Zitat von Kosmos: Die meisten User hier können sich nicht im Ansatz ausdenken, worüber ich hier schreibe. Den meisten geht es wesentlich besser als mir und deshalb habe ich keine Geduld mit ihnen. Immer nur jammern, obwohl es ihnen relativ gut geht. Die haben ja gar keine Ahnung, was einem alles passieren kann, wo sie nicht mal dran denken, dass es das geben könnte.
Das finde ich anmaßend. Ich würde nie im Leben urteilen, wem es hier besser oder schlechter geht. Das ist einfach erstens subjektiv und zweitens müsste es dafür eine Art Messbarkeit geben, die es aber nicht geben wird, denn Leid wird immer unterschiedlich empfunden und auch verarbeitet. Ich mag das gar nicht, wenn man hier schreibt, dass es einem am schlechtesten geht, denn niemand läuft in den Schuhen des anderen. Wie stark man eine Krise verarbeitet, hängt von so vielen Faktoren ab, von der Stärke der Persönlichkeit, vom Umfeld, von der Bereitschaft sich professionelle Hilfe zu holen, etc. Dann bsteht die Chance wieder gesund zu werden, aber nicht jeder wird es auch letztendlich.
Man lernt hier ja langsam manche User besser kennen, dennoch ist es immer nur ein Ausschnitt des Ganzen und man sollte deswegen aufpassen, wenn man jemanden versucht zu analysieren. Das sollte man den Profis überlassen und nur diese können eine passende Diagnose stellen.
Ich glaube einfach, dass du so oft hier aneckst, weil du der Meinung bist, als Einzige den wirklichen Durchblick zu haben, was Diagnosen, Traumata, die Kompetenz der Therapeuten, etc angeht. Dem ist aber nicht so. Ich meine das auch eher als Anreiz, mal darüber nachzudenken, warum du so kontrovers gesehen wirst. Es liegt nicht immer nur an den anderen, sondern so wie man auftritt, so wird man auch bewertet. Kann natürlich auch Teil deiner Erkrankung sein.
Gerade was schlimme Kindheiten und Traumata angeht, sind hier viele, die das durchlebt haben. Deswegen können da auch die meisten mitreden, ihre Erfahrung erzählen und auch über ihre Art der Verarbeitung schreiben. Ein richtig oder falsch gibt es im Grunde sowieso nicht. So komplex die Persönlickeit und die Erkrankung ist, so komplex ist auch die persönliche Verarbeitung.