Ich bin mittlerweile fast 32 und kenne dieses Gefühl sehr gut. Die ersten 26 Lebensjahre habe ich in meinem Elternhaus verbracht und ich war aufgrund von schlechten Erfahrungen (Mobbing) ein ziemlicher Außenseiter und bin nicht viel raus gegangen. Habe mehr Zuhause gehockt wo ich mich wohl fühlte. Habe dadurch wohl auch viel an Erfahrungen verpasst. Nachdem ich ausgezogen war habe ich ein bisschen mehr gewagt, wenn auch nicht viel. Die eigene Komfortzone zu verlassen fällt nach wie vor schwer. Und gewisse Prägungen aufgrund der Erfahrungen die man durch hat bleiben immer vorhanden (oder wie bei dir die Angst/Phobie, ganz weg geht es wohl nie). Das erschwert es immer wenn man mal was neues probieren möchte. Vornehmen kann man sich in der Theorie sehr viel und tolle Pläne ausmalen...zur Umsetzung kommt es dann meistens nie, da man zu viel "Angst" hat es auszuprobieren. Zum Glück habe ich einen Job als Disponent bei dem ich sehr viel mit Menschen zu tun habe und das hat mir richtig richtig gut getan. Vor 5 Jahren war ich noch der Meinung so ein Job wäre das aller letzte für mich. Inzwischen komme ich gut klar und hab auch in vielen Dingen Fortschritte gemacht. Aber bevor ich zu sehr abschweife: Viele Erfahrungen habe ich trotz meines Alters bisher nicht gemacht, daher kenne ich das Gefühl des "Kind-Seins" oder des "Hinterherhinkens" wenn man sich gleichaltigen gegenüber sieht die einfach viel mehr erlebt haben als man selbst. Das kann schon irgendwie manchmal etwas einschüchtern oder deprimierend sein wenn man dann den Vergleich zu sich selbst zieht...beispielsweise war ich auch noch in keiner romantischen Beziehung, und ich bin schon ein paar Jährchen älter als du (vermute ich). Ab 30 wird es langsam immer unangehemer und peinlicher, irgendwie...^^
Zitat:Und wie geht ihr damit um, wenn andere kein Verständnis für eure Lage haben und sich über die fehlende Erfahrung eher lustig machen?
Ich versuche es möglichst zu vermeiden dass ich in solche Situationen komme. Also sogar unter guten Kollegen und Freunden. Denn ich weiß genau, wenn es doch dazu kommt, ist das mir sehr sehr unananehm und peinlich. Aber zum Glück gibt es auch Menschen die verständnisvoll und tolerant sind und mir dieses blöde Gefühl nehmen können. Dann macht mir das nicht mehr zu schaffen darüber zu reden. Auch hier im Forum mit anderen Menschen zu schreiben denen es ähnlich geht ist interessanterweise gar nicht schwierig oder unangenehm. Vermutlich wegen der Distanz.

Und die Menschen die sich lustig machen und nicht verständnisvoll und respektvoll sind, werden von mir möglichst ignoriert. Denn zum Glück kann man sich ja aussuchen mit wem man seine Zeit verbringen möchte, und solche Menschen gehören definitiv nicht dazu.

Also wenn so ein dummer Kommentar zu meiner Unerfahrenheit kommt und ich keinen Konter weiß, dann schweige ich lieber oder meide den Kontakt zu der Person in Zukunft wenn möglich.
Hast du denn konkrete Erlebnisse in letzter Zeit gemacht, die dich zu diesem Beitrag hier im Forum bringen?
PS: Das Wichtigste hab ich ja noch vergessen: Ich liebe mein inneres Kind! Und das darf auch für immer da bleiben, auch wenn ich 80 bin ist es hoffentlich noch da!

Ich hoffe doch, dass ichnie allzu sehr "erwachsen" werde.

Bisschen rumblödeln geht doch immer
