Zitat von illum: Dieses Pseudogeschwäsch mit iwelchem Physikbabbel funktioniert auch nur, wenn du nicht weißt, worüber geredet wird. Hat man ja damals gesehen, als seinen Artikel verlinkt hat, der belegen sollte, dass Soja das Gehirn schrumpfen lässt - quasi als Beweis, warum Veganismus ungesund wäre.
Mal davon abgesehen, dass auch nicht Veganer extrem viel Soja essen, weil das Zeug aus Kostengründen überall integriert wurde, war das halt so eine Schwurbelseite von iwelchen Heinis, die selbst gar nicht verstehen, was sie da gelesen haben.
Das ist der eine Punkt, ideologiegetriebene Leute, die nicht wissen, was sie tun oder es sehr genau wissen, weil es da regelrechte Netzwerke gibt.
Viel grundlegender ist aber das Problem, sich zu fragen, warum es eigentlich von Bedeutung wäre, wenn Hawking oder irgendein anderer Physiker oder 'die Hirnforschung' offen oder hinter vorgehaltener Hand meinen es könne eine Seele, Reinkarnation, dies oder das geben.
Was Hawking als Physiker geleistet hat, ist vielleicht beachtlich, was er über soziale Phänomene geschrieben hat ist Mist, ich hab*s gelesen, ist nicht sein Fachgebiet, man merkt es deutlich.
Naturwissenschaftler sind von ihren Grundauffassung her a priori inkompetent über solche Themen zu reden, weil der naturwissenschaftliche Ansatz von seinen Prämissen/Denkvoraussetzungen her, alles 'Übersinnliche' ausschließt.
Das heißt, man beginnt schon mit eimem methodischen Atheismus, ist antispirituell und so weiter, meistens wird auch gesagt, man sei gegen Metaphysik, was im Grunde peinlich ist, weil es einfach zeigt, dass man keine Ahnung hat, was Metaphysik ist, nämlich u.a. die Lehre vom Sein (und dem Verhältnis zum Seienden), den ersten und letzten Dingen und auch der Naturalismus hat metaphysische Wurzeln. Zu behaupten, alles käme rein aus der Natur ist bereits eine metaphysische Aussage.
Das heißt nicht, dass nicht einzelne Physiker, sich abseits ihres Berufs auch Gedanken über Gott, Seele, Erleuchtung oder was auch immer machen können, aber die Verwunderung, dass die Naturwissenschaft damit nichts anfangen kann, ist so seltsam wie wie die, dass ein Thermometer kein Gewicht misst. Falsche Gerätschaft, falscher Ansatz, prinziell ungeeignet.
Über Weltbilder, Methoden, ihre Möglichkeiten und Grenzen ist nun auch schon viel geforscht worden, man weiß, was da geht und was nicht geht, besonders denkresistent sind in aller Regel Naturwissenschaftler - und wohl noch schlimmer, ihre glühenden Anhänger - die den Glaubenssatz, wahr sei nur, was man messen kann und weiteren Quatsch so stark verinnerlicht haben, dass sie nicht mal ansatzweise erkennen, was daran falsch sein könnte.
Und der Hintergrund unseres Glaubenssystems oder Weltbildes ist naturwissenschaftlich. Es war wohl immer so, dass man den aktuellen Glauben/die aktuellen Überzeugezungen nicht als solche benannt hat, sondern aufgrund von Gewohnheit und Vebreitung, als Wahrheit empfindet, als das, was einfach so ist.
Niemand kann sich vorstellen, wie es anders sein könnte, das scheint so absurd, wie vor 500 Jahren, die Idee, dass es Gott nicht geben könnte, es schien so offensichtlich, dass er überall ist und wirkt.