@Häkelini
Danke, dass du das Thema hier her verfrachtet hast, hier passt es sehr gut hin

Bin mal wieder zu spät dran, aber kam einfach noch nicht dazu zu schreiben ^^
Zitat von Häkelini: Bei mir kommt es tatsächlich sehr auf den Kontext an. Auf der Arbeit kann ich mich diesbezüglich leider gar nicht abgrenzen und sage fast zu allem ja, was leider dazu führt dass ich total überfordert bin und irgendwann die Arbeit auch nicht mehr in Relation zum Arbeitsvertrag steht.
Habe zwar noch nicht so viel Arbeitserfahrung, aber werde ja im August eine Ausbildung anfangen und habe da auch etwas Bammel davor mich nicht gut abgrenzen zu können. Es ist nicht nur das Nein sagen an sich, sondern auch generell Grenzen setzen. Manchmal habe ich Schwierigkeiten Menschen und deren Intentionen einzuschätzen und es passiert schnell, dass ich rede und rede und gar nicht merke, dass was ich da sage, denjenigen eigentlich nichts angeht und derjenige gar nicht das Recht hat, bestimmte Fragen zu stellen.
Das hatte ich nämlich, als ich vorletztes Jahr ein Jahrespraktikum gemacht hab und mein Chef mich über mein (nicht vorhandenes) Partner- und Sexualleben ausgefragt hat, aber er hat das so geschickt gemacht, sodass ich quasi Rede und Antwort gestanden hab. Einfach aus dem Grund, weil er ja eine Autoritätsperson ist und irgendwie habe ich so eine Verhaltensweise, dass ich mich gerade bei höher gestellten Personen mich überhaupt nicht traue Grenzen zu ziehen und wie ich es auch überhaupt wagen könnte. Soviel dazu
😐 Zitat von Häkelini: Privat kommt es auch drauf an, wer da an mich heran tritt. Habe ich eine gute Beziehung zu der Person traue ich mich eher nein zu sagen und dies auch "durchzusetzen". Ist die Beziehung aber eher wackelig oder eh Konfliktbelastet fällt es mir wahnsinnig schwer. Ich hab dann total Angst abgelehnt zu werden oder einen erneuten Konflikt zu entflammen.
Das finde ich auch interessant, aber auch irgendwie logisch. Je enger die Person zu einem steht, desto kleiner ist die Angst abgelehnt zu werden, weil ja das Vertrauen größer ist und man die Person einfach sehr gut kennt. Ich habe das leider selbst bei Freunden so, dass ich mich nicht traue meine Meinung zu sagen oder etwas anzusprechen, wenn mir etwas nicht passt. Einerseits glaube ich schon, ein Gefühl dafür zu haben, wenn jemand sich mir gegenüber verletztend benommen hat, andererseits traue ich meiner Wahrnehmung trotzdem nicht durch dieses zwanghafte Verdenken dieser Situation und irgendwann komme ich zum Entschluss, dass ich mir das nur einbilde oder zu sehr dramatisiere und mir wieder die Schuld an der ganzen Situation gebe
😄