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Hallo Ihr Lieben,

Ich habe eine psychosomatische Störung und deswegen meistens ziemliche Verdauungsprobleme. Deswegen renne ich sehr oft auf die Toilette. Auerdem hat sich das teils zu einer Agoraphobie entwickelt und eine soziale Phobie steckt mir eigentlich schon seit der Kindheit in den Knochen. Am meisten belasten mich aber die körperlichen Beschwerden die mich echt auslaugen und wenn ich das habe, kann ich mich auf komplett nichts mehr in der Außenwelt konzentrieren und gerate innerlich in Panik.
Jetzt ist es so, dass ich aufgrund dieser Probleme keinen besonders positiven Eindruck bei den Freunden und bei der Familie meines Freundes gemacht habe. Wir sind jetzt mittlerweile schon zwei Jahre zusammen und seine Familie sagt sie fühlen sich bei mir wie fremde und seine Freunde glauben, ich könnte sie nicht leiden oder wäre arrogant.
Ich habe gegen niemanden was, ich befinde mich nur dauerhaft im Kampf mit meinem Körper und das kann ich leider nicht auf Knopfdruck abstellen. Aber jetzt bin ich in dieser Schublade. Auch wenn man versucht positiver und offener zu sein, verhält sich die Außenwelt dir gegenüber immer noch so als wäre man so schüchtern und zurückhaltend und dadurch ist es doppelt so schwer, diesen Eindruck zu wiederlegen, denn er ist ja so festgefahren. Alles ist festgefahren auf die Rolle in der man steckt. Wie soll man da also wieder rauskommen? Der erste Eindruck ist vergeudet, könnte ich die Zeit zurückdrehen würde ich den ersten Eindruck ganz anders und bewusster gestalten und alle wären auch mir gegenüber positiver eingestellt... aber so liegt jetzt immer das negative in der Luft und man wird auch gar nicht mehr richtig wahrgenommen.
Wie soll man den ersten Eindruck der so einprägsam ist und in dem ich jetzt schon zwei Jahre stecke wiederlegen? ...unter Beachtung dass ich diese körperlichen Beschwerden habe.
...ich weiß es einfach nicht...

weiß jemand einen Rat?

22.09.2011 12:53 • 03.10.2011 #1


3 Antworten ↓


Hallo!

Ich weiß, was Du meinst, und es kann lange dauern, bis man endlich mit den anderen warm wird.

Der erste Eindruck zählt doch nicht mehr, wenn man öfter mit den betreffenden Menschen zusammenhockt und über dies und das redet. Vorrausgesetzt, es sind im Prinzip offene und nette Menschen.
Auch die anderen haben Ängste und tun sich schwer, mit weniger kommunikativen Menschen zurechtzukommen. Das läuft dann oft sehr verkrampft ab.

Grüße,
Joe

22.09.2011 15:05 • #2



In einer Schublade gelandet. Wie wieder da raus kommen?

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Hmm, es hat sch jetzt eh erledigt. Mein Freund hat vor zwei Tagen deswegen mit mir Schluss gemacht. Er hatte wohl immer das Gefühl, auf mich aufpassen zu müssen und hat den Druck nicht mehr ausgehalten. Er meinte, wenn wir zusammen bleiben braucht er selber noch eine Therapie
Ich glaub ich war seit JAHREN nicht mehr so traurig wie ich es jetzt bin, denn ich liebe ihn noch.

30.09.2011 06:48 • #3


Das tut mir leid. Das könnte mir genauso passieren. Wenn ich deutsche Schwiegereltern hätte, dann würden die auch denken, dass ich mit ihnen nicht reden will. Aber bei mir hat es andere Gründe. Ich kann die allermeisten Mitmenschen nicht leiden. Die Gründe dafür werde ich bei Gelegenheit in einem gesonderten Strang beschreiben.

03.10.2011 17:57 • #4




Dr. Reinhard Pichler