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Ich weiß gar nicht, ob ich den Film " Thirteen Days " von Roger Donaldson hier schon mal besprochen habe, aber das wäre ja auch egal, denn mit jedem neuen Anschauen ändert sich das Urteil.
Der Film also beschreibt die dreizehn Tage der Kuba- Krise, als die Welt kurz vor dem Abgrund eines Atomkrieges stand.
Der amtierende Präsident John F. Kennedy muß auf die Stationierung russischer Raketen auf Cuba reagieren.
Sein Beraterstab setzt sich aus militärischen Hardlinern und Verfechtern einer diplomatischen Lösung zusammen.
Kennedy selber möchte unbedingt eine Invasíon amerikanischer Truppen auf Cuba verhindern. Zur Seite stehen ihm sein Bruder Robert Kennedy und sein Berater Kenny´O Donnell, gespielt von Kevin Kostner.
Der Film enthält kaum "action" ist aber trotzdem sehr spannend. Ein Rededuell folgt dem nächsten, ein flamender Appell nach dem anderen. Jede Menge überzeugender Plädoyers für die eine oder andere Seite.
Silberrückenmännchen und Alphatiere stehen sich zähnefletschend gegenüber und übertreffen sich in rhetorischer Brillianz.
Das können die Amis.
Zwischendrin Phasen der Ruhe, Phasen der Selbstreflektion. Momente in denen Verunsicherung und Selbstzweifel deutlich werden.
Und natürlich nutzt die amerikanische Filmindustrie die Möglichkeit, die amerikanische Sicht der Dinge zu propagieren, ihr eigenes "Framing" zu etablieren.
Am Ende findet man eine diplomatische Lösung, die aber auf des Messers Schneide stand.
Muß ja, denn sonst wären wir heute alle nicht hier................