Eigentlich ein schönes Beispiel für den Unterschied zwischen Entschuldigung und Erklärung.
Eine Entschuldigung für das Verhalten des DHL- Zustellers gibt es nicht.
Sein Verhalten war unverschämt, unfreundlich und unprofessionell.
Eine Beschwerde wäre absolut legitim.
Erklärungen gibt es im Zweifelsfall eine Menge. TV-Berichte über die Arbeitsbedingungen von Zustellern lassen sich ja leicht finden. Grossunternehmen unterlaufen arbeitsrechtliche Bestimmungen und drehen die Schraube für Mitarbeiter immer enger.
Ganz zu schweigen von Angestellten mit befristeten Arbeitsverträgen.
Deren Fehlverhalten wird von den Unternehmen mit einkalkuliert und eingepreist, weil man weiss, daß der Gewinn am Ende für das Unternehmen entscheidend ist.
Früher dachten Unternehmer langfristig, heute gibt es auch auf der Führungsebene Söldner, die nur noch einen guten Job machen müssen. Auf begrenzte Zeit gute Zahlen liefern.
Und dann wieder verschwinden können nach dem Prinzip nach mir die Sintflut. Niemand macht sie haftbar für Fehlentscheidungen, die dem komplexen Verhältnis zwischen Unternehmen und Kunden geschadet haben.
Leidtragende sind die Kunde und die Arbeiter vor Ort, die dann auch noch aufeinander gehetzt werden.
10.04.2022 12:20 •
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