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44

Black-Sheep

Black-Sheep
Mitglied

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Ich meine euch alle, und auch keinen, soviel dazu,

Ich lese hier oft Sachen wie……

Ich habe schwere Sozialphobie
Ich bin Hypochonder
Ich habe ängstlich vermeidende Persönlichkeitsstörung
Ich habe Generalisierte Angststörung

Die Liste lässt sich beliebig erweitern, das wisst ihr selbst, für mich sind das alles nur Worte, Diagnosen von Leuten die meinen zu wissen wer ihr seid, Worte die jemand erfunden hat um Menschen mit euren Gefühlen zu beschreiben, und ihr tragt sie vor euch her
wie eine Fahne, einen Schutzschild der erklärt warum ihr seid wer ihr seid, und tut was ihr tut, oder auch nicht tut und vermeidet.

Was ist so schön daran, warum nehmt ihr das so an?

14.01.2016 x 1 #1


72 Antworten ↓
L

Lumia
Gast

Zitat von DieSonneSatans:
Zitat von Lumia:
Zitat von DieSonneSatans:
Ich empfehle Beiträge erst wirklich zu lesen, dann zu denken und dann zu posten- und nicht nur das zu lesen, was man lesen will, weils einem selbst grade gut passt.



Wäre super wenn du das auch so machen könntest.
Du springt hin und her, merkst du das?
Viel Quantität, die Qualität mag jeder selbst beurteilen.


Wieso spring ich hin und her? Ja, ich war gestern überreizt und hab mich ziemlich angegriffen gefühlt, auch wenns eventuell nicht so gemeint war- weil es mir einfach stinkt, wenn Leute immer nur das Negative sehen und das als ihr eigenes persönliches Brandmal nehmen und denken dass das Wort ,,Suizid und Negativ" allein für sie erschaffen wurde.


Auf mich wirkst du sehr hektisch , fast manisch. Du springst den ganzen Tag in den Themen hin und her. Schreibst Beiträge im Minutentakt (die teilweise recht widersprüchlich sind).
Du gibst dich so tolerant nach dem Motto "jeder wie er will".
Ist jemand nicht deiner Meinung versuchst du, manchmal mit mehreren Beiträgen hintereinander zu überzeugen.
Beispiel:
Zitat:
Ich hatte auch sehr schwere Depressionen und hab NIEMALS so gedacht. Mir gings einfach nur dreckig und ich war ständig wütend- aber sterben?

Schön für dich, schließt aber doch nicht aus, das es bei anderen nicht so ist?
Wie ist dein Tagesablauf, was machst du konkret, außer hier zu schreiben?
Bei der langen Liste deiner Diagnose wundere ich mich etwas. Keine Therapie, keine Medikamente?
Ich kann vieles nicht nach vollziehen.
Du schreibst z.b. du magst keine Menschenmassen, kannst manchmal die Wohnung nicht verlassen.
Dann aber , du fährst zu einem Musikfestival?
Wäre schön wenn du was dazu schreibst.

22.04.2015 10:51 • x 6 #43


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Was ist so schön an eurer Schublade?

x 3


A

Adama
Mitglied

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Kann man nicht einfach mal akzeptieren, dass es Leute gibt, die diese Gedanken haben, auch wenn man das selber nicht verstehen kann? Finde das langsam seltsam, ehrlich. Jeder hat seine Meinung dazu. Wenn es jemand für Selbstmitleid/Opferrolle/Schwäche whatever hält, dann soll er/sie das denken. Obs nun dazugehört oder nicht ist doch insofern völlig egal, weil es drum geht, WAS jeder EINZELNE hat oder nicht. Also, nur weils einer nicht hat, muss es der andere nicht zwangsläufig abstellen. Bei meiner PTBS ist auch vieles ähnlich zu anderen Betroffenen und dennoch ist vieles wieder völlig unterschiedlich. Und jah auch ich habe momentan mit Suizidgedanken zu kämpfen (Ich hab solche Schmerzen, ich kann nicht richtig gehen ohne Schmerzen, ich kann mich nicht konzentrieren, ich kann mich nicht an irgendwas erfreuen, ich sehe keinen Sinn mehr in irgendwas, ich kann nicht schlafen, ich kann nicht mal ohne Schmerzen sitzen, ich sehe ständig den Unfall vor mir, ich habe Angst auf dem Gehweg, ich habe Angst eine Straße zu überqueren, ich habe finanzielle Einbußen zu befürchten durch den Unfall, ich habe eine schwere familiäre Situation daheim usw. Mal ein kleiner Auszug aus meinem Gedankenpool momentan. Klar mag das alles als Selbstmitleid rüberkommen, aber ganz ehrlich, das ist FAKT, das sind keine erfundenen emotionalen Phantasiegespinnste. Das sind harte reale Tatsachen.). So schwer wie nie zuvor habe ich momentan damit zu kämpfen, dass ich nicht mehr will, ehrlich, das ist kein Witz. Gestern meinte mein Therapeut zu mir (Nein ich habe ihm NICHTS von den Gedanken erzählt, ich habe über meine Schilddrüsen Op gesprochen und dass ich die Tabletten einnehmen muss) „Haben Sie ihre Schilddrüsenwerte kontrollieren lassen?“ Ich „Ähm, seit dem Unfall nicht mehr, nein.“ Und da sagte er mir, dass eine Unterfunktion eine Depression auslösen kann. Das heißt im Prinzip ich kann gar nichts dafür, ich bin nicht „geistig zu schwach“, sondern in meinem Körper funktioniert was nicht richtig. Es gibt einfach so viele Faktoren was die Krankheitsbilder ausmacht und ich habe durch die Diskussionen hier gelernt, dass ich von mir selbst nicht ausgehen sollte. Nur weil ICH etwas in dem Symptompool habe oder eine Ansicht habe, heißt das noch lange nicht, dass alle anderen das unbedingt auch/oder nicht haben müssen.

Ich will hier niemanden angreifen, ich weiß meine Art ist oft aggressiv, so meine ich das aber gar nicht.

22.04.2015 11:05 • x 4 #45


Zum Beitrag im Thema ↓


Schlaflose
Als ich vor ein paar Jahren meine Diagnosen bekam, war ich froh, dass es endlich einen Namen hatte, was mich 20 Jahre lang gequält hat. Vorher habe ich mich immer innerlich zerfressen, warum ich nicht alles so kann wie andere, hatte deswegen starke Minderwertigkeitsgefühle. Seitdem ich meine Diagosen habe und ich weiß, dass es eine Krankheit ist und ich nichts dafür kann, geht es mir sehr viel besser und ich kann mich jetzt akzeptieren wie ich bin.

x 1 #2


Bennie
Schwer zu sagen..
Zumal meine "Spezifische Angststörung" (auch wenn im Vergleich zu vielen hier doch sehr milde..)
Ja die Ursache hat, das mir Dinge widerfahren sind, die vielleicht einen von 10 Millionen Menschen treffen (vor allem so oft in Folge).

Daher sehe ich vieles Dinge nicht durch die rosa Brille wie man so schön sagt.
Meinungsfreiheit, Grundrechte und selbst solche Aussagen wie "man ist unschuldig, so lange die Schuld nicht nachgewiesen ist" sehe ich sehr kritisch, da dies nur bedingt zutrifft oder in der Realität ganz anders aussieht.

Was ist also schön daran..
Vielleicht das ich dadurch unser ganzes System kritischer betrachte als die meisten anderen Menschen ?
Vielleicht ein Vorteil oder etwas schönes, aber sicher auch ein negativer Nachteil, da man sehr misstrauisch ist/wird.

#3


Black-Sheep
Zitat:
Als ich vor ein paar Jahren meine Diagnosen bekam, war ich froh, dass es endlich einen Namen hatte, was mich 20 Jahre lang gequält hat. Vorher habe ich mich immer innerlich zerfressen, warum ich nicht alles so kann wie andere, hatte deswegen starke Minderwertigkeitsgefühle.


Das ist für mich verständlich und nachvollziehbar, Danke

Zitat:
Seitdem ich meine Diagosen habe und ich weiß, dass es eine Krankheit ist und ich nichts dafür kann, geht es mir sehr viel besser und ich kann mich jetzt akzeptieren wie ich bin.


Dieser Satz, hört sich an als hättest du durch die Diagnose aufgehört nach einer Lösung zu suchen, bitte nicht falsch verstehen, ich freue mich das es dir gut geht, aber du verzichtest dadurch ja auch auf Erlebnisse die andere Menschen glücklich machen.

x 1 #4


K
Mir gefällt die Stigmatisierung am meisten.

Nicht jeder kann rumprollen mit

Ey alter, ich hab..

schwere Sozialphobie
ängstlich vermeidende Persönlichkeitsstörung
hab generalisierte Angststörung

x 1 #5


Black-Sheep
Zitat von Kern12:
Mir gefällt die Stigmatisierung am meisten.

Nicht jeder kann rumprollen mit

Ey alter, ich hab..

schwere Sozialphobie
ängstlich vermeidende Persönlichkeitsstörung
hab generalisierte Angststörung


ich weiß du kannst auch anders....deine Meinung interessiert mich....also lass raus

x 1 #6


Schlaflose
Zitat von Black Sheep:
Dieser Satz, hört sich an als hättest du durch die Diagnose aufgehört nach einer Lösung zu suchen, bitte nicht falsch verstehen, ich freue mich das es dir gut geht, aber du verzichtest dadurch ja auch auf Erlebnisse die andere Menschen glücklich machen.


Nein, vor der Diagnose habe immer versucht eine Lösung für ein Problem zu suchen, das es gar nicht gibt. Ich dachte immer, es liegt an meiner eigenen Unzulänglichkeit, dass ich so bin wie ich bin. Aber ich wollte eigentlich gar nicht anders sein. Ich habe nie etwas vermisst oder auf etwas verzichtet. Ich habe nur gesehen, dass ich in bestimmten Dinge anders bin als die anderen Menschen und deswegen habe ich mich minderwertig gefühlt. Als ich die Diagnose bekam, war ich richtig befreit, dass ich ich jetzt "offiziell" so sein darf, wie ich bin.

#7


L
[quote="Schlaflose"] Vorher habe ich mich immer innerlich zerfressen, warum ich nicht alles so kann wie andere, hatte deswegen starke Minderwertigkeitsgefühle.

Vielleicht braucht es die Diagnose um einen Erklärung, einen Grund für das Anders sein zu
haben?
Dadurch bist du dann akzeptiert,weil ja "krank".
Wäre es besser, jeder könnte so leben wie er mag, auch wenn er nicht der "Masse" entspricht, mit all diesen "Macken" und Eigenarten.
Braucht er keine Diagnose mehr.
Funktioniert aber nicht in dieser Gesellschaft wo alle so schön konform , mainstream und zum funktionieren gedrillt werden.

#8


Black-Sheep
Zitat von Schlaflose:
Nein, vor der Diagnose habe immer versucht eine Lösung für ein Problem zu suchen, das es gar nicht gibt Ich dachte immer, es liegt an meiner eigenen Unzulänglichkeit, dass ich so bin wie ich bin. Aber ich wollte eigentlich gar nicht anders sein. Ich habe nie etwas vermisst oder auf etwas verzichtet. Ich habe nur gesehen, dass ich in bestimmten Dinge anders bin als die anderen Menschen und deswegen habe ich mich minderwertig gefühlt. Als ich die Diagnose bekam, war ich richtig befreit, dass ich ich jetzt "offiziell" so sein darf, wie ich bin.


Sorry Schlaflose, will dich nicht nerven aber ich möchte nochmal nachhaken, wenn es das Problem nicht gibt, braucht man doch eigentlich auch keine Diagnose, es hätte sich doch ein Therapeut mit dir hinsetzen können, und dir erklären, das du gut bist wie du
bist und mit dir alles in Ordnung ist, dann würdest du dich Heute nicht als Krank ansehen.

#9


Schlaflose
Zitat von Black Sheep:
Zitat von Schlaflose:
Nein, vor der Diagnose habe immer versucht eine Lösung für ein Problem zu suchen, das es gar nicht gibt Ich dachte immer, es liegt an meiner eigenen Unzulänglichkeit, dass ich so bin wie ich bin. Aber ich wollte eigentlich gar nicht anders sein. Ich habe nie etwas vermisst oder auf etwas verzichtet. Ich habe nur gesehen, dass ich in bestimmten Dinge anders bin als die anderen Menschen und deswegen habe ich mich minderwertig gefühlt. Als ich die Diagnose bekam, war ich richtig befreit, dass ich ich jetzt "offiziell" so sein darf, wie ich bin.


Sorry Schlaflose, will dich nicht nerven aber ich möchte nochmal nachhaken, wenn es das Problem nicht gibt, braucht man doch eigentlich auch keine Diagnose, es hätte sich doch ein Therapeut mit dir hinsetzen können, und dir erklären, das du gut bist wie du
bist und mit dir alles in Ordnung ist, dann würdest du dich Heute nicht als Krank ansehen.


Genau das hat mein letzter Therapeut auch gemacht. Die Diagnose ist nicht in erster Linie für mich, sondern für die anderen, denen ich anhand der Diagnosen erklären kann, warum ich in bestimmten Dingen anders bin. Und vor allem waren diese Diagnosen wichtig, damit ich meine Arbeigsstelle wechseln konnte und ich dort auch keine Dinge machen muss, die ich nicht kann (z.B. Vor Leuten reden, Sitzungen leiten, mich mit Problemfällen beschäftigen u.a) Ich kann hauptsächlich Verwaltungstätigkeiten machen.

#10


D
Ich hab auch ein paar tolle Diagnosen.

Emotional-instabile Persönlichkeitsstörung: Typ Impulsiv
Schizotypische Persönlichkeitsstörung
Paranoide schizophrene Psychose
Hebephrene schizophrene Gefühlsaffekte (oder so ähnlich Wink )
Agoraphobie mit leichter bis mittelschwerer Panikstörung
Und natürlich wie immer..schwere, depressive Phasen

Und ganz ehrlich- dann hab ich das eben. Na und? Nur weil es auf einem Blatt Papier steht, ändert das doch nichts an meiner Persönlichkeit. Ich sehe diese Dinge nicht als Krankheiten, sondern als Besonderheiten meiner ganzen Persönlichkeit an. ICH habe diese Krankheiten und nicht die Krankheiten mich- alle Symptome die dazugehören, gehören automatisch auch zu meiner Persönlichkeit und die kann ich gut leiden. Ich würde mich niemals hinter irgendwelchen Diagnosen verstecken- kann ich auch nicht, ich bin einfach so wie ich bin. Ein Mensch mit vielleicht ein paar mehr Macken, aber einer Menge besonderen Charaktereigenschaften- meine psychischen ,,Krankheiten" haben mich in das schwarze Loch katapultiert das mag sein- ABER ich habe nie vergessen, dass es auch meine eigene Psyche ist die mich wieder aus diesem schwarzen Loch rausgeholt hat!

#11


D
Deswegen nehme ich diese Diagnosen nicht todernst- ich hab zum Beispiel soziale Ängste, schön, jetzt gibts dafür den passenden Stempel unter dem man das therapieren kann und gut ist. Diese Diagnosen nützen einem im Endeffekt NIE selbst sondern nur den Therapeuten und Psychologen, damit sie dafür einen Namen haben und das dadurch behandeln können (was nicht negativ gemeint ist).

#12


alice01
Also ich sehe es ähnlich wie es Schlaflose beschrieb. Erst wenn man der Sache einen Namen gibt, kann man damit umgehen. Ich denke es ist für einen selber auch nicht wichtig, ob es 100%ig der richtige Namen ist, sondern was man damit verbindet. Ich bin schon der Meinung, dass man erst mit einer Sache sich auseinander setzen kann, wenn man eine Bezeichnung, etwas griffigeres dafür hat. Und damit wir uns keine neuen ausdenken muss, stellt uns die Psychologie eben welche zur Verfügung.
Aber bei mir ist es oft so, dass ich mit Dingen erst umgehen kann, wenn ich sie bezeichnen kann. Mit ungewissen und nicht greifbaren Dinge kann ich nur schwer arbeiten.
Auch im Coaching heisst es immer, dass man Dinge benennen soll. Z.B. Ressourcen soll man einen Namen gebe, um sie sich selbst besser bewusst machen zu können..

#13


Black-Sheep
Danke für eure Rückmeldungen, dadurch ist mir vieles klarer geworden, ich neige dazu alles schwarz oder weiß zu sehen, und vergesse das was dazwischen liegt, dennoch denke ich das es eine Menge Menschen gibt, die Diagnosen nutzen, um sich selbst und anderen plausibel zu machen, das sie das Leben eingestellt haben.

Zitat von DieSonneSatans:
Ich sehe diese Dinge nicht als Krankheiten, sondern als Besonderheiten meiner ganzen Persönlichkeit an


Hey Sunshine, der Satz hat's mir echt angetan....

x 2 #14


D
Zitat von Black Sheep:
Danke für eure Rückmeldungen, dadurch ist mir vieles klarer geworden, ich neige dazu alles schwarz oder weiß zu sehen, und vergesse das was dazwischen liegt, dennoch denke ich das es eine Menge Menschen gibt, die Diagnosen nutzen, um sich selbst und anderen plausibel zu machen, das sie das Leben eingestellt haben.

Zitat von DieSonneSatans:
Ich sehe diese Dinge nicht als Krankheiten, sondern als Besonderheiten meiner ganzen Persönlichkeit an


Hey Sunshine, der Satz hat's mir echt angetan....


Das freut mich. Ich finde, wenn man es genauso sieht, erspart es einem eine ganze Menge- in dieses ,,Ich bin krank" lässt man sich einfach zu leicht reindrängeln, auch von anderen. Ich finde, psychisch kranke Menschen, wenn auch nicht alle, sehen viel viel mehr, als mancher Rest der Gesellschaft, der rüberkommt wie ,,The Walking Dead"-Roboter. Und DAS soll krank sein, sich da mehr Gedanken zu machen? Einfach mal geniessen, psychisch krank zu sein- und dadurch manchmal mehr zu wissen als manch anderer. Sich besser in andere Menschen einfühlen zu können- denn in einer Welt die dieser heute ist sowas VERDAMMT VIEL WERT.

#15


Hotin
Hallo Black Sheep,

Zitat:
dennoch denke ich das es eine Menge Menschen gibt, die Diagnosen nutzen, um sich selbst und
anderen plausibel zu machen, das sie das Leben eingestellt haben.


Bei allem Respekt vor Menschen mit Angststörungen.
Für einige könntest Du Recht haben. Da es aber eine sehr unklare, fließende Grenze gibt, weiß man
eigentlich nie, auf wen das zutrifft, und wem man Unrecht tut.

Menschen mit starken Ängsten haben oft ein geringes Selbstbewusstsein
Wenn ich nun eine Diagnose von einem Arzt bekomme, hat diese Diagnose auch zur Folge,
das ich ernst genommen worden bin.
Jemand sagt zu mir, "ich verstehe Dich". Du hast eine, zum Beispiel "Generelle Angststörung"
Das tut innen drin sehr gut. Wer möchte nicht gern verstanden werden. Dies stärkt das Selbstbewusstsein.
Ich kenne das bestens, das viele ihre Diagnosen als Schutzpanzer benutzen.
Das kann gerade für ängstliche Leute eine tolle Möglichkeit sein, Menschen auf Distanz zu halten.
Jede Form von Kritik kann ich abwehren, wenn ich meine Diagnose hochhalte. Wer will mich angreifen?
Ich bin doch krank.

Wenn ich Dich richtig verstehe, ist das auch Dir bewusst.

Schwierig daran ist nur, keiner weiß genau, wer seine Diagnose für so etwas benutzt.
Behaupten wir das einfach, könnte wir vielen Unrecht tun. Eine gemeine Situation.
Auch bei der Angst vor Krankheiten scheint dieser Effekt eine besonders große Rolle zu spielen.
Nur, wem tue ich Unrecht, wenn ich sage, ach Du hast bestimmt nichts.

Auch hier kann man wieder gut erkennen, jeder selbst sollte versuchen
an der Bewertung von dem, was man denkt und fühlt zu arbeiten.

Viele Grüße

Hotin

x 2 #16


Fantasy
Zitat von DieSonneSatans:
Einfach mal geniessen, psychisch krank zu sein

Shocked
Also, wenn ich das so lese, frage ich mich doch, was ich da genießen soll?! stirnrunzeln Ich kämpfe seit Jahren gegen den Wunsch an, sterben zu wollen (bzw. hab auch schon 4 Mal nachgegeben, wenn es dann auch schiefgegangen ist) aufgrund meiner psychischen Erkrankung - was soll ich denn da genießen?! Crying or Very sad Krank sein ist nichts schönes...

#17

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Black-Sheep
Hallo Hotin,

Du hast schon recht, das hat mir das Thema bewusst gemacht, es gibt Menschen denen die Diagnose viel positives gebracht hat, hat halt alles 2 Seiten, vielleicht bin ich auch vorbelastet durch einen Vater der immer die "ich bin Krank Karte" gezogen hat wenn er keine Lust auf etwas hatte, beim feiern und saufen aber immer ganz vorne mit dabei war.

Die Grenzen sind fließend, und man kann leicht jemandem Unrecht tun, das ist wahr, darum war keiner persönlich angesprochen, sondern es war eher die Einladung mal zu überprüfen in wie weit man selbst das Urteil annimmt was "Spezialisten" über einen gefällt haben.

Nehmen wir einfach mal das Wort Hypochonder.....Menschen mit Angst vor Krankheiten, welcher Mensch hat den keine Angst vor Krankheiten, natürlich jeder in einem anderen Maß, aber wer legt denn das Maß fest, Spezialisten? und woher wissen die das, wir sind nun mal alle anders, aber der Mensch mit Angst vor Krankheiten hat nun endlich Gewissheit.....er ist Krank, die Angst war berechtigt.

Schön ist auch generalisierte Angststörung......sie haben Angst vor Spinnen? Sie haben Arachnophobie......was sie haben auch noch Angst vor Fahrstühlen....Alles Klar sie haben eine generalisierte Angststörung.

Worauf ich hinaus wollte ist eigentlich das man nicht aufhören sollte Fragen zu stellen, und nicht jedes Urteil mit gesenktem Kopf akzeptieren muss.....Die Antworten die man sucht findet man eher in sich selbst als beim "Spezialisten"

Aber wie gesagt, alles hat 2 Seiten und ist auch immer von der Betrachtungsweise abhängig....

x 1 #18


Black-Sheep
Zitat von Fantasy:
Zitat von DieSonneSatans:
Einfach mal geniessen, psychisch krank zu sein

Shocked
Also, wenn ich das so lese, frage ich mich doch, was ich da genießen soll?! stirnrunzeln Ich kämpfe seit Jahren gegen den Wunsch an, sterben zu wollen (bzw. hab auch schon 4 Mal nachgegeben, wenn es dann auch schiefgegangen ist) aufgrund meiner psychischen Erkrankung - was soll ich denn da genießen?! Crying or Very sad Krank sein ist nichts schönes...


Hey Fantasy,

Ich möchte nicht für andere antworten, aber ich kann dir mal sagen was ich da gelesen habe, ich finde du hast den Satz ein wenig aus dem Zusammenhang gerissen, und so alleine sieht er auch wirklich ein wenig fies aus, war wahrscheinlich das einzige an dem Beitrag was dir ins Auge gesprungen ist.

Also ich habe gelesen.....nimm dich an wie du bist, akzeptiere das du sensibler und tiefgründiger bist als andere, und sieh das nicht als Schwäche sondern als Stärke, genieße es das du Sachen siehst die anderen verborgen bleiben.

Und haben wir den selben Text gelesen?

x 2 #19


D
Zitat von Fantasy:
Zitat von DieSonneSatans:
Einfach mal geniessen, psychisch krank zu sein

Shocked
Also, wenn ich das so lese, frage ich mich doch, was ich da genießen soll?! stirnrunzeln Ich kämpfe seit Jahren gegen den Wunsch an, sterben zu wollen (bzw. hab auch schon 4 Mal nachgegeben, wenn es dann auch schiefgegangen ist) aufgrund meiner psychischen Erkrankung - was soll ich denn da genießen?! Crying or Very sad Krank sein ist nichts schönes...


Ganz ehrlich, SO hab ich das auch nicht gemeint, sondern so wie Black Sheep es geschrieben hat. Verzeihung, dass ich niemand bin, der aufgrund schwerer Depressionen in Selbstmitleid versinkt, sondern um sich selbst kämpft- und ja, ich finde die Vorteile seiner psychischen Krankheit kann man auch mal geniessen! Ich sehe mich als etwas Besonderes an, weil ich mich in Menschen einfühlen kann, oft Dinge sehe, die anderen verborgen bleiben und trotz Krankheit den Konflikt mit mir oder anderen nicht scheue. Und wie ich schon mal sagte- DAS ist in einer Welt wie heute verdammt viel Wert.

Mal davon abgesehen, sehe ich sowas nicht als ,,krank" an. Ich kenne viele Menschen die psychisch krank sind und empfinde sie normaler als den ganzen Rest, der da draußen rumkriecht.

#20


A


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