ist erstaunlich. Es lebe die Bequemlichkeit

Ich bin auch übersensibel

I am so Sorry (sollte nicht provokativ rüberkomen)

18.10.2011 00:01 • #10


Habe ich auch zuerst gedacht, daß es eine neue Idee ist, Bücher in den Markt zu werfen - oder daß es eben die Erklärung für so viel Ratlosigkeit bei Angst- und Persönlichkeitsstörungen ist. Die Herleitung sozialer Ängste darf ruhig auf zwei Füßen stehen. Warum findest Du HSP so abwegig ?

Du meinst also, nichts von alle dem trifft zu - die "Theorie" ist voll daneben.

SCHWARZES SCHAF: Welches schwarze Schaf hättest Du denn gerne - kannst Dir eins aussuchen ? Und wenn es kein schwarzes Schaf gibt, ist die Angst vom Himmel gefallen, eine Bestrafung sozusagen - nur wofür.
Oder wie üblich sind die Erzieher wieder schuld und das böse böse Umfeld - eine Verkettung unglücklicher Umstände. Soziale Inkompetenz, Dummheit, Schüchternheit, Versager. So sieht die Realität bei Persönlichkeitsststörungen aus.

Wie erklärst Du Dir, warum auf viele extrem schüchterne Menschen, die oft auch eine Soziophobie oder verwandte Angststörung haben, diese Merkmale der HSP zutreffen.
Sind sie während der Angststörung entstanden - es mußte sich so entwickeln, weil derjenige eine Angststörung hat - oder war das alles schon vorher da laut HSP und die Angststörung ist auf fruchtbaren Boden gefallen.

18.10.2011 08:22 • #11




Oh je, war eben in einem HSP Forum, um zu lauschen, was da gedacht wird.

Meine Fresse, treiben sich da Bekloppte rum. Einer genialer und sensibler als der andere.
" Ach wie toll ist die Welt mit HSP " , " ich kann hellsehen ".
Geht's noch.

Ich denke, man sollte auf dem Teppich bleiben, mit oder ohne HSP.
Die heben da total ab in ihrer Community.
Machen den HSP - Idiotentest, damit sie erfahren, was sie für ein aussergewöhnlicher Mensch sind. Das nenne ich krank.

18.10.2011 09:29 • #12


Schlaflose
Na, da bin ich ja froh, dass ich kein HSP habe!

18.10.2011 10:17 • #13


Hi Joaquim,

ich schließe mich dem was Ozonik sagt an. Wenn man dieses Phänomen Hypersensibilität bis ins Detail ausschlachtet mag das ganz schön für einen selbst sein, man fühlt sich bestätigt, toll, wird vor stolz vielleicht noch einen halben Meter größer, weil man was exotisches ist.
Was bringt es dir aber, um im Leben zurecht zukommen

Generell sollte man sich nicht zuviel mit den Ursachen für das eigene Übel beschäftigen, es bringt einen in keinster weise weiter. Auch nicht mit den Eltern, etc..

Ich selbst bin eher schüchtern, vielleicht habe ich sogar eine Sozialphobie, habe es aber nie untersuchen lassen, meine Psychologin meinte auch schon, dass ich hypersensibel bin, komme aus einem belastendem Elternhaus und studiere sogar noch Soziale Arbeit. Ich muss ja was ganz Ausergwöhnliches sein. Ich mache die Arbeit sogar sehr gerne, es gefällt mir, wenn ich sehe, dass es anderen besser geht, aber ich weine auch mit leidenden Menschen genauso wie meine nicht hypersensiblen Kollegen, Kommilitonen, etc..

Viele Grüße
Sandra

18.10.2011 10:56 • #14




Naja, HSP gegenüber bin ich schon skeptisch. Die Kritiker hegen plausible Zweifel und man muß alles hinterleuchten. So ist leider meine Natur.

Ich empfange jedenfalls keine besonderen Schwingungen , sehe die Dinge als schüchterner und selbstzweifelnder Mensch vieleicht anders und intensiver - wenn ich will.
Ängste erweitern sicher auch das Bewußtsein und Erleben in sozialen Situationen, was dann als HSP bezeichnet wird. Naja, und ein feines Gespür für Töne und Proportionen haben auch Menschen ohne Angst - die "Normalos".

19.10.2011 20:29 • #15


Hi Joaquim,

es gibt viele Menschen, die schüchtern sind und Selbstzweifel haben so wie du.

Ich denke man sollte dies eher als was ganz normales betrachten.

Vielleicht ist dein Problem einfach nur, dass du diese Selbstzweifel bei dir nicht akzeptieren willst, aus welchen Gründen auch immer. Ich bin übrigens genauso, meine Psychologin meinte, dass es am besten eben so ist wie ich es eben erwähnte. Denn umso mehr man versucht etwas zu verdrängen umso schlimmer wird es.

LG
Sandra

19.10.2011 20:47 • #16


Hallo, Sandra!

Du hast ja doch einen Namen. Einen sehr schönen noch dazu.

Ich glaube, mein Empfang läuft noch analog , deshalb die andere Wahrnehmung.
Das schlimme ist, man kann sich nicht durchsetzen, gibt immer klein bei und ist höflich.
So gesehen hat man nichts zu sagen und wird gerne rumgeschubst. Andere nutzen das aus und machen sich manchmal einen Spaß daraus. Das ärgert mich einfach.

Tja, allen scheint klar zu sein, daß HSP eine Verarsche ist, nur ich bin wie von der Terantel gestochen hellhörig geworden.

Liebe Gruße,
Joe

20.10.2011 07:18 • #17

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Zitat von Joaquim:
Das schlimme ist, man kann sich nicht durchsetzen, gibt immer klein bei und ist höflich.
Das kann man natürlich mit "Hochsensitivität" bemänteln. Man kann es aber auch Verkennung der Realität, Feigheit und Blödheit nennen.



Ich bin gemäß den Kriterien auch hochsensibel und war früher auch zu "gut" erzogen, zu feige und zu doof, um mich durchzusetzen. Kommt heute hier und da auch noch vor. Aber im großen und ganzen habe ich es gelernt, da, wo ich es für nötig halte, mit fester Stimme und notfalls sogar unter physischem Einsatz meine Absicht durchzusetzen.

Es ist also kein Naturgesetz.

Und es hat bisher noch niemandem geschadet, wenn ich das so gemacht habe.

20.10.2011 15:07 • #18


Hi Joaquim,

nein, so negativ ist das gar nicht, wenn man sich nicht immer durchsetzen muss und klein beigibt. Oft lohnt es sich doch gar nicht wirklich sich bei etwas durchzusetzen. (Ich schneide übrigens genauso schlecht in solchen Situationen ab wie du)

Menschen, die immer mit dem Kopf durch die Wand müssen,haben viel mehr Probleme als es auf den ersten Blick vielleicht erscheint.

Hast du denn Situationen erlebt, bei denen du etwas im Leben verpasst hast, weil du nachgegeben hast oder ärgerst du dich nur darüber, weil du nachgibst und was die anderen nun von dir denken?

LG Sandra

20.10.2011 19:09 • #19


Hallo !

Es gibt so vieles, was nicht so läuft, wie ich mir das vorstelle. Ohne die Soziophobie hätte ich doch jede Kurve zu einem normalen Leben kriegen müssen.
Wer nicht wirklich Soziophobie hat, kann das alles nicht nachvollziehen, wie sehr das Leben dadurch eingeschränkt wird. Wieviel Leute sind mehr fähig, zur Arbeit oder zur Schule zu gehen derwegen - oder aus dem Haus .

Das habe ich verpaßt...................................................................
-- keine Beziehung bzw. Frau zum Anhimmeln. Nie gehabt.
-- keine Perspektiven mehr, im erlernten Job eine Anstellung zu finden. Muß mich mit Helferjobs durchschlagen - fühle mich deswegen als Versager.
-- kein eigenständiges Leben mit Haus und Familie - hätte ich mir gewünscht
-- keine Integration in örtlichen Vereinen oder Gesellschaft
-- kein Kontakt zu Nachbarn

Ich habe immerhin einen beschaulichen Freundeskreis. Leider ist einer meiner besten Freunde aus der Schulzeit vor einem Monat ums Leben gekommen.
Die Reihen lichten sich.

Gruß,
Joe

21.10.2011 08:26 • #20



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