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G0thicprincess
Zitat von SilentRoG:
Kann es sich dabei auch um Sodbrennen handeln? Das wäre von der Lage ja auch die Richtung. Und verstärkt natürlich die Empfindungen.

Ne Sodbrennen ist es nicht, es ist einfach so das ich sehr unter Stress bin nonstop.

#5441


N
Wie macht ihr das mit sozialen Kontakten? Ich kämpfe noch sehr bis das Venlafaxin wirkt und bin die Woche über allein. Gestern hatte ich eine Freundin zu Besuch und war danach fix und alle weil mir der Kopf schwirrte... Aber so ganz allein ist auch schrecklich. Und meine Kontakte aus der Klinik wohnen 50km weg, das schaff ich aktuell noch nicht

#5442


A


Schreibt und Diskutiert was ihr möchtet

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Windy
Zitat von Angor:
wenn immer gegen Medis geredet wird, sie haben schon und tuns noch, vielen Usern geholfen.

Für mich auch ein reiner Segen. Endlich was gefunden, wo ich nach jahrzehntelanger Dauerschlaflosigkeit, mal öfter als dreimal im Monat schlafen kann und sogar, bei dieser Hitze. Auch gegen die Depressionen, hilft bei mir nichts anderes so gezielt, wie Psychopharmaka.

Hab mich auch sehr lange dagegen gewehrt und keine genommen, weil ich Angst davor hatte. Wenn ich das aber gleich getan hätte, hätte ich mir die Chronifizierung mit Sicherheit ersparen können. Für mich sind die Medikamente ein Segen. Heute quäle mich auch nicht mehr unnötig selbst herum, nehme wenn mir was wehtut eine Schmerztablette und bin heilfroh, daß es das gibt, gerdae bei Migräne. Die ist ohne Medikamente fast unerträglich.

Das Alter spielt auch eine Rolle. In jüngeren Jahren steckt man die Schmerzen und Unannehmlichkeiten noch ohne Medis besser und länger weg. Kommt deswegen noch besser ohne aus.

x 4 #5443


hereingeschneit
Zitat von Angor:
Immer wenn ich sowas lese, wie andere ohne Medis auskommen, weil sie was dagegen habe, fühle ich mich schlecht, warum eigentlich?

Das ist die große Frage. Vielleicht interpretierst du da rein, dass du zu "schwach" bist etwas durchzuhalten?
Denke stattdessen einfach, dass die anderen nicht genug "krank" sind, dass sie es ohne Medikamente aushalten können.

Wenn man gegen Medikamente spricht, dann will man eigentlich andere nur sensibilisieren, dass sie die eigenen Einnahme überprüfen, ob denn Nutzen und Schaden im richtigem Verhältnis stehen.

Du hast das bei dir gemacht, und da passt das. Dir geht es damit eindeutig besser, dein Leben ist lebenswerter. Es gibt also im Moment keinen Grund das zu ändern, nur hin und wieder zu überprüfen, ob sich irgendwas verändert hat. Entweder dass das Leben selbst leichter ist und man deshalb reduzieren könnte (Nebenwirkungen gibt es auch immer irgendwie) oder ob eben diese Nebenwirkungen nun mehr Schaden anrichten.......

Nicht einfach immer denken, das hat schon immer so gepasst und so bleibt das auch. Und dafür sollen diese Diskussionen sorgen, damit man sich das immer mal wieder in Erinnerung ruft.
Sowohl die eigene Medikamentation überdenken, als auch mal darüber nachdenken, ob man es nicht doch mal ausprobieren sollte.

Und da wir alle etwas anders ticken und unsere Ängste anders gelagert sind, wird auch die Art und Weise, wie man zu den Medikamenten steht, anders sein. Aber es gibt auch hier kein richtig oder falsch.
Bei einem funktioniert es gut, bei anderen geht es in die Hose.

x 4 #5444


E
Zitat von Knubbelchen:
weil ich es schön finde.

Zum Beispiel

Mauma = Maulwurf
Nunu = Schnuller
Mimi =

Nicht böse gemeint, aber das ist wirklich ein falscher Ansatz um einem Kind etwas beizubringen. Und du machst es nur so, weil es sich für dich so schön putzig anhört. Hmm, sehr fragwürdig. Man soll Kinder nicht korrigieren , aber ihnen die Wörter immer wieder richtig beibringen. Zum Beispiel sagt dein Kind ja Nanu zu seinem Schnuller . Du kannst daraufhin sagen: „ ah, du möchtest deinen Schnuller“ . Indirekte Korrekturen sind absolut richtig , aber eben nicht direkte wie zum Beispiel: „ Wie heißt das richtig“.

In meiner Einrichtung haben viele Kinder von solche Wörtern „entwöhnt“ und es hat hervorragend geklappt.

x 4 #5445


E
Angor, du musst dich ja nicht schlecht fühlen. Jeder geht anders mit seiner Situation um. Und wenn dir deine Tabletten geholfen haben, dann ist es für dich wohl das richtige gewesen.

Ich selber finde nur, dass viele diese und andere Tabletten verharmlosen . Klar, manche Tabletten sind ein Seegen und auch wäre wir wohl heute nicht so alt, wenn es die Medizin nicht gäbe, trotzdem ist nunmal eben auch Gift für den Körper. Jeder reagiert anders darauf und hält der Chemiekeule auch anders stand. Nur weil man sie verträgt , bedeutet es ja noch lange nicht das sie auch gut für den Körper sind. Manche vertrage Alk. Unheimlich gut , aber die Leber geht trotzdem kaputt.
Es ist bewiesen, dass Umwelteinflüsse und Medikamente uns sterben lassen. Das sind ja keine Hirngespinste, es ist nunmal die Wahrheit.
Viele mögen nicht gerne hören, dass Medikamente/ ADs wirklich schädlich sein können. Ich habe hier schon immer Angst zu schreiben, dass ich diese Dinger verfluche . Aber im Grunde bin ich schon fast drauf gegangen von Medikamenten und bin deswegen sehr vorsichtig.

Die Barma ist nichts als ein großer Konzern der Geld verdienen möchte und denen ist es reichlich egal, wie viele an ihren Medikamenten drauf gehen.

x 1 #5446


Moelli80
Zitat von hereingeschneit:
Denke stattdessen einfach, dass die anderen nicht genug "krank" sind, dass sie es ohne Medikamente aushalten können.

Das glaube ich nicht.
Bei mir würden sie sicherlich auch helfen, wenn ich richtig eingestellt bin.
Aber meine Ängste vor Tabletten und Nebenwirkungen sind da stärker.

Ich habe eine starke Sozialphoobie und meide es raus zu gehen.
Wenn ich mal einkaufen gehe, was ich üben soll z.b., wird mir so schwindelig und bekomme gefühlsstörrungen am Kopf.
Meine Muskeln verhärten alle und es ist eine Qual.
Aber trotzdem nehme ich das lieber hin, als trotz meiner Angst Tabletten zu nehmen.

Falls ich es irgendwann mal mache, könnte es bestimmt ein Segen sein, aber die Angst vor Nebenwirkungen und ein noch grösseren Leber Schaden ist stärker.

Wenn Tabletten welchen Helfen ist es doch schön.
Gönne es jedem.
Aber jeder ist da anders und seine Psyche tickt anders.

x 4 #5447


Islandfan
@Beebi ich respektiere deinen persönlichen Hintergrund und weiß, was du erlebt hast.

Ich persönlich bin dankbar, dass es Medikamente gibt. Als ich in der Tagesklinik 2008 war, wollte ich aus Angst auch nichts nehmen. Der Arzt fragte mich, ob ich rauchen und trinken würde, ich sagte,dass ich rauche und ab und zu trinke. Er gab mir als Hausaufgabe auf, einen Beipackzettel für Ta bak und Alk. zu schreiben. Das öffnete mir die Augen. Ta bak ist meiner Meunung nach weitaus gefährlicher als viele Medikamente, Alk. sowieso.
Ich nehme das Antidepressivum seit 2008, meine Blutwerte werden 2mal jährlich überprüft und einmal im Jahr wird ein EKG gemacht, bisher alle Werte bilderbuchartig. Sobald sich was an den Leberwerten ändern würde, würde man handeln, aber die Leber gehtvja nicht innerhalb von 24 Stunden kaputt, sondern es ist ein langsamer Prozess, den man dann noch steuern kann, wenn man die Werte regelmäßig überprüft.
Und ich bin dankbar, dass es Blutdrucksenker gibt, denn ohne würde ich vielleicht eines Tages einen Schlaganfall bekommen wie mein Opa, der mit Ende 50 daran verstarb, weil man damals nichts gegen den Bluthochdruck gemacht hat.

Sicherlich muss man die Einnahme von Medikamenten selbst entscheiden, aber wenn es sich nicht bessert, dann ist es auch für Ärzte schwer zu helfen. Ich nehme zb. nur wenige Male im Jahr eine Ibuprofen, aber auch nur, weil ich starke Schmerzen kaum habe. Leichte halte ich immer aus. Ich bin froh, so wenig Schmerzen zu haben, denn ich kenne das Leid von denen, die täglich sich damit plagen. Wenn eine Tablette dann Linderung schafft, dann ist das doch gut.

x 3 #5448


E
@Islandfan

Ich respektiere es auch, wenn jemand Tabletten nimmt. Ich akzeptiere aber nicht, wenn mir jemand sagt, dass Tabletten harmlos sind und ruhig problemlos eingenommen werden können, weil das ist eben nicht wahr.

Das mit der Leber und dem Alk. war nur ein Beispiel. Und ja, zig. Sind keineswegs besser . Ob sie schlimmer als Medikamente sind, ist dahingestellt.

Ich bin jemand, der absolut leidet, bevor er etwas zu such nimmt. Auch bei meiner Skepsis, habe ich so lange gewartet, bis es kurz vor aus war. Die Angst vor NW geht bei mir einfach ins Unermessliche .

Diese Sprüche wie „ Dann geht es dir nicht schlecht genug“ ist sowas von falsch. Eine userin hat mir hier gut am Anfang einreden wollen, dass es mir nicht schlecht genug geht, weil dann würde ich Tabellen nehmen. Sie wurde so böse, das ich mir dachte, dass sie sie nicht mehr alle hat. Keine Ahnung hat sie gehabt. Oh ja, solche Aussagen machen mich richtig wütend . Ich konnte nichts mehr, nichtmal mehr sprechen. Außer liegen und überleben , war nichts mehr mit mir anzufangen. Im KH habe ich in der Not Aufnahme auf dem Boden gelegen, weil ich nicht sitzen konnte. Also Leute die sagen mir ging es nicht schlecht genug, ist der größte Schwachsinn , den ich je gehört habe.

Was glauben denn manchen, warum man ein AD langsam ein und ausschleicht ? Natürlich um den Körper an das Gift zu gewöhnen. NW sind einfach nur eine Reaktion vom Körper, dass er das Zeug eigentlich nicht möchte.

Aber ja, man kann wirklich stundenlang darüber diskutieren.

x 4 #5449


florené
Wieso könnte man da stundenlang diskutieren?
Wenn man viel Glück und Durchhaltevermögen hat oder bereits zusammengebrochen ist, findet man eventuell und mit viel Glück einen kompetenten Arzt und den richtigen Wirkstoff in der richtigen Dosierung.

#5450


Islandfan
Zitat von Beebi:
Was glauben denn manchen, warum man ein AD langsam ein und ausschleicht ? Natürlich um den Körper an das Gift zu gewöhnen. NW sind einfach nur eine Reaktion vom Körper, dass er das Zeug eigentlich nicht möchte

Ein AD ist kein Gift, solche Aussagen verunsichern Leute, die Angst haben, es zu nehmen. Man muss es langsam ein- und ausschleichen, weil der Gehirnstoffwechsel und der Körper sich daran gewöhnen müssen. Ist bei Betablockern das gleiche, da ist es lebensgefährlich, wenn man sie abrupt absetzt.

Ich kenne jetzt nicht die Statistik, aber ich würde behaupten, dass in Deutschland mehr Leute durchs Rauchen sterben als durch Medikamente. Ich hab mir mal Nikotinkaugummis gekauft und den Beipackzettel gelesen, da standen viele tödliche Krankheiten drin. Ich sagte zu meinem Ex „die kann ich doch nicht nehmen“ und er lachte und meinte „das sind die gleichen Nebenwirkungen, die deine Zig aretten verursachen.“

x 3 #5451


Moelli80
Zitat von Beebi:
Diese Sprüche wie „ Dann geht es dir nicht schlecht genug“ ist sowas von falsch.

Ja, diese Sprüche liebe ich auch.

Möchte ein mal erleben der bei Clusterkopfschmerzen, es mal ohne Tabletten versucht.
Es ist ein schrecklicher Schmerz.
Oder eine Wurzelbehandlung oder Zahn ziehen ohne Betäubung macht, wie ich, weil ich Angst davor habe.

Aber dann waren die Schmerzen halt nicht stark genug, weil ich es alles ohne mache. 😅

x 4 #5452


D
Zitat von Beebi:
Ich bin jemand, der absolut leidet, bevor er etwas zu such nimmt. Auch bei meiner Skepsis, habe ich so lange gewartet, bis es kurz vor aus war. Die Angst vor NW geht bei mir einfach ins Unermessliche .

Ist das eine Phobie?

Dann ist deine Haltung eher subjektiv, oder?

Ich gebe Islandfan recht.
Gerade was Antidepressiva betrifft, so gibt es Menschen mit einem Ungleichgewicht der Botenstoffe und das kann anders nicht in Richtung geschoben werden.
Ähnlich wie bei Schilddrüsenfunktionen.

Ich wäre ohne Medis längst tot.
Wenn ich an die vielen Infektionen denke...

x 8 #5453


Logo
Angst vor Medis und den Nebenwirkungen treibt schon zu Blüten, dem etwas abzugewinnen:
- hilfreiche Medikamente schlecht reden
- das gute Gefühl den schwereren, richtigen Weg zu wählen
- härter im Nehmen zu sein
- Mut ohne auszukommen
- Krankheitsuneinsichtigkeit

Ich kann dazu nur sagen, dass ich ohne medikamentöse Behandlung im physischen Sinn schon nicht mehr auf dieser Welt wäre und im psychischen Sinn, 30 Jahre verschenkt zu haben (Uneinsichtigkeit psychisch krank zu sein), bis zur medikamentösen Erlösung.

Ich bleibe da ausdrücklich bei mir und werde nicht versuchen meinen Weg irgendwie anderen aufzuschwatzen.

x 4 #5454


florené
Ohne meine Schlafmedis wäre ich unter einer Brücke wohnhaft ...
und ohne das bisschen Venlafaxin im Wahn. Sad

x 4 #5455


Nova_Sol
Mein Bruder ist ebenfalls schwer depressiv und Borderliner. Das mit den Botenstoffen wurde ihm auch gesagt, er nimmt und nahm nie Medikamente. Ihm hilft seine Arbeit und die Natur total. Deshalb ist das hier
Zitat von Dunkelbunte:
und das kann anders nicht in Richtung geschoben werden.

auch nicht bei jedem richtig. Es ist einfach von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Deshalb ist der eine nicht stärker oder schwächer als der Andere, jeder findet seinen eigenen Weg und was individuell am besten ist. Für manche ist es notwendig und es geht nicht anders und manchen hilft eben etwas anderes. Die Diskussion fing ja eigentlich nur an, weil jemand für sich selbst gesagt hat, dass es eben nicht der richtige Weg war mit AD. Auch das muss man akzeptieren

x 4 #5456


D
Genau. Es gibt mindestens 2 Wahrheiten.
Immer die eigene Erfahrung.
Medis zu verteufeln ist genauso falsch wie als Smarties darstellen 😌
Beides hat seine Berechtigung.

In einem anderen Leben, wo die Uhren langsamer laufen und es weniger Menschen und Unruhe auf dem Planeten gäbe, könnte ich auch weniger Citalopram nehmen.

x 4 #5457

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D
Zitat von Afraid1992:
Mein Bruder ist ebenfalls schwer depressiv und Borderliner. Das mit den Botenstoffen wurde ihm auch gesagt, er nimmt und nahm nie Medikamente. Ihm hilft seine Arbeit und die Natur total.

Ist er dauerhaft depressiv oder in Remission?

x 1 #5458


Nova_Sol
@Dunkelbunte er hat mal stärkere und mal schwächere Phasen. Wenn er merkt, dass es wieder schlimmer wird, nimmt er sich Urlaub und fährt einfach irgendwohin, wo er abschalten und ganz viel laufen kann. Oder er stürzt sich noch mehr in die Arbeit. Hat mir anfangs auch Sorgen gemacht, aber er sagt, dass es der für ihn beste Weg ist. Und seit über 10 Jahren hat er sich auch nicht mehr selbst verletzt.

x 4 #5459


Moelli80
Bei meiner Frau hatten AD's leider gar nicht geholfen.
Sie war später sehr hoch dosiert und es hat auch nach Monaten nichts gebracht.
Bei Ihr wurden mehrere ausprobiert.
Sie hat aber 10 Kilo zu genommen, was sie dazu noch belastet hat.

Wie gesagt jeder ist anders und freu mich für jedem dem es hilft.

Bei mir war halt nur die Angst immer stärker und hab es nie ausprobiert.

Selbst die Reha sagt, ohne Tabletten werde ich da wohl nicht raus kommen.
Aber kann es einfach nicht.

Vielleicht bin ich zu schwach oder ein Feigling, aber die Angst ist einfach zu gross davor.

Trinke seit dem meine Leber ein schaden hat, auch keinen Alk. mehr.
Möchte ungerne von der fibrose zu einer zirrose kommen.

Früher war es bei mir auch anders, da hab ich noch alles eingeschmissen, solange es keine Spritze war, ging alles in meinen Körper.

Vor spritzen hab ich aber schon seit meiner Kindheit Angst. 😅

Bin aus dem Krankenhaus mal gerannt, weil sie in mein kopf ne betäubungsspritze geben wollten, weil ich genäht werden musste. 😅

x 3 #5460


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